Wie steht es um unsere Beziehung? Wer kann mir helfen klarer zu denken?

Mein Verlobter und ich sind seit 4 Jahren ein Paar. Er besaß bereits ein Haus in das ich dann nach relativ kurzer Zeit „schleichend“ eingezogen bin. Ich habe das Haus allerdings nie wirklich als MEIN Zuhause ansehen können, da es absolut nicht meinen Vorstellungen entspricht-da einfach nichts davon von mir ist und es mich nicht widerspiegelt. Zugegeben, lege ich schon immer evtl etwas ZU viel wert auf eine in sich stimmige Einrichtung usw aber das bin ich und ich brauche das einfach um mich wohl zu fühlen. Mich hat auch immer mehr gestört, das wir nicht zusammen UNSER Zuhause geschaffen haben. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht das ich das ganze nicht so ganz gut finde.
Ich befand mich in der Ausbildung (2. Ausbildung) als wir zusammenkamen, da war ich 23. er ist 5 Jahre älter.
Nach einem Jahr Beziehung wurde ich ungewollt schwanger und wir haben uns für das Kind entschieden. Ich habe meine Ausbildung beendet und dann wurde ich Mutter. Seitdem bin ich Hausfrau. (Kind 2 Jahre alt) Ich möchte für die kleine da sein, und schicke sie erst diesen November, also mit knapp 3 in den Kindergarten. Das findet er auch toll bzw er stellt mir das absolut frei da wir toi toi toi, das Geld nicht unbedingt brauchen.
Er ist selbstständig und verdient genug um uns ein gutes Leben zu ermöglichen. Ich besitze 2 Eigentumswohnungen und habe somit auch ein kleines Einkommen. So, ich hatte/habe NATÜRLICH Schwierigkeiten mich in meine neue Rolle einzufinden. Ich muss sagen, dass ich oft ganz schön überfordert bin und es nie schaffe ein Blitze blankes Haus zu haben ohne das irgendwas anderes (ich selbst oder das Kind) auf der Strecke bleiben. Ich bemühe mich sehr meiner Tochter eine tolle Mama zu sein, das ist meine absolute erste Priorität. Durch die Selbstständigkeit meines Verlobten bin ich den ganzen Tag ca von 6:30 bis 19:00 Uhr oder länger alleine zuhause. Ich verfalle sehr oft in depressive Stimmungen, Klage dann darüber das ich alleine in einem Haus sitze das ich nicht mag und das auch noch in einem Ort steht in dem ich mich nicht wohl fühle und niemanden kenne. Alles erscheint mir dann so schlimm, auch das ich mit der Kleinen alles alleine machen muss, ich wäre einfach gerne in Gesellschaft meines Verlobten bei manchen Dingen. Er hat mir bestimmt schon 100 mal gesagt, dass das nicht für immer so bleiben wird und wir woanders hingehen können und er ist auch nicht glücklich immer weg zu sein und er findet einen Weg für uns. Leider kommt es trotzdem immer wieder hoch bei mir, da auch meine Freundinnen alle noch keine Kinder haben und auf dem Dorf ist es schwierig für mich in bestehende (Mama-) Cliquen reinzukommen. Ich gehe in Kinderturnen, Pamperstanzen usw aber die Mädels dort kennen sich alle schon seit der Grundschule und haben kein Interesse jemand noch dazu jüngeren in ihre Gemeinschaft aufzunehmen. Meistens werde ich eher stark beäugt da ich auch noch sehr Jung für mein Alter aussehe.
Seit längerem macht mein Verlobter mir starke Vorwürfe, er kritisiert mich ständig, ich habe das Gefühl auf ganzer Linie alles falsch zu machen. Dabei bemühe ich mich so sehr aber ich bin einfach keine geborene Hausfrau. Für mich ist seine ständige Kritik sehr schlimm, ich habe ständig Angst etwas falsch zu machen oder etwas zu machen, dass ihm missfällt. Ich frage mich solangsam ob er mich jemals wieder respektvoller behandeln wird. Er bleibt oft abends weg und trinkt mit Kollegen noch 1-3 Bierchen. Das ist für mich eigentlich kein Problem aber leider macht er das oft, wenn er weiß ich warte auf ihn da wir etwas ausgemacht haben. Er reagiert dann einfach nicht auf meine Nachrichten. Mittlerweile kann ich deshalb schon garnicht mehr traurig sein, ich fühle mich richtig gefühlslos und weiß nicht was ich tun soll. Ich glaube, wenn kein Kind im Spiel wär hätte ich mich in den letzten paar Monaten getrennt. Wir reden immer über unsere Zukunft, Planen die Hochzeit, überlegen wieviele Kinder wir gerne hätten usw aber in der Praxis funktioniert es einfach nicht- wir drehen uns im Kreis und ich bin todtraurig darüber. Das schlimmste ist, dass wir nie auf einen grünen Zweig kommen, er ist mit mir und meiner „Leistung“ im Haushalt unzufrieden und ich mit seinen als fürsorglichen Vater und Partner. Auf jedes Argument meinerseits kontert er etwas, das ich nicht richtig mache und solange dies so ist kann er auch an sich nichts ändern. Schließlich würde ich es ja auch nicht tun. Das schlimme an der Sache ist, das er nicht sieht wie sehr ich mich bemühe aber es einfach nicht besser hinbekomme. Ich habe das Gefühl am einen Ende ist alles fertig da kann ich am nächsten schon wieder anfangen. Und dann muss ich ja auch noch irgendwann kochen, einkaufen usw. Kann mir einer Hoffnung machen oder hat Tipps für mich? Oder hat sich in der selben oder ähnlichen Situation befunden? Ich bin traurig und ich möchte unser Leben und alles was wir geschafft haben nicht aufgeben. Aber ich habe im Moment das Gefühl, das jeder von uns ohne den anderen glücklicher wäre.........

