BIn so enttäuscht von Freunden

Hallo,
muss einfach mal mein Herz ausschütten.
Ich habe eine Freundin seit ca. 12 Jahren, sie ist weggezogen, aber wir haben uns trotzdem regelmäßig gesehen, ca. 3-4 Mal im Jahr für ein paar Tage. Wir haben zusammen oder abwechselnd unsere Kinder bekommen uns beigestanden in Freud und Leid. IHren Mann kenne ich noch länger, auch er schien mir immer ein guter Freund, auch wenn ich mich mehr mit der Freundin ausgetauscht habe.

NUn gibt es in meinem Leben seit ca. drei Jahren ein Problem. Mein Mann wurde nach der Geburt des 2. Kindes zunehmend unzufriedener und aggressiver und ich dachte an Eheprobleme, wir machten eine Paarberatung über 1 Jahr, diese wurde abgebrochen, der Therapeut schickte meinen Mann zum Psychologen, da er sich ständig unter Druck fühlte und die Therapie nicht weiterkam,

Dort ist er seit ca. 1 Jahr, es wurde eine mittlere Depression festgestellt.
Die PRobleme wurden nicht besser, ich war mit vielem allein, Konflikte wurden nicht gelöst, ich war immer schuld. Ich habe versucht, mit dem Psychologen Kontakt aufzunehmen, er wollte nicht Mein Mann erzählte, ich sei an allem schuld und ich arbeitete weiter und kümmerte mich um die Kinder.

Bei den Freunden hatte ich hin und wieder ein komisches Gefühl. Mal unterbrachen sie ein Gespräch, mal lockten sie meinem Mann zu sich oder wollten ihm ein Wochenende mit seinem Freund verpassen. Die Freundin erzählte immer lieb und vertrauenswürdig mit mir. Ich schüttete mein Herz über alle Probleme aus.

Dann bekam mein Mann eine schwerere Phase, in der er sich von mir bedroht fühlte, sich wochenlang nach der Arbeit einschloss, enorme Stimmungsschwankungen hatte, aggressiv war. Er versteckte sein Handy vor mir.
Die Freundin wollte plötzlich nicht mehr mit mir über dieses Thema reden. Sie wolle nicht Partei ergreifen.

Mein Mann sagte dann, sie wären alle Schauspieler und alle wissen, warum ich sein Leben versaut habe. Ein Gespräch war gar nicht mehr möglich, Das ging mehrere WOchen so, ich habe versucht, hier alles hochzuhalten. Irgendwann fiel es mir auf, dass das alles nicht normal sei kan und dass er ein psychisches Problem haben müsse. Er hatte auch Gedächtnisschwieirigkeiten.

Ich habe mit verschiedenen Psychiatern gesprochen, die mir alle sagten, ich müsse ihn zu ihnen bringen.

Er hat zwei Gesichter, das eine meint, ich wolle ihm was, die Blagen nerven und Familie ist Scheisse und das andere ist sanfter und tut viel für die Familie.

Er war dann bereit zu einem Psychiater zu gehen und hat so gut geblufft, dass sie seine Probleme auf den Nikotinentzug schoben. VOn da an sagte er, er habe nichts.
Schnell kam es aber wieder vor, dass er so unruhig aggressiv oder niedergeschlagen war, dass ich es erneut versuchte.

Ich schaffte es, ihn zu einem Psychiater hier in der Nähe zu bringen. Hier schilderten wir beide die Situation und es wurde ihm gesagt, er habe eine mittlere bis schwere Depression. Es wurde ihm angeboten, auch stationär zu entspannen und empfohlen bald einen Psychiater aufzuschen, um sich Tabletten gegen die Stimmungsschwankungen aufschreiben zu lassen. Kurz bevor wir hingingen, hatte er wieder das Gefühl, ich wolle ihn "in die Klappse" bringen.

Danach wurde es alles etwas anders. Er sah, dass ich ihm helfen wollte, schloss sich nicht mehr ein.
ER hatte so viel Vertrauen, dass er mir eine SMS zur Verfügung stellte, die der oben erwähnte Freund ihm geschickt hatte.

In dieser standen schlimme Sachen wie: ich hätte den Verstand verloren, er hätte einen Plan für meinen Mann, ich wolle ihn ausnehmen, er und seine Frau hielten mich für gefährlich.

Das mein Mann mir das zur Verfügung gestellt hat, hat mir gezeigt, wieviel Vertrauen er wieder hat. Ich bat ihn, dies den Freunden zu sagen, aber er wollte nicht, vielleicht aus Scham

Nun kamen diese Freunde wieder in unsere Stadt zu Besuch. Die Freundin wollte sich mit mit treffen, ich dürfe aber das Thema nicht erwähnen, es wäre ihr zu anstrengend, herauszufinden, wer hier lügt. Sie glaubte die Depression nicht.
Ich habe dann ein Treffen erstmal abgesagt.

