Wieviel Geld für Versorgung der Oma?

Hallo ihr Lieben,

meine Oma(88J.) wird immer mehr zum Pflegefall. Das heißt für meine Eltern, sie braucht mehr Hilfe von ihnen.

Vorgeschichte: Bis vor einem 3/4 Jahr machte sie ihren Haushalt komplett alleine, dann ist sie im Bad gefallen und hat sich den Oberschenkel gebrochen, sie wurde operiert, durch die Narkose fiel das erste Mal auf, das sie etwas verwirrt war(wusste Datum und Jahr) nicht. Sie musste noch mehrmals operiert werden(u.a. wegen ihrer Venen und sie bekam einen Hautlappen auf ihren Dekubitus gesetzt), ich glaub 4 Mal. Jedesmal hatten wir das Gefühl, das ihre Verwirrtheit zunahm.

Richtig heftig wurde es als sie nach 5 Monaten nach Hause kam, sie fand sich nicht mehr zurecht, wollte zum schlafen ins Wohnzimmer. Mein hat fast geheult, als er mit ihr das erste Mal einkaufen gefahren ist. Sie kamen an dem alten Haus her, wo sie vor über 40 Jahren gewohnt hat, sie war der festen Überzeugung, das sie da immer noch wohnt, und hat ihm ins Lenkrad gegriffen weil er nicht angehalten hat.

Irgend wann machte sie dem Postboten nackt die Tür auf, hatte vergessen sii noch am anziehen war. Um nur ein paar Dinge zu erwähnen
Nach ein paar Wochen zu Hause besserte es sich etwas.

Sie konnte sich aber auch weiterhin alleine nicht mehr duschen und ihren Haushalt schaffte sie auch nicht mehr.

Meine Mutter übernahm dies, außer Pflege, dafür kommt ein Pflegedienst, aber alles andere macht sie: Einkaufen, Wäsche, Putzen, steht auch schon mal Nachts auf, wenn sie nicht allein vom Klo aufstehen kann(kommt ein- zwei Mal in der Woche vor)
Mein Vater fährt sie zum Arzt, zur Lymphdrainage (schreibt man das so), zu ihren Schwestern, und wo sie sonst noch hin möchte.
Ab und zu übernehme auch ich mal was davon, um meine Eltern zu entlassen, aber mit noch 4 Pflegekindern und Job ist dies nur bedingt möglich.

Meine Eltern bekommen von ihr 300 Euro im Monat, ich finde zu Recht. Wenn sie noch mehr Hilfe von Außen kriegen würde, wäre das viel teurer.

So jetzt kommen ich zum Problem.
Mein Onkel und sein Freund sind zu Besuch, und meine Oma muss wohl erzählt haben, dass sie meinen Eltern Geld für ihre Versorgung gibt. Damit waren sie so überhaupt nicht einverstanden, dies wäre viel zu viel, dafür hätten sie doch das Haus und das Grundstück gekriegt, in dem Vertrag würde doch drin stehen, dass sie sich kümmern müssten usw.

Dazu solltet ihr noch wissen, dass mein Onkel ausbezahlt wurde im höheren 6 stelligen Bereich, und er mit dem Geld machen konnte was er wollte(wahrscheinlich hat das die Bank für seine Schulden genommen), und sich um jetzt nichts kümmern muss.

Ich weiß nicht genau was in dem Erbschaftsvertrag, oder was auch immer das ist, genau steht, aber mir wurde gesagt, dass sie Wohnrecht auf Lebenszeit hat(Mietfrei,nur Nebenkosten zahlt sie), und meine Eltern sie um die Beerdigung kümmern müssen, und falls sie Pflege benötigt, eine anständige Versorgung gewährleisten. Ich denke diese Punkte erfüllen sie, wie und in welcher Form steht da nicht drin.

Meine Mutter ist grad stinksauer zu mir nach oben gekommen, und wollte wissen, was ich davon halte. Ich finde die Regelung gut, würde aber auch gerne von euch wissen, was ihr denkt.
Ist 300 Euro zu viel? Welcher Betrag wäre ansonsten angebracht?

Vielen Dank fürs Lesen, ist doch länger geworden wie ich dachte.

Liebe Grüße Bene
Sind 300 Euro

2

Hallo bene,

Du schreibst ja selbst, dass man zur Einschätzung den Vertrag genauer kennen müßte. Dort scheint es ja geregelt zu sein.
Außerdem äußert Dein Onkel ja, dass es zu viel an Geldleistung wäre. Er stellt wohl nur die Höhe in Frage..

