Wie verhalten - Schwägerin?

Hallo zusammen,

ich brauche dringend einen Rat bzw. Tipps.

Folgendes Problem: ich bin super enttäuscht von meiner Schwägerin. Sie hat zwei Kinder von denen sowohl ich als auch mein Mann Taufpate sind. Inzwischen sind die Kinder 14 und 16. wir haben uns immer um die Kinder gekümmert, Dinge mit ihnen unternommen, Adventskalender gebastelt, Bei Schulproblemem geholfen, Referste mit vorbereitet, Geburtstagsgeschenke verschenkt etc. Alles, was man meiner Meinung nach als Paten so macht.

Vor 2 Jahren kam dann unsere Tochter zur Welt. Die Schwägerin wollte unbedingt Taufpatin werden. War ihr ausdrücklicher Wunsch. Inzwischen ist es aber so, dass sie die Kleine 3 Tage nach der Geburt, an Weihnachten, ihrem Geburtstag und an Ostern gesehen hat. (Wohnt im gleichen Ort). Interesse ist gleich null.

Von uns wird weiterhin Hilfe bei Hausaufgaben, Computerproblemen etc eingefordert. Von ihr kommt jedoch nix. Am Geburtstag hieß es von ihr, die Kleine hat ja alles, braucht nix. Somit kam nicht mal ein Geschenk. (Mir geht es dabei nicht um den Geldbetrag an sich sondern um die Geste - ein Miniausflug mit dem Rad zum Eisessen etc wäre ja auch toll). Zeit verbringen, mehr nicht.

Vor kurzem habe ich Sie darauf angesprochen, dass mir das Interesse fehlt und als Antwort kam, dass sie keinen zeit hst. Ist viel beschäftigt und lebt in Trennung. Sie würde ja gern mehr, aber sie hat einfach keine Zeit. Arbeitet aber nur 20 Stunden 🤔.

Dazu kommt, dass wir oft was mit ihrem kleinen Sohn unternehmen (Eisessen, Indoorspielplatz etc) und beim Abgeben oder Abholen nicht mal ein „Danke“ von ihr kommt. Es ist einfach so selbstverständlich und das ärgert mich furchtbar.

Wir haben mit ihr keinen Streit und es ist auch nichts vorgefallen. Mein Mann meint immer, sie war schon immer so. Nur auf den eigenen Vorteil bedacht und wir werden sie nicht ändern.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Es nochmal ansprechen? Ich komme mir irgendwie blöd vor, Interesse und „Dankbarkeit“ einzufordern. Sag ich nichts, Ärger ich mich aber schrecklich. Eine Aussprache wird aber nichts bringen. Beende ich die Unterstützung, tut mir der Kleine leid. Ich hab ihn total gern ....

Vielleicht habt ihr Ideen

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Ein bisschen doof von deinem Mann, dass er nicht gleich gesagt hat, dass die Schwägerin immer nur an ihren eigenen Vorteil denkt, dann hättet ihr euch vielleicht andere Paten für euren Sohn gesucht. Kanntest du sie nicht so gut?

Sonst würde ich mich einfach damit abfinden, dass von ihr nichts kommt und für ihre Kinder weiterhin das tun oder geben, was ich für die Kinder gern tun oder geben will, weil ich sie mag.

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Wenn du es kannst, hör auf Erwartungshaltungen an Deine Schwägerin zu haben, um ihrer Kinder Willen. Sie können ja nix dafür, dass ihre Mutter ne doofe Kuh ist.

Ich würde es noch einmal gegenüber der Schwägerin klar artikulieren, dass du sau-enttäuscht bist und ihr Verhalten unmöglich findest, dass du überlegt hast, deine Hilfestellungen zu unterlassen, aber dass du dich wegen der Kinder, ganz sicher nicht wegen ihr, dagegen entschieden hast.

Die Kunst dabei ist, dich dann wirklich nicht mehr zu ärgern.

Ich tue mittlerweile nur noch Sachen, hinter denen ich, warum auch immer, hinterstehe und nichts mehr, um eine Gegenleistung und sei es nur Wertschätzung zu erhalten.

Ich fühle mich deutlich energievoller seither und die blöden Kühe dieser Welt können mir gar nix mehr. Sind halt blöde Kühe. Die gibt es überall.

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Wir haben sie eigentlich deshalb genommen, da sie es sich so gewünscht hatte und immer in großen Tönen davon geredet hat, was sie dann alles macht.
Außerdem ist sie die einzige Verwandte, die in Frage kam. Bei u s ist das nicht so leicht. Wir haben kaum Verwandtschaft und die Freunde sind alle katholisch 🤣. Wir bräuchten aber unbedingt einen evangelischen Paten, da unser Kind evangelisch getauft werden sollte. Das war mir wichtig und zudem brauche ich das, da ich evangelische Religionslehrerin bin....

