Problem mit der Oma

Also wir (meine Frau, unser Sohn (11 Wochen) und ich) haben ein Problem mit einer Oma. Oder sie mit uns.

Es geht dabei um meine Mutter. Ich habe eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zu ihr. Meine Frau auch über viele Jahre, allerdings gab es schon in der Schwangerschaft erste Probleme weil Oma mit den Stimmungsschwankungen meiner Frau nicht gut zurecht kam. Sie hätte das so nicht gehabt.

Die Probleme bestehen seit der Geburt. Ich habe jeden Besuch aus dem Krankenhaus verbannt. Meiner Frau ging es besch...,auch wenn die Geburt soweit gut verlief. Alle akzeptieren es, nur die Oma ist seit dem verletzt. Sie hätte doch nur 5min gucken wollen.. Das wir dann aber auch den anderen Großeltern etc auch schlecht den Besuch verwehren können sieht sie nicht ein. Ebenso wenig das wir uns so am wohlsten in dieser Ausnahmesituation gefühlt haben. Sie hat uns dann nach hause gefahren und hat ihn dann auch als erste gesehen. Trotzdem die Verletzung blieb.

Nach dem ich dem ersten Monat Zuhause geblieben bin und jetzt wieder arbeite, versuchen wir zu dritt den Alltag zu meistern. Auch wenn unser Sohn kein Problembaby ist, ist es oftmals sehr anstrengend. Wir haben ein großes Haus, mehrere Haustiere und alles muss irgendwie in Ordnung gehalten werden. Oft geht es dann um gebügelte Hemd für den nächsten Bürotag von mir.

In dieser Zeit haben wir nicht viel Zeit für Besuch. Wir versuchen pro Wochenende einen Besuch zu empfangen oder irgendwo hinzufahren. Unser Sohn reagiert auf äußere Reize noch recht sensible und nach längeren Besuch haben wir abends das Geschrei. Daher wollen wir in den ersten drei Monaten Besuche nur dosiert einsetzen. Meine Mutter wurde natürlich bevorzugt besucht, wir möchten das sie Bezug zu ihren Enkel entwickelt und später ab dem ersten Lebensjahr einen Tag pro Woche bekommt. Das Problem ist, dass Oma sich übergangen fühlt. Sie würde ihn viel zu selten sehen. Wir schotten uns ab. Der muss sich von Anfang gewöhnen etc.. Sie akzeptiert unsere Entscheidungen nur sehr schwer und will sich auch im Umgang mit ihm nichts sagen lassen. Das macht das alles sehr schwierig.

Ich habe gestern ein erstes offenes Gespräch geführt. Ich hätte das schon eher suchen sollen aber ich bei dem Stress nicht die Energie. Wir laden sie ein ab dem dritten Monat häufiger vorbei zu kommen und am Wochenende mehr an unserem gemeinsamen Leben teilzuhaben. Unseren Sohn und unseren Umgang mit ihm sowie seine Eigenheiten kennenzulernen. Wenn wir das geschafft haben, soll sie ihn auch mal alleine bekommen dürfen. Wir wollen das sie ihn auch bekommt, aber nach unseren Regeln.

Sie tut sich schwer damit das zu akzeptieren. Sie denkt wir halten sie für blöd. Sie denkt wir machen uns zu viele Gedanken und beschäftigen uns zu viel damit warum zB das Baby dieses oder jenes macht.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ach ja, falls jemand fragt: die Eltern meiner Frau leben zu weit entfernt für diese Art der Probleme.

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Nein solche Erfahrungen habe ich nicht gemacht. Liegt wahrscheinlich daran das wir keinen Regelplan für Großeltern gemacht haben. Wir haben einfach ein Kind bekommen und das zu Besuchen mitgenommen als wäre es normal ein Baby zu haben. Es durften uns sogar Leute besuchen ohne Anmeldung.

Sei einfach froh das ihr keine richtigen Probleme habt und die Zeit mit Omamaßregelung verschwenden könnt.

