"Hausfrau und Mutter.."

Hallo Zusammen,
Ich bin Hausfrau und Mutter von drei Kindern, die letzten zwei sind noch sehr klein.
Meine Frage ist, wann hört der Haushalt auf? Also, ist es meine Pflicht als Hausfrau meinem Mann alles hinterher zu räumen und zu putzen?
Er lässt wirklich alles stehen und liegen.
Wenn ich nicht seine Schmutzwäsche aufsammeln würde, hat er keine saubere Kleidung im Schrank.
Wenn er Pommes macht (er macht die Pommes, an die Friteuse geh ich nicht ran, sonst koche ich natürlich immer) und die auf der Spüle oder Anrichte salzt, macht er anschließend nicht sauber. Wenn er für sich auf dem Herd Kebapfleisch brät (Wenn ich nicht geschafft habe zu kochen, kommt schon mal vor, wegen Termine oder ich es nicht wegen der Kleinen geschafft habe) lässt er die Pfanne stehen und der Herd bleibt dreckig fettig. Unser großer und ich essen das nicht, er macht es nur für sich für die türkische Pizza.
Er räumt seine Schuhe nicht in das Schuhregal, sondern lässt die davor stehen, er bräuchte sich nur bücken und die darein zu stellen. Zum saugen und wischen stell also ich da rein. Wenn ich die Bäder geputzt habe, bitte ich immer die Hähne trocken zu machen, wegen der Wasserflecken.
WUswenn ich gekocht habe, ist der Abwasch und reinigung auch allein meine Aufgabe.
Ja, ich weiß er geht arbeiten. Aber um ehrlich zu sein, ist das riesen Haus und die Mäuse auch Arbeit und anstrengend.
Vorgestern habe ich frisches Brot in Gefrierbeutel zum einfrieren umgepackt und dabei gekrümmelt. Ich hab es extra liegen lassen, da es abends Pommes geben sollte und er da die Fleischrollen immer hinlegt. Später hab ich ihn drauf angesprochen und er meinte, er sei doch nicht lebensmüde oder bescheuert dazu was zu sagen. Er weiß natürlich, dass er immer alles liegen und dreckig lässt und dafür, damit ich keine Langeweile habe...
So, bitte, an wann ist für mich auch "Feierabend" und darf ich meinen arbeitenden Mann "aufforden" seinen Dreck und die Kleidung wegzuräumen?
Oder reagiere ich über und es gehört wirklich zu den Aufgaben der Hausfrau?

LG

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Ich bin auch Teilzeit Hausfrau.

Selbstverständlich bin ich kein Dienstmädchen.

Es gibt immer einen der macht und einen der machen lässt

Wir sind eine Familie / ein Team und natürlich wird der haushalt gemeinsam gemacht. Prozentual natürlich ich mehr weil ich mehr zuhause bin.

Alles stehen und liegen lassen, damit es der andere wegräumt/ putzt empfinde ich als Unding und schlicht respektlos

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Ich räume weder meinem Mann noch den Kindern ihre Klamotten hinterher. Das schaffen sie alle (auch die Kleinste mit 5) selber. Wäschekorb rein und gut ist.
Ebenso schaffen es die Kinder in mein Mann die fertige Wäsche in den Schrank zu räumen.

Also solche Sachen hinterher räumen würde ich nicht. Und wer Dreck macht (also sowas wie das salzen), der macht es auch weg.

Hilft dir aber nicht wie andere das machen, wenn dein Mann es nicht einsieht.

Wasch dich einfach mal seine Wäsche nicht, bis er nichts sauberes mehr hat. Oder leg ihm die gesammelte Ladung ins Bett. Mit Vorankündigung natürlich.

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Hallo,

Ich finde euer Familienleben etwas befremdlich....

Ich bin auch Mama von 3 Kindern (2 davon sehr klein) und derzeit im Elternzeit.
Ich mache viel hier zu Hause, aber ich erwarte von allen Familienmitgliedern, dass jeder ein bisschen mit hilft.