Ganz im Ernst, m.M. würde bei uns da gar kein Geld fliesen.

Oder hat Deine Mutter bzw. Dein Vater im Kindesalter Geld zur Pflege an Deine Oma gezahlt?
Mit dem Haus & dem Grundstück sind Deine Eltern eigentlich schon "abgefunden", nun zusätzlich noch Geld nehmen für etwas, was wohl sogar im Vetrag fixiert ist, macht mich stutzig & klar, wird Dein Onkel da mal nachfragen - weiß er denn, ob Oma in Ihrem Zustand die Höhe überhaupt richtig erzählt hat????

Warum besprecht Ihr sowas nicht zusammen in der Familie, dann bleiben solche Nachwirkungen aus....

Beruhigende Grüße an Deine Mum :-)

4

Hallo einstein99!

Tja, meine Eltern haben ihn wohl nie drauf angesprochen, weil es ihm meist eh egal war. Er kommt meist eh nur 1-2-Mal im Jahr vorbei, und ist nach max.2 Stunden wieder verschwunden.Außerdem hat er ja von meinen Eltern Geld ausgezahlt bekommen, weil sie das Haus bekamen. Laut meiner Mutter 420000 €(nur für das bebaute Grundstück, den Rest haben sie meinem Opa regulär abgekauft), vor ca. einem Jahr haben mein Mann und ich ein Gutachten über das ganze Grundstück machen lassen, für das bebaute Grundstück kam eine Summe von grad mal 190000 Euro raus. #kratz Da passt doch was nicht, oder?
Aber wenn ich meine Mutter gerade richtig Verstanden habe, geht das meiste Geld wohl für Autofahrten und Einkäufe drauf.

Und wenn ich mir überlege, was es meine Oma kosten würde eine Haushaltshilfe einzustellen und was es kostet wenn sie min. 4* die Woche mit dem Taxi fahren würde, puh, da wären wir dann schon bei 500 - 600 Euro, plus die Einkäufe.

Und wenn ich dann beachte, dass meine Eltern so gut wie kein Privatleben mehr haben.

Ist das schon gerechtfertigt. Mein Onkel ist ja "frei", jetet in der Welt rum, geniesst sein Leben, und eine kleine Entlohnung sollte schon sein. Auch wenn es Familie ist. Und meine Oma hat das Geld, wäre was anderes wenn sie nichts hätte, aber meine Eltern können doch nicht 2 Haushalte bezahlen. Hab mich oben vielleicht nicht so genau ausgedrückt. #sorry

Und Nachfragen darf er, aber der Ton macht die Musik! Wie so immer bei ihm!

Ich selbst hätte mich auf diesen Deal nie eingelassen, weil es für mich was mir Zwang zu tun hat, und zwingen lasse ich mich nicht. Wenn ich was mache, dann freiwillig.

LG Bene

P:S. Sie hat sich beruhigt, jetzt sucht sie den Vertrag raus.

6

Hab den Vertrag vor mir liegen, da steht nur was von Lebenslangen Wohnrecht drin, und das sie die Beerdigung organisieren müssen. Es steht devinitiv nicht drin, dass sie für die Pflege zuständig sind, und alle Kosten tragen müssen.

Ich werde ihm jetzt erst mal den Vertrag unter die Nase halten, und ihn Fragen was er sich dabei denkt, denn immer wenn er da ist, wirbelt er hier alles auf.

weitere Kommentare laden
1

Sorry für die R- Feheler#hicks, sich zu Konzentrieren, meine Mutter zu beruhigen(rennt wie ein aufgescheuchtes Huhn im Zimmer rum) und zahnenden Säugling trösten, ist verdammt schwer. #schwitz

3

Bevor meine Oma ins Heim kam hatte sie einen Pflegedienst und eine Nachbarin hat sie so unterstützt wie es Deine Eltern tun, sie bekam 10€ die Stunde.

Ich finde 300€ nicht zu viel, käme Hilfe von außen wäre das viel teurer, könnt Ihr Eurem Onkel ja mal vorrechnen!

LG

5

Hallo alkesh,

das mit dem Vorrechnen ist eine gute Idee, da bleibt doch fast nichts übrig, wenn man Spritgeld und Einkäufe abzieht.

