Minderjährig - Mutter - Wo soll sie & ihr Baby wohnen?

Hallo,
Ich lese oft im Internet das 16 / 17 Jährige Mütter mit dem Kind und den volljährigen Vater eine eigene wohnen haben können und dort zusammen leben dürfen.

Das Jugendamt sagte zu mir das die es nicht wollen das eine 16 / 17 Jährige Mutter mit ihrem Partner (18) und dem Baby zusammen wohnen..
Die einzige Möglichkeit wäre ein Mutter-Kind-Heim ...
Können die einfach so eine kleine Familie zerstören..
Das Baby soll ohne ihren Vater aufwachsen und der Kontakt mit Mutter, Baby & vater zu trennen da nicht immer die Möglichkeit gibt das der kindesvater zu "Besuch" kommen kann.. (Entfernung)

● Kennt ihr evtl. andere Rechte?
● Kennt ihr noch andere Möglichkeiten?

Denn es bestehen eigentlich keine Probleme! Kein Alkohol, Drogen, kriminell usw.

Ich habe gehört das es eine Mutter - Vater - Kind-Einrichtung gibt!

Im Internet kann ich nichts genaueres dazu lesen!
● Kennt ihr den sowas?
● Wie funktioniert es da?
● Wo gibt sowas (NRW)?
Habe im Internet sowas nur mit "Problemen" gefunden.. z.b. für süchtige, psychisch labile usw.
Aber nicht für "normale"

Wo finde ich sowas?
(Ps: Mit dem Jugendamt nur schlechte Erfahrung)

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Du stellst hier Fragen, für die ALLEIN das Jugendamt zuständig ist, wenn die Eltern/Großeltern keine praktikable Lösung für das Leben mit dem Baby haben. Ob da schlechte Erfahrungen mit dem JA vorliegen, spielt keine Rolle, es gibt ja nicht nur einen Bearbeiter. Geben tut es vieles an Unterbringung und Heimen, aber auch hier entscheidet das JA, wer wohin kommt.
LG Moni

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Meistens liegt es daran, dass die üblichen Mutter-Kindheime nicht für "mit Papa" konzipiert sind.

Ich finde es auch persönlich weder zielführend noch SINNVOLL wenn das Jugendamt ungeprüft immer nach Schema F verfährt ohne Rücksicht auf Verluste und ohne den Einzelfall zu prüfen ob nicht auch ne Ausnahme gemacht werden kann. Ist ja nicht so das man mit z.b. 16 zwangsläufig Götterspeise im Kopf hat und mit 18 schlagartig zum total vernüftigen Akademiker aufsteigt der selbständig sein Leben im Griff hat.

Ich kenn es von meiner Stiefschwester. Die musste mit 16 als sie ihre Tochter bekommen hat auch 1 Jahr und 4 Monate in so einer Einrichtung sein, bis sie 18 geworden ist. Weil daheim ging nicht (Alkoholiker als Eltern)... mit 16 war sie eh schon ausgezogen und hatte bei ihrem Freund (ebenfalls 16 damals) und dessen Familie daheim gelebt. Wo ich mir auch denke... wenn das vorher geklappt hat warum jetzt plötzlich nicht mehr.

Es kommt leider immer darauf an um was es geht. Es gibt Dinge da ist das Jugendamt ne sehr gute Anlaufstelle, Hilfsorganisation und super Klasse. Unterstützung bei Unterhaltsstreitigkeiten, Wenn man mit dem Haushalt und dem Kind überfordert ist und Unterstützung braucht (da wird einem nämlich nicht sofort das Kind weggenommen wenn man von SICH aus Hilfe sucht), bei der Suche nach Tagesmüttern etc.

Aber bei den Regelungen für Minderjährige Mütter... da greif auch ich mir regelmäßig an den Kopf und denk mir... "Da denkt auch keiner weiter als bis zum Tellerrand".

Meine Stiefschwester ist da durch. Ihr Partner kam mind. einmal die Woche, manchmal auch öfters vorbei und man kann auch Übernachtungen beantragen am Wochenende unter Absprache. Sie hat da viele Tricks und Kniffe gelernt wenn es um Haushalt und Tagesplanung ging. Aber genauso gabs da Regeln (die im extremfall mit dem Kindesentzug tatsächlich hätten geahndet werden können) wo ich mir nur dachte "Knarre an Kopf und abdrücken" so dämlich waren diese Regeln. Z.b. musste sie mind. 1x im Monat Kontakt zu ihren Eltern aufnehmen. Die wohlbemerkt Alkoholiker sind, denen sie mit 10 Jahren weggenommen worden ist und die bis heute ihr Leben nur phasenweise im Griff zu haben scheinen und sie den Umgang nicht den richtigen findet für ihr Kind. Aber hey... das Jugendamt bzw. Mutterkindheim - haben das so verlangt ohne Rücksicht auf Verluste... scheißegal was in der Vergangenheit war.