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Das klingt ja mal total verrückt :)

LG

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Klingt anstengend. Aber mehr für die Oma. Wenn ich lese: "Nach unseren Regeln" kann ich verstehen, dass deine Mutter da eher missmutig ist. Was wird sie mit ihm schon machen, wenn sie ihren Enkel sieht?
Ich kenne das übrigens, wenn Kinder überdreht sind nach Besuch. Bei meinen Eltern und SE allerdings war es für mich immer sehr erholsam, denn da musste ich mal nicht Gastgeber sein, konnte mich ausruhen und andere (nämlich die Omas) haben sich hingebungsvoll um meine Babys gekümmert. Und: Ich habe sie dabei nicht kontrolliert sondern einfach machen lassen. Weil ich ihnen vertraue und auch die Omas kein gesteigertes Interesse daran haben, ein schreiendes Baby auf dem Arm zu haben.

vg, m.

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Hallo,

Ich kann Dich verstehen.

Ein Kind, egal ob Schreibaby oder nicht, ist sehr anstrengend und ihr müsst euch alle zu dritt ja erst noch finden. Wenn ihr das ohne Oma machen wollt, dann ist das so und Oma sollte das akzeptieren.

LG

P.S.: Ich gehe davon aus, dass Du Deine Hemden selbst bügelst, oder ???

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Meine ex Schwiegermutter ist auch ein hartes kaliber gewesen. In der ss verkündete sie permanent daa sie sich fühlt als wäre sie schwanger, bald kommt "ihr" kind etc. Ihre Freundin wurde einen monat eher oma und sie kann ihren enkel selten sehen weil er knappe 300 km weg wohnt. Der hat sie ständig unter die nase gerieben wie sehr sie ja in die ss eingebunden wird, wieoft das kind bei ihr schlafen wird, sie würde ihn ja sofort den ganzen Tag betreuen damit ich arbeiten kann blablabla.

Dann wollte sie mit in den Kreißsaal, sie will die erste sein die "ihr" kind sieht, sie träumt ja ständig daa sie schwanger wäre, nach der Entbindung war sie täglich hier und nervte rum. Beim stillen fragte ich mich oft ob ich jetzt meinem.sohn die brust geben soll oder ihr denn sie hing mir förmlich im bh.
einmal haben wir bei ihr geschlafen, der kleine kam nachts und hatte hunger. Im halbschlaf haben wir immer gestillt, er machte den ersten mucks und aufeinmal spüre ich wie er weggehoben wird. kam sie nicht rein und nahm in mir weg, in die Küche und kochte tee für ihn!
Da bin ich dann das erste mal dermaßen explodiert das kein Stein mehr auf dem anderen stand!

Heute, zweieinhalb jahre später bin ich von ihrem sohn getrennt und somit auch von ihr. Zum Glück. Ein befreiungsschlag!

Ich rate dir, mach dir keine großen Gedanken darum! Tut das wie euer sohn das braucht ohne Rücksicht auf verluste! Akzeptanz kann man nicht von jedem erwarten aber lernen!

Ist es dir lieber wenn sie zufrieden heimfährt und dein kind vor lauter überreizung Stundenlang schreit? Gewöhnen muss sich ein Säugling an nichts! Das baby braucht liebe und Beständigkeit, die eltern um anzukommen, sicher und stark zu werden und keine oma und keinen opa. Das hört sich böse an aber ist einfach normal! Irgendwann wird ein gefestigtes kind Neugierig und profitiert von angagierten großeltern. Die einen babys finden das von Anfang an okay, so dosierte besuche , andere gar nicht und wieder andere nur ab und an. Es ist wichtig das zu erkennen und dem kind das zu geben was es gerade braucht. Wenn es weint bei oma sehe ich keinen Grund es nicht wieder zu mir zu nehmen. Damit signalisiert es doch "es reicht!"