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Hi !!!

Ich glaube, dieser ganze Haus- und Haushaltsquatsch ist nur ein Nebenschauplatz.
Du wärst doch sicher nicht glücklicher, wenn du in einem von dir stylisch eingerichteten Haus allein mit Kind säßest. Putzen macht dann m. E. auch nicht mehr Spaß.

Dir fällt die Decke auf den Kopf und du fühlst dich nicht (richtig) ausgelastet
und das, was du tust, wird nicht gewertschätzt. Im Gegenteil.

Dein Freund flüchtet aus den Auseinandersetzungen und vor eurem Zuhause und bleibt noch länger fern. Auch verständlich. Ihr habt (berechtigte) Erwartungen, die aber nicht erfüllt werden.

Ihr solltet eine Paartherapie machen, damit ihr alle Probleme mal sortiert. Was macht zuerst Sinn? Nehmt ihr euch eine Haushaltshilfe, die dich entlastet. Öfter einen Babysitter, damit ihr Paarzeit habt und dein Freundceinen Grund, nicht so lange zu arbeiten oder mit Kollegen auszugehen.

Könntest du jetzt schon anfangen, einen ganzen Tag oder zwei Halbe oder wie auch immer gestaltet zu arbeiten und eine Nanny kommt zur Betreuung ins Haus. Oder einen Nachmittag übernimmt dein Freund die Kinderbetreuung. In wieweit kann er realistisch aus dem Unternehmen fernbleiben.

Haus verkaufen und umziehen würde ich ganz , ganz zum Schluss anpeilen. Das ist nur die Hardware. Wenn es zwischen euch und mit der Rollenverteilung nicht passt, bringt ein Ortswechsel nix.

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Hallo, danke für deine Antwort.
Deine Veranschaulichung mit dem alleine in einem von mir eingerichteten Haus hilft mir weiter. Ich fühle mich in meiner ganzen Funktion unwohl und nicht nur im Haus.

