Bruder möchte nicht, dass Oma auf zwei Kinder aufpasst

Bisher war ich immer stille Mitleserin, aber letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit meinem Bruder und ich bin echt sauer! Ich hoffe, auf ein bisschen Input von euch, ob ich jetzt maßlos übertreibe oder wie ich mit der Situation umgehen soll.

Mein Bruder hat einen Sohn. Er wird jetzt zwei Jahre alt. Wir haben ebenfalls einen Sohn, er ist ein Jahr alt. Ich möchte gerne in absehbarer Zeit wieder arbeiten. Ich kann in Teilzeit in meine alte Firma zurück, leider habe ich keinen Kita Platz bekommen. Jetzt hat sich die Oma angeboten, drei Tage in der Woche auf meinen Sohn aufzupassen. Sie betreut ebenfalls den Sohn meines Bruders und so wäre das kein Problem.
Jetzt hat mich letzte Woche mein Bruder angerufen und gesagt, dass er nicht möchte, dass unser Sohn an denselben Tagen betreut wird, wie sein Sohn. Die Oma könnte sicher nicht auf zwei Kinder aufpassen. Da sein Sohn ja schon Laufen könnte, wäre das ja echt gefährlich, wenn die Oma nicht immer nach ihm schauen kann. Zudem könnte die Oma ja gar nicht mit beiden Kindern zur selben Zeit raus. Er möchte mich doch bitten, dass mein Kind nicht zur selben Zeit kommt. Es würde ja auch gute Gründe geben, warum Kleinkinder und Säuglinge in Kitas getrennt wären. Man könnte ja nicht auf beide Bedürfnisse eingehen...
Ich war echt perplex und hätte mir echt gewünscht, dass ich etwas schlagfertiger bin. Habe nur erwidert, dass ich es schön finden würde, wenn die Jungs zusammen spielten und die Oma ja entscheidet, ob sie auf zwei Kinder aufpassen möchte oder nicht.

Mir geht das Thema nicht mehr aus dem Kopf und ich könnte platzen vor Wut. So ein Verhalten ist doch nicht normal, oder?

Danke schon mal für die Denkanregungen und viele Grüße

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Letztendlich ist das die Entscheidung Deiner Mutter. wenn sie beide nehmen will, Dein Bruder das aber nicht möchte, dann kann er für sein Kind ja eine andere Betreuungsmöglichkeit suchen...

Andererseits finde ich es nie gut, wenn Großmütter so in die Pflicht genommen werden...

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Die Oma muss ja nicht. Sie möchte ihre beiden Enkelkinder gerne sehen und hat es angeboten. Sonst hätte ich weiter nach einer Tagesmutter oder so gesucht und den Arbeitsbeginn weiter verschoben.

Ich finde es halt krass, dass meine Mutter das anbietet und mein Bruder das nicht will. Die Kinder könnten miteinander spielen und hätten so auch gleich soziale Kontakte zu anderen Kindern

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Die Oma hat es von sich aus angeboten...da wird sie nicht in die "Pflicht" genommen.

Es gibt eine Menge Familien wo das selbstverständlich ist und gerne füreinander gemacht wird.

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Nun,

wie alt ist die Oma denn?

Ich kann mir vorstellen das die Oma erst mal nicht zugeben würde wenn es ihr zuviel ist und dein Bruder es nur gut gemeint hat.

Ihr habt beide ein Kind und seid jung.

Ich finde 1 und 3 auch stressig wenn sie z.B. nicht mehr gut sehen,laufen,hören könnte.

l.G

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Sorry, da hab ich mich falsch ausgedrückt. Die Oma ist meine Mutter (d.h. die Oma der Kinder) und fit. Sie ist 50 Jahre alt

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Hallo,

es kommt drauf an wie sie sich fühlt und ob sie es sich zutraut.

50 ist sicher kein Alter.

Ich hätte jetzt nach der Aussage deines Bruders an eine 70 + alte Frau in meinen Gedanken.