LG Bene

54

eben!! Ein Nachbarin würde dafür "eingestellt" aber die eigene Kinder sind nicht Nachbarn! Ich glaube, so viel Nächstenliebe mit den eigenen Eltern sollte schon vorhanden sein, dass man sie im Alter pflegt, wenn die Möglichkeit dazu besteht.

weitere Kommentare laden
12

Ich finde 300 Euro verdammt wenig.
Dein Onkel hat wohl keinen blassen Schimmer wie viel Arbeit das alles macht!

Erkundigt euch doch mal und macht die Gegenrechnung!
Deine Oma könnte definitiv nicht alleine im Haus bleiben, da sie z.T. auch Nachts auf Hilfe angewiesen ist. Also müsste man rein finanziell zumindest mit einer Pflegekraft aus Polen rechnen. Das beläuft sich meines Wissens so auf 1000 bis 1400 Euro. Im Pflegeheim wird es dann so richtig teuer....

Ich würde zuerst damit beginnen Tagebuch über die Arbeiten und Betreuungszeiten zu führen, mit Zeitangabe, alles zusammenrechnen,und mal den Stundenlohn ausrechnen, Spritgeld dazu (30 ct pro Km sind üblich) und fragen, ob er die Arbeit gerne hätte!

#winke

13

Danke für deine Antwort.

Ich denke die Kosten ausrechnen ist gut, so hat jeder einen Überblick.

Mit Arbeit hat er es überhaupt nicht, und Ahnung wohl auch keine.
Meinen Eltern bleibt ja nur minimal was übrig, sie ziehen ja nun keinen wirklichen Nutzen daraus.

LG Bene

19

300 € ist ganz schön wenig... #kratz#gruebel

22

Ich sehe es nicht als Bezahlung sondern als Dankeschön.
Wenn deine Eltern sich bezahlen ließen wäre es weitaus mehr.

Aber dein Onkel kann deine Eltern gerne entlasten indem er alle Chauffeur Dienste übernimmt. :-p Gratis !

Respekt für deine Eltern !!! Ich habe sehr früh gesagt das ich mich NIE um meine Schwiegereltern kümmern werde. Ich habe gesehn wie meine Mutter sich kaputt gemacht hat bei meiner Oma. Meine Mutter hat ein "Pflege Testament " gemacht, sie möchte auf keinen fall Zuhause gepflegt werden, wenn es nicht mehr geht möchte sie in ein Pflegeheim.

23

Erstmal finde ich es toll dass deine Eltern die "Pflege" übernehmen und sich um deine Großmutter kümmern!

Ich kann nur von meiner Familie ausgehen und es war völlig klar das bei uns kein Geld fließt! Benzingeld finde ich völlig ok, aber den Rest würde ich mir persönlich nicht bezahlen lassen! Entweder ich pflege meine Mutter weil ich es möchte oder nicht. Oder hat sie noch sonstige Ausgaben außer Sprit durch deine Oma?!

Bei uns war es so dass meine Eltern und ich uns um die Pflege von Oma und später auch Opa gekümmert haben. War nicht einfach, aber wir wollten es alle so! Meinte Tanten haben sich aber natürlich auch gekümmert! Mal eine Arztfahrt übernommen, Lebensmitteleinkäufe erledigt etc. Aber auch bei uns wurden die Tanten ausbezahlt, sowie das Wohnrecht und die spätere Pflege notariell festgelegt!

Sei mir nicht böse, aber es geht Euch doch gar nichts an was er mit seinem Geld gemacht hat! Auch die Höhe spielt keine direkte Rolle! Wenn er eine 6-stellige Summe bekommen hat wird auch das Haus einen dementsprechenden Wert haben! Ich bezweifle das deine Eltern damals zu kurz kamen sonst hätten sie den Notarvertrag wohl kaum unterschrieben.

Ansonsten ist es die Sache deiner Großmutter deinen Eltern Geld zu geben und geht deinen Onkel theoretisch nichts an, aber ein fader Beigeschmackt bleibt da sicher!

Es muss aber natürlich jede Familie für sich selbst entscheiden! Wir hätten es definitiv anders gelöst! Dafür sind wir eine Familie!

Alles Gute!

Wukie

25

Kann es sein, dass du einen Rückzieher gemacht hast mit den 300 Euro und erst im Nachhinein dachtest, es sieht besser aus, wenn du schreibst, dass da Medikamente und Lebensmittel bei sind? So gesehen sind 300 Euro nämlich eine Lachnummer.