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(Kurzfassung des Romans im letzten Absatz)
Hallo,

auch ich denke die geschilderten Probleme in Haus und Haushalt sind Ausdruck deiner inneren Unzufriedenheit.

Ich verstehe, dass du dein Kind erst mit 3 in Fremdbetreuung geben möchtest, diesen Plan hatten wir ja auch (es kam anders, ist aber irrelevant). Aber ich fürchte, du hast Lagerkoller. Du sehnst dich nach Anerkennung, die du so von deinem Partner nicht erhältst.
Du schreibst, ohne Kind hättest du dich getrennt. Ohne Kind wärst du aber auch nicht in dieser Situatiin, du würdest in deinem erlernten Beruf arbeiten, hättest Kontakt nach außen und nicht die Zeit, Gedanken zu wälzen.

Ich möchte dir ein paar Tipps/Ratschläge/Empfehlungen geben.

Zunächst einmal: Rede mit deinem Partner. Was will er, was willst du? Ihr seid ungeplant Eltern geworden und habt vermutlich vorher nie darüber gesprochen, wie ihr euch die Zukunft und auch die Kindererziehung vorstellt. Somit war keine Gelegenheit, ohne Kind, Kompromisse zu finden. Vielleicht hätte es dir geholfen, zu wissen, dass er von dir erwartet, als Mutter auch Hausfrau zu sein (kann ja auch eine Firm der Arbeitsteilung sein). So hättest du auch anbringen können, dass das Haus in der Form, wie es ist, dich überfordert bzw. dass du Hilfe (z.B. Putzkraft) brauchst.
Redet jetzt miteinander und versucht Kompromisse zu finden.

Weiterhin: Versuche, dich vom Perfektionismus zu verabschieden. Oder besorge dir Hilfe in materieller (Staubsaugerroboter usw.) oder personeller (Putzkraft) Form. Ich habe, vollzeitarbeitend und Haushalt führend jede Menge Geld in kleine Helferlein investiert (Staubsauger, Fensterputzer, Wäschetrockner, vernünftiger Geschirrspüler, Tiefkühltruhe). Putzkraft wollte ich nicht, aus verschiedenen Gründen.

Ganz wichtig: Werde Dir klar, was du willst. Willst du bei deinem Partner bleiben? Durchdenke, wie sich dein Leben ändern würde, wenn du dich trennst. Denke bis zu Ende. Stell dir die Frage, ob es besser würde.
Stell dir außerdem die Frage, was sich ändern müsste, damit du mit deinem Partner wieder glücklich bist. Teile ihm das mit, aber ohne ihn unter Druck zu setzen. Sei auch hier kompromissbereit, aber fordere selbst auch Kompromisse ein. Bspw. ein regelmäßiger Abend pro Woche kann er ja ausgehen, aber mach du das auch. Geh raus. Fitness, Kaffeetrinken mit dir selbst, sei mal ein paar wenige Stunden nicht Mutter.

Dass du dich schwer tust, Kontakte zu finden, kann ich verstehen. In den Babykursen ist mir das auch nie gelungen. Vielleicht ist es einfacher die Kontakte zu erneuern, zu den kinderlosen Freunden.
Und wenn du in den Kursen beäugt wirst: Na und? Dann lass sie gucken. Ich bin, wenn es mir zu bunt wurde, offensiv auf die Leite zugegangen. Meistens waren sie nur neugierig, wussten aber nicht, wie sie fragen sollten. Leg dir da ein dickes Fell zu. Du musst niemandem gefallen, außer dir selbst.

Und außerdem solltest du wieder arbeiten gehen. Du brauchst Luftveränderung.

Kurzfassung:
Lass dir von einer unaufgeräumten Küche nicht die Beziehung kaputt machen. Irgendjemand hat mal gesagt: „Investiere das Geld, das eine Paartherapie kosten würde, in eine Putzkraft. Es rettet Beziehungen.“
Damit will ich deine Probleme nicht auf den Haushalt reduzieren, aber es scheint Dir wichtig zu sein. Für alles andere empfehle ich: Mund aufmachen. Ohne Vorwürfe, mit Ich-Botschaften und Kompromissbereitschaft.

