Alleinerziehend mit Ehemann.... :((

Guten Morgen liebes Urbia-Forum!

Ich möchte mich kurz vorstellen!
Ich bin 40 Jahre alt und Mutter von 2 Kindern und seit 5 Jahren verheiratet.

Eigentlich bin ich "stille Leserin" in diesem Forum. Manchmal ist es ganz beruhigend aber zugleich auch sehr schade zu sehen, dass man (Frau) nicht die Einzige ist, die Probleme plagen.

Vielleicht findet sich jemand hier, der sich darin wieder erkennt, oder das gleiche erlebt hat, und kann mir einen Rat geben?
Vielleicht muss ich es mir auch einmal "nur" von der Seele schreiben??? In diesem Fall vorab schon einmal vielen Dank für´s Zuhören!
Von Anschuldigungen und Beleidigungen möchte ich bitten abzusehen!

Nun zu meinem Anliegen....

Nach fast 5 Jahren Ehe habe ich einsehen müssen, dass ich einen Mann geheiratet habe, dem sein Hobby wichtiger ist als seine Familie. Es gab auch immer wieder Streit deswegen, was mir sehr leid tat, gerade wegen der Kinder. Ich verstehe, dass jeder einen Ausgleich braucht und ein jeder soll auch etwas haben (Freizeitaktivität, Hobby, etc.) mit dem er sich auch einmal eine Auszeit gönnt. Seit dem unsere Kinder vor 7 Jahren auf die Welt gekommen sind, bleibt für mein Hobby keine Zeit mehr, bzw. ich nehme sie mir auch bewusst nicht, oder wenn, dann eben für andere Dinge, die auch sonst zu kurz kommen, da der Alltag mit 2 Kindern stressig genug ist, wie viele von euch wissen! Ich weiß, dass meine Zeit wieder kommen wird. Deswegen unternehme ich jetzt lieber mehr mit meinen Kindern, als mich meinen "Hobby" zu widmen. Hinzu kommt, dass ich ja auch den fehlenden Part meines Mannes ersetzen muss, wenn er sich Zeit für sein Hobby nimmt, anstatt für seine Kinder. Ein Viertel der Begeisterung von diesem für seine Kinder würde uns schon viel weiter bringen!

Mein Mann hat einen geregelten Job, in dem er sich jetzt auch kein Bein raus reißen muss. Keine Geschäftsreisen, keine Überstunden, keine Wochenendarbeit etc. Alles planbar und überschaubar! Er geht morgens um 7 Uhr aus dem Haus und kommt um 17 Uhr wieder nach Hause. Hat er Feierabend, zieht er sich aus und ist sofort im Keller verschwunden, um seinem Hobby nachzugehen. Jeden Tag (außer bei Krankheit oder sonstigen unvorhergesehen Dingen, wenn es wirklich nicht anderes geht)!!!! Dort verbringt er dann ca. 2 Stunden +/-. Ich hingegen kümmere mich in dieser Zeit um den Haushalt, bereite den Kindern das Abendessen vor oder spiele mit ihnen, etc. Ab und an müssen in dieser Zeit auch noch Hausaufgaben gemacht werden, wenn es Termine oder Freizeitaktivitäten nicht anders zugelassen haben. Mein Mann stößt meist dazu, wenn ich mit den Kindern im Bad bin, um sie Bett fertig zu machen. Ab und an schafft er es auch diese Aufgabe zu übernehmen. Aber oft genug kommt es auch vor, dass er es nicht mal hin bekommt, seinen Kindern eine gute Nacht zu wünschen. Und das macht mich auch sehr traurig! Ich lese ihnen jeden Abend eine gute Nacht Geschichte vor. Wir sitzen zusammen im großen Bett, kuscheln zusammen und finden das toll! ..... Leider kann mein Mann keine Erfüllung darin sehen, genauso wenig wie Zeit mit uns zu verbringen. Seit mehr oder weniger 7 Jahren bin ich diejenige, die für die Kinder da ist. Das fing schon an als sie geboren wurden. Da sie etwas früher zur Welt kamen, musste ich noch einige Zeit im KKH bleiben. Das mit einem Kaiserschnitt und 2 Frühgeborenen, für die man sich am liebsten geteilt hätte war sehr anstrengend. Ich freute mich über jeden Besuch, der mich in der Betreuung der Kleinen unterstützen konnte. Nur mein Mann hielt es nicht für notwendig, dass er jeden Tag auf der Matte stehen sollte. Deshalb fragte er mich auch nach dem 3. Tag, ob es denn wirklich nötig sei, dass er jeden Tag kommen MÜSSE???..... Diese Aussage tut mir noch heute in der Seele weh und treibt mir die Tränen in die Augen! #heul
Schon damals hätte mir klar sein müssen, was das für Auswüchse annehme würde. Und ohne ihm etwas unterstellen zu wollen, wusste ich aus welcher Richtung der Wind wehte!
Er wollte nach der Arbeit nach Hause, um mit seinem Hobby "runter kommen" zu können. (Er bräuchte das!!!!!)....Nach mir oder unseren Kindern hat er nicht gefragt. Und wenn er mal da geblieben ist, weil ich ihn dazu gedrängt hatte, so konnte man die Missmut in seinem Gesichtsausdruck erkennen. #schmoll
Und so verhält es sich bis heute.

