Zeitweise in die USA umsiedeln - besser vor oder nach Baby?

Hallo zusammen, #winke

mich treibt gerade eine Frage um bezüglich meiner kleinen Familie und deren Zukunft. Mein Partner und ich arbeiten in einer internationalen Firma, sind dabei sehr flexibel. In den Bereichen, in denen wir arbeiten, gibt es für uns beide über kurz oder lang die Möglichkeit, zeitweise an einem Standort in den USA zu arbeiten. Zeitweise richtet sich nach dem Projekt, in der Regel sind das Zeitabstände von 1 - 3 Jahren.

Es ist auch nicht so, dass wir uns sofort entscheiden müssten. Diese Chance kommt regelmäßig wieder alle halbe Jahr, alle Jahr, je nach Projektlage. Zu lange wollen wir allerdings auch nicht warten.

Wir haben bereits ein Kleinkind von ca. 1,5 Jahren und wünschen uns ein zweites Baby. Und da mache ich mir so meine Gedanken. Sollten wir ein Baby vor der zeitweisen Auswanderung bekommen oder während der Zeit in den USA? Kennt sich hier jemand aus, wie dort die Themen Schwangerschaft und Geburt angegangen werden? Wie ist die Kinderbetreuung geregelt? Wäre es für die Familiensituation einfacher, mit einem Kleinkind und einem Baby umzuziehen? Oder ist es besser, in unserer jetzigen Familienkonstellation umzuziehen, dort ankommen und dann dem weiteren Babywunsch nachzugehen?

Wie würdet ihr euch entscheiden?

Viele Grüße
die Maja

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Hallo,

es ist ein Weile her, dass ich in den Staaten gelebt habe.

Damals war Kinderbetreuung sehr teuer, so dass die meisten dort nicht aus finanziellen sondern aus Karrieregründen gearbeitet haben, weil ein sehr großer Teil des Gehaltes in die Betreuung floss.
Du müsstest irgendwie herausbekommen, ob eure Firma vielleicht eine interne Kita hat.

Die medizinische Versorgung in den USA ist sehr gut, wenn man privat zahlt. Die häufigen Vorsorgeuntersuchungen, Ultraschalls und die Betreuung durch eine Hebamme, wie wir das kennen ist in den Staaten nicht üblich. Du musst auch klären, was deine KK in welchem Krankenhaus und bei welchem Arzt übernimmt.

Im Netz findest du viele Infos dazu.

Auch zum Thema Mutterschutz gibt es dort Infos, auch der ist nicht so großzügig wie in Deutschland.

Ich persönlich würde das Thema Kinderwunsch und zeitweise Übersiedelung unabhängig von einander entscheiden.

2

Hey Maja,

ich kann nur sagen, dass gerade beim Thema SS / Kinder sich ja nicht alles immer soooo planen lässt, zB haben wir ewig für unser 2. Baby geübt ... manchmal weiß man es einfach nicht, wie lange das dauert, nicht dass man denkt, erst Baby, dann auswandern und dann klappt es ewig nicht mit dem Baby usw.

Würdet ihr beide in den USA arbeiten? Wenn ihr ein Baby hättet, wärst du ja wahrscheinlich daheim, oder? Ich weiß nicht, wie ich das fände, klar findet man Anschluss auf dem Spielplatz usw., aber man hat ja dann doch keine "alten" Freunde, keine Familie vor Ort, die mal aushelfen usw. Ich glaube, da fände ich es einfacher, mit einem Kind und dann mal schauen, ob das mit dem Baby irgendwann in der Zeit klappt, aber ich glaube, ich würde das eher so planen, dass wir dann für das Ende der SS wieder in D wären. Aber ich war die erste Zeit mit 2 Kids schon froh, dass zB mein Mann Elternzeit hatte, die Oma vorbeikam, meine Freundin mir Essen brachte usw. Denke mal, dein Mann müsste dann bestimmt auch viel arbeiten, oder? Und Elternzeit und Elterngeld usw. ist ja in den USA eher so nicht vorhanden oder ist das dann bei eurer Firma anders geregelt?

Wir selbst überlegen uns das auch, aber für uns kommt das erst in ein paar Jahren in Frage, dann sind die Kinder größer, haben auch "was davon" (klingt vielleicht doof, aber ich meine Sprache lernen usw.), gehen da 3-5 Jahre in die Schule, lernen die Sprache usw. Aber das sind eben MEINE Gedanken, jeder hat ja da andere Prioritäten usw.

Von meinen Freundinnen kann ich meiner Vorschreiberin nur zustimmen, daycare ist echt TEUER, wenn es da nix von der Firma gibt, würde ich mir überlegen, ob ihr wirklich beide arbeitet oder ob nicht einer daheim bleibt und sich ums Kind kümmert! Kommt aber bestimmt auch darauf an, wo ihr da wärt, meine Freundin wohnt in CA, da ist ja alles teuer und die andere an der Ostküste (Großstadt), auch alles sehr teuer. Vielleicht hilft dir das etwas http://www.babycenter.com/0_how-much-youll-spend-on-childcare_1199776.bc

LG

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Hi! Wir sind gerade fur einige zeit in den USA mit kleinkind und "arbeiten" am zweiten:-)

Der Arbeitgeber meines Mannes zahlt zum Glück die Betreuung unseres Sohnes (das sind €1.500 im Monat und die kita ist nicht mal was besonderes, also mega teuer!) und auch die private Krankenversicherung wird komplett übernommen. Diese Sachen sollte man vorher absprechen mit dem ag!
Ansonsten würde ich nicht länger warten mit den USA... je kleiner die kinder sind umso einfacher ist es!