Sprich doch mit deiner Mutter über die Bedenken deines Bruders,sie ist doch mündig und alt genun zu sagen" nett das ihr euch Gedanken macht aber ich möchte das gerne machen" sicher kommt noch ein " euch beide hab ich ja auch groß gezogen"

l.G

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Hallo,

also ich denke auch, das muss Deine Mutter schon selbst entscheiden.

Das Argument:

>>Es würde ja auch gute Gründe geben, warum Kleinkinder und Säuglinge in Kitas getrennt wären. Man könnte ja nicht auf beide Bedürfnisse eingehen...<<

ist nicht haltbar. Bei uns in der Krippe sind die Kinder vom 1 Jahr bis 3 zusammen.

Geht wunderbar ;-)

Was allerdings sein kann: Deine Mutter hat evtl. durchaus Bedenken ob sie das schafft, sich zutraut, will, hat vielleicht auch gegenüber Deinem Bruder was angedeutet aber will Dir auch nicht absagen. Fühlt sich bissel "genötigt" weil sie ja auch das andere Kind hat und will ja schon Gleichberechtigung.

Ähnlich gehts nämlich grad meiner Mutter. Mein Bruder hat auch einen Sohn, der wird nächstes Jahr 1 Jahr alt, da will meine Schwägerin wieder halbtags arbeiten. Die Eiern so rum, haben meine Mutter quasie gefragt ob Sie den Kleinen da nehmen könne, sie sei ja eh zuhause etc... und mein Dad ja jetzt auch. Sie hat erstmal zugesagt, ja sehen wir mal, das würde schon gehen. Aber sie hat sich mir anvertraut und eigentlich fühlt sie sich nicht wirklich wohl dabei. Ist doch ne Verpflichtung, können dann auch nciht mehr Spontan mal weg fahren etc. Was sie durchaus machen.

Argument wäre, ist ja nur mal für 1 Jahr... Ich meinte nur zu Ihr, wenn Du jetzt schon Bedenken hast sei Ehrlich! Dann sollen sie nach nen Krippenplatz etc schauen, auch wenns nicht die ganze Zeit ist... kannst den Kleinen ja dann zum Mittagesses / schlafen holen. Und dann ist ja Mama wieder da. Aber JEDEN Tag den Kleinen morgens haben...

Ich würde das so nicht wollen, zumal ich mcih ungern abhängig mache auf solche Art. Wenns ie meine kleine mal nehmen, WE oder auch Schließtag der Krippe ist super, sollte es mal nicht passen ist auch gut. Bekommen wir geregelt. Wenn irgendwann mal was sein sollte, Streit etc...
Und dann hat meine Mam ja noch Ihre Mutter die auch sehr viel Aufmerksamkeit braucht, wohnt zwar noch alleine (81) aber ohne regelmässige Besuche, Einkaufen, Putzen... ginge das auch nciht.

Manchmal fühlen sich Eltern einfach "verpflichtet" etwas zu machen ohne dass sie da selbst 100% überzeugt sind...

Rede in Ruhe selbst nochmal mit Deiner Mutter ob es Ihr wirklich Recht ist oder ob sie selbst doch irgendwelche Bedenken hat.

Ich habe meiner Mam nur geraten, sich das nochmal durch den Kopf gehen zu lassen und abzuwägen. Und wenn sie es nicht machen will ehrlich sein. Dafür kann Ihr keiner den Kopf abreisen. Sie nimmt den Kleinen ja so schon sehr oft stundenweise. Aber jetzt ist es noch so, entweder sie hat Zeit und sagt ja, oder auch mal nciht. Später ist es ein MUSS. Zumal sie noch nen 400 € Job hat, mein Dad dann keinen Job mehr annehmen könnte wenn Sie den nicht aufgibt. Er aber doch gern bissel was noch machen wollen würde und dazu verdienen zu seine Pension. Doch beide sagte erst, wird schon irgendwie werden... Beide mit nem leicht unguten Gefühl.

LG Cordu

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Achso,

was meine Mam selbst noch gesagt hat.

Bei Ihr läuft natürlich das Kind dann auch irgendwie "nebenher" im Alltag.