Wie schon gesagt, ich habe nichts gegen ein Hobby, aber es geht darum, dass er nie Zeit oder Lust und Laune hat mit uns was zu unternehmen. Geht es um sein Hobby ist er mit allem und für jede Art zu begeistern und mit Eifer vorne dabei!
Mit den Kindern spazieren gehen, als sie nach 2 Wochen KKH-Aufenhalt daheim waren, dass habe ich gemacht. Auch am WE! Mir war es zu dumm, dass jemand mit herunter gezogenen Mundwinkeln neben mir herläuft, wie ein gepeitschter Hund. Als hätte man ihn dazu genötigt. An solchen Sachen hatte er keinen Spaß und das ist bis heute so geblieben. Im Winter mit Kindern zum Rodeln, sie mit dem Schlitten durch den Schnee ziehen, einen Schneemann bauen, eine Schneeballschlacht machen oder nur draußen stehen und dabei kalte Füße bekommen, dass machte alles ich. Seiner Meinung nach bin ich selber daran Schuld, wenn ich meine ich müsste das machen. Ja, aber wenn es ich nicht mache, so macht es keiner! Der Herr sieht auf jeden Fall nicht ein, dass er sich rausstellt und friert! Früher als sie kleiner waren, hätte er nicht gefroren, denn da hätte er agieren müssen und das ganze zwischen 2 Kindern hin und her. Aber woher soll er das wissen???? Jetzt sind sie ja seiner Aussage GsD so alt, dass sie alleine zum Schlitten fahren gehen könne. Das kommt ihm sehr entgegen!
Sprich: NÄCHSTES MAL GEHE ICH NICHT MEHR MIT, DIE SIND JETZT ALT GENUG!!! (Es sei dazu gesagt, das er das 1. Mal in 7 Jahren mit ihnen beim Schlitten fahren war.)
Im Sommer zum Baden - konnte ich lange Zeit nicht, da ich es mir mit 2 kleinen Kindern nicht alleine zutraute. Ab und an kamen mein Bruder oder meine Eltern mit. Den Rest der Zeit musste das Planschbecken im Garten ausreichen.
Meinem Mann war/ ist es zu heiß und zu voll in den div. Freibädern.

Jetzt wo sie schwimmen können gehe ich meist mit ihnen alleine. Auch im Sommer ist es nicht anders. Mein Mann kommt nach Hause und ist gleich im Keller verschwunden, und geht seinem Hobby nach. Oben ist es ihm zu heiß! ....Als ich ihm sagte, dass mich danach auch keiner fragt, wenn die Kinder draußen sind, kam wieder der übliche Satz...."Bist selber dran Schuld, wenn du dir den Willen der Kinder aufzwingen lässt!"......Äh, Hallo???? Sommer??? Kinder???? Klar sind sie draußen und spielen, soll ich sie im Haus einsperren????...:-[

Was mich so ärgert ist, das wir seit Anfang an der Willkür seiner Lust und Laune ausgesetzt sind.

