Weltfrauentag - Eure Erfahrungen

Hallo, liebe Urbianerinnen,

heute ist Weltfrauentag, dafür möchte ich euch erst Mal alles Gute wünschen!

Wir möchten gerne mal eure persönlichen Erfahrungen mit Emanzipation und Gleichberechtigung hören:

Wo seid ihr als Frauen benachteiligt? Was ist in Sachen Gleichberechtigung schon erreicht worden?

Was muss sich in der Gesellschaft und in der Politik für Frauen ändern?

Was sollten wir Männer anders machen?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Viele Grüße

Raffael vom urbia-Team

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Ich finde, es ist schon eine Menge passiert. Wenn man will, kann man als Frau alles erreichen, sogar Bundeskanzlerin werden ;-)

2 Themen fallen mir als international tätige Frau in Kaderposition immer wieder auf:

Frauen stehen sich vor allem selbst im Wege. Besonders bei deutschen Frauen nehme ich eine starke Missgunst Kultur wahr, zudem kenne ich kaum ein Land, in dem Fremdbetreuung von Kindern so verpönt ist. Frauen mit Kindern arbeiten selten 100%, der Hauptgrund, warum Sie selten in Führungspositionen zu finden sind.

Ungleichheit der Gehälter: Leider ist das die Realität. Frauen bekommen weniger Geld. Fordern es aber leider häufig auch nicht vehement genug ein. Arbeitgeber nutzen diese Attitüde aus, um Frauen mit weniger abzuspeisen.

2

Ich habe mich noch nie benachteiligt gefühlt, weil ich eine Frau bin.

Ich arbeite im öffentlichen Dienst, da ist die Bezahlung vollkommen transparent und ein Mann mit gleichem Dienstalter und gleicher Tätigkeit bekommt das selbe wie eine Frau in gleicher Situation.

Ich strebe keine "Karriere" an, wahrscheinlich hätte man es als Frau schwieriger, wenn man mehr als 2 Hierarchie-Stufen steigen wollte, vorher ist es unproblematisch.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist im öffentlichen Dienst auch ziemlich gut.

Mir ist bewusst, dass es nicht überall so ist.

In den Medien wird meiner Meinung nach sehr viel gejammert, wie schlecht es Frauen im Vergleich zu Männern im Beruf haben, aber in meinem Umfeld erlebe ich das nicht.

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Hallo!

Ich finde, als Frau hat man es einfacher.
Man kann waehlen im welchen Zeitalter man leben moechte, ohne dafuer kritisiert zu werden. Man muss nur in den richtigen Kreisen verkehren.
Und selbst wenn andere kritisieren, kann man immer noch das machen was man moechte, konkret wird keine von ihrem Lebensmodell abgebracht.

Mann kann sich ueber Hausfrauen mokieren, aber wenn es fuer sie und den Partner ok ist, bleiben sie trotzdem zuhause.
Man kann sich ueber Karrierefrauen aufregen, aber man kann als Aussenstehender nicht einfach ihren Arbeitsvertrag kuendigen und sie nach hause bringen.
Keiner der Fremdbetreuung bloed findet, kann anderer Frauen Kinder einfach aus der Krippe/Kita nehmen.

Was mich als Frau manchmal stoert, ist das dumme Gerede, aber kann das mein Leben beinflussen?

"Ihr Maenner"? Kann man euch verallgemeinern?
Ich wuerde sagen, nichts machen was strafbar ist. Ansonsten kann Frau selbst entscheiden welches Verhalten sie gut findet und mit den entsprechenden Maennern verkehren (das gilt ueberigens auch fuer Maenner).

LG

4

Ich nehme Benachteiligung von Frauen in vielen Bereichen wahr:

Weniger Gehalt. Und selbst wenn die Bezahlung wie zb im öffentlichen Dienst klar geregelt ist, sind Männer doch deutlicher in Führungspositionen vertreten, selbst in typischen "Frauenberufen".

Typische "Frauenberufe" (zb erziehung, Pflege) werden insgesamt schlechter bezahlt. Das wäre sicherlich anders wenn der Männeranteil größer wär.
Siehe IT-Branche: Früher typischer "Frauenberuf" mit niedrigem Gehalt. Wandel zum Männerberuf = Gehalt gestiegen.