Mir war aber wichtig, mit den beiden zu reden. Ich bin dann hin und sie kam herunter, liess mich nicht ins Haus und sagte, sie köne mir nicht glauben, mein Mann müsse ihr das selbst sagen. Ich erklärte ihr, dass er schwer darüber reden kann und sich schämt. Das verstand sie nicht. Ihr mann wolle nicht mit mir reden. Ich habe sie gefragt, ob sie von den bösen Verleumdungen weiss, sie sagte teilweise.

Ich fragte sie, was damit gemeint sie: sie hätten einen Plan.
Sie kicherte und meinte, Fluchtplan. Ich sagte, das sei nicht lustig, sie hätten es ja im Ernst geschrieben. Dann hat sie gesagt, ich solle gehen, darauf liesse sie sich nicht ein.
Ich habe dann noch gebeten, dass Ihr Mann zu mir kommt und 10 Minuten gewartet. Er ist aber nicht gekommen, hat die Jalousien heruntergezogen.

Als ich nach Hause kam, hab ich meinen Mann gebeten, ihnen doch zu schreiben, dass ich nicht lüge oder ein gemeinsames Gespräch zu führen. Er sagte, es wäre peinlich, was ich mache, ihnen hinter herzulaufen. und er könne nicht über die Depression reden, er wisse nicht, warum ich so traurig bin.

Mir tut es auch so leid wegen der Kinder, sie haben immer so schön zusammen gespielt.

Ich bin gespannt, wie das ganze auf Euch wirkt. Was haltet Ihr von den Freunden? Was haltet Ihr von der Reaktion meines Mannes?
LIebe Grüße
Sally

6

Hallo.

Du postest immer und immer wieder dieselbe Geschichte.
Ich finde es grob fahrlässig, dass Du nicht schon längst die Reißleine gezogen und Dich und die Kinder aus diesem ungesunden Umfeld entfernt hast.

LG

1

Hallo, es wäre mir glaub egal, was die Freunde denken. Das sind nicht mehr deine Freunde, merkst du ja.

Ist dein Mann nicht in der Klinik? Das würde mir Sorgen machen. Ich habe noch keinen aggressiven Depressiven gesehen und ich war schon ein halbes Jahr stationär. Die sind alle total müde und platt.

Das könnte Borderline, eine Psychose, Alzheimer und was weiß ich noch was sein. Das muss medikamentös eingestellt werden.

In der Krise merkst du, welche Freunde noch hast. Die sind es offenbar nicht.

Alles Gute für euch!

2

Hallo,

wenn dein Mann dort genauso geschauspielert hat wie vor dem Therapeuten, dann kann ich mir vorstellen, warum deine Freunde so reagieren. Dennoch solltest du dich erstmal lossagen von ihnen, um dich nicht noch damit zu belasten. Versuche auch nichts zu klären, denn das kannst du nicht, ohne dass dein mann offen zugibt, dass er depressiv ist.

Ansonsten bewundere ich deine Geduld und Kraft und frage mich, ob ich das so lange ausgehalten hätte. Natürlich ist dein Mann krank, dennoch machst du ja scheinbar seit Jahren so viel durch und nie ist Ruhe, dass ich fast glaube, dass du irgendwann auf der strecken beleibst, wenn du nicht die Notbremse ziehst.
Alles Gute für dich bzw. euch.

vg, m.

3

Hallo,

Dein Mann ist psychisch krank und schiebt die Schuld auf Dich. Wenn Deine Freunde keinen gesunden Menschenverstand haben und die Auswirkungen der Erkrankung nicht erkennen, brauchst Du sie nicht. An Deiner Stelle hätte ich mich längst getrennt. Deine Freunde können gern Deinen Mann aufnehmen. Warten wir doch ab, wann sie schuld an der Krankheit Deines Mannes sind. Ehrlich gesagt schätze ich ihn als manipulativ, aggressiv und gefährlich ein. Trenn Dich zur Sicherheit Deines Kindes, bevor die Situation eskaliert. Auch würde ich den Umgang mit den Kindern nur unter Aufsicht durchsetzen. Am besten hilft Dir ein Anwalt, ein Psychiater nicht.

LG
Manu

4

Das tut mir so leid für dich und deine Familie.

Das selbe in grün hatte mein Schwiegervater mit meiner Schwiegermutter... über 15 Jahre lang.

Sogar ich als Schwiegertochter habe niemals in die enge Bindung deren Ehe und Familie durchgeblickt. Das Schauspielern und die extremen Stimmungsschwankungen lassen kein richtiges Urteil zu. Das habe ich auch erst lernen müssen dass jede Einmischung... weiss nicht wie ich es schreiben soll... man steckt da nicht drin.