Urlaub ist bei uns auch ein heikles Thema. Nicht weil es keine finanziellen Möglichkeiten gibt, sondern diese werden als Vorwand vorgeschoben, damit man(n) nicht von daheim weg muss. Mein Mann gibt auch zu, dass er am liebsten zu Hause ist. Aber ich finde, dass man mit Kindern gemeinsam was erleben sollte, die Zeit ist kurz und viel zu schnell vorbei. Aber wenn man immer jemanden dabei hat, der keinen Spaß daran hat Zeit gemeinsam zu verbringen, und das auch mit einem überzeugenden Gesichtsausdruck und einer miesen Laune unmissverständlich zu verstehen gibt, dann überlegt man sich das auch 2 Mal.

Ihr seht schon wohin das führt. :-[

Ich schmeiße zum Großteil den Haushalt alleine. Denke an alle Termine und Erledigungen. Gehe/ fahre die Kinder von A nach B, egal wann, egal wo!

Das mein Mann zu Hause ist und dies alles auch machen könnte, macht keinen Unterscheid!
Gehe alleine zu Elternabenden und Schulveranstaltungen und kümmere mich zu 95% um unsere Kinder bis sie im Bett sind. Mein Mann hat so gesehen easy going!

Für ihn ist mit der monatlichen Gehaltsüberweisung seine elterliche Aufgabe erfüllt!

Und daran wird man Tag für Tag aufs neue erinnert!

Zum Teil bin ich auch selber daran Schuld, dass es so ist wie es ist. Schließlich habe ich ihm von Anfang an vieles angenommen. Ich dachte aber, dass jeder wohl seine Zeit braucht bis sich alles eingespielt hat und tat das somit auch gerne. Jetzt hat es sich verfahren und man(n) hat sich an die Bequemlichkeit gewöhnt. Er ruht sich darauf aus, dass ich alles manage und ich falle täglich abends erschöpft ins Bett. Darüber reden mag ich nicht mehr! Das Ende ist immer das gleiche. Er versteht nicht, warum ich mich beschwere und sieht nicht ein, dass er sein Hobby etwas einschränken sollte. (Wohl bemerkt, nicht mir zu Liebe, sondern der Kinder wegen!) Er hält es nicht für nötig und ich würde immer alles dramatisieren. Auf den Gedanken, dass vielleicht etwas Wahres daran sein könnte, kommt er nicht!

Ich komme nun öfter an den Punkt an dem ich mich frage, was sich eigentlich für MICH ändern würde, abgesehen von der finanziellen Seite, wenn ich auf mich alleine gestellt wäre?
Leider komme ich zu der Erkenntnis - nicht viel!!!!!!!!!!.....
Ich hätte es mir anders gewünscht! Ich hätte mir für unsere Kinder einen Vater gewünscht, der genau so gerne und genauso so viel Zeit mit ihnen verbringt, wie er für sein Hobby übrig hat. Ich für mich würde mir einen Partner wünschen, dem es das Wert ist Zeit mit seiner Familie zu verbringen.

Danke für´s Zuhören!

LG

2

Warum um alles in der Welt machst du bei dieser Farce so lange mit?

Ich wäre längst weg mit den Kids (bzw. hätte ihn rausgeschmissen).

Was hält dich noch?
Die einzige Chance, dass er wach wird, ist sowieso eine Trennung.. wobei bei ihm wahrscheinlich nicht mal das langfristig wirkt, so wie du ihn beschreibst..

LG Claudi

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Hallo Clautsches!

Danke für deine Meinung!

Ja, warum macht man (Frau) das so lange mit? 3 Mal darfst du raten! ;)

Mir sind die Kinder eben wichtig und ich stelle ihre Bedürfnisse über die meinen. Noch ist das auch nötig. Wenn sie älter sind, sieht das wieder anders aus. Ich möchte sie nicht aus ihrem gewohnten Umfeld raus reißen. Sie gehen hier zur Schule, haben hier ihre ganzen Freunde. Wir wohnen in einer Neubausiedlung mit über 25 Kindern von 1-10 Jahren. Das ist natürlich klasse!
Auch ich fühle mich hier wohl. DESWEGEN!