Für mich ist es selbstverständlich dass jeder seine Wäsche in die wäschebox wirft, und auch sonst darauf achtet dass alles sauber bleibt.

Mein Mann wäscht auch mal Wäsche, kocht für alle, kümmert sich mal um die Kinder.... jeder gibt sein bestes!


Du solltest unbedingt mit deinem Mann reden. Das ist doch auch nicht erst seit kurzem so oder?

Lg

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Puhhhh.... und ich beschwere mich über meinen Haushalt 🙈. Also wegräumen kann dein mann alles was er benutzt, seine Kleidung, einfach das was anfällt. Sorry aber so etwas würde ich nicht mitmachen und ich hab nur ein Kind. Mein Mann arbeitet von 6-16 Uhr, hat mindestens 1 mal in der Woche 24h Dienste. Er räumt seine Sachen alle immer direkt weg. Er hilft nach dem Essen beim aufräumen und er saugt selbstverständlich das Haus durch. Es gibt Dinge die ausschließlich ich mache und das ist zb Wäsche waschen, dafür Putzt er aber immer das Bad und entkalkt alles.
Es ist „euer“ Haushalt. Wenn er es sauber haben will kann er genauso anpacken.

Lg

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Hallo, auch wenn es bei uns nicht ganz so abläuft, wir teilen den Haushalt mehr auf, kenne ich das was du beschreibst. Mein Mann ist auch so ein 🐷 und lässt alles liegen. Manchmal, wenn es mir reicht, nehm ich den ganzen Kram, egal ob Essensreste, schmutzige Wäsche, leere Gläser oder was auch immer mich auf die Palme bringt, und werfe es ihm auf den Schreibtisch. So. Das wirkt dann erstmal 😬

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Mein Mann ist ein Chaot und ähnlich wie Deiner. Aber: ich beschwer mich auch nicht. Also schon, alle halbe Jahre mal, dass wir immer noch keine Griffe am Kleiderschrank haben, aber das ist nun auch mehr so ein Running Gag.
Aber: Und das ist die andere Seite der Medaille: Wenn er nicht meinen Technical Devices hinterherlaufen würde, hätte ich wohl immer noch Windows 95 drauf - ohne Updates versteht sich und wenn mir mal wieder ein Handy ungünstig hinfällt, dann besorgt er ein Display über Nacht und baut es mir am nächsten Tag direkt ein.

Wir haben halt beide so unsere Fähigkeiten und vor allem unsere Schwächen.

Wenn Du ihn hast immer machen lassen, dann fang in kleinen Teilen an, Änderungen herbei zu führen. Letztlich bist Du halt auch mit Schuld, wenn Du Dich da nie klar abgegrenzt hast.

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Hallo!

So einen habe ich als Bruder. Bei ihm lasse ich auch mal 5 gerade sein, er bringt es einfach nicht fertig seine Socken selbst zu sortieren.
Aber ich schleppe ja auch meine Wasserkisten nicht selbst...

LG

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Die konkrete Verteilung hängt natürlich von den Absprachen ab und vom Können des einzelnen.

Als meine Eltern Pflegebedürftig wurden, lag es an uns Kindern einiges mehr wegzuräumen, weil sie es nicht mehr konnten.

Bei ADS/ADHS würde ich konkrete Absprachen treffen. Es geht, wenn man will. Aber es kostet teilweise so viel Energie, dass es stressig ist.
Hier würde ich mit einem Partner z.B. absprechen, dass ich abends nach x Uhr es liegen lasse, aber genau weiß, dass ich es am nächsten Tag selbst aufräume. SO mache ich es aktuell ja auch, nur stört es keinen Partner.
Alternativ, dass ich tagsüber mehr mache (mit Medikationswirkung fällt es mir leichter) und abends dann weniger.


Bei Menschen, die KÖNNEN, aber nicht wollen, sehe ich jedoch rot.

Von meinem Kind erwarte ich alters und entwicklungsentsprechend, dass sie keinen Saustall macht! Das hat etwas mit Respekt zu tun! Mit Respekt anderen mit in der Wohnung lebenden!
Chaos machen, etwas wird schmutzig, alles kein Problem.

