Kur für Kind beantragen - keiner fühlt sich zuständig

Guten Morgen,

mein Sohn, 2 Jahre, leidet, seitdem er vier Monate alt ist, sehr stark an Neurodermitis. Auf Anraten der Kinderärztin möchte ich für ihn nun eine Kur beantragen und mein Mann oder ich wollen als Begleitperson mitfahren.

Das Problem ist, dass sie niemand zuständig fühlt und ich noch nicht mal den Antrag stellen kann. Die Krankenkasse verweist mich an den Rentenversicherungsträger und dieser dann wiederum an die Krankenkasse.

Daher meine Frage an diejenigen mit Erfahrung: Wo habt ihr den Antrag für euer Kind gestellt? Bzw. wo muss ich ihn denn stellen. Denn einer von beiden will mir einen Bären aufbinden.

Viele Grüße

1

Hallo,

versuchs doch mal damit:

http://www.muettergenesungswerk.de/antrag.html

Alles Gute

Heike

2

Hallo,

danke für den Link. Leider geht es dort um eine Mutter-Kind-Kur, bei der ja ich bzw. mein Mann der Patient wären und das Kind die Begleitperson.

Ich möchte ja aber eine beantragen, bei der mein Kind der Patient ist.

Zur Not probiere ich es dann noch mit dem Antrag einer Mutter-Kind-Kur, aber eigentlich muss ja auch für die andere Art Kur jemand zuständig sein.

Viele Grüße

7

Als ich damals einen Antrag auf Kinder Kur gestellt habe...sagte mir eine Bekannte beantrage lieber eine Mutter Kind Kur die hast du eher durch...

Nein....mein Kind braucht diese Kur und nicht ich...das wird manchmal echt falsch verstanden.

lg

3

Hallo
frag beim Hausarzt nach für den Antrag. Ich weis nicht wie es in Deutschland ist, aber in Luxemburg habe ich mir ein Dossier gemacht zu Abschicken, hatteehrere Atteste beigefügt, vom Dermatologen , vom allgemeinarzt und vom Psychologen wo noch mals beschrieben wird wiesehr dieses Leiden , dieser dtändige Juckreiz das Wohlbefinden beeinträchtigt und die Entwicklung hemmt, und auch ihr als Eltern mit einem Mehraufwand konfrontiert seid.
Naomi
ich war auf Föhr und es hat sich viel gebessert!!

4

Guten Morgen,

wir haben die gleiche Problematik wie ihr!
Wollte für meinen Sohn auch eine Kinderreha beantragen und wollte mir die entsprechenden Unterlagen von meiner Krankenkasse zu senden lassen.
Am Telefon wurde mir dies direkt ausgeredet, dass es in dem Alter nix bringen würde.
Unser Kinderarzt hat mir bestätigt, dass eine Kinderreha durchaus sinnvoll wäre.

Habe dann erfahren, dass es einfacher wäre eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen, wo man als Mutter Patient ist und das Kind Begleitkind, aber das Kind auch Anwendungen bekommt, wenn es notwendig ist.
Eine Mutter-Kind-Kur läuft über die Krankenkasse. War dann bei einem Kurberater der Caritas, damit er mir hilft. Wir mussten Widerspruch einlegen und ich wurde mehrmals von der zuständigen Sachbearbeiterin telefonisch belästigt.
Es wurden Gutachten anhand der vorliegenden Unterlagen erstellt (ohne mich persönlich zu sehen). Meinen Widerspruch habe ich aufrecht erhalten, bis ich doch entnervt aufgegeben habe.
Der nächste Schritt wäre gewesen, dass die Angelegenheit vor einen Ausschuß und dann vors Gericht gegangen wäre.

Mir wurde erzählt, dass es eine langwirige Sache wäre, bis eine entgültige Entscheidung gefällt werden würde.

