unregelmässige Arbeit und 2 Kinder - so unverantwortlich?

Hallo zusammen

Kurz zu uns:

Mein Mann und ich arbeiten beide unregelmässig bei der Bahn. Er arbeitet 100% und ich 70% (einer könnte Ende Jahr auch 10-20% reduzieren). Momentan haben wir ein Kind (1 1/2) und im Juni kommt Nachwuchs.

Die aktuelle Situation ist super, sowohl privat als auch beruflich. Derjenige welcher Zuhause ist kümmert sich um unsere Tochter, den Haushalt etc., während der Andere arbeitet. Wenn wir beide nicht Zuhause sind (Arbeit, Hobbys etc.) ist unsere Tochter bei den Grosseltern oder bei einer befreundeten Familie. Wenn diese ebenfalls verhindert sind, kann die Schwester von meinem Mann unser Tochter mit zur Arbeit nehmen. Falls wirklich alle Stricke reissen, haben wir noch eine engagierte Babysitterin.

Also eigentlich alles gut geregelt und ich kann z.B. auch mal eine Woche ein Skilager leiten oder an Teamweekends gehen, ebenso mein Mann. Unsere Tochter kann ins Babyschwimmen und bald ins Muki-/Vaki-Turnen.

Jetzt musste ich mir letztens von ein paar Müttern anhören, dass wir Rabeneltern seien... Weil ich so egoistisch sei und nicht auf meine super Arbeit verzichten möchte und unsere Tochter auch mal alleine bei "Fremden" lasse. Oder dass ich meinem Hobby nachgehe und meine Tochter 8 Tage alleine bei Papa gelassen habe um ein Skilager zu leiten. Dann am Ende meinte eine, dass es mit zwei Kindern so nicht zu verantworten sei...

Diese Worte haben mich ziemlich getroffen...

Nun zu meiner Frage...
Habt ihr evtl. ein ähnliches Modell oder kennt ihr jemanden?
Findet ihr das auch so unverantwortlich oder nicht?

Sorry für den langen Text, aber es beschäftigt mich sehr.

lg nic.ole.

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Hör nicht auf das dumme Geschwätz missgünstiger Weiber.

Solange es sich für euch als Familie gut und richtig anfühlt, ist alles in Ordnung.

LG

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Hallo!
Jeder wie er mag!
LG

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Hallo du!

Ich glaube, da spricht eher der Neid aus diesen Personen.

Euer Kind ist gut betreut, wenn ihr warum auch immer nicht zur Stelle seid und ihr könnt arbeiten und euren Hobbys nachgehen, ich sehe da überhaupt kein Problem.

Ob das mit zwei Kindern auch so einfach läuft, wird sich zeigen, aber wenn das für alle Beteiligten in Ordnung ist, sehe ich keinen Grund, warum das nicht funktionieren sollte.

Was daran unverantwortlich sein soll, erschließt sich mir in keiner Weise.

Es ist toll, dass ihr euch die Betreuung eures Kindes (bzw dann Kinder) so gut partnerschaftlich aufteilt und euch ein Netzwerk geschaffen habt, das für euch da ist.

In meinen Augen können Kinder nur profitieren, wenn sie mehrere feste bezugspersonen haben und nicht den ganzen Tag nur von einem Elternteil begluckt werden.

Lass dich nicht verunsichern, wenn es für euch so passt, wie es ist, dann ist es völlig egal, was andere von eurem lebensmodell halten.

LG waldfee

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Bei vielen spricht der Neid, weil der werte Vater sich nicht kümmert.
Oder sie haben keinen anderen Lebensinhalt als 24/7 die Kinder zu beglucken.

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Ach was. Das sind in der Regel Frauen, die eben keinen engagierten Partner zu Hause haben und neidisch sind, dass die es versäumt haben, sich r as um für sich selbst zu schaffen. Solange eure kleine zufrieden ist, ist das doch prima

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Du schreibst das die aktuelle Situation super ist. Also sehe ich kein Problem.
Als bei uns die Kinder klein waren war es so, ich habe Vollzeit gearbeitet, mein Mann hat studiert. In der Zeit waren die Kinder in der Krippe und nachmittags mal bei den einen, mal bei den anderen Großeltern.
Für uns war es auch nie ein Problem wenn einer von uns beiden mal länger weg ist. Wenn es für alle Beteiligten passt ist das doch gut. Ihr könnt euch glückliche schätzen das ihr so ein super Umfeld habt. Rabeneltern seit ihr bestimmt nicht.