Den Kindern fehlt es ja so gesehen an nichts, sie kenne es ja nicht anders, als das meist ich für sie da hin. Und das ist ja am wichtigsten.

Bist du auch Mutter? Dann wirst du meine Beweggründe nachvollziehen können!?

VLG

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Ich kann das als Mutter ehrlich gesagt gar nicht nachvollziehen.

Grade für die Kinder muss es ja schrecklich sein, jeden Tag den Schatten eines Vaters wahrzunehmen und jeden Tag aufs Neue festzustellen, dass er sich nicht die Bohne für sie interessiert. Und zu merken, wie frustrierend das für ihre Mutter ist.
Denkst du ernsthaft, du kannst das vor ihnen abschirmen?

Eine Trennung muss doch nicht einen Wechsel des Umfelds bedeuten.

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Hallo,
Zunächst mal: du klingst nach einer ganz tollen Mama! Weiter so!
Was deine Situation angeht: was ist denn dieses hobby? Mir kam gleich der Gedanke "spielekonsole"
Falls es das ist könnte er vielleicht suchtkrank sein und bräuchte professionelle Hilfe.
Falls es was anderes ist: kann er dieses Hobby vielleicht auch mal mit den Kindern ausüben?
LG

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Hallo Topfpflanze!

Danke für die Blumen! ;) Ich gebe mir Mühe! Es ist nicht immer leicht wenn man doch weiß, dass es eigentlich einfacher gehen könnte. #schmoll

Er spielt ein Instrument!

Der Gedanke mit dem Suchtpotenzial kam mir auch schon. Auf jeden Fall hat es den Anschein, als könnte er nicht ohne und er muss es jeden Tag haben. Wenn möglich öfter.
Aber da es sich um Musik handelt würde er bei solch einer Aussage von mir nur Kopfschütteln übrig haben.

Auf jeden Fall ist es ihm "zu" wichtig!

Ob er sein Hobby mit den Kindern ausüben könnte? Evtl. aber momentan noch nicht. Dazu müssten sie es erst einmal lernen.

GvlG

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Mit 7 Jahren sollten sie doch alt genug sein, dass er es ihnen beibringen kann?

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Ganz ehrlich? Ich weiß nicht, was Dich an ihn bindet und Dich dort hält?

Abgesehen davon, dass Du ganz geheimnisvoll übers Hobby gesprochen hast und uns hier unserer eigenen Fantasie aussetzt (Baut er ein Boot im Keller ;-)?), könnte mir eine nur eine Erklärung eine Entschuldigung anbieten. Computersucht. Dieser müsste man sich aber stellen wollen, wovon ich jetzt angesichts der langen Dauer eurer Streitigkeiten mal nicht von ausgehe.

Mit anderen Worten: Er ist egoistisch und Du gehst am Stock-. Was würde sich ohne ihn ändern? Nichts und doch viel!

Ist er manchmal mit den Kindern im Hause, wenn Du nicht da bist? Diese "Ausgänge" (Warum auch immer, Sport, Hobby, Arzttermine, Elternabende) fielen flach, wenn kein anderer erwachsener da ist.

Kämst Du finanziell über die Runden, wenn Du Dir eine Wohnung nimmst? Könntest Du das Haus halten?

Arbeitest Du eigentlich? Für die Kinder wäre er unterhaltsverpflichtet, für Dich nur ggf. in sehr engen Grenzen.

Wenn Du alles, wo er (und erscheint es dir auch noch so gering) involviert ist auch alleine bewältigen könntest, dann erschient mir eine Trennung gar nicht abwegig. Dir persönlich würde es besser gehen. Du könntest Dich auf dich allein besinnen und Deine Stärken ausleben. Sei Dir aber sicher, wirklich Alleinerziehend zu sein ist noch mal ne ganz andere Hausnummer als sich nur alleinerziehend zu fühlen!!!

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und viel Kraft für die richtige Entscheidung!