Alles Gute für euch.
nudelsuppn

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Und im nächsten Beitrag schreibe ich ohne Tippfehler.

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Hallo, vielen Dank für deine Antwort. Ich erkenne mich sehr darin wieder. Das Leben mit Kind bringt leider viele Probleme in die Partnerschaft. Das traurige ist auch, dass man anfängt viele Dinge aufzuwiegen. Ich beneide Ihn für seine Möglichkeit die Tür hinter sich zuzumachen. Er wiederum beneidet mich darum zuhause zu sein und bildet sich ein, ich würde den ganzen Tag Faulenzen. Ich glaube auch, weil er quasi unser Leben finanziell ermöglicht erwartet er dafür von mir unterbewusst die VOLLE Einsatzbereitschaft, sprich er wird wütend weil er denkt er hat den ganzen Tag geackert und ich habe es nicht fertig gebracht die Unterhemden zu bügeln. WAS ich aber alles fertig gemacht habe, das sieht er dann nicht. Immer nur was ich nicht mache. Ich finde die Probleme und seine Kritikpunkte isoliert betrachtet auch oft lächerlich, leider sind sie für ihn anscheinend so bedrückend, dass ich das wohl ernst nehmen sollte...

Ich habe ihm ca 6 Monate nach unserer Verlobung mitgeteilt, dass ich glaube wir sollten noch 1-2 Jahre mit der Hochzeit warten- da wir offensichtlich eine schwere Phase haben und ich erst heiraten möchte wenn diese überwunden ist. Daraufhin ist er komplett (auf seine eher introvertierte Art) abgedreht, er konnte damit nicht umgehen. Er meinte das ist der größte Schlag ins Gesicht den ihm jemals jemand verpasst hat. Kam 24 Stunden nicht nachhause und hat sogar geweint. Er hat es glaube ich mit einer Trennung gleichgesetzt. Am Ende musste ich ihn trösten und alles wieder gut reden, aber mein Anliegen stand leider überhaupt nicht zur Debatte. Ja und jetzt heiraten wir im September.
Deshalb habe ich auch so Angst etwas zu übersehen, ich habe unsere Probleme seither nicht so eng gesehen aber jetzt MUSS ich hinsehen, es ist Fakt das ich momentan nicht glücklich bin. Ich habe das Gespräch mit ihm diesbezüglich nicht mehr gesucht, da ich nicht mehr zerstören möchte als mir lieb ist.

Den Perfektionismus im Haushalt lege ich nur wegen ihm an den Tag. Da er da wirklich übertriebene Ansprüche hat und er erstmal auf Kontrollgang geht wenn er nachhause kommt. Er sagt aber immer „das ist doch wirklich nicht zu viel verlangt“ im Einzelnen betrachtet ist es das auch nicht, aber es gibt ja auch noch 100 andere Dinge zu erledigen.
Warscheinlich geht es Millionen Hausfrauen so.....

Ich denke ich werde deine Tipps umsetzen und mich als Person wieder etwas mehr Abgrenzen und auch Dinge die mir gut tun einfordern. Früher habe ich seine Selbstständigkeit immer als Vorteil wahrgenommen, da ich so viel Zeit für mich selbst hatte und abends war dann Paarzeit:-) Leider hat sich das Blatt komplett gewendet. Ich werde das Gespräch mit ihm suchen und Vorschläge unterbreiten, auch zum Thema Haushaltshilfe. Vielen Dank Dir

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Die Lösung ist einfach:
1. such Dir eine Putzfrau
2. such Dir einen Job mit Kollegen
3. fang an Dir ein eigenes soziales Leben (Kollegen, Job , Freunde) aufzubauen.
4. Klammer nicht so sehr an Deinem Mann , das ist für beide schlecht!

