Angst das mein Kind nicht mehr beachtet wird

Hallo ihr lieben.

Normalerweise lese ich nur mit aber heute muss ich mir auch mal was von der Seele schreiben.

Es geht um folgendes:
Die Mutter von meinem Freund wohnt gut 600 km entfernt von uns in Brandenburg und sieht unseren Sohn (bald 16 Monate) 1 bis 2 mal im Jahr.
Dieses Jahr im Sommer findet die Taufe statt und da hat sie schon angekündigt entweder zu seinem Geburtstag oder der Taufe zu kommen. Ist auch in Ordnung für uns, wir haben ja auch vor einmal in diesem Jahr zu ihr zu fahren.
Im großen und ganzen hat unser Sohn von der Oma halt nicht sehr viel und das stimmt uns auch manchmal traurig.
Sie lebt, nach ihrem eigenen Angaben, sehr nah an der "Armutsgrenze" da sie alleine das Haus finanzieren muss (sie bekommt Rente und geht noch nebenbei arbeiten). Deswegen gibt es für unseren kleinen auch nicht die größten und teuersten Geschenke.

Uns stört das nicht, da sie leidenschaftlich gerne für den kleinen strickt und näht. Das ist viel mehr Wert.

Die Schwester von meinem Freund wohnt gut 400 km entfernt von uns in Bayern.
Sie lebt bei ihrem Freund, der einen Bauernhof besitzt.
Nun ist es so, dass die Schwester mit Zwillingen grade schwanger ist. Wir freuen uns sehr für die beiden.

Jedoch fängt es jetzt schon an, dass Unterschiede gemacht werden obwohl die Kinder noch nicht da sind. Zur Taufe kommt die Schwester nicht, weil diese 8 Wochen vor errechneten et stattfindet. Da haben wir Verständnis für.
Falls die Zwillinge aber viel früher zur Welt kommen, kommt Oma auch nicht, weil sie 3 Wochen nach der Geburt auf den Hof fahren will (unseren Sohn hat sie zum ersten mal gesehen, da war er 8 Monate alt).
Auch soll ich die gestrickten Jacken und Pullover (die Geschenke von der Oma waren) zurück geben, damit nur noch ein Teil für die Zwillinge jeweils dazu gestrickt werden muss...

Mich stimmt das alles richtig traurig,unser Sohn hat noch nie viel von seiner Oma gehabt und es wird jetzt wohl darauf hinauslaufen, dass er jetzt hinten anstehen wird

Reagiere ich da über oder ist das ein normales Verhalten, wenn die Tochter Enkelkinder schenkt?

Lg und danke für Antworten.

1

Ich finde es klingt jetzt nicht sonderlich dramatisch.

Dass eine Mutter ihrer Tochter anders beisteht die Zwillinge erwartet als einer Schwiegertochter die ein Kind bekommt kann ich nachvollziehen. Auch wissen wir ja nichts darüber ob diese 400km möglicherweise auch einfacher zu bewältigen sind als die 600km zu euch oder warum sonst der Zeitpunkt zum Besuchen eures Kindes ein ungünstigerer gewesen sein mag.

Die Wiederverwendung der bereits gestrickten Kindersachen finde ich ausgesprochen praktisch und vermutlich hättet ihr der Schwester deines Freundes ohnehin eure Babysachen zur Verwendung angeboten!? So kenne ich es.

Ich würde mir nicht so viele Gedanken machen sondern den Dingen einfach ihren Lauf lassen.

Und btw...es liegt in der Natur der Dinge dass eine Mutter ihrer eigenen Tochter einfach näher steht als der Schwiegertochter ohne dass direkt böse Absicht unterstellt werden sollte.

4

Hallo.

Nein, ich unterstelle keine bösen Absichten. Ich bin auch der Meinung das man eine Tochter anders behandelt.
Es geht ja auch nicht darum ob sie ihre Tochter mehr in der Schwangerschaft unterstützt oder beschenkt.
Mir geht es um mein Kind, dass er jetzt schon (so macht es den Anschein) das 5. Rad am Wagen ist.
(Vielleicht wäre es besser gewesen noch zu erwähnen, dass die letzten beiden Telefonate kein mal nach dem kleinen gefragt wurde). Mir als Mutter tut es weh, dass er jetzt nicht mehr interessant zu sein scheint.