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Hallo,

dein Lebensmodell ist für dich und deine Familie, nicht für andere. Wenn andere es besser wissen, sollen sie es besser machen.

LG
Katty

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Hallo.
So ein ähnliches Modell haben wir zwar nicht aber ich möchte dir gerne sagen, dass es sich für euch richtig anfühlen muss und nicht für andere. Wenn es eurem Kind (bzw.dann Kindern) und euch auch gut dabei geht dann ist doch alles in Ordnung.

Unser Sohn geht seit er 15 Monate alt ist 9h am Tag in die Krippe. Mein Partner arbeitet 40 stunden, ich 30. Durch langen Fahrweg meinerseits ist aber 9 Stunden Betreuung notwendig. Der kleine schläft seit er ca.1 Jahr alt ist regelmäßig bei Oma und Opa (ca.1x pro Woche).
Er ist auch mal ein ganzes Wochenende dort und wir haben Zeit für uns/ Hobbys , treffen mit (kinderlosen) Freunden etc.
Uns ist das wichtig und ja wir atmen auch manchmal durch wenn er bei Opa und Oma in Auto sitzt und genießen auch Die Zeit ohne ihn;)
Ich konnte mir da auch schon von verschiedenen Seiten anhören dass sie das NIEMALS so machen würden, ob ich mein Kind da nicht vermissen würde usw.
Nö ich weiß dass es ihm gut geht und er Spaß hat. Sowohl in der Kita als auch bei Übernachtung auswärts.
Macht es so wie ihr es für richtig haltet, mir würde die Decke auf den Kopf fallen wenn ich immer noch (er ist jetzt 2,5) Zuhause sein würde und nie mal was ohne Kind unternehmen könnte.
Alles Gute!

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Nein, unverantwortlich finde ich es nicht, und wenn es für alle Beteiligten passt, finde ich es in Ordnung.

Das einzige, was ihr bedenken solltet ist, dass es mir 2 Kindern schon schwieriger wird. Die sind doppelt so oft krank, haben doppelt so viele Hobbies, Elternabende, Bockphasen usw. Wenn die Großeltern sich das zutrauen (weiß ja nicht, wie alt und fit sie sind), die befeundete Familie auch bereit wäre 2 Kinder zu beaufsichtigen und deine Schwägerin auch 2 Kinder im Notfall mit zur Arbeit zu nehmen, klar, warum nicht.

Mir persönlich wäre das zu stressig, aber das heißt ja nichts. Ich habe 3 Kinder und arbeite nur einen Tag. Da bin ich dann allerdings ca. 10 Stunden weg und meine Eltern kommen zu uns die Kinder betreuen. Meine Kinder sind schon älter, aber die jüngste noch zu klein um alleine zu bleiben.

An meinem Arbeitstag hat mein Sohn seine LRS Förderung und meine beiden Töchter jeder ein Hobby. Bis auf die Älteste müssen alle gefahren und wieder abgeholt werden. Ich merke langsam, dass es für meine Eltern belastender wird. Das liegt allerdings auch an der Erkrankung meines Vaters und der Betreuung meiner Oma. Das sind Dinge, die eben nicht planbar sind. Das sollte man immer im Hinterkopf haben. Um so älter die Kinder werden, je mehr Termine haben sie in der Regel und mit Beginn der Schule ist man, finde ich, deutlich fremdbestimmter als vorher.

Wie gesagt, all das ist kein Hinderungsgrund und unverantwortlich ist es auch nicht, nur solltet ihr das bei euren Überlegungen mit einfließen lassen.

Ich hatte mir früher auch vorgestellt, dass ich mehr arbeiten gehe, aber durch die LRS meines Sohnes und einigen "Nachwehen" bei meinem Frühchen, geht es einfach nicht in dem Umfang.

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