Welches Verhältnis habt ihr zu euren Müttern...(sehr lang)

und was wollt ihr bei euren Töchtern besser machen?

Hallo,

als ich jünger war, hatten viele meiner Freundinnen einen viel besseren Draht zu ihrer Mutter als ich. Das ist teils heute auch noch so.

Meine Mutter und ich stehen uns nicht besonders nahe, sie wäre so ziemlich die letzte, die ich um Rat fragen würde in Dingen, die über Kochtipps oder Pflanzzeit von Blumen hinausgehen.

Das beruht nicht darauf, dass sie mich irgendwie schlecht behandelt hätte, sondern dass wir in total unterschiedlichen Welten aufgewachsen sind und sie bspw. nie gesehen hat, was für mich das beste gewesen wäre, sondern halt, was sie dafür hielt.

Da sie selbst offenbar kein großes Selbstbewusstsein hatte, hat sie mich auch eher "klein gehalten" und ausgebremst. Das nehme ich ihr einerseits voll übel, andererseits steckte ja kein böser Wille dahinter.

Sie ist/war auch von ihrer Bildung/Sozialisierung nicht so reflektiert, wie ich es heute bspw. im Gegensatz zu ihr bin.

Ich fühlte mich von ihr schon versorgt (materiell, leckeres Essen etc) aber irgendwie hatten wir nie eine emotionale oder geistige Nähe, was ich sehr schade finde. Bei meinen Freundinnen waren die Unterschiede irgendwie nicht so groß zu ihren Müttern.

Ich finde es schade, das sie nie ein Vorbild für mich war. Müssen Mütter das sein? Machen nur Mütter ihre Töchter zu den Frauen, die sie mal werden, oder auch umgekehrt? Ich meine z.B. meine Tochter ist einfach im Gegensatz zu mir als Kind eine richtige Schmusekatze, total anhänglich, man muss sie einfach liebhaben, und wenn ich jetzt als Persönlichkeit nicht unbedingt dieser Bussi-Herl-Knuddeltypus bin, kriegt sie genug Streicheleinheiten, weil sie sie einfach "einholt". Meine Mutter beklagte sich immer, ich wäre nie so ein Mamakind gewesen. Weil ich keine richtige Nähe zu ihr spürte?

Ich sage meiner Tochter immer bewusst, wie sehr ich sie lieb hab, dass sie meine tolle Tochter ist, nicht nur weil sie so lieb ist, sondern weil sie klug, stark, hübsch etc. ist. Ich versuche ihr auch immer beizubringen, für sich einzustehen und nicht so viel auf das zu geben, was andere sagen, sondern wie sie selbst das findet, das sie ein Empfinden für schöne Dinge bekommt und Sachen, die einfach wertvoll sind: Freunde, Bücher, Bildung etc.

Im Moment bin ich für sie die größte, sie erzählt mir alles, aber das ist mit 6 auch kein Wunder. Was soll ich tun, damit es auch weiterhin so bleibt?

Glaubt ihr, dass Mütter zu Töchtern generell ein innigeres Verhältnis haben als zu Söhnen? Ich fürchte fast ja!

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen!
gruß snowwhite

P.S. Grad gehts bei DSDS weiter. War sehr gerührt, wie Sarah Kreuzs Mutter im Film am Anfang so geheulthat und sagte, ihre Tochter bedeute ihr sehr viel

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Du, der Text könnte von mir stammen. Aber exakt von vorne bis hinten. Ich habe mir immer vorgenommen, es mal anders-besser- zu machen als meine Eltern. Meine Eltern waren noch sehr jung, als sie mich bekamen. Relativ schnell folgten meine beiden Brüder. Meine Eltern waren überfordert, sie schlugen uns auch. Würde ich meinen Kindern nie antun!!!!
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das Verhältnis Mutter-Tochter anders ist als Sohn-Mutter, jedoch liebe ich meinen Sohn genauso. Mein Mann behauptet immer, ich wäre "weicher" zu unserem Sohn. Allerdings ist er eher verschlossen, ruhig, überlegt, sensibel. Unsere Kleine ist ein Sonnenschein, jeder (und wirklich jeder) sagt: die ist ja süß.... Sie ist aufgeschlossen, spricht mit jedem, lacht den ganzen Tag. Sie kuschelt gerne, küßt mich, wenn ihr danach ist (heute beim Einkaufen mußte sie mich unbedingt sofort erstmal drücken #herzlich). Sie ist so liebenswert, ein Goldschatz ---- ja , ich bin verliebte Mutter.
Einen Unterschied zw. Mädchen und Junge gibts, aber nicht beim "Liebhaben".
Zum eigentlichen Thema, das "Liebhaben" habe ich auch nie gelernt, meine Mutter war noch nicht mal im KH, als meine Kinder zur Welt kamen....Dafür meine Schwiemu, die unterstützt mich wo sie nur kann. Sie ist toll und eine tolle Oma.
Ich wünsche mir auch von ganzem Herzen, dass das Verhältnis zu meinen Kindern so bleibt. Einfach voller gegenseitigem Vertrauen. Wenn es dafür ein Rezept gäbe.....