Wir verlangen nichts von der Oma (außer ihr erscheinen zur Taufe) und schon gar nicht große Geschenke oder dergleichen.

Und Nein, unsere Babykleidung bekommt sie nicht. Sie möchte es nicht, weil die Kleidung nicht in doppelter Ausführung ist und sie noch nicht weiß ob sie Jungs oder Mädchen bekommt.
Sie möchte generell nichts, auch nicht über Schwangerschaften reden weil sie ja zwei bekommt und es was anderes ist.

Mit den Stricksachen macht es mir was aus, weil es die einzigen Dinge (außer einem Fahrradsitz) sind, die wir von ihr bekommen haben.
Außerdem stört mich das "muss".

Von uns aus gesehen wohnt die Schwester 400 km weg und nicht von der Oma aus.
Außerdem finde ich die Anzahl der km nicht von belangen. Wenn man sein Enkelkind sehen will ist es doch eigentlich egal ob 400 oder 600 km.

Vielleicht formuliere ich meine Frage mal anders: werden die Kinder der Tochter mehr geliebt als die Kinder vom Sohn (denn so fühlt es sich jetzt hier an)?

5

"Wenn man sein Enkelkind sehen will ist es doch eigentlich egal ob 400 oder 600 km."

Doch, natürlich machen 200km einen Unterschied zumal die Mutter Deines Mannes ja nicht viel Geld hat wie Du schreibst.
Wenn Euch der Kontakt so wichtig ist, warum fahrt Ihr dann nicht öfter zu ihr?

weitere Kommentare laden
2

Hallo,

ich finde das normal.

Es ist ihre Tochter und sie will ihr beistehen, wenn sie ihre Zwillinge bekommt. Das ist in meinen Augen verständlich und nachvollziehbar.

Und wenn Sachen beim eigenen Kind zu klein geworden sind, kann man die doch innerhalb der Familie weiter geben.

GLG

3

Hallo,

ich kann schon ein bisschen nachvollziehen, dass man vergleicht und evtl. in deiner Situation auch etwas traurig ist.

Betrachtet man deine Geschichte aber als Außenstehender ohne Emotionen, liest sich das alles gar nicht so wild.

Mit Zwillingen ist es weitaus anstrengender als mit einem Kind. Vielleicht möchte sie ihre Tochter einfach unterstützen.

Ich sehe das nicht so, dass bereits Unterschiede gemacht werden. Der einzige Unterschied liegt darin, dass sie die Zwillinge früher besucht als euren Sohn. Weshalb das so ist, kann ich nicht beurteilen. Man sollte meiner Meinung nach aber auch nicht so vergleichen ("uns hast du erst nach 8 Monaten besucht usw"). Das schadet jedem Familienklima.

Die gestrickten Sachen braucht ihr doch auch nicht mehr, wenn sie eurem Kind nicht passen? Ich hätte diese ohnehin an Familie weiter verschenkt. Ihr könnt sie ja auch nur verleihen, falls ihr sie für euer nächstes Kind (wenn ihr denn noch eines wollt) aufheben möchtet. Das finde ich aber überhaupt nicht dramatisch.

Lass doch erstmal alles auf dich zukommen. Bisher benachteiligt sie meiner Meinung nach niemanden. Und wenn man schon von Anfang an mit so einer Einstellung an die Sache herangeht, sieht man auch eher Benachteiligungen, wo gar keine sind. Die Zwillinge sind doch noch nicht einmal geboren.

Viele Grüße

8

Und selbst wenn es so wäre...du könntest es nicht ändern, Liebe lässt sich nicht erzwingen. Aber grundsätzlich denke ich: abwarten und immer auch mal das eigene Handeln reflektieren.

10

Das eigene handeln reflektieren...?
Ich kann das nirgends einordnen.
Wie Handel ich denn deiner Meinung nach?