Wie sich ewachsene menschen dermaßen über die Bedürfnisse eines Säuglings stellen können ist mir ein rätsel. Meine mama sagt zb immer sie liebt ihre enkel ehrlich und aufrichtig, mir tat sie immer leid weil mein sohn als baby lange bei ihr geweint hat. Sie hat nie was gesagt, hat es akzeptiert und gewartet. Das zahlt sich jetzt aus. Mein sohn hat eine wahnsinnige Bindung zu ihr, sie lieben sich sehr, er schläft oft bei ihr und obwohl er von anfang an mehr bei opa war und opa natürlich coolere sachen auf lager hat (zb Motorrad und bulldog :-)) ist es immer wichtig das oma dabei ist, oma darf ihn nur wickeln, ind bett bringen etc.
alle leute die ihn als baby bedrängt und einfach genommen haben, wie besagte Schwiegermutter, meidet er. Er hat das vertrauen verloren. Damals gaben sie ihm nicht was er brauchte also brauchen sie ihm heute auch nicht kommen. So empfinde ich dieses Verhalten

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Hallo,

sei mir nicht böse, aber euer momentanes Leben liest sich für mich sehr verkrampft und stressig wo doch gerade die erste Zeit mit Baby so wunderbar und bezaubernd ist und ich fürchte ihr macht euch den Stress selbst.

Umgangsregelungen in einer Zeit wo man zuhause ist und den sich den ganzen Tag einteilen kann wie man möchte halte ich wirklich für überflüssig, ein wenig mehr Leichtigkeit würde sicher einiges entkrampfen. Mein Sohn ist inzwischen 4,5 Jahre alt und nie hatte ich mehr Zeit für mich, den Haushalt und Freunde/Verwandte als im ersten Jahr mit ihm - schwierig wird es wenn man wieder arbeiten geht und dann noch Hobbies und Freunde des Kindes hinzukommen. Und genau dann sind Freunde und Verwandte so eine verdammt wichtige Möglichkeit zur Entlastung, dass ich euch nur raten kann sie nicht zu verprellen.

Was spricht dagegen, dass deine Mutter unter der Woche mal bei euch vorbeikommt? Bei uns war die Situation anders weil meine Eltern im selben Haus wohnen, aus diesem Grund hatte ich jeden Tag Besuch als ich noch zuhause war. Und ganz ehrlich: ich war froh darüber, dass es so war, weil die Tage mit Baby alleine daheim schon lang werden können.

Für Kinder gibt es meiner Meinung nach kaum etwas Schöneres als ein enges Verhältnis zu den Großeltern zu haben. Bei Oma und Opa darf man Dinge die man zuhause nicht darf, Oma und Opa haben immer reichlich Zeit und auch Lust das hundertste Raumschiff aus Lego zu bauen - sie sind wichtige Bezugspersonen und für meinen Sohn sind die Großeltern wirklich fast so wichtig wie ich als Mama. Deine Mutter interessiert sich für ihren Enkel - das ist doch wunderbar !!!

Lasst euch nicht so stressen, euer Baby wird keinen Schaden davontragen wenn es Kontakt mit Verwandten und Freunden hat und eine Familie kann wirklich eine große Stütze und Hilfe sein.

Viele Grüße und alles Gute

Tatjana

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Oje...mein Mitgefühl gilt der Oma.

Also mit den Stimmungsschwankungen nicht klarzukommen kann ich schon nachvollziehen. Mein Mann verbreitet auch das Gerücht ich wäre in der letzten Schwangerschaft ectrem zickig gewesen.... war ich nicht... er verstand mich nur nicht#schmoll:-p

Das ihr keinen Besuch wolltet ..ok manch einer fühlt sich nicht so prickelnd und befürchtet Besuche die stundenlang nicht gehen wollen.
Aber mal ehrlich wo ein Wille da ein Weg.... Man hätte den Großeltern reinen Wein einschenken können und einen Zeitpunkt vereinbaren können wann sie in KH kommen können, da hättest du mal für ein paar Minuten mit dem Kleinen in den Besucherraum ect gehen können und ihn den Großeltern "präsentieren". Deine Frau hätte ja für die paar Minuten mitgehen können oder eben im Zimmer bleiben.
Aber ihr versucht erwachsenen Leuten eure Regeln aufzudrücken ohne Suche nach einem möglichen Kompromiss....