Die Aufmerksamkeit wie z.B meine Kleine in der Krippe bekommt mit Basteln, Ausflüge, spielen etc... das könne Sie nicht leisten. (Ich auch nicht jeden Tag ;-) )

Daher wäre es bestimmt auch für den Kleinen schön zumindest Stundenweise unter anderen Kind zu sein und "Programm" zu haben.

Sie sieht das halt an meiner KLeinen, die Ihre Krippe liebt, die da auch serh viel mit den Kindern machen udn für die Kinder. Aber nicht jede Einrichtung ist so, das musste ich auch lernen :-(

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Hallo!

Familienkonferenz einläuten (deine Mutter, dein Bruder und du) und sachlich über alles reden.

LG

Susanne

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#rofl

dein Bruder ist witzig :-) wie machen denn das Mütter die ihre Kinder kurz hintereinander bekommen, Mehrlingseltern, Tagesmütter?
Müssen diese umgehend alle Kinder bis auf eines weggeben???

Ich würde mal schauen was die wahre Motivation deines Bruders ist!
Vielleicht Angst dass ihr Junior beim "teilen" der Aufmerksamkeit Probleme hat?

Wenn dein Vater eine 1:1 Betreuung für sein Kind wünscht dann müss er eben ein Kindermädchen einstellen :-p

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Ich glaube auch, dass er denkt, dass sein Kind zu kurz kommt. Darum geht es oft. Es gibt oft Vergleiche: Was kann welches Kind, wie oft kommt die Oma, wer verdient mehr Geld von uns usw.

Wenn ich das mit dem Kindermädchen vorschlage, wird er sicher sauer sein und so schauen #schmoll. Obwohl du ja recht hast!!!

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Tja dann hat der Gute Pech gehabt, beide Kinder haben eben eure Mutter als Oma und BEIDE ihr Recht darauf

Ich finde es schon ziemlich bezeichnend , wie er an dem Urteilsvermögen eurer Mutter zweifelt.
Wenn das in dem Alter eines meiner Kinder tuen würde, würde ich sie das erste Mal in ihrem Leben übers Knie legen... echt mal...

Wir vergleichen unsere Kinder auch, aber nicht in Form eines Wettstreites.
Wer was verdient ist uns ziemlich egal, muss jeder selber klar kommen.
Welches Lebensmodell...da hat jeder von uns seine eigene Meinung.
Und die Oma ...och die hat meine Kinder so was von selten besucht und sie hatte sowas von wenig Interesse, dass ich sie von diesen Pflichtveranstaltungen erlöst habe.
Ich habe den Kontakt zu ihr komlett abgebrochen.

Sie hat es sich wirklich schwer verdient ;-)

Auch wenn bei euch so eine unterschwellige Rivalität herrscht , würde ich mal schauen wo die Ängste deines Bruders liegen und sie auch ernst nehmen.
Vielleicht hat sich dein Bruder ja als Kind von deiner Mutter zu wenig anerkannt/geliebt gefühlt...
Auch wenn es nicht deine Probleme sind- er ist dein Bruder- nimm seine Not wahr und ernst .

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Hallo!

Nun habe ich durch die anderen Beiträge raus bekommen, dass es sich um eure Mutter handelt und diese 50 Jahre ist.

50 Jahre ist nicht wirklich alt. Du kennst deine Mutter besser als wir. Überlegt doch einfach mal wie fitt eure Mutter ist. Schläft sie Nachts gut? Hat sie irgendwelche Krankheiten die berücksichtigt werden müssen? Wie zuverlässig ist eure Mutter.

Wenn die Dinge okay sind, lass sie entscheiden. Macht doch einfach mal Probewoche und dann sieht deine Mutter schon, ob sie das mit zwei Kids schafft.

Eine bekannte von mir ist 57 geworden und hat zwei Enkel. (sechs Monate und vier Jahre) Sie passt hin und wieder mal auf die zwei auf. Aber regelmäßig würde das nicht gehen. Da es ihr gesundheitlich nicht so gut geht und sie Nachts oft nicht schlafen kann. Und in ihrem Alter steckt sie das nicht mehr so gut weg, wie eine 30 Jährige, sagt sie von sich selbst.