Ende vom Lied: Keine Kur dieses Jahr (hatte nen Termin vom 3.12.-24.12.13).
Mir wurde von der netten Krankenkasse Dame verklickert, dass ich es im nächsten Jahr ruhig nochmal probieren könnte.

Wir haben bald U7 Untersuchung und dort werde ich die Kinderreha noch mal thematisieren.

Ach, fast vergessen: http://www.kinderkuren.caritas.de/23051.html
Vielleicht gibt es eine Beratungsstelle für Kinderkure in deiner Nähe.

Viel Glück!

LG

reike82

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Hallo,
da es ja ums bezahlen geht versuchen die KK genauso wie die RV sich zurückzuhalten...
Wir haben für unseren Schatz ne Reha bei der RV beantragt und mussten ein Attest vom Arzt und diverse Berichte ( KH-Aufenthalte usw ) vorlegen...

Ansonsten kannst du dich auch direkt an eine Klinik wenden ( z.B Santa Maria in Oberjoch ), die helfen auch gerne bei den Anträgen...

Und nicht entmutigen lassen ; die meisten Anträge werden erst mal pro forma abgelehnt...

LG #winke

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#sonne

Ich hatte den Antrag damals bei der Rentenversicherung gestellt....haben sich sehr lange Zeit gelassen...haben abgelehnt -mit der Begründung es würde die Krankheit ja nicht heilen:-[...wollten z.b. noch mehr Atteste und auch Lungenfunktionswerte von einem 1 1/2 jährigen#klatsch...es war die reine Schikane....leider habe ich es nach 2 weiteren Widersprüchen aufgegeben.

Plane jedoch nächstes Jahr eine Kur zu beantragen...unser Kleener ist jetzt 4 Jahre und diese Jahr kam raus das er zusätzlich zur Neurodermitis eine Pollenallergie und Haustaubmilbenallergie hat...ich werde den Antrag erstmal bei der KK stellen....sollte ich wieder abgewimmelt werden gehen ich zum Sozialverband die mir dann helfen die Ansprüche durchzubekommen.

Ich wundere mich immer wieder wie manche diese Anträge schnell durchbekommen? Was machen wir verkehrt?

Alles gute und lass dich nicht entmutigen und kämpfe für die Kur!!!

Lg Sabrina

9

Hallo,

unser Antrag wurde auch superschnell und ohne Probleme genehmigt...Von Antragstellung bis Kurbeginn sind gerademal 6 Wochen vergangen...
Warum das so ist hängt oft mit den Sachbearbeitern in den KK und RV zusammen, oder wie die Anträge gestellt werden...

In der Reha gabs für Eltern eine Infostunde inder es u a darum ging, wie Anträge bzw Folgeanträge gestellt werden... Oftmals reichen 1-2 Sätze bzw ein Verweis auf einen § um die Anträge durchzubekommen...

Leider werden viele - berechtigte Kuranträge - erstmal abgelehnt und man muß wirklich kämpfen...

Wir haben in der Kur Kinder kennengelernt, denen es sichtbar schlecht ging und die eine Krankheitsgeschichte hatten wo einem Angst und Bange werden konnte und trotdem mussten die Eltern bzw der Kinderarzt unzählige Anträge stellen und fast vors Sozialgericht gehen, bis ein Antrag endlich genehmigt wurde...

Wie schon geschrieben, man kann sich auch an die Kurklinik wenden, die helfen einem weiter...Denn die müssen auch schauen, daß ihr Haus voll wird und das geht nur, wenn genügend Anträge durch die KK oder RV genehmigt werden...

LG #winke und nicht aufgeben....Uns hat die Reha total viel gebracht....!!!

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#sonne

Vielen Dank für die aufmunternden Worte....das nächste mal werde ich auf jeden fall hartnäckiger bleiben#pro bin dieses Jahr auch im Sozialverband eingetreten...notfalls helfen die einen auch weiter.

