Ans andere Ende von Deutschland...

Liebe Mamis,

Wir stehen vor einer Entscheidung, die unser Leben wohl ordentlich auf den Kopf stellen wird.

Aber von Anfang an...
Mein Partner und ich haben uns in den Norden verliebt. Alles spricht dafür, dass wir dort auch in Zukunft Leben möchten.
Nun habe ich zwei Kinder aus erster Ehe. Der Papa kümmert sich gar nicht (aus eigenem, fehlenden Interesse). Oma und Opa haben sie hier auch und sind auch sehr häufig dort.
Nun hat man natürlich bedenken, wie Kinder das so verpacken. Sie kommen jetzt nach den Ferien in die zweite Klasse.

Unser gedanklicher Plan sieht vor, nächstes Jahr, wenn mein Jahresvertrag ausläuft, das Projekt Umzug in Angriff zu nehmen.
Aktuell wohnen wir ganz im Süden. Es geht also um ca 900km Entfernung.

Wer ist denn über eine größere Entfernung weggezogen?
Wie haben es die Kinder "verkraftet"?
Wie haben sie sich eingelebt?
Gab es Probleme?
Was muss ich Bedenken?
Was darf man bei einem so großen Umzug auf keinen Fall bei der Organisation vergessen?

Liebe Grüße
Mynona

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Habt ihr beiden überhaupt einen festen Job.
Vorher würde ich gar nichts machen oder planen.
Wollt ihr in die Grossstadt, da bekommt man sicherlich einen Job aber auf dem Land im Norden (Schleswig...) – wird es schwer.

Schule wird sicherlich kein Problem sein ausser Eure Kids sprechen total Dialekt.

Ehrlich gesagt? Ich halte es für bedenklich „wir haben uns in den Norden verliebt, da möchten wir jetzt leben“ ...Alltag ist überall, arbeiten muss man überall, und stressig ist es ebenso.
Ich lebe selber mitten in einem tollen Urlaubsland....und hat man deswegen mehr Zeit oder nutzt die Freizeit anders? Ja, man könnte es, macht man aber nicht unbedingt.

Ich komme gebürtig aus dem Hohen Norden....die Menschen sind schon spezieller#rofl

Passt auf, das ihr nicht blauäugig seid.

lisa

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Hallo,

eine Freundin von mir ist mit Mann und 3 Kindern von RLP an die Nordseeküste gezogen.
Die Kinder waren damals im Kindergarten und die große kam in die 2.Klasse.

Meine Freundin ist Lehrerin, ihr Mann selbständig. Arbeit war also da.

Sie hatten es jahrelang schwer dort oben.
Jetzt nach 5 Jahren scheinen sie angekommen zu sein. Die Ehe stand mehrmals auf der Kippe.

Die Kinder waren auch nicht gleich glücklich. Gerade die große hat sich damals sehr schwer getan.
Die kleinste hatte es wohl am einfachsten. Sie war damals erst 3.

Ich kann dir nichts raten...
Meine Freundin ist dort hingezogen, weil sie dort immer im Urlaub waren und die Gegend so mochten.

Jetzt sehen sie das Meer kaum noch.
Der Alltag steht im Vordergrund und alles ist so gewöhnlich geworden.

Viel Glück und Erfolg bei Eurem Projekt.
Gruß,
Purzel

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HI,
wir sind schon mehrfach mit den Kindern umgezogen, die haben das immer recht gut gepackt. Aber man braucht 3-4 Jahre, um wo anzukommen, Leute zu haben, Freundschaften aufzubauen .... Zieht ihr aufs Land? Da ist ist , im NOrden wie im Süden, nicht so einfach, Fuss zu fassen, einfach weil sich alle schon immer kennen ... ansonsten: Kisten packen und los - die Kinder fühlen sich da wohl, wo ihr euch auch wohl fühlt!
LG

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Naja wir sind von West nach Ost gezogen, mitten im Schuljahr und hauruck, ohne solange Vorbereitungszeit, die Schulkinder waren da 1,3 und 5 Klasse, da die Menschen hier so super sind haben sich Kinder gleich wohl gefühlt und wollen jetzt nach guten 8 Monaten nicht mehr weg, hier war die Umstellung zum Schulsystem schwierig da zu viele Lücken vorhanden, aber das wird bei nicht zutreffen. Uns war wichtig das die Kinder da mitziehen sprich wir haben mit ihnen mehrfach geredet über vor und nachteile...sie waren dafür..ohne ihr Einverständnis hätten wir es nicht gemacht...Ansonszen ist der Norden bekanntlich rau, sprich es wird für euch nicht einfach, die Menschen da sind eher verbittert, da die Sonne weniger scheint ;) Was zieht euch dahin??

