Beide Wunschpaten sind nicht (mehr) in der Kirche...

Guten Morgen,

mein Mann und ich haben immer den gleichen Streitpunkt.

Unser Sohn ist evangelisch getauft. Die Patentante ist in der Kirche, der Patenonkel nicht. War aber kein Problem für den Pastor. Leider sind wir jetzt durch einen Umzug in einer anderen Kirche und die sehen das alles etwas strenger.

In etwa zwei Monaten erwarten wir unser zweites Kind und auch unsere Tochter würde ich gerne taufen lassen. Sehe das nicht mehr so eng wie früher (da gehörte es für mich einfach dazu, dass ein Kind getauft wird... #hicks), aber fände es jetzt irgendwie doof, wenn ein Kind getauft ist und das andere nicht. Das ist die einzige Sache, die mich stören würde wenn die Kleine nicht getauft wird (ein Kind getauft, das andere nicht).

So, Problem jetzt also -beide Wunschpaten sind nicht in der Kirche. Daher können wir sie nicht nehmen bei der Taufe. Haben daher eine Freundin gefragt, ob sie "auf dem Papier" Patin werden möchte (sie ist die Patentante von unserem Sohn), aber das hat sie verneint (kann ich auch verstehen). Möchten nicht mehrmals die gleichen Paten haben.

Daher mal meine Umfrage -was würdet ihr machen?!

Ach ja, mein Mann ist ursprünglich katholisch aber auch aus der Kirche ausgetreten (ist das so altmodisch, in der Kirche zu sein?! -Ich bin so ziemlich die einzige im Freundeskreis...) Daher ist es ihm egal, ich darf alleine entscheiden...

Paten aus der Familie fallen weg, da wir keinen guten Kontakt haben.

Sorry für den langen Text #schwitz

Was machen...?!

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Hallo,

ich würde zumindest EINEN anderen Paten suchen.

Einerseits wunderst Du Dich darüber, dass Du anscheinend die Einzige im Freundeskreis bist, die der Kirche angehört. Andererseits scheint Dir die kirchliche Bedeutung des Patenamtes nicht wichtig zu sein. Warum bist Du in der Kirche? Man sollte sich schon irgendwie entscheiden.

Eigentlich braucht ein Täufling nur 1 Paten, dieser sollte jedoch der Kirche angehören, um sein Patenamt auch entsprechend und glaubhaft erfüllen zu können.
Natürlich gibt es auch Menschen, die aus finanziellen oder eher sozial-politischen Gründen aus der Kirche austreten und dennoch ihren Glauben behalten. Den Grund des Austritts oder der Nicht-Zugehörigkeit kann die Kirche aber nicht beurteilen.

Und meistens kann man auch noch sogn. Taufzeugen benennen, die nicht der Kirche angehören, sich aber auch gern um das Kind kümmern möchten.

Wenn die Taufe eine Bedeutung für Dich hat, dann wähle einen Paten, der das genau so sieht.
Wenn es nur ums pro forma oder die Feier geht, dann lasst Eure Tochter nicht taufen, sondern besprecht mit ausgewählten Freunden, ob sie sich um Euer Kind in dem gewünschtem Umfang kümmern wollen, und macht ein schönes Fest daraus.

Ich denke, Hauptsache ist, Du überlegst Dir, warum Du Eure Tochter taufen lassen möchtest bzw. was Du Dir unter diesem Amt vorstellst.
Der Rest ergibt sich dann eigentlich von allein.

LG

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Bei dieser Diskussion wird wieder mal deutlich, dass nicht aus Glaubensgründen getauft wird, sondern nur, um ein Event zu feiern. Sonst käme doch gar nicht das Thema auf, ob jemand, der nicht in der Kirche ist, Pate sein kann. Die Frage sollte eigentlich gar nicht aufkommen, wer Pate ist, sollte im christlichen Glauben begleiten können...

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Hallo,

ich finde man kann durchaus aus Glaubensgründen taufen und sein Kind christlich erziehen und trotzdem der Meinung sein, dass das Kind keinen Paten allein zur Glaubensbegleitung braucht, sondern dass der Pate vielmehr eine Bezugsperson in allen Lebenslagen sein sollte.

LG Meggie

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Hallo!

müsst ihr in der neuen Kirche taufen lassen? könnt ihr nicht auf eine andere ausweichen?

wir waren auch in einer anderen Pfarre, aber ganz einfach aus dem Grund, weil die mein Mann aus seiner Kindheit kennt und daher lieber dort taufen lassen wollte.

beim zweiten Kind hatten wir dann das gleiche Problem wie ihr. wir hätten dann einfach einen pro forma Paten dazu gekommen und unser Pate wäre als Taufzeuge eingetragen worden.

kam dann anders. der Pfarrer dort ist sehr liberal, und unser Wunschpate wurde einfach als Pate akzeptiert. im Taufschein steht der ganz normal mit o.B.

wir sind übrigens katholisch.

LG

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Leider geht das nicht so einfach.