Ich wollte hier jetzt niemand aus unserer Familie hier virtuell fertig machen oder dergleichen sondern lediglich mal was loswerden wozu solche Foren ja gedacht sind.
Und vom Gefühl her habe ich Angst das mein Sohn im Schatten stehen wird. Es muss ja nicht sein.
Aber so ein Gefühl kann ich ja nicht ausknipsen

13

Naja, DU selbst beschwerst dich, kündigst aber an das ihr gedenkt die Strecke auch nur einmal in dem Jahr fahren zu wollen......

Ich finde es ist verzeihlich, wenn ältere Menschen nich mehr so weite Strecken fahren wollen oder können. bei jüngeren Personen sehe ich das jedoch ganz anders. Die können sich gut beim fahren abwechseln und gerade mit so ganz kleinen sind solche Strecken leichter zu packen, als mit größeren Kindern.

Aber es ist eben immer leicher mit dem Finger auf die ( Schwieger - ) Familie zu zeigen....

Es ist immerhin die Mutter deines Mannes..

Mein Freund wohnt 300 km entfernt, wir fahren die Distanz jedes WE

Agathe

11

hast du denn deine schwiegermutter eingeladen, drei wochen nach der entbindung bei dir zu leben und mit der versorgung des kindes zu helfen?

wenn das nicht der fall ist, dann kannst du die beiden sachen gar nicht vergleichen. sie fährt zu ihrer tochter, die nun alle hände voll zu tun haben wird und wahrscheinlich die volle unterstützung der mutter braucht.

das hat auch nichts damit zu tun, dass unterschiede gemacht werden, auch wenn du das so empfindest. aber sie fährt ja auch nicht hin um urlaub zu machen, sondern um ihrer tochter beizustehen, sich in ihrer rolle als zwillingsmutter zu finden, um sie im wochenbett zu unterstützen.

und ja, in diesem fall würde ich deiner schwägerin auch den vortritt geben. auch wenn du traurig bist, dass sie dann nicht bei der taufe dabei sein kann, aber es ist absolut verständlich.

vielleicht hat sie dich auch nur gefragt, ob du ihr die gestrickten sachen wieder geben kannst, weil du ja (jedenfalls zu zeit) keine verwendung dafür hast und so hat sie nicht ganz so viel arbeit, alles in doppelter ausführung zu nähen. oder willst du es aus prinzip nicht hergeben?

meine nichte erhält auch sehr viele sachen von uns, auch die, die wir von meiner schwiegermutter bekommen haben. schöne sachen oder die, die viel erinnerungswert haben, packe ich weg und bleiben bei uns. das versteht auch jeder, aber man muss es eben kommunizieren. meine schwägerin war mal ganz "heiß" auf eine selbstgemachte jacke und ich habe ihr eben erklärt, dass ich diese nicht weggeben möchte, da es das erste selbstgemachte stück ist und ich es gerne für meine maus aufheben möchte. vollstes verständnis und dafür habe ich ihr eben was anderes gemacht.

du solltest dich nicht ärgern und nicht alles so schwarz sehen.

liebe grüße

14

Hi,

ja, es ist ein Unterschied, ob die eigene Tochter oder nur die Schwiegertochter Kids bekommt. Die eigene Tochter steht einer Mutter doch viel Näher#verliebt.

Du hast zwar den ersten Enkel bekommen, bist aber selber nur eingeheiratet.

Mama und Tochter -das ist ein ganz anderes Verhältnis!

Und das sie soweit weg wohnt ist blöde, läßt sich aber nicht ändern. IHR seid eine Familie also ist das wichtiger als die Verwandtschaft.

Lisa

20

hallo,

das kann ich so nicht bestätigen.

ich gebe zu, das auch ich nach de rgeburt eher den zug zu meiner mutter hatte. da ich aber sehr liebe schwiegereltern habe udn auch wusste, dass sie liebevolle tolle großeltern sind, habe ich das gefühl einfach bei mir behalten. und ich kann behaupten, dass mein kind beiden großelternpaaren nahezu gleich nah steht. sie sind sehr unterschiedlich, aber beide lieben das enkelkind und bekamen von usn auch die möglichkeit dazu das auszuleben. ich hoffe, dass mein sohn auch mal eine frau wie mich findet, die da keine unterschiede macht. sonst wäre ich echt die dumme:-(

21

genauso ist es bei uns auch!