Ich selbst bin schon sexuell belästigt worden, Freundinnen mit denen ich darüber sprach auch-alle. Es ist meist einfach nur nicht so außergewöhnlich, so dass ich das eben auch nicht zum Thema mache... Traurig.

Selbst wenn beide gleich viel arbeiten gehen, machen Frauen mehr Hausarbeit. Wenn die Hausarbeit nicht klappt, werden doch immernoch zuerst Frauen verantwortlich gemacht.

Manchmal fallen mir aber auch einfach Kleinigkeiten auf: wenn morgens in der U-Bahn ein Mann so breitbeinig sitzt, dass ich mich selbst klein mache, ärgert mich zb.

Bei der Arbeit fällt mir auf, dass Männer einen geringeren Anspruch an die eigene Leistung haben: mittelmäßige Leistung als großartig verkaufen. Uns Frauen erlebe ich da deutlich selbstkritischer.

Wenn wir Frauen diese Ungleichheit nicht wahrnehmen find ich das eigentlich erschreckend. Das bedeutet ja irgendwie wir haben uns darin eingerichtet.

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Warum verkaufen sich Frauen schlechter in Gehaltsverhandlungen?

Warum gehen noch so viele Frauen den Weg der Teilzeit?

Warum hacken sich Frauen gegenseitig die Augen aus? Noch nie hat mich ein Mann als Rabenmutter bezeichnet. Frauen schon oft

Politisch wurde schon so viel gemacht. Mutterschutz, Elterngeld, Elternzeit, Kinderbetreuung
Woanders ist unser Mutterschutz ein Fremdwort. In vielen anderen Industriestaaten sind unsere Kinderbetreuungskosten ein Traum.

Was würde ich mir Wünschen?

Das Working-Mam‘s einen anderen Stellenwert in der Gesellschaft bekommt, ähnlich wie im europäischen Ausland

Das Frauen es in ihrer Familie schaffen für Gleichberechtigung zu sorgen. Haushalt, Kinderbetreuung geht beiden was an. Warum nicht gleichberechtigt Arbeiten, Kinderwickeln und Putzen?
Ja es ist erstmal der härtere Weg der von beiden viel abverlangt. Es sind nur ein paar Jahre.

Das endlich dieses Wort Fremdbetreuung verschwindet. Die Kinder haben in der Regel jahrelang die gleiche Bezugsperson.

Ich arbeite in einer Männerbranche. Ich verdiene schon immer sehr gut. Beruflich bin ich nicht kürzer getreten. Arbeite halt viel spät Abends. Wie übrigens auch viele Männer aus dem Ausland. Kinder im Bett, dann wird nochmal gearbeitet.
Ich fühle mich nicht benachteiligt

Was Männer machen können? In der Familie gleichberechtigt sich um Haushalt und Kinder kümmern.

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Ja, warum nehmen denn den Großteil der Elternzeit die Frauen? Ich glaube meistens weil der Mann mehr verdient und es sich finanziell mehr lohnt.
Viele nehmen doch nur die zwei Monate.
Da fängt doch die Ungerechtigkeit an.

Mein Freund wird zu Hause bleiben, da ich mehr verdiene. Er wird dafür total bewundert! Als wenn das einer Frau passiert..
Ich dagegen habe schon schräge Kommentare gehört: wie egoistisch, was ich meinem Freund für eine Last aufbürde...🤦

Ich denke wenn die Bezahlung der Berufsgruppen gerechter wäre und die Gehälter und Führungspositionen, würde sich viel ändern können.

Aber da dies meist von Männern entschieden wird, da diese mehr politische Macht und Einfluss haben (trotz einer Bundeskanzlerin)...Tja...

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Ich glaube nicht, dass die Erklärung so einfach ist, dass es (nur) an den bösen „old boys networks“ liegt, dass Frauen weniger verdienen und kaum in Führungspositionen sind.

Das Problem liegt auch ganz oft in den Köpfen der Frauen selbst.
Wenn ich eine Head of Stelle ausschreibe habe ich, wenn ich Glück habe, 10% weibliche Bewerbungen.
Da ist ein sehr tief liegendes Erziehungsmuster dahinter und viele können und/oder wollen das auch nicht durchbrechen.
Und das fängt ja wiederum bei den Müttern an, die ihre Töchter so erziehen.