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Als erstes: willst du diese Beziehung mit diesem Mann?
Oder eigentlich doch nur noch die Trennung?

Bei letzterem: trenn dich!

Ansonsten:
Du schreibst, finanziell geht es euch gut. Warum um Teufels willen hast du dann in 4 Jahren es noch nicht geschafft, dass Haus für dich umzugestalten?

Ein paar Töpfe Farbe, ein paar Tapetenrollen, neue Deko nach deinem Geschmack, neue Vorhänge oder auch mal neue Möbel verändern sehr viel! Ich kann nicht nachvollziehen, warum du jammerst, statt die Ärmel hoch zu krempeln!

Mein Mann ist vor 4 Jahren bei mir eingezogen und abgesehen von Küche und Bad ist schon lange nichts mehr so wie es war!

Egal ob Kinderzimmer, Wohnzimmer, schlafzimmer oder Flur. Alles ist farblich neu gestaltet, Möbel wurden ersetzt bzw ausgetauscht. Mein Ex ist damit stück für Stück raus und mein Mann rein.

Der wesentliche Unterschied zwischen meinem Ex und meinem Mann ist, dass der eine mit anfasst im Haushalt, sich Zeit für (nicht seinen!) Die Kinder nimmt und halt anerkennt, was ich leiste - im Moment in der 28. SSW mit starken Schmerzen.

Der andere war eher wie deiner. Keine Lust auf Zeit mit mir und seinen Kindern (1,5 Jahre auseinander), im Haushalt keinen Finger krümmen, mit Kohle geizen - wenns für mich oder die Kinder war (z.b. für Ausflüge, Kinderbetreuung, Hobbys), für Kippen, Brötchen von der Tanke und PS Spiele war aber immer genug da - aber an allem war ich immer schuld.

Die Kids waren klein, ich war alleine für Haushalt und Kinder zuständig, habe nebenbei gejobbt und studiert. Wir wohnen auf dem Dorf, alles musste ich mit Bussen erreichen, die wenns gut läuft, jede Std bis 1,5 std fahren. Samstags arbeitete ich 12 std am Stück, während er morgens die Kinder von meinem Vater versorgen ließ und sie dann zu seiner Mutter brachte. Eine Mahlzeit für mich wurde nicht zubereitet, er hat dann mit den Kids nämlich bei Mama gegessen. Und ich hab mich nach einer 12 std Schicht noch in die küche stwllen dürfen.

Im Leben möchte ich dahin nicht zurück. Ich hab viel zu lange die Trennung vor mir her geschoben. Der Kinder wegen. Und aus Angst, schaffe ich es alleine?

Ok, mein Studium hab ich 2 jahre später abgeschlossen als gewollt. Aber ich habe mich in meiner 7 jährigen Studienzeit getrennt (das war eine extreme Sache, denn nach der Trennung wollte ER sich ja doch bessern! Und weil ich nicht dran glaubte, entwickelte er solchen Hass, dass ich gerichtlich geschützt werden musste!), neu verliebt, 2 Kommunionsfeiern und meine Hochzeit geplant, die Wohnung immer wieder renoviert, 20 Std gearbeitet, etc.

Es war so dumm von mir zu zweifeln, ob ich es alleine schaffen kann! Ich hab doch eh alles alleine gemacht!

In der jetzigen Ehe ist auch nicht immer alles hellrosa. Manchmal ist es dunkrlrosa oder gar pink, mehr ins rot gehend. Aber wir befinden uns immer in einem rosa-Ton. Wir wertschätzen uns gegenseitig, finden gemeinsame Lösungen und Kompromisse, reden miteinander und unterstützen uns immer dann, wenn es angebracht ist. Als ich meine Abschlussarbeit schrieb, hat er meine Kinder und den Haushalt übernommen. Jetzt hat er in einigen wenigen Wochen eine Zwischenprüfung, da übernehme ich den Großteil des Haushaltes, um ih. Den Rücken frei zu halten.
Er akzeptiert meine Kinder voll, lernt mit ihnen, erzieht sie wir seine eigenen. Ich nehme seine Tochter voll an, auch wenn sie nur Gast ist, wird sie nicht anders behandelt als meine Kinder.