Meine Mutter und meine Schwiegereltern sind wirklich sehr unterschiedlich! Aber nichtsdestotrotz - die Kinder sind bei beiden Großeltern gerne. Und das ist auch gut so!

ICh hoffe auch, dass ich später nicht nur die Kinder meiner Tochter sondern auch die meines Sohnes zu sehen bekomme...

LG
Frauke

weitere Kommentare laden
15

hallo,

ich mag nur noch was zur fahrt sagen.

auf der einen seite muckierst du dich das sie nicht öfters etwas von ihrem enkelkind hat und das sie finanziell nicht so gut gestellt ist und auf der anderen seite nimmst du deine familie in schutz das ihr auch nicht öfters fahren könnt.

wieso teilt ihr euch nicht die fahrten, so ist es nicht immer so viel auf einmal und man kann das vll. einmal im quartal zusammen wuppen.

der kv meines sohnes kommt von euch dort unten und wir selbst wohnen in brandenburg. eine strecke kostete mit dem auto um die 150 die er verbrauchte, das durch zwei ist machbar oder nicht?

mfg

16

Hallo,

Vorschlag 1: Taufe am ersten Geburtstag feiern (oder am nächstliegenden Wochenende). Dann braucht Oma nur einmal anreisen, Ihr erspart Euch eine der beiden Feiern und der Pfarrer wird sich über "einen großen Täufling" freuen. (Meine beiden Töchter wurden jeweils am 1. Geburtstag getauft mit anschließender großer Feier, 1. Geburtstag und Tauftorte etc. .....)

Vorschlag 2: "Oma", die gestrickten Sachen möchte ich nicht retournieren, da sie leider Flecken abbekommen haben und ich nicht möchte, dass die Kids von .... "fleckige Sachen" tragen müssen .... (Notlüge) oder nein, die gestrickten Sachen möchte ich als Unikat für meinen Sohn behalten ... Punkt !!

Idee 3: Das eine Frau, die auf einem Bauernhof lebt, ziemlich viel Arbeit hat, sollte Dir klar sein. Das da die eigene Mutter (Oma) anreist und bei der Betreuung der Zwillinge und vielleicht auch im Haushalt hilft, sollte selbstverständlich sein und Dich nicht eifersüchtig machen. Gegebenenfalls kannst Du auch Hilfe anbieten, dabei auch gleich die Neugeborenen besuchen, ein Besuch Deines Sohnes bei der Oma wäre auch gleich miterledigt ....

Siehtst Du, alles nur eine Sache, wie man an Dinge herangeht anstelle von eifersüchtig zu sehen, wo meines Erachtens kein Grund dazu besteht ....

LG

17

Hi,

ich kann dich schon irgendwie verstehen, da es mir auch nicht anders geht.

Ich habe keinen Kontakt zu meiner Mutter und wir wohnen 10 Minuten von meinen SE entfernt. Das Kind meiner Schwägerin wird auch grenzenlos bevorzugt. Ihr kleiner Sohn wird tagtäglich betreut. Wenn meine Kinder mal die Oma sehen wollen, braucht es dazu 3 Wochen Anlauf für die Terminplanung. Mit dem Kleinen meiner Schwägerin wird gespielt und spazieren gegangen. Meine bekommen Süßes und werden vor den TV gesetzt. Solche Beispiele gibt es viele....

GSD sind meine Kinder noch so klein, das sie es schlichtweg nicht merken und zudem sehen sie ihre Großeltern nur alle paar Wochen so dass mich Ihre Art mit meinen Kinder umzugehen weniger stört aber zu sehen das solche Unterschiede gemacht werden tut schon auch dem Mutterherz weh.

Bei euch ist es aber doch im Grunde so das deinem Sohn dadurch kein Nachteil entsteht. Er sieht die Oma nur alle paar Monate einmal und weiß auch nicht das seine Cousins/Cousinen evtl. mehr von ihr haben.

Wenn du dir und deinem Kind was gutes tun willst, dann vergiss solche Vergleiche und lass die Oma tun und lassen was sie will. Interesse am Enkel kannst du nicht erzwingen.

LG