Wenn es mit Absicht ist, sehe ich rot.
Wenn es aus Versehen ist, kann passieren!

Je nach Tagesform / Konstitution
- übernehme ich es für sie (wenn ich sehe, dass sie wirklich müde ist, krank wird etc.)
- fordere ich sie auf, dass sie ihren Dreck selbst wegmacht. Dann wenn bekannte! Grenzen erreicht sind
- lassen wir es beide liegen und machen es am nächsten Tag weg, wenn es uns beiden besser geht.

Hier gibt es aber eine Staffelung zwischen: es ist chaotisch aber nicht schlimm (dann kann es liegen bleiben) bis zu es fängt an zu stinken oder zieht Tiere an (DAS wird SOFORT sauber gemacht).


Einer Person (egal ob Partner oder Kind), der/die argumentieren würde mit, "damit dir nicht langweilig ist", würde ich mächtig mal in den ..... .....

Jedoch würde ich bei einer Person, der gut genug noch nicht perfekt genug ist, auch nur noch das nötigste machen.
Bsp. eine Tante konnte sehr wütend werden, wenn die Schuhe nicht akkurat in ihrer angedachten Reihenfolge an Platz x standen.
Die Schuhe aufräumen und so hinstellen, dass niemand darüber stolpert, hat JEDER gemacht. EInen Anfall bekam sie trotzdem, weil es nicht gut genug war. Irgendwann hat es keinen mehr gestört und die Schuhe wurden hingeschmissen, weil schimpfen würde sie sowieso.

In solchen Situationen achte ich zwar selbst darauf, dass ich mich weitgehend respektvoll verhalte: z.B. Sachen so aufräumen, damit niemand drüber stolpert, absichtlich nichts verdrecken. Allerdings lege ich keine große Mühe / Enerige rein, um es akkurat oder perfekt zu machen.
Absichtlich alles liegen lassen, würde ich nicht über's Herz bringen. Den Mund auf machen und sagen, dass mich der Perfektionismus mal kann, schon.
(wobei ich zugeben muss, dass ich so manche Drecksau verstehe, wenn sie irgendwann gegen den Perfektiosmus rebelliert /resigniert - wenn reden nichts geholfen hat!)


Aber wie gesagt: ein gewisses Maß an Grundordnung / Grundsauberkeit sollte JEDER hinbekommen!
Ggf. mit Absprache, wenn es unklar ist oder jemand meint, es ausnutzen zu können.

Mit Zeichen oder Wink mit dem Zaunpfahl funktioniert oft nicht. Bei manchen braucht es den kompletten Zaun.

Sprecht ab, was ihr von einander erwartet. Welche Ansprüche ihr an Sauberkeit / Ordnung habt!
Wo sind Kompromisse möglich?
Wo ist deine Schmerzgrenze bei herumliegenden Sachen?
Wo seine Schmerzgrenze beim Haushalt?

Wie könnt ihr euch gegenseitig unterstützen!?

Der Spruch mti dem langweilig werden.... ihr arbeitet NICHT gegeneinander, sondern eigentlich miteinander.
Wo sitzt der Frust quer?

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Ich bin auch zuhause und natürlich räumt mein Mann seinen Dreck und seine Wäsche selber weg. Er räumt auch mal die Spülmaschine ein- oder -aus, saugt mal durch, wenn ich ihn darum bitte. Es ist ja unser gemeinsamer Haushalt.

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Lass mich raten: Als ihr euch kennengelernt habt, war er gaaaaaanz anders ;-). Mit so jemandem hätte ich keine Beziehung angefangen oder Kinder bekommen.

Ich würde ab sofort ALLES rigoros unter seine Bettdecke stopfen: Krümel, Salzreste, Dreckschuhe, Wäsche, schmutziges Geschirr und benutzte Gläser - und das jeden verdammten Tag bis er rafft, dass du nicht seine Putzfrau bist! Keine Ahnung, ob ihr da raus kommt. Ich drücke euch aber die Daumen.

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