Ich habs selbst durch, da hieß es man müsse dort taufen wo man gemeldet ist. Nichtmals da, wo man geboren ist sondern wirklich die reine Meldeadresse #aerger

Ich wollte meine Tochter da taufen lassen wo ich getauft wurde, man muss dazu in unserer Gemeine (bzw Pfarramt) einen Antrag stellen. wenn die zustimmen muss man diese ans nächste Bistum schicken und auch die müssen zustimmen. Wenn da die ok´s gibt sind muss dann das Bistum und noch der Pfarrer in der Wunschgemeinde gefragt werden.
4 verschiedene also, und die genehmigen auch nur wenn wirklich besondere Gründe vorliegen. Lagen ja aber vor, da meine gesamte Familie dort getauft wurde (Oma, Mutter, Tanten, mein Bruder und ich)

Ebenso ist es ein tierischer Huddel wenn ein Taufpate nicht aus der Gemeinde kommt.
Ich habe meine Oma genommen, sie musste einen Patenschein beantragen. Diesen musste sie aber nicht in ihrem Wohnorts-pfarramt beantragenm oder dort wo die Taufe war, sondern in ihrem Geburtsort (und da sie eine Hausgeburt war musste sie zu dem Pfarrer gehen der für das Dorf zuständig ist indem sie geboren wurde)

Und sie mussten dort in einem uraltem Buch mit ihm Blättern wo er dann rausgesucht hat wann sie geboren wurde, wann getauft, wann zur kommunion und sogar wann die kirchliche Hochzeit war. Wäre sie nicht zur Kommunion gegangen hätte sie keine Patin werden dürfen.

Ich dachte mir ehrlich ich blas den ganzen Scheiss ab, ich meine die sollen froh sein das heutzutage überhaupt noch einer Beitritt und Kinder taufen lässt. Und die kommen da mit Kriterien an, da wird jeder Diskotheken-Türsteher grün vor neid #aerger#aerger
Ganz ehrlich, bevor ich den Mist da nochmal durchmache wird Kind 2 nicht getauft #aerger

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Die Bürokratie ist natürlich lästig, aber grundsätzlich finde ich es absolut richtig, dass Kommunion bzw. Konfirmation Voraussetzung fürs Patenamt sind. Wer das Kind im christlichen Glauben begleiten soll, muß natürlich auch selbst Christ sein (und das nicht nur durch Babytaufe, sondern durch eigenes Bekenntnis).

Was genau bedeutet denn die Taufe für Dich?

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Hallo,

bei uns ist es so das der Opa bei beiden Pate ist.

Bei meiner Tochter sind noch mein Bruder und Cousine meines Mannes als Taufzeuge da die beiden auch nicht in der Kirche sind. War kein Problem bei uns. Ich würde schauen ob ihr evtl in der alten Kirche taufen lassen könnt. Bei uns ist das zumindest machbar das man in einem anderen Ort taufen kann.

lg emilylucy

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exakt das ist der grund, warum unsere 3 kinder nicht getauft wurden!
inzwischen ist eine unserer wunschpaten aber wieder in die kirche eingetreten (extra für uns). aber wir lassen die kinder jetzt selbst entscheiden, ob sie getauft werden wollen und welche konfession sie gerne hätten.
der große hat z.b. die gesamte grundschulzeit am kath. unterricht teilgenommen und jetzt auf der weiterführenden schule hat er sich für ev. entschieden. das gefällt ihm so gut, dass er gerne ev. getauft werden möchte.

lg

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Hallo!

Wir haben hier das Glück, dass unser Pfarrer da total offen ist. Es ist ihm egal, ob die Paten katholisch, evangelisch (...oder oder oder...) sind, es geht ihm darum, dass sie gut zum Kind sind und es in seiner Entwicklung begleiten. So waren seine Worte.

In meinem Heimatort wäre das auch nicht möglich gewesen, daher wäre meine erste Frage: Könntet ihr nicht in einem Nachbarort (o.ä.) taufen lassen, wo es einen Pfarrer/Pastor gibt, der da nicht so streng ist?

Wenn nicht, ist es natürlich schwierig. Irgendjemanden zu nehmen, finde ich auch nicht schön. Dann würde ich mit der Taufe wohl noch ein wenig warten...vielleicht tut sich dann ja doch noch was auf.

Lg.Nina

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Hallo,

bei meiner Tochter ist die Patin wieder eingetreten. Der Austritt war aus rein finanziellen Gründen erfolgt und sie fand es wichtig dieses christliche Amt zu übernehmen. Der andere Pate ist als Taufzeuge eingetragen.

Viele Grüße
die Landmaus

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Hallo,

wie weit wohnt Ihr von Eurem alten Wohnort jetzt weg?

Wäre es evtl. möglöich das Kind auch dort taufen zu lassen bei dem "lockeren" Pastor.

Dann müßte man ggf. keine anderen Paten suchen oder nur einen, der in der Kirche ist.

