24 Std- Dienst - Familie mit Kindern- Segen und Fluch

Hallo ihr!
Bei wem arbeitet auch ein Elternteil im 24-Stunden-Dienst?
Wo seht ihr die Vor- bzw. Nachteile?

Bei uns ist das so, dass mein Mann immer 24 Stunden arbeitet und dann 48 Stunden frei hat.
Wir haben zwei Kinder (3 und 1), ich bin z.Zt. zuhause.

Manchmal fände ich es besser, wenn er jeden Tag arbeiten ginge und spätnachmittags oder abends nach Hause käme. So hätten wir mehr Regelmäßigkeit drin und vor allem gemeinsame Wochenenden.

Dann finde ich es aber auch wieder toll, dass er unter der Woche ganz Tage zuhause ist, den Großen in den Kiga bringen kann usw.
So kann man auch mal unter der Woche Unternehmungen machen, z.B. Zoo, der am WE immer so voll ist usw.

Die 24 Stunden (bzw. mit Fahrt 26), sind mir manchmal schon recht lang, vor allem, wenn die Kinder krank und/oder besonders anstrengend sind.
Aber das haben wir bisher immer ganz gut hinbekommen.
Was mir stört: Nicht nur er, sondern auch ich muss mcih bzgl. irgendwelcher regelm. Kurse einschränken.
Ich wollte z.B. mal Rückengymnastik machen, weil ich unter ständigen Rückenschmerzen leide. Da sollte man aber schon regelmäßig hingehen. Das findet dienstags und freitags statt. Das bedeutet, dass ich alle drei Woche komplett beide Tage ausfallen lassen muss, weil er Di und Fr in der Woche arbeitet...

Und dann natürlich Dienst an Feiertagen...

Aber wie gesagt, es gibt auch Vorteile, die ich auch ganz klar sehe.

Wie ist das bei anderen?
Nervt der 24-Stunden-Dienst eher oder ist er ein Segen?

Würde mich über Antworten freuen!


Missi

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Ach so, wollte noch sagen, warum der Kurs dann für mich flachfällt: Habe niemanden für die Kinder, bzw. nicht für DIE Uhrzeit (19-20:30 Uhr), also Bettgehzeit...

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Hallo!

Also, mein Mann hat zwar keine 24h-Dienste, aber dafür unregelmäßige Schichtdienste (maximal 12h am Stück).

Mir geht es damit ganz ähnlich:

wenn er früher heimkommt und wir mal am Nachmittag was gemeinsam unternehmen können (wenn er nicht grad todmüde ist), dann genieß ich das sehr. Auch finde ich es toll, daß er unsere Tochter halt auch mehr unter tags im Alltag mitbekommt als andere Papas.

andererseits ist es doof,
daß ich keine Kurse regelmäßig besuchen kann (erst frühestens ab 20 Uhr könnte ich zu 70% teilnehmen, aber zu der Uhrzeit finden kaum Kurse statt - oder kommen nicht zustande, weils den anderen wohl zu spät ist :-()
außerdem wäre ein regelmäßiger Rhythmus für unsere Tochter und für mich besser - Kinder brauchen nen möglichst regelmäßigen Tagesablauf und ich ehrlich gesagt auch und es könnte sich auch Regelmäßigkeit einspielen z.b. für den Hausputz (beneide jede Mama, die z.b. jeden Samstag mal in Ruhe Putzen oder auch andere Dinge erledigen kann - und zwar jede Woche - und nicht nur dann, wenns vielleicht mal kurz reinpaßt, aber dann doch nicht wirklich in die Tagesplanung...)

Alles in allem wäre es mir lieber, mein Mann würde jeden Tag regelmäßig arbeiten, zumindest, wenn er zu halbwegs humanen Zeiten heimkommen würde. Aber es ist nun mal wie es ist und so müssen wir (also der Rest der Familie) flexibel bleiben und mit der Unregelmäßigkeit jonglieren üben, und uns daran gewöhnen, daß auch die Freizeit, die mein Mann hat, wenig planbar ist (muß häufig doch einspringen, ist todmüde und nicht als Papa verfügbar usw... )

Bin mal gespannt, was andere "Betroffene" zu dem Thema antworten!

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#augenHallo

Oh ja das kenne ich, aber mein Mann hat leider die noch etwas schlechtere Alternative.

Er arbeitet ca. 8x im Monat von Morgens 9.00 Uhr bis zum nächsten Tag um 10.00 Uhr und hat dann den Rest des Tages frei. Aber er muss am nächsten Morgen dann wieder um 7.30 auf der Arbeit sein. Also nichts mit weiteren freien Tagen.

Da ist die Feuerwehr (vermute ich mal) sehr viel ruhe freundlicher als Krankenhäuser bei Ärzten.

Und ja es ist manchmal sehr anstrengend mit zwei kleinen Kindern (2 und 3 Jahre) und eigener Berufstätigkeit mit 80% Arbeit.

Aber wie sagen Schwiegis und meine Eltern so gerne "Wir haben es ja so gewollt" :-(#augen
Stimmt zwar nicht ganz, aber ändern können wir es auch nicht. Also machen wir das beste daraus.