>>>Wir haben in der Kur Kinder kennengelernt, denen es sichtbar schlecht ging und die eine Krankheitsgeschichte hatten wo einem Angst und Bange werden konnte und trotdem mussten die Eltern bzw der Kinderarzt unzählige Anträge stellen und fast vors Sozialgericht gehen, bis ein Antrag endlich genehmigt wurde...<<<

Das kann ich mir gut vorstellen....einfach nur schlimm wie mit jemanden umgegangen wird.

Lg Sabrina

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Vielen Dank für eure Antworten. Dass es nicht einfach werden wird, haben wir uns schon gedacht. Aber dass sie mich noch nicht mal den Antrag stellen lassen wollen, macht uns schon ein bisschen sprachlos.

Ihr habt mir echt weitergeholfen. Ich werde jetzt den Antrag beim Rentenversicherungsträger abgeben und mich mit den Stellen, die ihr mir empfohlen habt, in Verbindung setzen.

@sabrina1980: Ich weiß auch nicht, wie das einige machen, dass sie nicht in Widerspruch gehen müssen und kuren können. Meine Freundin hat einen Antrag gestellt und ihn sofort genehmigt bekommen. Im Januar fährt sie...

Viele Grüße

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Hallo!
Für eine Kinderreha, die für ein Kind mit Neurodermitis sehr sinnvoll sein kann, ist bei versicherungspflichtig beschäftigem Antragsteller der Rentenversicherer zuständig. Die Krankenkasse zahlt Kuren oder eben die Reha bei nicht versicherungspflichtig berufstätigem Antragsteller.

Wenn du bei der Rentenversicherung nach einer Kur gefragt hast, ist es kein Wunder, dass sie sich nicht zuständig fühlt. Wenn er Mitarbeiter der Krankenkasse Neurodermits gehört hat, meinte er wahrscheinlich dass eine Reha sinnvoll ist - und damit die Krankenkasse nicht zuständig.

Fordere beim Rentenversicherer Formulare für die Antrag einer Kinderreha an (gibt´s ggf. auch online) und gehe damit zu dem Arzt, bei dem du mit deinem Kind wegen der Neuro überwiegend bist (Hautarzt oder Kinderarzt). Du brauchst beim Kostenträger nicht nachfragen. Fordere einfach die Unterlagen an, mehr nicht. Die Unterlagen können sie dir nicht verweigern.

Sehr sinnvoll ist es auch, ein eigenes Begleitschreiben beizulegen. Es gibt zwei Punkte, bei denen die Reha in der Regel nicht abgelehnt wird.
1. Schreibe, dass du alle örtlichen Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft hast.
2. Schreibe, dass aufgrund der Erkrankung mit häufigen Fehlzeiten und Integrationsproblemen im Kindergarten und der Schule zu rechnen ist, was Auswirkungen auf die Integrations ins Ausbuldungs- und Berufsleben ist. Mit einer Reha sind weniger Ausfallzeiten zu erwarten.

Ich weiß, der letzte Punkt klingt bei einem so kleinen Kind abwegig. Aber der Rentenversicherer ist nunmal hauptsächlich für die Rente zuständig und hat zum Ziel. dass möglichst alle Menschen im erwerbsfähigen Alter einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Ist das aufgrund einer Erkrankung nur eingeschränkt möglich, ist das für den Rentenversucherer natürlich nachteilig.

Mit meinem kleinen Sohn war ich vor einem Jahr in der Klinik Santa Maria in Oberjoch wegen seiner Neurodermitis, Verdacht auf Asthma und diversen Allergien. Die Reha hat ihm sehr gutgetan. Er hat im letzten Winter kaum Erkältungen gehabt und keinen einzigen Neurodermitis-Schub mehr. Und wenn die Haut doch mal ganz leicht rot wird, weiß ich, wie wir gegensteuern können, um einen richtigen Scub zu vermeiden.

Viel Erfolg!
LG Silvia

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