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>Sei Dir aber sicher, wirklich Alleinerziehend zu sein ist noch mal ne ganz andere Hausnummer als sich nur alleinerziehend zu fühlen!!!<

Ja, aber auch oftmals eine sehr positive andere Hausnummer!
Dieses ständige hoffen, enttäuscht werden, ärgern, traurig sein, etc. fällt nämlich dann flach... ein Befreiungsschlag!

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So ist es.

Ich habe, als ich alleinerziehend war, oft auf Holz geklopft wenn ich von andern Frauen gehört habe wie sie in ihrer Familie leben.

Gruselig.

Lieber Solo als zu Zweit allein.

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Hallo,

das tut ja in der Seele weh, wenn man das liest.
Was, um Himmels Willen, ist das für ein Hobby? In den Keller gehen, so tun, als würde er basteln und heimlich Bier trinken? So hat das klingt, Dein Mann hat keine Bock auf Euch und Du hast es all die Jahre durch gehen lassen. Ich würde dringend mit ihm sprechen und wenn sich nichts ändert, würde die Konsequenzen daraus ziehen. Würde den Kindern ja nicht weh tun, kennen sie ihren Vater überhaupt?

LG

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Hallo woodgo!

Ja im großen und ganzen hast du es mit deinem Text auf den Punkt gebracht!

Wie gesagt, er spielt ein Instrument.

Aber ich sehe es auch so wie du. Er hat halt keinen Bock auf uns! Leider!
Es würde den Kindern weh tun und genau das ist auch der Grund, warum ich noch da bin. #gruebel

VLG

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Ach Mensch...ich wünsche Euch ganz viel Kraft #liebdrueck

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Mal abgesehen von den Kindern: welche Gemeinsamkeiten hat dein Mann mit Dir?

Was habt ihr denn zusammen gemacht, als ihr noch keine Kinder hattet? Wie zum Geier habt ihr euch verliebt?

Ihr esst NICHT gemeinsam? Nie? Was macht dein Mann am Wochenende?

Es klingt für mich nicht so, als hättest du für deinen Mann noch irgendwelche positiven Gefühle.

Da dein Mann eh nicht existent ist, hast du zwei Möglichkeiten.

Entweder, dir sind die finanziellen Vorteile wichtig und du tust ab jetzt so, als gäbe es deinen Mann gar nicht da, nimmst den Zombie hin und lebst "komfortabel" so weiter, oder du ziehst einen Schlussstrich mit allen Konsequenzen und eventuellen finanziellen Einbußen, mit der Chance, selbstbestimmter zu leben und zu handeln, und vielleicht sogar mal einen neuen Partner zu haben, der anders ist. Ich würde letzteres tun.

Abgesehen davon: kann es sein, dass dein Mann psychische Probleme hat? Vielleicht würde es die Situation ändern, wenn man hier ansetzt? Null Interesse an Unternehmungen klingt auch für die introvertiertesten Menschen etwas seltsam...

6

Ich bin gerade wirklich sehr schockiert über deinen langen und ausführlichen Text.

Wie steht es denn um die Liebe bei euch? Seid ihr irgendwann auch noch ein Paar?
Was macht er abends, wenn die Kinder im Bett sind?

Was machst du tagsüber? Bist du arbeiten? Hast du ein eigenes Standbein im Falle einer Trennung?

Zu eurer Situation braucht man nicht viel sagen. Du hast selbst schon erkannt, dass das so alles nicht normal ist.
Jemand der täglich mehrer Stunden was-auch-immer-braucht um von seinem Job runter zu kommen hat meiner Meinung nach ein Problem. Es gibt wirklich sehr belastende Arbeiten, aber wenn man so lange braucht um wieder alltagsfähig zu sein, dann sollte man sich dringend Gedanken machen etwas zu ändern.
Mir schwebte auch der Gedanke ein eine Sucht im Kopf herum.

Dass man auf gewissen "Kinderkram" keine Lust hat, kann ich sogar verstehen. Aber es steht doch jedem Erwachsenen frei sich auszusuchen was man mit seinen Kindern macht. Es zwingt einen doch niemand auf den Kinderspielplatz oder ins Freibad.