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Ich finde diesen Hype übertrieben.
Vielleicht liegt es aber daran, dass ich mich als Frau noch nie benachteiligt gefühlt habe.

Vor dem Gesestz sind Männer und Frauen gleich. Das ist richtig so.
Aber als Mensch und Charakter sind Männer und Frauen von natur aus ganz unterschiedlich. Und auch das ist richtig so.
Muss ich mich schlecht fühlen weil ich gerne den Haushalt mache und mich um die Kinder kümmere weil es in meiner Natur liegt und mein Mann diese Geduld nicht hat.
Leben wir deshalb in einer nicht gleichberechtigten Ehe?

Wenn ich als Frau Vorstandsmitglied werden will, dann kann ich es werden. Weil ich es will und kann und nicht weil eine Quote erfüllt werden muss.
Gibts eigentlich im Straßenbau auch ein Frauenquote? Oder bei Hebammen eine Männerquote?

Ich habe nach der Geburt meines Kindes sofort wieder vollzeit gearbeitet, mein mann ist zu Hause geblieben. Nicht weil ich so überaus emanzipiert bin, sondern weil es sich einfach so ergeben hat. Jeder ist doch auch ein bischen seines eigenen Glückes Schmied. Ich habe das Gefühl von den Medien soll jedem dieses Glück aufgezwungen werden.

Hauptsache es garatuliert auch den Männern jemand zum Männertag.

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Du vergisst dabei, dass das kein rein deutsches Ding ist. Außerdem gehst du von der aktuellen Situation in einem Land wie Deutschland aus. Dir geht es hier heute gut und du kannst, einfach gesagt, machen was du willst. Aber es gibt genug Länder, in denen das auch heute noch für Frauen auch nicht annähernd der Fall ist.

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Das Beispiel mit der Männerquote hinkt. Oder willst du auch eine Männerquote bei zb Sexarbeitenden einführen? Wäre ne Idee... 😌

Es geht doch erstmal um den Durchschnitt: durchschnittlich verdienen Frauen weniger, haben weniger gut bezahlte Berufe und weniger Führungspositionen.

Und nur weil du Vorstandsvorsitzende werden dürftest, heisst das noch lange nicht, dass du das auch kannst. Du wirst es wahrscheinlich schwerer haben als ein Mann mit gleicher Qualifikation.

Vor dem Gesetz sind wir zwar gleich, aber trotzdem nicht gleichberechtigt.

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"Früher haben Männer Frauen gesagt, wie sie zu leben haben - heute tut es der Feminismus!"

Das ist so meine gefühlte Wahrheit.

Was ich mir von der Gesellschaft wünsche?
Einfach nur meine Ruhe!
Hört auf mein Leben zu politisieren!
Ich bin nicht berufstätig. Dazu hat mich keiner gedrängt. Das war eine emanzipierte, gemeinsame Entscheidung von mir und meinem Mann. Wir sind absolut gleichberechtigt in allem.Gleichberechtigung hat für mich NICHTS mit dem Status der Berufstätigkeit zu tun.
Gleichberechtigt zu sein hat für mich etwas damit zu tun, dass mein Mann und ich frei entscheiden können, wie wir das halten wollen. Vollzeit, Teilzeit, gar nicht... und das niemand wichtiger ist als der andere, niemand dem Anderen etwas vorschreiben kann, niemand "mehr Macht" hat, nicht das Wort einer Partei mehr gilt, niemand über dem anderen steht. Keine Verbote, keine Lügen, keine Bestimmungen. Sondern Loyalität, Respekt, Miteinander, NIE Gegeneinander, kein gegeneinander aufwiegen von "wer hat was wann gemacht", gemeinsames Wirtschaften, gemeinsame Verantwortung für das gemeinsame Leben, für die gemeinsamen Kinder und füreinander.