Das Problem ist... wenns hart auf hart kommt - ist das Jugendamt am längeren Hebel... und wenn du nicht möchtest, dass sie dir noch nach der Volljährigkeit am HIntern kleben und jedes Kaugummipapier umdrehen was du wegwirfst... ist es ratsam, die Zähne zusammen zu beisen fürs Kind und die Zeit abzusitzen. Es ist unfair und scheiße... aber du bist 16 oder gar 17 wenn das Kind kommt... ein Jahr oder knapp drüber ist ne überbrückbare Zeit und kein Dauerzustand für immer. Sobald du 18 wirst, kannst du ausziehen.

Außer du findest jemanden in deiner Familie die stabile Verhältnisse aufweisen, körperlich noch fit sind (z.b. ne Tante oder so nicht unbedingt die Oma) und dem das Sorgerecht übertragen werden kann und der auch die Räumlichkeiten hätte wo das Jugendamt ja sagt. Wenn du das nicht hast - kommst du ums Heim nicht herum.

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Wenn ein Kind mit 16 ein Kind bekommt, hat in der Familie eben nicht alles geklappt!

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In dem Fall meiner Stiefschwester war das wirklich der Fall. Aber nicht in jeder Familie läuft was schief wenn ein Kind früh Mutter/Vater wird.

Bei manchen war wesentlich häufiger eher das Thema Aufklärung nicht einprägsam genug oder gar nicht vorhanden - weil auf die Schule abgewälzt (und die Aufklärung, die kann man in die Tonne treten). Aber nicht nur in Problemfamilien gibts Teenyschwangerschaften. Kenn genügend Gegenbeispiele wo die Mädels aus absolut stabilen und intakten Elternhäusern kommen. Aber auch in intakten Elternhäusern ist nicht immer die Wohnsituation etc. so gegeben das das Jugendamt die Vormundschaft vom Kind auf die Oma/Opa des Babys überträgt.

Mal wieder viel zu viel schwarz-weiß denken von dir. ;-)

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Gewöhnlich hat das Jugendamt gute Gründe, wenn es eine Fremdunterbringung fordert. Auch wenn Du das nicht so siehst kann es gut sein, dass doch so einiges dafür spricht, dass Du erstmal lernst, mit dem Kind umzugehen und so weiter. Schon dass Du jetzt schwanger geworden bist statt erst mit 18 ist so eine Sache. In Deinem Alter kommst Du übrigens mal gar nicht ums Jugendamt drum rum.
Wenn der Kindsvater sich interessiert wird er Wege finden, euch zu besuchen. Und Mukiheim ist ja nicht für immer. Geh da hin, zeig allen, dass Du sehr wohl verantwortliche Mutter sein kannst (dazu gehört auch, Hilfen anzunehmen und nicht zu bocken) und dann wird sich ja zeigen, wann ihr zusammenziehen könnt.

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Hallo,

warum wohnst du nicht bei deinen Eltern?

VG
Gael

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Es gibt noch mehr Modelle und hängt vielleicht auch damit zusammen, wie sich die Eltern des minderjährigen Mädchens verhalten.

Wer hat das Sorgerecht für das Kind und wer für die Minderjährige. (Groß-)Eltern, Eltern der Minderjährigen, Jugendamt? Sorgerecht, Vormundschaft, was auch immer...

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Hallo, das finde ich aber heftig. Kenne mich zwar glücklicherweise mit Jugendamt und Co nicht aus (möchte ich auch, wenns geht, nichts mit zu tun haben), aber das grenzt ja schon zum Teil am Entmündigung. 😡 Außerdem sind nicht alle unter 18-jährigen dumm, hirnlos oder sonstiges. Wenn Drogen, Alkohol oder Gefängnis vorliegen, ist es ja gut, dass das Jugendamt eingreift, aber einfach eine kleine Familie zerreißen, obwohl es eine Wohnung gäbe und der Partner ist 18, nur weil man partout nicht will, dass minderjährige Mütter eigenständig leben... Das geht gar nicht. Vor 200 Jahren war es noch Usus, in dem Alter schon Kinder zu bekommen. Wozu wird der Mensch schon mit 13/14 oder früher geschlechtsreif? Richtig, um mit der Nachwuchsproduktion zu beginnen. Nicht mehr und nicht weniger.

Sowas regt mich wahnsinnige auf! Einfach pauschalieren, unglaublich!😠

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Vor 200 Jahren war es noch Usus, in dem Alter schon Kinder zu bekommen. Wozu wird der Mensch schon mit 13/14 oder früher geschlechtsreif? Richtig, um mit der Nachwuchsproduktion zu beginnen.

Nun ja. Vor 200 Jahren hab es kaum Verhütungsmögluchkeiten, die Säuglungs- und Muttersterblichkeitsrate war sehr hoch, es gab schlichtweg keine Jugendämter und diese Kinder wuchsen dann ja auch nicht so auf, wie von der TE gewünscht. Der Gesetzgeber hat sich ja schon was dazu gedacht, die Volljährigkeit auf 18 zu setzen.

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