Und für mich sind eindeutig die Vorteile, dass wir auch mal etwas am Tag mit den Kindern gemeinsam machen können (mein Mann schläft meist nur 1-3 Stunden am Mittag wenn die Kids auch schlafen) oder er mich bei der Betreuung entlastet wenn er frei nach Dienst hat.

Dieser Vorteil ist natürlich um so besser je kleiner die Kinder sind. Wenn die Kids auch zur Schule/Kiga gehen nützt ein freier Morgen/Mittag ihnen wenig. Aber die Abende fehlen um so mehr.

Den Nachteil mit der nicht vorhandenen Planbarkeit haben wir durch ein Au-Pair gelöst. So kann auch ich an regelmäßigen Terminen teilnehmen. Aber das ist natürlich eine Frage ob man sich einen Babysitter leisten kann. Wir haben da zumindest durch unsere Berufe Glück. Und wir brauchen das Au-Pair ja auch in erster Linie damit wir beide arbeiten können.

Und es ist einfach auch Gewöhungssache. Das Familienleben wird eben nach unseren Arbeitszeiten ausgerichtet und bisher fahren wir alle ganz gut damit.

Doof finde ich noch, dass viele Leute sich das garnicht vorstellen können und meinem Mann oft unterstellen er wolle nichts mit den Kinder machen (wenn er wegen Wochenend/Feiertagsdiensten) bei vielen Kiga Veranstalltungen eben nicht dabei sein kann. Da komme ich mir dann auch manchmal wie eine Teilzeitalleinerziehende vor. Aber wichtig ist doch ich kenne meinen Mann und der liebt seine Mäuse über alles und macht soviel mit und für sie, da können andere ruhig reden.

Liebe Grüße

sittichgirl

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Hi

Na, wenn das mal sich nicht wie Berusfeuerwehr anhört:-p

Also das was mein Mann auch macht.

Also acuh 24/48 . das geht ja noch. Bei seiner alten Dienststelle war das extrem besch****. Also nicht 24/48

Mein Mann war vor einiger zeit ein paar Tage im Tagesdienst. NIE WIEDER.
Da merkt man die Vorteile!!

Wir haben einen kleinen Sohn von etwas über 2 Jahren. Und für ihn ist das mehr als Klasse, das sein Papa so viel Zeit hat.

Muss dazu nun auch sagen, das wir keine so großen *Feiertagsfans* sind.
Jetzt hat er ja Ostersonntag Dienst, das ist eben so , verschiebt sich alles um einen Tag nach hinten. Aber auch das geht schon.

Dieser Dienst hat nur Vorteile. Wir selber habern das gemerkt durch diesen blöden Tagesdiesnt.

Als ich anfang des Jahres so extrem krank war, da war ich mehr als froh, das er dann den ganzen Tage daheim war.

Das mit den Kursen ist doof, das gebe ich sehr gerne zu. Aber, sprich mit der Leiterin, erkläre warum das nicht gehtr. Die sind da eigendlich schon sehr verständnisvoll!!

LG
Kuschelkater112-Ehefrau einer feuerpatsche

PS: Komm doch über die PN

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Hallo

Bei uns ist es zwar kein 24 stundendienst aber völlig unterschiedliche Arbeitszeiten meines Mannes.
Er ist Fernfahrer im Nahvewrkehr u. zwar irgend wie jeden Tag zu Hause aber ich weis halt nie wann er kommt. Auch seine Anfangszeiten sind sehr varieabel.

somit kann auch ich Ihn in die Kinderbetreeung nicht fest mit Einbinden. Z.B bei Elternabenden oder so.

Ich habe mir angewöhnt damit zu Leben und die Kinder kennen es auch nicht anders.

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Mein Mann arbeitet auch 24 Std., allerdings mit einem anderen Schichtplan, ich finde es gut und sehe für mich auch keine Nachteile!

Allerdings arbeite ich selbst in seinem Umfeld und kann daher vermutlich wesentlich besser mit den von Dir genannten Nachteilen umgehen weil mein Job sie halt auch mitbringt. Hab früher selbst 24 Std. gearbeitet und liebte es, wesentlich besser als 12 Std. Dienste!

Im Moment ist er im Tagesdienst, ätzend sag ich Dir, keine freien Tage mehr zusammen...gut, dafür hat er jedes WE und die Feiertage frei, wäre ich nicht gerade schwanger hätten wir da aber auch nichts von!

Ist das Kind erstmal da werd ich an seinen freien Tagen arbeiten gehen, so sparen wir uns eine Tagesmutter ;-)

Also für mich ist es das Beste was es gibt!

lg glu

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Hallo,

mein Vater hat fast 30 Jahre lang im 24 Stunden Dienst gearbeitet.

Ich habs als Kind geliebt!
An seinem freien Tag schlief er bis ich aus der Schule kam und dann hatte ich meinen Papa den rest des Tage ( bin das totalte Papakind *g*).

Was ich auch immer herrlich fand war das er sog. Freischichten hatte und für eine Freischicht dann ja 3 Tage am Stück zu Hause war.

Nachteile habe ich für uns als Familie keine festgestellt, aber das liegt auch daran das eben alles recht gut organisiert war.

liebe Grüße

Andrea

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