Wenn er natürlich an seiner Umwelt überhaupt kein Interesse zeigt sind natürlich auch die anderen Dinge keine Alternative.

Macht ihr denn überhaupt was als Familie? Ausflüge? Freunde besuchen? Wanderungen? Feste besuchen? Kino?

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Ich würde ihm mal konkret aus der Familie ausschließen.

Wenn er sich in der Familie nicht engagieren will - dann wirst du für ihn auch nichts mehr tun in der Familie. Heißt er soll seinen Krempel selber waschen, selber einkaufen, selber kochen.

Und wenn er fragt warum dann würde ich sagen weil ich dazu keine Lust habe und auch keine Zeit. Ich kümmere mich schon um alles andere, da hab ich dazu nicht auch noch Zeit, außerdem spiele ich lieber mit den Kindern Monopoly als deine Unterhosen zu waschen.

Buch einen Kurzurlaub mit den Kindern - ohne ihn und wenn er dumm schaut würde ich sagen " du willst ja eh am liebsten daheim bleiben!"

Entweder er wacht auf oder du bist an deinen Punkt gekommen wo du dein Leben neu gestaltest.

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Das wollte ich auch antworten.

Fahr mit den Kinder in den Urlaub und mache daheim nichts mehr für ihn, gar nichts.

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>>>Buch einen Kurzurlaub mit den Kindern - ohne ihn und wenn er dumm schaut würde ich sagen " du willst ja eh am liebsten daheim bleiben!"<<<

Ich vermute, dass sie ihm damit einen Gefallen tut. Er legt doch eh keinen Wert auf seine Familie.

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Deine Version der Geschichte klingt nicht sonderlich nett.

Was ist denn seine Version?
Was ist das für ein Hobby? Was gibt es ihm, dass es so wichtig ist? Was fehlt ihm, dass er das mit dem Hobby ausgleichen muss?
Wenn jemand nur arbeiten und in den Keller geht, klingt das für mich auch nicht nach einem glücklichen erfüllten Leben.

Ich könnte mir vorstellen, dass er - aus welchem Grund auch immer - völlig überfordert mit der Situation ist und sich deshalb rauszieht.

Sollte es sich um ein kindgerechtes Hobby handeln, dann wäre es vielleicht an der Zeit ihn mal zu fragen, ob er nicht das Hobby mit den Kindern teilen könnte. So hätten sie etwas von ihrem Vater und er müsste nicht aus seiner Komfortzone heraus.

Wenn Du Deine Ehe erhalten/retten möchtest, dann musst Du aus den Vorwürfen rauskommen, damit er aus der Abwehr kommen kann. Ihr habt Euch über die Jahre so eingespielt, da ist das nicht ganz einfach. Aber wenn ihr beide es wirklich wollt, dann wird es auch für Euch noch einen Weg geben, mit dem ihr beide leben könnt.
Dazu müßt ihr aber beide offen Eure Bedürfnisse und Ängste auf den Tisch packen und schauen, ob ihr Euch überhaupt noch wollt.

Insofern würde ich an Deiner Stelle erst mal überlegen:
- Liebe ich diesen Mann noch?
- Möchte ich die Ehe fortführen?

Wenn ja: Gib Deine Kinder zu einem Babysitter, geh zu ihm in den Keller und frag, was er sich wünscht. Vielleicht findet ihr ja noch einen gemeinsamen Nenner.

Wenn nein: Dann weisst Du wohl, was Du zu tun hast.

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Hallo sannimausi!

Seine Version ist sicherlich eine andere als meine, denn er sieht ja keinen Handlungsbedarf. Für ihn ist es okay, so wie es ist. Klar, er lebt bequem und wenn er es nicht mehr dürfte, wäre er stinkig!