Schön dass sie euch wenigstens nach HAuse fahren durfte *ironieoff* da hat sie sicher viel von dem Kleinen gesehen, während er im Maxicosi auf der Rückbank sass....
Ihr seid schon sehr großzügig....

Natürlich muss man sich erstmal in den Alltag mit einem Baby reinfinden, aber warum nicht auch mal Hilfe annehmen ? Laßt die Oma doch vorbeikommen und sie mit dem Kleinen Spazieren"schicken" dann ist Zeit für Haushalt und Hund.
Vielleicht würde sie euch auch mal mit den Hunden oder im Haushalt unterstützen, so wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen....

Nach euren Regeln soll sie euer Kind betreuen. Da sind Probleme vorprogrammiert.
Bei uns gilt Omas Haus Omas Regeln, unser Haus unsere Regeln.
Ausnahme : Erkrankungen des Kindes- bei Laktoseintolleranz gibt es kein Milcheis, Jogurt usw, da bringen WIR Alternativen mit....

Ich hoffe meine Schwiegertöchter udn letztlich meine Söhne schlagen nicht in eure Art#zitter

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"Mein mann verbreitet das Gerücht. ..."

Meiner auch, kann ich ehrlich nicht nachvollziehen. Ich empfinde mich als höchst entspannt und sehe keinen unterschied zum unschwangeren zustand :-)

Ich glaube vieles ist da Einbildung, sobald man mal nicht einer Meinung ist heißt es "herrje, du siehst das nur so weil deine hormone über sprudeln"

Quatsch, klar hat man mal seine aussetzer, ganz ehrlich? Dafür brauch ich aber keine Schwangerschaft #rofl

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#pro
sag ich ja....
ich war voll tiefenentspannt und habe nur klar und wertfrei analysiert und es zur Sprache gebracht ... :-p#rofl#rofl
meine Freundin hat ihn gequält... er war drauf und dran ihr Hausverbot zu erteilen.
Ich wollte Erdbeeren... nun im September und Oktober vielleicht nicht mehr so einfach , aber wo ein Wille.... so sah es meine Freundin und schleppte ihn von Obstladen zu Obstladen bis sie Erdbeeren fanden #rofl
Als er schon aufgeben wollte, zog sie ihn einfach weiter und meinte herrisch: " Deine Frau sagt sie will Erdbeeren- also bekommt sie Erdbeeren ..basta und du wirst sie besorgen!"
Im Nachhinein meinte er , wenn er ein ganzes Erdbeerfeld gekauft hätte, wäre er günstiger gekommen #rofl
klar ist man zum Ende genervt, aber da sollen mal die werten Herrn gross , breit und schwerfällig wie ein Walross sich durch den Alltag schleppen und dabei immer schön freundlich und entspannt bleiben:-[

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Ich denke auch, ihr macht euch die Probleme selbst.

Mir ging es nach der ein oder anderen Geburt auch nicht so doll. War aber kein Grund, dass niemand kommen durfte. Hab ja auch einen Mann, der mit den Leuten halt raus ist, wenn es mir zu viel wurde oder in die Cafeteria.

Zu uns nach Hause konnte kommen, wer wollte, nur durfte niemand erwarten, bewirtet zu werden. Ich würde jetzt mal denken, dass deine Mutter das auch nicht erwartet. Vielleicht will sie euch auch nur helfen, das würde ich doch annehmen. Da kann ich es verstehen, dass sie sich übergangen fühlt, wenn ihr sie doch nur sehr eingeschränkt an eurem Leben teilhaben lasst. Und die Argumente, naja. Das wirkt ja wie "Lieber rotieren sie, als mich helfen zu lassen."

Wenn ihr jetzt schon mit Regeln anfangt ... oh weh. Was hat sie denn bei dir so falsch gemacht, dass ihr Regeln braucht? ;-)

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Hm, keine Ahnng was ihr machen könnt. Geredet habt ihr ja und auch einen Kompromiss gefunden. Mehr geht wohl nicht. Wenn Oma jetzt immer noch beleidigt ist, kann man wohl nichts machen.