Ich versuche sie in allem zu bestärken und halte immer zu ihnen. Wenn ich etwas verspreche, halte ich es immer ein und ich höre ihnen zu.
(ich hoffe, sie sehen das auch so ;-))

Yvonne

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Hallo,

ich glaube nicht dass Mütter zu Töchtern eine innigere Beziehung haben als zu Söhnen. Ich sehe es gerade bei meinen beiden. Ich liebe meine Kinder beide wahnsinnig, aber mit dem Kleinen komm ich besser aus, was einfach daran liegt, dass wir uns besser ergänzen. Meine Tochter und ich sind beide der Typ Ragazza furiosa und schnell auf 180. Wir versöhnen uns zwar genauso fix wieder, weil wir beide sehr emotional sind, aber wir rattern eben immer schneller aneinander.

Meine Mama und ich haben eine vertraute Beziehung zueinander. Aber ein paar Dinge möchte ich trotzdem anders machen, um es meiner Tochter leichter zu machen.

Ich bin gespannt ob ich dieser mir selbst gestellten Aufgabe gerecht werde und meine Tochter später zufrieden ist mit meinem Job. Komischerweise habe ich da bei meinem Sohn viel weniger Zweifel. Ihm bin ich eine fast perfekte Mama, da bin ich ganz sicher.

Meine Kinder bedeuten mir nicht nur viel. Sie bedeuten mir alles. Ich würde jederzeit alles für diese beiden Menschlein geben.

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Guten Morgen,

also ich hab ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter.

Es hat sich nochmal verändert als mein Papa vor 6 Jahren ganz plötzlich gestorben ist, das schweißt dann nochmal extrem zusammen.

Klar streiten wir uns auch abundzu mal, dann reden wir so 3 Tage nicht miteinander, dann ist es wieder gut und so nach ner Woche reden wir über den Streit. Ich würde mit allen Fragen zu ihr gehen ( und nie zu meiner Schwiegermutter).

Mein Bruder und ich hatten auch eine ganz tolle Kindheit, unsere Eltern haben uns aber nicht oft gesagt, daß sie uns lieb haben, aber wir wußten es einfach.

Ich denk schon, daß die Beziehung zwischen Mütter und Töchtern anderst ist, ich denk vor allem dann im Alter.

Vor kurzem ist meine Oma gestorben, und grad in der letzten Zeit mußte meine Mama viele sachen machen, die sie sich davor nicht vorstellen konnte (mit der Oma aufs Klo, oder sie hat eine NAcht sehr viel gebrochen usw.) Und das hätte meine Oma nicht gewollt, daß ihr Sohn ihr dabei hilft. Und als sie gestorben ist, war auch meine Mutter dabei. Ich hoff ihr versteht was ich mein.

Und auch meine Mutter erzählt mir jetzt andere Sachen als meinem Bruder, auch wenn sie ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Bruder hat.

Aber das ist wahrscheinlich auch einfach von Mensch zu Mensch verschieden.

LG EMma

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Hallo,

je nachdem ob mein Bruder grad aktuell bei ihr ist oder nicht, steh ich hinter dran, das war schon Jahrelang so, musste erst fast sterben, bevor meiner Mutter auffiel wie schlecht es ging. Jahrelang hat sie zugelassen, dass es mir schlecht geht und das ich schlecht auch von der Familie behandelt wurde.

Eine Zeitlang war das Verhältnis ganz gut, mitterweile (seit mein Bruder seine Verlobung bekannt gegeben hat, vorletztes oder letztes Jahr) werd ich wieder soweit abgeschoben, dass ich selbst zum Geburtstag kein Geschenk mehr bekomme und wir statt 1x die Woche oder mehrmals, nur noch 1x im Monat angerufen werden. Ostergeschenke für die Enkelkinder werden bei meinen Bruder abgegeben, statt bei uns usw.


Lg Lia

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Guten Morgen!

Also: Wie ich noch zu Haus gewohnt hab, war das Verhältnis zu meiner Mutter nicht so doll. Wenn ich irgendwas hatte, war sie zwar immer für mich da, aber eigentlich hatten wir mehr Meinungsverschiedenheiten wie alles andere. Da war ich ein richtiges "Papatöchterchen".

Unser Verhältnis hat sich erst gebessert, seitdem ich mit neunzehn mit meinem damaligen Freund zusammengezogen bin. Von da an konnte ich meine Mutter viel besser verstehen, warum sie des öfteren "ausgerastet" ist wg. Hilfe im Haushalt usw.

Ein Jahr nachdem ich ausgezogen war, haben wir uns dann mal zusammengesetzt und über alles gesprochen, was uns beide gestört hat.

Seitdem ist meine Mutter meine beste Freundin und wir können wirklich über alles miteinander reden!!!!!!