Was es ihm gibt, und warum es ihm so wichtig ist, wichtiger als WIR, dass weiß ich auch nicht. Kann ich ebenso wenig nachvollziehen, denn bei mir gibt es andere Dinge, die wichtiger sind. Hobby hin, Hobby her....deswegen heißt es ja "Hobby"! ..
Ich glaube auch nicht, das er IRGEND ETWAS AUSGLEICHEN muss. Es macht ihm einfach nur Spaß und es ist für ihn ein Ausgleich zum Alltag.Für mich wäre das auch kein glückliches, erfülltes Leben, aber für ihn scheint es so der Jackpot zu sein! ?

Vorwürfe mache ich ihm dahin gehend, dass er nicht am Familienleben teilnimmt und nur bereit ist was zu unternehmen, wenn es mit seinen Vorstellungen und Vorlieben auch konform läuft! Und ja, ich glaube, da darf und kann ich meckern und Vorwürfe machen, zumal vieles an mir hängen bleibt. Soweit ich weiß hat auch ein Vater die Verpflichtung (sogar per Gesetzeslage) sich um seine Kinder zu kümmern und sich ihnen zu widmen.

Gesprochen haben wir schon lange über das Thema, da es ja immer ein Streitpunkt war. Seine Aussage dazu ist, dass er es nicht als "viel" empfindet und alle anderen Punkte streitet er natürlich auch ab und sieht es nicht als diskussionswürdig an, weil er es eben nicht so sieht wie ich. Für ihn ist es von Anfang an normal, der er sich die Zeit für sein Hobby jeden Tag zugesteht. Und andere sollen/müssen es ungefragt akzeptieren. Gewohnheitsrecht nennt man so etwas!

Zu den zwei Stichpunkten:

weiß ich momentan nicht so genau & dessen bin ich mit momentan auch noch nicht sicher!!!
Es hänge ja leider nicht nur ich in der Situation drin, sondern auch die Kinder. Sie lieben ihren Papa und kennen es ja nicht anders. Für sie ist die Welt i.O.!

>Vielen Danke für deine Anregungen!

LG

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Hallo,

dann sollte es jetzt an der Zeit sein dass DU dein Hobby wieder aufnimmst. Wenn dein Mann am Abend nach Hause kommt dann drücke ihm mit dem Hinweis "du würdest jetzt mal deinem Hobby nachgehen wollen", die Kinder aufs Auge und verlasse alleine das Haus. Triff dich mit einer Freundin, gehe alleine in ein Café oder alleine zum Essen und kommt NICHT vor der Zubettgehzeit der Kinder nach Hause sondern erst viel später. Sollte dein Mann meckern, dann streicht ihn kompl. aus dem Familienleben, du kochst, wäscht und putzt ihm nicht mehr hinterher und ihr sprecht euch nicht mehr ab. Wenn du und die Kinder Lust haben einen Wochenendtripp zu machen dann macht es, soll dein Mann doch in die leere Wohnung/Haus kommen, evtl. lässt ihn das ja doch mal darüber nachdenken ob er sein verhalten weiterhin so durchzieht. Oder du lässt dir vorher mal über einen Anwaltausrechnen wieviel Unterhalt er zu zahlen hat, evtl. hlft es deinem Mann auf die "Sprünge".

LG

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Hallo oma2009!

Ja, ich weiß, dass es mal wieder an der Reihe wäre meinen Hobbies nachzugehen und das habe ich mir für das neue Jahr auch fest vorgenommen!

Ehrlich gesagt, würde es meinem Mann nicht sonderlich viel ausmachen, wenn er ein WE hier alleine im Haus wäre. Dann würde er die Zeit trotzdem mit seinem Hobby verbringen und könnte da so viel Zeit investieren, wie er möchte. Das wäre für ihn keine Strafe, bzw. eine Anregung zum Nachdenken, sondern ein glücklicher Zufall und äußerst delikat.
Als wir aus dem Urlaub im Sommer zurück kamen, freute er sich auch riesig. Es mag jetzt böse klingen, aber ich weiß auch warum. Weil er nur Zeit für seine Bedürfnisse hatte und sich "austoben" konnte. Keine Verpflichtungen, keiner der ihm was abverlangt, keine die meckert.

Und böse darüber das er nicht mit uns in den Urlaub musste, war er sicherlich auch nicht!...

Danke für deine Worte und Anregungen!

LG

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