Ich kann euch schon verstehen. Ich habe zwar im Krankenhaus Besuch enpfangen, aber als wir zu Hause waren brauchte ich nichts mehr.
Ich habe die ersten 6 Wochen mit der Kleinen im Bett verbracht. heißt ja auch WochenBETT und ich verstehe nicht warum hier so viele Besuch ganz toll finden.

Ich war psychisch und physisch nicht auf der Höhe, das stillen klappte nicht, die kleine weinte viel und schlief schlecht, sie war (ist) auch furchtbar sensibel, außerdem hing sie mir eigentlich nur an der Brust. Ich wollte alles nur keinen Besuch!

Wir dosieren Besuch und Ausflüge immer noch, da man Kind ziemlich schnell aufdreht und wir sie dann auch nur schlecht runterkriegen. Außerdem trinkt die unterwegs nicht, komische Angewohnheit. Ich habe aber gerne Besuch bei mir zu Hause, da muss man auch nicht so viel mitschleppen und sie kann ihr gewohntes Bett wenn es Zeit wird.

Und ich finde auch, dass es unsere Regeln sein sollten nach denen es geht, es ist unser Kind, wir haben es tagtäglich und wissen was es braucht. Wenn ich nach den Schwiegereltern gehen würde, wäre längst abgestillt, sie hätte mit 3 Monaten schon die Sahnetorte im Mund gehabt und sowieso von Anfang Schmelzflocken bekommen damit sie durchschläft, in ihrem eigenen Bett und Zimmer wohlgemerkt. Wir haben klare Ansagen gemacht und jetzt geht es (meistens).

Ich mache sicher auch nicht alles richtig, aber wenn ich mich in dem Moment nicht wohl fühle oder mein Bauch was anderes sagt, sind mir alle anderen egal.

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Oje, wenn ihr doch ein gutes Verhältnis hattet, wie konnte es dann jetzt so kommen? Generell bin ich der Meinung, jeder muß seinen Weg mit Kind selber finden.
Aber, dein Post klingt so extrem verkrampft und streßbehaftet, das ich die Oma zur Anwechslung mal verstehen kann. Ihr hättet sie mit ins Boot holen können, naja der Drops ist jetzt gelutscht.
Warum soll eine gestandene Frau und Mutter den Umgang mit einen Kind lernen? Du hast doch auch "überlebt"?

Ihr solltet wirklich mal euer Verhalten überdenken, es ist bis jetzt einiges schiefgelaufen....wer weiß ob man das noch kitten kann.

Die erste Zeit mit Kind ist meistens chaotisch. Ich lese in deinem Post keinerlei übergriffige Aktionen deiner Mutter. Ihr verbaut euch da eine ganze Menge! An Omas stelle würde ich euch in einem Jahr den erhobenen Mittelfinger zeigen, wenn das Kind dann zu mir soll.
Denkt nach, dann könnte es evtl auch mit den Hemden reibungslos klappen. Omas wollen helfen, manche schießen über das Ziel hinaus. Omas wollen mit ihren Enkeln angeben, weil sie vor stolz platzen. Eure Oma will....und ihr laßt sie nicht. Je mehr ihr den Umgang verwehrt, desto mehr wird sie bei jedem Besuch evtl aufdrehen. Wäre sie von Anfang Bestandteil eurer kleinen Familie, um so schneller ist der hype vorbei und sie beruhigt.
Ist das wirklich eure Einstellung, die Oma noch wochenlang abzuwehren, bezweifel ich stark ob ihr wirklich jemals ein gutes Verhältnis hattet. Menschen die mir sehr nahe standen, durften jederzeit mein Kind sehen. Vor Leuten mit denen ich "Probleme" hatte, habe ich mein Kind "schützen" wollen. Übrigens sind Schwangerschaftshormone kein Freifahrtschein und auch Oma kann ein Mindestmaß an Benehmen erwarten!