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Hi,

ich muss jetzt mal ganz blöd was fragen:

Warum brauchtet ihr zur evangelischen Taufe unbedingt einen evangelischen Paten? Gibt das eure Gemeinde so vor?

Unser Sohn wurde auf meinen Wunsch hin (ich bin evangelisch und kann dem ganzen Katholizismus nichts abgewinnen) evangelisch getauft. Da die Eifel aber mehr Katholiken beherbergt, sind alle seine drei Taufpaten (zwei Freundinnen und die Oma)katholisch. War für den Pfarrer überhaupt kein Problem.

Und nun zum Thema:
Vergiss deine Schwägerin als Patin. Es war schon ein "Fehler" , sie nur zu nehmen, weil sie es sich so wünscht oder weil sie evangelisch ist.
Sie wird sich nicht ändern und immer wieder Ausreden finden.
Ihr nehmt euer Patenamt sehr viel ernster - bleibt dabei, denn die Kinder können nichts dafür.

Wir haben den Kontakt zu einer von Fabians Paten abgebrochen (Jugendfreundin meines Mannes). Sie kam zwar die ersten Jahre immer und brachte ein Geschenk oder stellt in der Nikolausnacht was vor die Tür, aber zeigte keinerlei Interesse an unserem Sohn. Kam zum Geburtstag, gab Geschenk ab und ignorierte fortan unseren Sohn. Fragte auch nie nach ihm, wenn wir telefonierten. Auf so jemanden konnten wir gut verzichten, auch auf die Geschenke, aber etwas Interesse - mal nachfragen wie es ihrem Patenkind geht, mal mit ihm spielen, wenn sie da ist etc - das wäre nett gewesen. Mehr haben wir nie erwartet. Mit anderen Kindern, wo sie nicht Pate war, verhielt sie sich (zumindest wenn wir dabei waren) anders. Aber... wer nicht will... ich trage ihr das nicht nach, aber muss auch den Kontakt nicht mehr haben. Sollte sie sich irgendwann melden - ok, wenn nicht, dann nicht.

Gruß
Kim

3

"Nur auf den eigenen Vorteil bedacht und wir werden sie nicht ändern."
Warum habt ihr sie als Taufpatin gewählt? Ich bin sowieso kein Freund von Babytaufen. Erstmal Kind bekommen, dann schauen, zu wem sich über die Jahre eine innige und herzliche Bindung bildet, dann irgendwann taufen lassen. Aber der Drops ist ja nun gelutscht bei euch.
Nur weil du engagiert bist, heißt das nicht, dass andere Taufpaten das genauso sind oder sein müssen. Deine Patenkinder haben nunmal Glück, dein Sohn hat Pech in dem Punkt - ein wenig selbstverschuldet, wie ich finde ("Nur auf den eigenen Vorteil bedacht und wir werden sie nicht ändern.")
Sucht euch einfach andere engagierte Menschen mit Interesse in eurem Umkreis, das müssen ja nicht die Taufpaten sein. Den Neffen/die Nichte würde ich da raushalten, die können dafür nichts. Ob du dich da weiter zurücknimmst, musst du selbst wissen.
VG

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Guten Morgen!

Ich bin da etwas zwiegespalten muss ich sagen... Ich habe selber zwei Töchter und bin Patentante eines 2 jährigen Jungen, den ich unheimlich lieb habe. Dennoch fehlt mir auch oft die Zeit mit ihm etwas zu unternehmen oder Zeit mit ihm zu verbringen :-( Das hab nichts damit zu tun dass ich nicht möchte sondern weil meine eigenen Kindern, auch wenn sich das hart anhört, einfach vorgehen und die haben Termine und Veranstaltungen, ich arbeite im Schichtdienst und bin auch Alleinerziehend. Aktuell sehe ich den Kleinen 1 Mal im Monat (mindestens) und wenn meine Freundin jemanden zum aufpassen braucht und ich es irgendwie einrichten kann, bin ich natürlich auch zur Stelle.
Auf der anderen Seite kann ich total verstehen dass du enttäuscht bist und dir für deinen Sohn etwas mehr Engagement wünschst, dennoch darfst du nicht von dir und deinem Engagement auf andere schließen. Da die Kinder deiner Schwägerin ja nun schon etwas älter sind (meine können ihre Termine nicht komplett allein bewältigen), wird deine Schwägerin sie ja nun nicht überall hinkutschieren müssen etc. Da würde ich schon vermuten, dass sie wenigstens einmal im Monat Zeit für deinen Sohn findet, auch wenn es vllt. nur 2-3 Std sind und das würde ich noch mal ansprechen, wenn es dich so traurig macht und beschäftigt. Allerdings verstehe ich auch nicht warum ihr sie als Patin ausgewählt habt, wenn sie immer schon nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht war .. egal ob sie das unbedingt wollte oder nicht, das hätte ich nicht gemacht.