Die Lage mit dem Ex ist entspannt. Er war sogar auf unserer Hochzeit, aber bis heute tickt er nicht sauber! Bei der Kommunion Seines Sohnes sagt er meinem Mann, er solle doch bitte reingehen und die Rechnung begleichen (obwohl der Großteil der Gäste seine Familie war). Wir stehen drüber! Die Kinder werden dass irgendwann von alleine erkennen!

Also entscheide zuerst. Weiter machen, weil ihr euch trotz der Umstände liebt? Oder trennen, weil unerträglich für dich?

Und dann Ärmel hoch krempeln und die Zukunft anpacken!

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Guten Morgen!

Das ist zwar off topic, aber ich muss das mal schreiben! Ich finde deine Geschichte so großartig!! Ich weiß nicht einmal, warum sie mich gerade so anspricht, denn viele schaffen die Trennung und beginnen neu und du schreibst auch nichts Spektakuläres.

Aber bei dir fügte sich letztlich eins ins andere....nichts beschreibst du naiv und übermäßig romantisch.....dein Mann ist nicht der Heilsbringer und Seelenverwandte.....und dennoch habe ich beim Lesen das Gefühl: es passt einfach, die haben es verdient.

Ich wünsche euch noch viele rosarote Tage zwischen denen in pink und magenta....😁

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Hallo
Erst mal freut es mich, dass du mit deinem zweiten Mann so glücklich bist.

Ich sehe nicht viele Parallelen zu meinem Partner mit deinem ersten Mann. Was denke ich, schonmal gut ist.
Er ist sehr großzügig, verbringt auch liebend gerne Zeit mit seiner Tochter. Er ist selber unglücklich mit seiner Situation so lange arbeiten zu müssen. Und ist sich bewusst, dass ich alles alleine mache um ihm den Rücken frei zu halten. Dafür überrascht er mich auch mit Blumen oder kleinen spontanen Ausflügen. Es ist bei uns der Alltag der uns auffrisst. Jeder weiß es aber wir kommen nicht aus der Spirale raus.
Zum sterben zu viel und zum Leben zu wenig oder wie sagt man so schön :D

Deine Antwort hat mir sehr geholfen, da ich merke, dass ich eine Trennung eigentlich nicht möchte. Es muss andere Lösungen geben.

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Ganz ehrlich, mein Mann würde nur ein einziges Mal auf die Idee kommen, am Ende des Tages einen Kontrollgang durch das Haus zu machen und meine Leistung im Haushalt zu bewerten. Nämlich wenige Minuten bevor ich ihn entweder rausschmeiße oder meine Tasche packe, um ihn zu verlassen.
Ist er dein Arbeitgeber oder was?

In einer Kneipe sitzen und meine Nachrichten ignorieren würde nur in Frage kommen falls wir uns gerade gezofft hätten und er mal etwas Abstand braucht. Aber spätestens nach 30 Minuten sollte er sich soweit wieder im Griff haben, dass er mich zumindest kurz zurückruft.

Du entscheidest, wie er dich behandelt.

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Ich fühle mich von ihm weder schlecht behandelt noch schikaniert. Das ist eigentlich nicht der Punkt. Nein, er ist nicht mein Arbeitgeber und ich denke jeder Mensch hat andere Eigenarten. Er hat eben diese und wir müssen versuchen auf einen Nenner zu kommen. Evtl hast du den Eindruck gewonnen, dass er mich in irgendeiner Weise unterdrückt. Ich habe das Gefühl, du hast das ein bisschen aus dem Zusammenhang gegriffen. Ich Verstehe allerdings worauf du hinaus möchtest.

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