Ich halte meine Meinung nicht für den Maßstab für eine neue Weltordnung und mein Modell nicht für das non plus ultra. Ich habe Respekt und Achtung für jede Lebensform die eine Frau (und natürlich auch ein Mann) für sich wählt. Es ist mir egal, wer wen liebt. Ob geheiratet wird oder nicht. Ob jemand mit 20 Typen Sex hatte oder sich bis zur Ehe aufgespart hat. Es ist mir egal, ob eine Frau Kinder bekommt oder nicht. Ob sie diese Kinder mit 20,30 oder 40 bekommt. Ob sie die Kinder mit vier Wochen ins Internat steckt oder dem Bubi mit dreißig noch die Butterbrote schmiert.
Es ist mir ganz herzlich egal.

Ich vertraue darauf, dass Frauen reif genug, schlau genug, selbstbewusst genug... sind für sich selbst allein und für ihre Familie die richtige Entscheidung individuell zu finden.

Was ich mir wünsche? Nichts weiter als dasselbe. Respekt und Achtung.

Hört auf mein Leben zu politisieren.

Das ich komplett und dauerhaft zu Hause geblieben bin geht nur meinen Mann und mich etwas an. Was Ihr da rein interpretiert, ist Eure Sache. Das hat nichts mit mir als Mensch zu tun. Ich bin nicht Eure Projektionsfläche für Komplexe, für Neid, für Unsicherheiten, für persönliche Ideologiekämpfe.
Ich lasse Euch Euer Leben und wünsche Euch aufrichtig Glück und Zufriedenheit.
Lasst mir einfach meins.

Wenn meine Töchter sich als Prinzessin verkleiden möchten, gerne mit Barbies spielen oder eine rosa Jacke tragen möchten, dann können sie das tun. Einfach so. Das muss nicht auch politisiert werden. Es ist mir egal, ob jemand darin Rollenklischees sieht. Oder Stereotype. Oder sich getriggert fühlt.
Meine Mädchen dürfen sein wie sie wollen. Und wenn sie "typische" Mädchen mit Glitzer und Pink und Einhörnern sind... Phantastisch!
By the way... Meine Jüngere spielt Fußball im Verein und ging dieses Jahr tatsächlich als Indianerin zum Schulkarneval. Plötzlich auch ein hochpolitisches Thema.
Einfach bleiben lassen.

Feminismus ist für mich das, was unsere Vorkämpferinnen getan haben. Das ich als Frau über mich selbst bestimmen darf. Das ich zur Wahl gehen darf und gewählt werden kann. Das ich für mich allein eine Wohnung mieten kann. Das ich heiraten kann oder auch nicht. Das ich arbeiten kann oder auch nicht. Das ich studieren kann oder auch nicht. Das ich Kinder kriegen kann oder auch nicht. Das ich alles haben kann oder auch nichts davon.
Das mir kein Mann, egal ob Vater, Partner oder Politiker, sagen darf, wie ich mein Leben zu leben habe. Keine Verträge für mich abschließen oder kündigen darf. Das ich allein über mein Leben bestimme.
Das ist Feminismus.

Natürlich gibt es noch zu tun. Ungerechtigkeiten in der Bezahlung und Co, alles was hier schon genannt wurde - das ist vollkommen richtig und gehört angegangen!!
Doch ich sehe an einem Tag wie heute eher auf andere Länder, in denen Frauen WIRKLICH noch unterdrückt werden.

Ich bin nicht unterdrückt und auch nicht benachteiligt. Vermutlich habe ich mich freier und ehrlicher entschieden als viele andere Frauen in diesem Land. Denn ich hatte eine echte Wahl und habe sie getroffen.

Das ist es, was ich mir wünsche. Eine echte Wahlmöglichkeit für Frauen, für Männer, für Familien. Und DA ist die Politik gefordert.

Ich wünsche mir bessere Versorgung für Frauen auf dem Land.
Ich wünsche mir bessere medizinische und fachliche Betreuung für werdene und frisch gebackene Mütter.
Ich wünsche mir mehr Kind-krank Tage für berufstätige Familien. (Ja, man kann sich auch was für andere Menschen wünschen, auch wenn es einen nicht betrifft!)


Und ganz am Rande:
Ich wünsche mir das Frauen sich gegenseitig lernen zu respektieren. Wie können wir Respekt von Männern erwarten, wenn wir uns nicht mal untereinander respektieren?

Und zum Thema Respekt:
Die ganze Debatte um den "(alten), weißen, heterosexuellen Mann" ist widerlich! Das sind Eure (Groß)väter über die da gesprochen wird. Eure Lebenspartner, Eure Brüder, Eure Kollegen. Und es werden Eure Söhne sein.
Respekt ist keine Einbahnstraße!