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>>>die Menschen da sind eher verbittert<<<

#rofl

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"Ansonszen ist der Norden bekanntlich rau, sprich es wird für euch nicht einfach, die Menschen da sind eher verbittert, da die Sonne weniger scheint ;)"

Soll das ein Scherz sein?

Ganz abgesehen davon, dass von den 20 sonnenreichsten Orten 8 im hohen Norden liegen - was sollen die armen Dänen da sagen? Alle verbittert, da noch nördlicher?

Nach dem Glücksatlas leben die zufriedensten Deutschen in Schleswig-Holstein, gefolgt von Hamburg.

Ob ein Mensch verbittert ist, hängt von den Lebensumständen, der Einstellung zum Leben, dem Umgang mit Problemen und seinem Wesen ab.

Ich bin zwar kein Nordlicht, aber solche platten Aussagen sind schon ärgerlich, vor allem, nachdem du gerade einen Club gegründet hast, in dem du "sachlich" über politische Fragen diskutieren möchtest.

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Als ich in die dritte Klasse kam, sind wir innerhalb von Berlin umgezogen, und es kam mir vor wie 900 km ...ich hab mein gesamtes Umfeld verloren und hatte da innerlich ganz schön dran zu knabbern, obwohl Kinder ja schnell neue Kontakte schließen, ich auch. Bis heute ist der alte Bezirk "meine Kindheitsheimat".

Ob es daran liegt, dass meine eigenen Kinder in einem eigenen Haus in einem idyllischen Dort aufwachsen, in dem ein bisschen die Zeit stehen geblieben ist? ;-)

Ansonsten kann ich mich nur anschließen: Urlaub ist Urlaub und Alltag ist Alltag. Ich hab mein Referendariat in einer Stadt am Meer gemacht und war in zwei Jahren vielleicht 10x am Strand. Im Urlaub bin ich in zwei Wochen 14x am Strand...

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Hallo,

ich habe selber keine Erfahrung auf dem Gebiet, wohne allerdings recht nördlich 😉

Am wichtigsten ist natürlich, eine Arbeitsstelle zu finden und mit den Finanzen auszukommen. Im Süden ist je nach Region das Lohnniveau höher, sicher aber auch die Lebenshaltungskosten.
Dennoch sollte man bedenken, dass je nach Branche es manchmal nicht einfach ist, oben an der See einen gut bezahlten Job zu bekommen und die Kosten dort sind aufgrund der Nähe zum Meer natürlich trotzdem recht hoch.

Die Norddeutschen werden ja als stures Völkchen beschrieben, aber ich denke in ganz Deutschland gibt’s eingeschworene Gemeinschaften, wo es schwer ist, sich zu integrieren.

Wir mögen es, wenn jemand etwas platt versteht (kommt mit der Zeit) und auch ein paar Worte schnacken kann. Das macht gleich sympathisch 🙂

Wo wollt ihr denn eigentlich hinziehen ungefähr?

Für die Kinder würde ich vorschlagen, ja eigentlich auch für euch, sich schnell Vereinen anzuschließen und/oder Feste mit zu organisieren.
Schön schnell werdet ihr merken, dass wir gar nicht so stur sind 🙂 direkt und liebenswert würde ich es nennen 😀

Wenn ihr euch wohl fühlt, werden es die Klnder auch nach einer Weile...

LG

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Danke dir für deine Antwort.

Wir wollen in Richtung Kiel. Haben dort schonmal nach Wohnungen geschaut um einen Überblick über Mietkosten zu bekommen.
Diese sind deutlich niedriger als unsere (1075€ warm für 4 Zimmer, hier unten wohnen wir Verhältnissmäßig günstig) somit wären auch Lohneinbußen zu verkraften.
Ich bin Erzieherin und mein Partner Lagerist (Aber gerne bereit auch andere Jobs zu machen), ich denke wir haben so "Standart" Jobs, die man überall ausführen kann.
Falls Erzieherin nicht auf Anhieb klappen würde, habe ich aber auch noch viele Jahre Gastro durch.

Ja der Dialekt. Den hier unten sprechen wir alle nur bedingt in dem ein oder anderen Wort. Aber das ist uns bisher immer nur ein Vorteil gewesen, denn so schön ist der Badische Dialekt nicht :D

Die Kinder würden sowieso in Vereine gehen. Die können nicht ohne Takwando und Fussball.

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Moin,

das hört sich doch gut an!
Viel Spaß und Erfolg für eure Planungen.

LG

PS: und nicht vergessen... Moin Moin ist schon Gesabbel 😉