DEN Service möchte ich auch haben, für 300 Euro alles erledigt zu bekommen, incl Taxidienste.

26

Ich hab nur von Lebensmittel und Fahrtkosten geschrieben, Medikamenten zuzahlen muß sie nicht, hat eine Freistellung.

Ich habe nur genauer geschrieben, weil vorher hatte ich in der doch Recht hitzigen Situation nicht genau genug geschrieben.

Ich habe auch geschrieben, das meine Mutter noch je nach Ausgaben 30 -80 Euro übrig hat, die sie zwar meistens nicht ausgibt(auch nicht für sich), könnte sie aber wenn sie wollte.

Sie könnte wahrscheinlich mehr verlangen, tut sie aber nicht. Für mich hat sie die A-Karte gezogen. Ich würde das so auch nicht machen. Auch das habe ich so schon mehrmals geschrieben.

27

Ich habe nur den Anfang gelesen und mir ging schon der Hut hoch!

Sorry ich kann eure ganze Familie nicht verstehen.

Meiner Oma geht es ähnlich nur sie ist geistig voll da nur meine Mutter hat noch leichte Demenz.

Ich habe meine Oma hier Pflege sie , bade sie und wische ihren Dreck weg, putze bei den Eltern und Schwiegereltern, fahre alle zu Arzten, Einkaufen und sonst wohin, wir halten ihre beiden Häuser in schuß und ich koche täglich,für Sie Kaffeetrinken und teils Abendbrot gibt es auch bei uns.

Und ich würde nie auf die idee kommen dafür Geld zu nehmen!
Ich bekomme von jedem Paar 100 euro Essengeld weil Sie das so wollen.

Ich finde was deine Mutter macht ist nicht viel, waschen muß sie sowieso genauso wie Einkaufen.Die "Dreckssarbeit" Wie waschen, Verbinden,windeln und was weiß ich was bei euch noch ist,läßt sie ja von den Pflegedienst erledigen.

So wie du beschreibst kann sie allein nicht mehr, deine Eltern machen nur das nötigste wollen das noch bezahlt haben.Für mich gehört deine Oma in Betreutes Wohnen oder in ein Heim.

Ich finde eure Familie ist durch die Bank weg Geldgierig.

Wenn deine Oma schlau wäre würde sie jetzt die Zeit aufrechnen die sie für deine Mutter und vielleicht für dich investiert hat. Sie hat mehr für deine Mutter getan als das was deine Mutter jetzt macht,und hat es gern gemacht weil sie ihre Tochter liebt.

Ich würde mich schämen von meinen Eltern Geld zu verlangen.

Und wenn jetzt kommt das sie das aus finnanzieller Not nehmenn müssen(klingt aber nicht so) dann kann ich nur sagen. Putzten , Waschen, und mal Nacht aufstehen wird ja nicht sooo teuer sein.
Da sie ja Pflegefall ist und bestimmt auch Pflegegeld bekommt, bekommt sie auch Fahrtgeld so das sie kostenlos mit dem Taxi fahren kann,oder sie tritt bei den Arbeiter -Samariter-Bund ein dort bezahlt sie Monatlich 10 Euro und wird auch für Privatfahren gefahren.(ob das jetzt noch 10 Euro kostet kann ich nicht sagen, vor 3 Jahren war es noch so)

<<<<......dafür hätten sie doch das Haus und dasGrundstück gekriegt, in dem Vertrag würde doch drin stehen, dass sie sich kümmern müssten usw.......>>>>

Ich finde das so Arm .Nehmen ja, geben nein!

VG 280869

35

Der Hut geht mir bei deiner Antwort auch hoch. Lese doch bitte alles, bevor du etwas schreibst was so nicht stimmt. ;meiner Mutter bleibt davon nur ein kleines Taschengeld.

Meine Onkel wurde übrigens ausbezahlt, mit viel mehr, wie die Sache eigentlich noch Wert ist.
- Meine Mutter ist ihre S- Tochter, ich kann mich nicht dran erinnern, dass ich als Kind viel von meiner Oma hatte, aber das steht hier nicht zur Debatte.

Ich finde das so Arm .Nehmen ja, geben nein!

Woher willst du wissen das meine Mutter ihr nie was gegeben hat?

BITTE VORHER DURCHLESEN!!

49

100% deiner meinung!!!

weitere Kommentare laden