Aber ganz unabhängig davon: dein Sohn wird doch sicherlich auch ohne die Patin viele tolle Menschen um sich haben die gerne Zeit mit ihm verbringen und ihm zeigen, dass sie ihn lieb haben?! Dafür "braucht" man ja keine Paten ;-)

Lass dich nicht so ärgern davon, dadurch wird es auch nicht besser. Ach so, dein Engagement deinem Patenkind gegenüber würde ich auch nicht verändern, der kann ja auch nix für seine Mama ;-)

Liebe Grüße

Sandra

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Vermutlich darf man einfach nichts erwarten.... Mir wäre ja schon mit einmal im Monat für ne viertel Stunde vorbei kommen geholfen 🤣. Das sollte machbar sein. Schwiegermutter wohnt gegenüber, dort schaut sie auch mal oft vorbei. Liegt dann j auf dem Weg....
Ich glaube, ich werde mich einfach zurückziehen und meine Aktivitäten mit ihren Kindern mal für 1-3 Monate einschränken....

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"Ich glaube, ich werde mich einfach zurückziehen und meine Aktivitäten mit ihren Kindern mal für 1-3 Monate einschränken.... "

Und was bitte können die Kinder deiner Schwägerin dafür? Sippenhaft?
Wie willst du ihnen erklären, warum du / ihr auf einmal nicht mehr für sie da bist/seid?

Ich kann Dir sagen, dass du damit uU das gute Verhältnis zu den Kindern kaputt machst. Und unfair finde ich das zudem auch. Abgesehen davon habe ich was gegen "ich mache dies, dann musst du auch das machen" - wenn ich etwas mache, dann weil ich es will und weil ich es für denjenigen gerne mache. Und nicht, weil ich eine Gegenleistung - noch dazu von einer dritten Person erwarte.

Geh nochmal in Dich und überlege Dir, warum Du dich bisher so um ihre Kinder bemüht hast. Aus Überzeugung des Patenamtes? Weil du die Kinder magst? Oder nur, weil du irgendwann eine Gegenleistung erwartet hast (was ich mir nicht vorstellen kann - da wird ja die letzten 16 Jahre auch kein Danke oder ähnliches gekommen sein).

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Die Kinder der Schwägerin sind mittlerweile ja schon zienlich groß. Ich würde die Kinder als unabhängige Personen betrachten. Unabhöngig dsvon ob die Mutter sich f0r euch oder euer Kind interessiert etwas mit den beiden großen Kindern unternehmen. Ihr macht dad ja hoffentlich aus Interesse an den beiden Kindern seobst und nicht als Gefallen der Mutter zuliebe.

Manchmal läuft es anders als man denkt. Sehr seltsam und enttäuschend, aber wenn die Schwägerin keine Eigeninitiative zeigz, dann wird sich kaum was ändern können.

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Du musst es leider akzeptieren. Unser Jungs (5 und 2 Jahre) haben eine gemeinsame Patin. Von dem Großen ist mein Schwager und er hat nicht viel Interesse an etwas mit ihm zu unternehmen. Ostern, Weihnachten...kommen Geschenke, aber auch nur weil die Freundin sich drum kümmert. Ich wusste von Anfang an, dass es so laufen würde und habe es akzeptiert.

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Hallo, wenn man sich über Erwachsene ärgert klärt man dies mit den Erwachsenen und nicht auf den Rücken von Kindern. Erwachsen zu sein bedeutet es trennen zu können.

Du kennst sie doch nicht erst seit gestern. Ärgerst du dich über sie oder dich?

Gruß Sol

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Hallo,

normalerweise endet die Patenschaft doch mit Konfirmation/Kommunion (ich gehe da mal vom angegebenem Alter aus) und ihr seid zu garnichts mehr verpflichtet. Alles, was jetzt von euch noch kommt ist freiwillig und hat nichts mehr mit der Patenschaft zu tun. Lasst es doch einfach übers Jahr hin auslaufen. Dann gibt es nur noch ne Kleinigkeit zu Weihnachten und zum Geburtstag. Helfen würde ich nur noch wenn die Kinder diese Hilfe "einfordern" und nicht wenn deine Schwägerin es möchte.

LG

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Gib nur so viel, wie du geben kannst, ohne dass es sich schlecht anfühlt, wenn nichts zurück kommt. Hilfe bei Computerproblemen käme da von mir nicht mehr z.B. Da soll sie jemanden bezahlen. Gemeinsame Unternehmungen mit dem Kind würde ich immer noch machen, aber nicht um die Schwägerin zu entlasten, sondern wegen des Kindes. Ich würde nur so viel geben, wie ich geben kann, ohne dass ich das Gefühl habe ausgenutzt zu werden.

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