Überleg einfach wie es deiner Mutter geht und dann soll sie mal auf die zwei aufpassen.

Gruß Nati

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Hallo,

setzt euch doch mal alle an einen Tisch und diskutiert darüber. Die Betreuung eines 1 Jährigen und 2 Jährigen finde ich schon ziemlich heftig, egal wie alt die Person ist.

Wer weiß, ob deine Mutter sich der Tragweite überhaupt bewusst ist, dein Bruder macht sich halt Sorgen. Die sollte man nicht einfach vom Tisch wischen, sondern lieber darüber reden.

Lg Ella

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So ein Blödsinn, meiner ist 14 Monate und bei einer Tagesmutter. Die anderen Kinder sind 2, 3 und 3,5
und es klappt wunderbar...

wenn deine Mutter es selbst anbietet, warum denn nicht? Aber was machst du wenn deine Mutter mal ausfällt? Hast du dann noch jemanden?

wie wäre es wenn du für 2 Tage eine Tagesmutter suchst und am 3. Tag dein Kind zur Oma bringst?
dann ist deine Mutter nicht so stark eingespannt und wenn sie mal krank wird, hast du zur Not noch die TM, die dann sicher gerne einspringt.

meiner ist einmal in der Woche bei der Oma und dem Opa und die anderen 4 Tage bei der TM.

Bei uns klappt es so ganz gut, die grosseltern sind glücklich, der kleine ist auch glücklich und die TM ist ein Traum.

Liebe grüsse

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Für den Notfall haben wir noch die Mutter meines Mannes. Sie würde auch nach dem Kleinen schauen, wenn meine Mutter krank ist, im Urlaub ist oder auch einfach so mal im Wechsel.

Habe mir auch schon überlegt, weiter nach einer Tagesmutter zu suchen, da mir das alles irgendwie zu kompliziert ist bzw. es kompliziert gemacht wird. Dann bin ich raus und kann machen, was ich will und wie ich will.

Ich weiß das hört sich jetzt total blöd an und vielleicht auch kindisch, aber ich gebe oft nach und dem Konflikt aus dem Weg, wenn es um meinen Bruder geht. Er ist immer sehr kompliziert. Ich verstehe nicht, dass jetzt alle "springen" müssen und sich eine andere Regelung ausdenken sollen, nur weils ihm nicht passt.

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Du reagierst nicht über, Dein Bruder aber sehr wohl.
In der KiTa meiner Tochter sind die Kinder von wenigen Monaten bis 3 Jahren zusammen in einer Gruppe - 10 Kinder und 2 Erzieherinnen.

Was machen bitte all die Eltern die Mehrlinge oder eben Kinder in kurzem Abstand bekommen? Können die auch nicht auf 2 Kinder aufpassen?

Meine Mutter ist jetzt 66, mein Vater 69 und sie betreuen schon lange meine Tochter (fast 3) und an manchen Tagen noch zusätzlich die beiden Kinder von meinem Bruder - jetzt 3,5 und 5 - und das schon von Anfang an.
Natürlich ist ein Tag mit 3en anstrengend, zumal kein Kind mehr einen Mittagschlaf macht.
Aber Dein Kind und das Deines Bruders sind noch wesentlich kleiner, schlafen evtl. auch noch mehr und ein 2jähriger mag schnell sein, wenn er schon laufen kann aber wenn die Oma nicht grade 90 ist und einen Rollator schiebt, müsste sie ihm hinterherkommen.

Ich würde weiterhin nach einer anderen Betreuungsmöglichkeit suchen, Dein Bruder wäre da aber dann irgendwie auch "in der Pflicht" für seinen Sohn was zu suchen, damit die Oma grundsätzlich entlastet wird, wenn er der Meinung ist, es würde ihr zuviel.
Und solange keine andere Möglichkeit da ist, die beiden Kinder von der Oma betreuen lassen.

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