Angst hatte ich nur, wie mein Kleiner geboren wurde. Angst davor, dass wir wegen unterschiedlicher Ansichten Streit bekommen würden... Aber genau das Gegenteil ist eingetreten. Meine Mutter gibt nur Ratschläge, wenn ich sie direkt Frage. Sie ist der Meinung, dass sich seit meiner Geburt soviel geändert hat und sie gibt auch ehrlich zu, dass sie einige Dinge wirklich vergessen hat! (Wie schön wäre das, wenn mein S-#drache auch so denken würde ;-) )

Ich bin wirklich unheimlich stolz auf meine Mama und Lasse´s Oma!!!!!!!!!!!!!!!!!!#herzlich

LG Nicole

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Hallo Nicole

dein Text könnte wort für wort von mir stammen.. bei mir war´s genauso...

Aber ich versteh mich heut genauso gut mit meinem Dad wie mit meiner Mom. Bin aber immer noch Dad´s kleine Tochter. *lach*

Schönen Sonntag
Jasmin

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Ich hab ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Das bese, was mir passiert ist, ist dass meine Mutter mich mit 17 in ein Internat gegeben hat für 1 Jahr. Daran schloss sich meine Ausbildung an und ich war insgesamt 5 Jahre nicht zu Hause, nur am Wochenende. So gab es wenige Reibereien.

Mein Mann ist in vielem meinem Vater sehr ähnlich, auch wenn er das nicht hören mag, und so haben meine Mutter und ich ähnliche Probleme ;)

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früher hatte ich nie auch nur in geringster weise ein verhältnis zu meiner mutter =)) wir ko nnten uns beide nicht sehen und dachten uns immer nur.. "oh gott, man kann sich die familie leeeeider nicht aussuchen" seit der geburt meines ersten kindes, hat sich das dann um 180 Grad gedreht und seit der geburt meines zweiten kindes, machen wir eigentlich sehr viel.. sie ist bei ausflügen oft dabei, holt die kinder vom kindergarten etc pp

lg anja

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Ich habe überhaupt kein Verhältnis zu meiner Mutter.

Sie ging als ich 9 Monate alt war und ließ mich mehrere Tage allein in der Wohnung. Zum Glück kam mein Vater dann von der Arbeit (Montage im Ausland) zurück und fand mich.

Er musste über das Dach klettern, um mich zu holen, denn meine Mom hatte die Schlösser auswechseln lassen.

An meinem 2. Geburtstag war sie noch mal da, um mich zu sehen und mich aus dem Fenster einigen wartenden Männern herunterzureichen - hat zum Glück nicht geklappt.

Bei der Scheidung und der Vergabe des Sorgerechts war sie nicht da.

Seitdem weiß ich nur, dass sie vergessen hat, dass es mich gibt ("ich glaub da war noch eine, die müsste jetzt so um die 30 sein"). Ich habe aber auch kein Interesse daran, sie zu suchen und zu finden - was sollte das bringen? Warum sie mein Leben aufs Spiel setzte als Säugling und mich wohl sogar misshandelt hat - diese Fragen könnte sie mir sowieso nicht beantworten. Und verzeihen könnte ich es auch nicht. Also kein Grund vorhanden.

Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich selbst keine Tochter habe - ich habe keine Ahnung, wie eine Mutter sich einer Tochter gegenüber verhalten muss/sollte/kann.

Ich habe bald 2 Söhne und würde meinen rechten Arm für die beiden geben. Wir haben ein sehr inniges Verhältnis und ich genieße es sehr, dass ich "Henne im Korb" bin mit einem Ehemann und bald 2 Jungs.

Ich muss jedoch gestehen, dass ich immer die Mädchen und Frauen beneidet habe, deren Mutter sich überhaupt in irgendeiner Form für sie interessiert - und sei es mit Kritik.

LG
Nicci

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#liebdrueck

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heftig....#schmoll

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hallo,

ich hatte als kind ein sehr enges verhältnis zu meinem vater. fühlte mich von beiden eltern geleibt, aber inniger war es zu meinem vater. deshalb brach eine welt zusammen, als er bei einem unfall starb und meine mutter und ich plötzlich zueinanderfinden mussten. also mehr als vorher. das viel uns beiden schwer, weil alles vom schmerz überschattet wurde. meine schwester hatte glaube ich zu beiden das gleiche verhältnis.
jedenfalls haben wir heute zwar manchmal ein anstrengendes, aber ein liebevolles verhältnis. es hat ne weile gedauert, bis wir uns das erarbeitet hatten. und auch heute ist es nicht immer elicht. aber ich weiss, sie würde alles für mich tun und suche auch immer bei ihr rat. ihre meinung ist mir sehr, sehr wichtig.

mein sohn ist mein ein und alles. auch für seinen vater. aber er ist ein mamakind. was meinen mann nicht stört. denn er verbirngt trotzdem vieol zeit mit ihm und generell ist mein mann kein mensch der zuerst auf sich schaut. für ihn istz wichtig, dass es seinem kind gut geht.
ich glaube NICHT, dass mütter und töchter ein innigeres verhältnis haben. hast du nur ein kind? vielleicht wäre dein denken anders, wenn du noch einen sohn hättest. ich habe nur einen sohn, aber ich weiss, dass ich sicher zu einem zweiten kind ein ebenso inniges verhältnis hötte. ob junge oder mädchen.
lg,

schullek

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