LG
kettka

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Wir haben für unseren Sohn 5 Paten. 3 sind nicht in der Kirche und zwei in der Kirche.
Die Pfarrerin wollte auch nicht das die Paten an der Taufe teilnehmen, die nicht in der Kirche sind. Wir haben dann hinterher nochmal auf der Feier in einer Rede deutlich gemacht wer alles Pate ist, warum wir die einzelnen Leute ausgewählt hatten und hatten für alle ein Geschenk. Für mich wäre es nicht in Frage gekommen jemanden nicht zu nehmen weil er/sie nicht in der Kirche ist #winke

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Wozu braucht man 5 Paten?

Welchen Hintergrund hat Eure Entscheidung?

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Hat sich so ergeben. In der Familie von meinem Mann ist es nicht ungewöhnlich viele Paten zu haben. Seine Tante hatte sich schon "angemeldet" das sie irgendwann mal Patin von einem Kind von uns werden möchte als wir noch ganz frisch zusammen waren ;-) Das sein Bruder Pate wird war klar weil es in der Familie Tradition ist den Bruder oder die Schwester beim Erstgeborenen zu nehmen. Zwei der Paten sind ein Paar. Das sind gute Freunde der Familie und sowas wir Familie für mich und ich möchte das sie auch zur Familie für meinen Sohn werden. Das meine Schwester auch noch Patin wurde ergab sich zufällig. Sie hat sich so gefreut Tante zu werden, hat extrem mit allem mit gefiebert und war emotional so arg dabei das ich es mir dann gewünscht habe das sie auch noch Pate wird.

Ich weiß das es recht ungewöhnlich ist so viele Paten zu haben. Bei uns ist es aber auch nicht so, dass Paten mehr Geschenke machen müssen. Ich möchte das die Paten einen besonderen Part in seinem Leben übernehmen, Ansprechpartner sind usw. Es geht hier also nicht um Geld oder so :-)

Für ein weiteres Kind würde ich auch zwei Paten wählen und mein Mann ebenso.

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Bei uns war es ähnlich: Alle waren entweder nicht in der Kirche oder katholisch. Haben am Ende umgesattelt auf eine evangelische Patin und eine katholische (katholisch geht, solange der andere Pate ev. ist), aber ich kann Dein Problem nachvollziehen.

Mein Mann und ich hatten immer wieder Diskussionen darüber. Er findet es engstirnig und "unchristlich", dass die Kirche da so streng ist. Ich persönlich kann den Standpunkt der Kirche verstehen: Schließlich feiert man bei der Taufe konkret die Aufnahme des Kindes in die Gemeinde. Dass dazu nur jemand "Pate stehen" kann, der selber auch Teil dieser Gemeinde (im weiteren Sinne) ist, erscheint mir logisch.

Andererseits verbinden die meisten Familien ja heute mit dem Patenamt viel mehr als nur das Religiöse: Patentante oder Patenonkel sollen einfach im Leben des Kindes eine besondere Rolle spielen und ihm zusätzlich zu Eltern und Familie als weitere erwachsene Vertrauensperson zur Seite stehen - eine schöne Tradition. Manche Kinder haben sogar "Paten", ohne getauft zu sein.

Deshalb vestehe ich völlig, dass Ihr gerne unabhängig von der Konfessionsfrage jemanden für Euch besonderen auswählen möchtet.

Ich finde, das eine schließt ja nicht das andere aus. Ein Kind kann ja unbegrenzt viele Paten haben. Dass eine Freundin nicht nur "auf dem Papier" das Amt übernehmen möchte, kann ich verstehen - niemand ist gern zweite Wahl oder Lückenbüßer. Aber Ihr könntet die Freundin ja bitten, EINE Patin zu sein, und ihr gleichzeitig auch sagen, dass es weitere, "inoffizielle" Paten geben wird.

Wir hatten auch überlegt, ob nicht ganz einfach die Großeltern die "offizellen" Paten sein könnten. Die spielen ja eh im Leben des Kindes eine besondere Rolle und sind eh bei der Taufe anwesend.

Eine weitere Möglichkeit: Wenn man selbst partout niemanden geeigneten findet, der auch in der Kirche ist, bieten viele Gemeinden die Möglichkeit, dass jemand aus der Gemeinde das Patenamt übernimmt. Natürlich sollte man auch dieser Person gegenüber nicht das "nur auf dem Papier" raushängen lassen - das gebietet ja einfach die Höflichkeit, wenn jemand Fremdes sich schon die Mühe macht. Ich würde demjenigen einfach sagen, dass Ihr Euch freuen würdet, wenn er die Taufpatenschaft übernimmt, und dass Ihr dazu noch weitere weltliche "Lebenspaten" haben werdet.

Man sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, dass diese "offiziellen" Paten dann auch bei der Tauffeier als Paten genannt werden, die Taufkerze anzünden usw. Also, so ganz "nur auf dem Papier" geht eh nicht. Ihr könntet den Pfarrer allerdings fragen, ob die inoffiziellen Pate ebenfalls genannt werden und vielleicht irgendwie in die Liturgie einbezogen werden könnten. Wenn er sie nicht als "Paten" nennen will, ginge eben zum Beispiel der oben schon genannte Begriff "Taufzeuge", oder aber man einigt sich auf eine freie Formulierung wie: "Zusätzlich möchte XY im Leben von Z eine besondere Rolle spielen".

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