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ich würde das Kind in der Zeit in den USA bekommen, dann hat das Kind dort auch eine Staatsbürgerschaft...

eine Freundin von mir hatte das so gemacht...

die Firma von ihren Mann hat sie für 3 Jahre rübergeschickt...

ihr Sohn ist in den USA geboren...

jetzt zur Kinderbetreuung...

da meine Freundin ganz ganz viele deutsche Elternpaare kennengelernt hat, die schon seit Jahren dort leben, wurde sie gefragt ob sie nicht Tagesmutter für die Kinder machen könnte....da die Kinder dort mit ihrer "Muttersprache" in Kontakt kämen und nicht nur Englisch sprechen würden...also hat sie eine art Hort aufgemacht :-)

so lief es bei ihr...

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Als ich Kind war gingen wir über den Beruf meines Vaters in die USA, insgesamt blieben wir knapp 15 Jahren dort und es war eine tolle Zeit aber für mich wäre es schwer gewesen nach kurzer Zeit wieder zu gehen
Generell kann man sagen das die USA an sich ein Land wie Deutschland ist, total "zivilisiert" (;-)) und im Grunde gibt es alles was es in Deutschland auch gibt,wenn nicht sogar mehr
Einiges ist natürlich anders wie zB. das Gesundheitssystem, Schulsystem,.. aber generell ist es mit allen Altersklassen machbar bloß würde ich aufkeinenfall etwas unter 1,wenn nicht sogar 2 Jahren machen, wäre mir zu blöd. Kaum eingelebt und alles geregelt und dann wieder zurück?
Mit kleineren Kindern ist es in der Hinsicht Schule einfacher denn je älter das Kind ist desto schwieriger kann es werden es dann in eine deutsche Schule zu bekommen
Aber das empfindet jeder anders,da müsst ihr abwegen was ihr am besten findet

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Hallo,

wir leben nun seit 3 Jahren in Amerika. Ich wuerde Dir empfehlen so frueh wie moeglich zu gehen. Fuer die Kinder ist es einfacher, wenn sie noch nicht in der Schule sind. Daher wuerde ich erst umziehen und dann ein weiteres Kind bekommen. Wenn ihr einen groesseren Altersabstand auch ok findet, koennt ihr ja auch warten bis ihr wieder zurueck in D seid. Meine Kinder wurden in D geboren. Freunde, die hier ihre kids zur Welt brachten, waren mit der Versorgung zufrieden. Allerdings ist die SS-betreuung etwas anders. Alle 4 Wochen hat man einen Termin, aber es gibt nur 2-3 US in der SS. Diese finden am Anfang und um die 20.SSW statt (grosses Screening, Geschlecht). Kinderbetreuung ist recht teuer. Vielleicht bekommt ihr aber durch den Arbeitgeber es verguenstigt. Falls Du noch mehr Fragen hast, kannst Du Dich gerne (auch per PN) melden.:-)

Lg babywish

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ich bin amerikanerin und bei uns sind die baby-gesetzte sozusagen überhaupt nicht mit Europa zu vergleichen. Willst du ein Jahr zu Hause bleiben wir hier in Deutschland, musst du quasi kündigen. In der Regel muss du schon nach dem 3. Monat arbeiten, spätestens. Willst du länger bei deinen Kind bleiben, dann musst du kündigen meistens. Einige Freundinnen haben ausgehandelt, dass sie noch drei Monate (also zwischen 3. und 6.) Home Office machen dürfen im Halbzeit, so dass sie noch in Ruhe stillen können. Geht aber nicht bei jeden Job. Danach muss das Baby entweder in die Kita oder man hat Großeltern oder man wird Hausfrau.

Ganz ehrlich? Ich würde das Babywunsch aufschieben, außer wie gesagt, du kannst und willst zu Hause bei den Kindern dann bleiben und dein Mann arbeitet. Halbtags arbeiten ist auch nicht so gang und gebe wie hier in Deutschland. Wenn das Kind dann also in die Kita geht, ist es dann Ganztags. Wenn du zu Hause bleibst, dann ist es sicherlich toll in den USA mit Baby und Kleinkinder: Alle sind sehr kinderfreundlich, man kann mit Kindern überall hin und wird niemals schief angeschaut wie hier, es gibt viele Angebote (hier auch...) was Baby-Mama Kurse angeht usw. Babysitten ist auch irgendwie verbreiteter als in Deutschland, so dass du trotzdem evt. ein paar Std. für dich/euch als Paar in der Woche/Monat frei haben könntest, wenn ihr euch das leisten könnt oder wollt. Und wenn ihr nicht gerade in New York wohnen wollt, dann ist Platz zum Wohnen auch nie ein Problem, so dass man einfach ein Häuschen mit Gärtchen finde und auch schnell Anschluss findet, wenn es einen jungen Stadtteil ist.

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Vielen vielen Dank für eure Meinungen und dass ihr eure Erfahrungen mitgeteilt habt! Das muss ich erstmal alles für mich sortieren und dann werden mein Partner und ich die Fürs und Widers der Optionen durchsprechen.

Viele Grüße von

der Maja

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