Ich wünsche allen, denen es wichtig ist, einen schönen Weltfrauentag. Und vielleicht auch morgen Solidarität zeigen...

Schönen Abend!


PS Ich äußere mich grundsätzlich nicht zum Thema "sexualisierte Gewalt", aber als Vergewaltigungsopfer kann ich oft nur entsetzt mit dem Kopf schütteln, wie mittlerweile damit umgegangen wird. Inzwischen wird ein dummer Spruch eines Kollegen oder ein (ekelhafter!!!) Klaps auf den Po mit Missbrauch und Vergewaltigung gleich gesetzt. Diejenigen, die ein "süße Maus" von einem schmierigen Politiker für sexuelle Gewalt halten, dürfen mich irgendwann, wenn ich einen richtig guten Tag habe, vielleicht mal fragen, wie es ist auf offener Straße von mehreren Männern ins Gebüsch gezerrt und aufs Schwerste missbraucht zu werden. Und wie man danach versucht sein Leben irgendwie zu leben... Der Hashtag "metoo" hat den Opfern von schweren Straftaten das Leben massiv erschwert!!!

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Das verstehe ich nicht: ich hab absolut nichts dagegen wenn sich eine Frau entscheidet zu Hause zu bleiben und nicht zu arbeiten. Ist doch toll wenn's glücklich macht! Wenn gerechte Gehälter gefordert werden, heisst das doch nicht dass jemand dein Lebensmodell kritisiert. Warum nimmst du das persönlich?

Dass du so etwas schreckliches erleben musstest, tut mir sehr leid.
Aber jetzt Frauen den Mund zu verbieten die sich (endlich!) gegen sexuelle Übergriffe äußern, nur weil du schlimmeres erleben musstest - finde ich jetzt, gelinde gesagt - gemein!

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Das war ein Missverständnis. Es geht mir ausdrücklich nicht darum, dass sexuelle Übergriffe nicht benannt werden sollen. Oder jemandem den Mund zu verbieten. Um Himmels Willen. Das sollte so nicht rüber kommen. Ich finde es wichtig, bei diesen alltäglichen Übergriffen Gesicht und Stimme zu zeigen.
Es war die Art und Weise der Debatte, dieses komplette Vermischen von Dingen, die ich kritisiere.
Es ist nur meine persönliche Meinung und eine Beobachtung, die ich gemacht habe.
Aber anzügliche Vorgesetzte in einem Atemzug mit Vergewaltigern zu nennen -und genau so hab ich es erlebt- hat Opfern noch mehr geschadet. Das lag an der Art wie die Diskussion eben beispielsweise unter dem Hashtag geführt wurde. Das ist aber ein grundsätzliches Problem sozialer Netzwerke, bei vielen verschiedenen Themen. Diese ungefilterte Meinungswelle, bei der jeder von der Couch ein paar Zeilen tippt, die er mündliches nie äußern würde. Das hier zu diskutieren würde aber zu weit führen.

Mein übriger Beitrag bezog sich nicht auf Gehaltsgerechtigkeit. Das unterstütze ich vollkommen. Warum auch nicht? Alles andere als gleiches Geld für gleiche Arbeit ist absurd.
Mein Beitrag bezog sich auf die Frage, was wir/ich mir zum Weltfrauentag wünsche. Und so oft wie ich, auch hier bei urbia oder auf anderen virtuellen Plattformen, schon für mein Modell hysterisch angekreischt würde... Das kann ich gar nicht zählen.
Mein Highlight war, als ich mit einer Prostituierten gleichgestellt wurde, die sich vom Mann aushalten lässt.
Das nehme ich dann irgendwann doch persönlich. 😅
Das war es einfach, was ich sagen wollte. Ich wünsche mir für mich Ruhe und Respekt. Und es muss für mich nicht ALLES politisiert werden.
Und ja, mir ist absolut klar, dass es mehr als genug Frauen gibt, die umgekehrt ebenso kreischen. Stichwort Rabenmutter... 🤦‍♀️
Deshalb wünsche ich mir Respekt und Zusammenhalt unter Frauen.

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