Die Freunde solltet ihr wirklich da raus halten. Dein mann wird mit ihnen ganz anders gesprochen haben. Da entsteht eine ganz andere Wahrnehmung die du als Ehefrau die das täglich hautnah miterlebt hast. Andere werden auch nicht deine Entscheidungen verstehen.

Es ist fahrlässig was sie deinem Mann geschrieben haben ohne mit seinem Arzt oder Therapeuten gesprochen zu haben. Frage nicht wieviele Fluchtversuche von daheim aus wir mitgemacht haben. Am Ende stand die Schwiegermama ganz verwirrt an irgendeinem Bahnhof. Sie war in keiner Klinik sondern beschloss spontan von daheim abzuhauen. Ohne Geld, Handy oder Schlüssel.

Ihr geht es seit unser Kind da ist sehr gut. Kaum Anfälle. Ich weiss nicht warum aber sie benimmt sich ihrer Krankheit gegenüber verantwortungsbewusster. Sonst wäre der Umgang mit dem Kleinen nicht so einfach möglich. Natürlich geht das immer noch nur unter Begleitung. Sie bekommt Tabletten und ist immer wieder beim Arzt. Nun hat sie endlich wieder ein eigenes Leben und Freunde. Es ist wichtig dass dein Mann sich helfen lässt. Solche schweren Depressionen können nicht einfach so verschwinden. Lieber man macht den ersten Schritt zur Therapie und hat die Chance auf ein eigenes neues Leben.
Ignoriere momentan die anderen. Nichts ist so wichtig momentan wie dein Mann. Wenn er es wirklich anpackt geht es auch dir besser. Auch für die Kinder ist es wichtig einen stabilen Papa zu haben.
Ehrlich gesagt hätte meine beste Freundin niemals so eine Nummer abgezogen. Mein Vertrauen wäre weg. Auch wenn sie das gefüllt hätte ich würde meinem Mann was schlechtes wollen, hätte sie mir das ins Gesicht gesagt.

Meine Schwiegereltern haben alle Freunde und viele Familenmitglieder in der schwersten Zeit verloren. Mein Schwiegervater galt als zu seicht der nicht durchkreift.

Alles Gute

5

Hallo Sally.

Erstmal: Es tut mir sehr leid, was du durchmachen musst.

Aber, es ist wohl an der Zeit, dass du für deine Kinder und dich Ruhe und Frieden findest. Und das geht weder mit diesen "Freunden" - noch mit einem Mann, der dich belügt und verrät, was er ja bewiesen hat, indem er einen "Fluchtplan" mit den "Freunden" geschmiedet hat.

Kurz und knapp: Ich würde meinem Mann das Messer auf die Brust setzen, damit er evtl. stationär sich helfen lässt und ggf. dann der Beziehung noch eine Chance geben.

Diese anderem Menschen (ich nenne sie bewusst nicht Freunde) würde ich aus meinem Kreis und aus meinem Kopf streichen - auf die kannst du leicht verzichten.

Alles, alles Gute!!!!

7

Depression?
Ich denke , es kann auch eine Psychose sein...Paranoia und Verfolgungswahn sind ja erkennbar.
Du solltest dich selber und deine Kinder schützen.
Die Problematik mit deinen" Freunden" ist sekundär.
Du hast andere Baustellen.
Verschwende nicht deine Zeit und Energie damit, darüber nachzudenken.

8

Hallo,

so ähnlich wie du deinen Mann beschreibst, war es bei meinem Bruder.

Mal war er hilfsbereit und immer da, wenn man ihn brauchte. Andererseits hatte er das Gefühl, unsere Eltern wollten ihn mit Essen vergiften und ich sowie meine Tochter hätten einen Plan gegen ihn. Er würde wissen, dass alle etwas gegen ihn unternehmen möchten usw.

Bei ihm wurde eine paranoide Schizophrenie festgestellt. Das muss es bei deinem Mann natürlich nicht sein. Könnte aber.

Alles Gute

9

die reaktion deines mannes kann ich verstehen. es ist manchmal eben nicht einfach ueber manche sachen zu reden und ihm faellt es dann noch schwerer. du musst halt akzeptieren, dass er KRANK ist und ihn dabei unterstuetzen und helfen, wo du kannst. wenn du das nicht kannst oder moechtest, musst du dich trennen.

deine sogenannten freunde wuerde ich zu der liste der EX freunde shieben und das thema haette sich fuer mich erledigt.

deine reaktion finde ich aber ausserordentlich schlimm. warum redest du mit deinen freunden ueber ein thema, wo dein mann dir ausdruecklich gesagt hat, dass er es nicht moechte??? warum kannst du es nicht einfach akzeptieren und erstmal warten, was passiert? so kannst du mal ganz schnell das vertrauen deines mannes zerstoeren.

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