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An Omas stelle würde ich euch in einem Jahr den erhobenen Mittelfinger zeigen, wenn das Kind dann zu mir soll.

#freu Daran denken die wenigsten Eltern, die einen Mordsbohei um ihren Ableger machen.
Mein Enkel ist mittlerweile eineinhalb Jahre alt und ich durfte ihn noch keinen Meter mit dem Kinderwagen schieben....die Geschenke kann man einer Hand abzählen, die ich kaufen durfte...
"Man" denkt aber schon darüber nach, wohin man das Kerlchen wohl bringt, wenn die Mutti wieder arbeitet und das böse böse Kindergartenpersonal streiken sollte.......#cool
(Sorry, mich kennt er kaum, wie soll das gehen ?)
LG Moni

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Da muss ich euch beiden recht geben. Es wäre eine sehr verständliche Situation, wenn die Oma irgendwann lapidar sagen würde" behaltet doch einfach euer "Gör"". Dann wäre die nächste Thread Überschrift "Oma interessiert sich nicht für Enkelkind".
Ich bin kein Familienmensch, allerdings leben wir in einem (sehr) großen Haus zusammen, meine Eltern im EG und Souterrain, meine Bruder in einer eigenen Wohung im EG, wir in den oberen beiden Stockwerken als Maisonette Wohnung.

Es klappt gut, allerdings sind meine Eltern nie aufdringlich gewesen, sie sind interessiert, was verständlich ist, das eigene Kind bekommt ein Kind, jemand den man behütet hat und liebt, geht den (größten) Schritt im Leben.

An dem Tag als ich erfahren habe, dass ich unsere erste Tochter erwarte, war ich bestürzt und verwirrt (23 und mitten im Studium), meine Mutter sagte irgendwann viel später mal zu mir, dass sie sich "nicht freuen wollte, weil ich so traurig ausgesehen" hätte. Das war Einfühlvermögen, und sie sagte immer, egal wie ich mich entscheiden würde, sie wäre auf meiner Seite.
Es hat wahnsinnig geholfen, dass meine Eltern unsere Kinder betreuen konnten, als ich z.B. Lungenentzündung, Scharlach (nochmal danke dafür Sohn) oder Grippe hatte, der Kindergarten/Hort bestreikt wurde, pädagogische Tage zur Schließung führten, sie die Kinder abholen konnten um mit ihnen zum Arzt zu fahren, wenn ein Notfall eintrat und mein Mann und ich wegen der Entfernung nicht schnell genug da sein konnten. Das "Kapital Großeltern" ist wichtig und oft notwendig. Vorgestern mussten die Großen für zwei Arbeiten lernen, Oma nahm Minimops und ging mit ihr zwei Stunden spazieren, es hat sehr geholfen.

Ganz allgemein zu diesem gesamten Thread, meine Kinder lieben ihre Großeltern, es hilft bei zwei berufstätigen Eltern ungemein, wenn der Nachwuchs ein enges Verhältnis zu Oma und Opa hat, die einspringen können, und das Kind sich dennoch geborgen fühlt, weil es sie als Teil des Ganzen wahrnimmt. So funktioniert Sozialisation, es ist eine Gemeinschaftsleistung von der ,in "normalen" Familien, das Kind profitiert, weil es seinen Horizont erweitert. Sie nehmen einem das Kind nicht, sie geben etwas.

Natürlich gibt es auch Individuen, die einen unfassbar nerven, die aufdringlich sind und kein Distanzgefühl besitzen, dass man diese nicht in seinem Leben will, ist verständlich. Man sollte sich aber nie zu wichtig nehmen, wenn man mehrere Kinder hat, hat man kaum eine Möglichkeit dem Baby einen ruhigen Tag zu geben, es ist mit im Geschehen und als Mutter von drei Kindern kann ich sagen, unser 13 Wochen Minimops ist ein unglaublich entspanntes Baby, sie ist immer dabei, glücklich und schläft 12 Stunden die Nacht, auch wenn sie abends mal weint. Das ist nun mal so.

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