Stiefvater will Kind adoptieren - Einige Fragen

Hallo Ihr,

Gerade kam ein Schreiben vom Anwalt der Ex-Frau meines Mannes (Mein Gott was kompliziert#augen)

Die Tochter(14) meines Mannes lebt seit ihrem 2. Lebensjahr bei ihrer Mutter.
(Die Mutter hat das Kind nach der Trennung zu meinem Mann gegeben und es dann einfach während eines WE-Besuches nicht wiedergebracht und ist untergetaucht.)
Damals wurde durch einen unfähigen Gutachter beschlossen das die Mutter das Alleinige Sorgerecht bekommt.

Seine Tochter ist seither 14-tägig bei uns (Momentan etwas weniger).

Die Kindesmutter und ihr Lebensgefährte haben nun geheiratet.
Soweit so gut.
Nun kam dieses Schreiben:

"Unsere Mandantin und Herr K. haben zwischenzeitlich geheiratet.
Im Rahmen dieser Hochzeit ist die Tochter sowohl an unsere Mandantin als auch an Herrn K. herangetreten mit dem Wunsch adoptiert zu werden."

Das stimmt niemals!!
Das Kind wurde Zeitlangs immer unter Druck gesetzt, und ich denke das war auch diesmal der Fall.

Mein Mann wird der Adoption auf keinen Fall zustimmen!

Wie sieht das aus, hat die Kindesmutter trotz Verweigerung die Chance das bei Gericht einzuklagen?

Mein Mann würde dem Anwalt gerne was zurück schreiben, allerdings fehlen uns Momentan die richtigen Worte.
Kann jemand helfen?

LG

Nicola

Warum will Dein Mann das nicht?
Es geht nicht um Eigentum sondern um das Kind. Wo wäre das Problem, sein Besuchsrecht geht dadurch ja nicht verloren und mit 14 weiß das Kind doch sicher wer der PAPA ist, oder?

Sorry, aber mit 14 Jahren sollte man echt das KInd entscheiden lassen, ggf. mit einer Gutachterin die GEspräche mit dem Kind führt.

Für die Mutter und deren Lebensgefährten würde es eine Menge Dinge im Alltag sicher erleichtern.

Mona

Hallo,

doch durch eine echte Adoption würde das Umgangsrecht des biologischen Vaters tatsächlich verloren gehen!

Gott sei Dank, in unserem Fall, leider im Falle der TE!!

Ich würde da übrigens nicht selber zurückschreiben, sondern meinerseits einen Anwalt einschalten.

liebe Grüße

Andrea

mit einer Adoption verzichtet er auf jegliche rechte an seiner Tochter.

LG

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Danke für Deine Antwort.

Es ist leider so das die Kindesmutter und ihr Mann Momentan das Besuchsrecht unterbunden haben weil sie der Meinung sind das sie hier in der Stadt wo wir wohnen sie Rückfällig werden würde.
(Trinken,Rauchen,Drogen etc.)
Seine Tochter kommt uns zur Zeit heimlich besuchen wenn sie bei ihrer Tante ist die hier in der Nähe wohnt.
(Trinken,Rauchen,Drogen etc.)
So ein Blödsinn!

Mein Mann hat einfach Angst das wenn er der Adoption zustimmt er überhaupt nichts mehr mit seiner Tochter zu tun hat.

Zahlt Dein Mann für seine Tochter Unterhalt?
"Wie sieht das aus, hat die Kindesmutter trotz Verweigerung die Chance das bei Gericht einzuklagen?"
Nein, ohne die Zustimmung Deines Mannes kann der Mann seiner Ex das Kind nicht adoptieren.
Durch eine Adoption hat Dein Mann kein Umgangsrecht mehr.
Die Tochter ist 14, alt genug um mal mit ihr zu reden.

Ja er zahlt Unterhalt.

Eben,das ist es.
Durch die Adoption würde er auch das Umgangsrecht verlieren.

Seiner Tochter ist dieses Allerdings wohl nicht bewusst.

Nur nochmal zur Erklärung: Seine Tochter wird seitens der Kindesmutter und des Stiefvaters ernorm unter Druck gesetzt.

Wir würden gerne mit ihr darüber reden, aber man lässt uns nicht.
Die Kindesmutter hat den Kontakt zu uns untersagt (Gründe haben ich oben schon geschrieben) und behaupte das käme alleine von dem Kind.
Sie würde nicht mehr hierhin wollen.
Aber das stimmt nicht.
Wenn das stimmen würde, würde uns seine Tochter ja nicht trotz Verbot heimlich besuchen....

Daher rate ich zu einer Beratungsstelle über das Jugendamt, gibt es sowas denn nicht?

Mona

Haben wir alles schon versucht.
Die meinten man müsse das untereinander regeln#kratz

Naja, ich denke der Weg zum Anwalt ist wohl unumgänglich.

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Ich sehe gerade diesen Anhang noch:

"Sollten Sie Ihre Einwilligung nicht erteilen, überlegt A. (Kind), vertreten durch unsere Mandantin, ernstahft, beim Vormundschaftsgericht den Antrag zu stellen, Ihre Einwilligung zu ersetzen (§ 1748 BGB.)"

#schock

Ich dachte das geht nicht???

Typisches Verhalten von Anwälten. #augen
Les Dir doch mal: http://dejure.org/gesetze/BGB/1748.html durch.
Die Bedingungen dafür sind nicht gegeben, also keine Panik.

Jo..Anwälte schreiben sowas gern *nick*, die setzen auch gern Fristen..wo keine Fristen zu setzen sind. Da red ich aus Erfahrung *rofl* als RAfachangestellte mußte ich den Mist oft genug tippen.

Das geht natürlich, aber eben nur dann wenn es dem Kindeswohl dient weil der leibliche Vater das Kind gefährdet, sich definitiv nicht kümmert oder aber unauffindbar ist und allein die Unterhaltszahlung wird schon als "Kümmern" aufgefasst, von daher denke ich das ihr relativ sicher seid.

liebe Grüße

Andrea

Hier gibt nur ein einziges richtiges Vorgehen: Nehmt Euch gaaanz dringend einen Anwalt!!!! Denn ohne einen habt ihr ganz sicher schon verloren.... :-( Ist sehr traurig solch eine Geschichte....

Alles Gute für Euch!
LG Dao

#pro traurig aber wahr

hallo!

nein, das kann nicht einfach so entschiedenr werden.
ich würde fristgerecht zurückschreiben, daß dein Mann der Adoption nicht zustimmt. fertig...
ohne triftigen Grund (und da gibt es kaum welche) wird kein Gericht ohne die Zustimmung (bzw. über seinen widerspruch hinweg) zustimmen!

laßt euch nur nicht verrückt machen!

lisasimpson

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