"Bescheißen" für einen Kita-Platz?

Guten Abend,

ich habe eine riesiges Problem, weiß allerdings gar nicht, ob das hier hergehört.

Ich habe (was hier wie ein Sechser mit Zusatzzahl ist) einen Kita-Platz ab August für unsere Maus bekommen! Sie geht dann in eine sog. Krabbelgruppe und ist im August 19 Monate alt. Ich habe mich wie irre gefreut, dass ich EINEN Platz habe, von 10 beantragten!

Nun ziehen wir im August um, ca.5km von unserer bisherigen Wohnung entfernt. Dazwischen liegt allerdings die Stadtgrenze. Und das bedeutet, dass ich den Kita Platz dann nicht mehr haben kann#schock, weil die Kita Plätze in der Stadt, für Kinder aus der Stadt sein sollen (so meine Infos nach meinem Telefonat mit dem Fachbereich). Ich müsste jetzt also hingehen und Klara in der Nachbargemeinde für einen Krabbelplatz anmelden -- hahahaha -- Ich fange dort also quasi bei "0" an und das, wo die Entscheidungen längst getroffen sind.

Ich bin ehrlich versucht, mir irgendwie eine Wohnadresse in der Stadt zu beschaffen, nur damit ich diesen Kitaplatz haben kann. Ich bin dringend auf diesen Platz angewiesen, habe alles versucht einen zu bekommen und jetzt das! Klar: wir müssten jetzt nicht umziehen, aber, wir haben ein Haus gekauft und ich habe mir über den Kita-Platz neben all den anderen Dingen, die jetzt zu beachten und zu regeln waren, keine Gedanken gemacht.

Die sind da auch knallhart, selbst wenn ich jetzt erst etwas später offenbare, dass wir nicht mehr in der Stadt wohnen, wird Klara rausgeschmissen. Ich fass es nicht, echt. Grds. ist es ja richtig, dass Stadtkinder Stadtplätze kriegen, aber zu der Zeit war noch gar nicht daran zu denken, dass wir wegziehen. Und selbst dann: hätte ich sie einfach mal so in allen angrenzenden Nachbargemeinden anmelden sollen?

Oh man, das kotzt mich vielleicht an, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

Das ist jetzt verdammt lang geworden.

Hat jemand eine Idee? Was machen wir jetzt? Schöne Scheiße! Ich kann ja mal unsere Super-Familienministerin fragen, vielleicht hat die eine Idee #aerger

Allseits ein geruhsames Wochenende und sorry für's #bla!

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Wirst du arbeiten gehen?

Hast du eine Freundin, eine gute Freundin, die in dem Bezirk wohnt?

Gib sie als Tagesmutter für die Restbetreuung an ...

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Ja, so ist. Dein Kind wird da betreut, wo der Erstwohnsitz ist. Wenn ihr ein Haus kauft, wird es sogar schwierig mit dem Pseudo-Erstwohnsitz in Eurer alten Gemeinde. Denn das Wohneigentum ist dann ja nicht mehr selbst genutzt, was zu steuerlichen Verwirrungen und Verlusten führen kann und melden Dein Mann und Du Euch an verschiedenen Wohnorten, verliert ihr (so ihr es habt), das Ehegattensplitting weil ihr ja 'getrennt lebt'.

Was ich Dir raten kann: Wende Dich erstmal an die zuständige Kinderbetreuungs -Stelle der neuen Gemeinde. Man mag es schwer glauben, aber manchmal ist in den Nachbargemeinden die Betreuungsplatzverteilung tatsächlich viel besser.

Wir sind von der Stadt in einen Nachbarort gezogen und ich hätte es - nach einem Blick auf die Kindergartenliste (es wurden nur 15 Ganztagsplätze für die gesamte Gemeinde aufgeführt) und nach meinen Erfahrungen mit der KiTa-Platzsuche in der Stadt - nie gedacht, aber als ich nachfragte, war es gar kein Problem gleich zwei davon in der gleichen Einrichtung zu bekommen.

Mittlerweile habe ich schon von einigen gehört, das sie ganz geplant aus der Stadt wegziehen, weil es drumherum mit der kommunalen Kinderbetreuung (von Krabbelgruppe bis Hort) viiiieeeeel besser aussieht.

Du kommst nicht zufällig aus Hannover ;)?

Grüsse
BiDi

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Hallo,

ich kann nur was zu Brandenburg und gemeindeeigenen Kitas (also keine privaten) sagen. Hier hat nach der Kommunalverfassung "jedermann" Zugang zu öffentlichen Einrichtungen. Man kann also nicht den Zugang zu einer Kita auf Einwohner der Gemeinde beschränken. Nun weiß ich nicht, wo Du wohnst, aber ich würde mich diesbezüglich schon mal erkundigen. Möglicherweise agiert die Verwaltung anders, als es das Gesetz vorschreibt. Wäre ja auch irgendwie verständlich, weil man ja Einwohnern einen Anreiz bieten will bzw. möglichen Zuzüglern Plätze anbieten will, um den Wohnstandort attraktiver zu machen. Das bedeutet aber nicht, dass das auch rechtlich korrekt ist. Na ja, vielleicht hilft Dir ja ein wenig das weiter und Du hast einen Ansatz, die Verfahrensweise zu prüfen.
Gruß danaz

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Hallo,
ich halte nicht viel von "Bescheissen" aber unter solchen Umstaenden wuerde ich es tun!

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Hallo,
du mußt ja dann tägl. 2x 5 km fahren. Lohnt sich der Platz dann noch?
Gehst du wieder arbeiten?
Ist es ein großer Ort, denn wenn andere Mütter, die keinen Platz bekommen haben, das rauskriegen bekommst du sicher ärger.
Auch willst du ja sicher in der neuen Gemeinde Fuß fassen. Funktioniert doch super über Kindergarten!
Ich könnte es nicht, würde mir zuviele Sorgen machen...

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Ganz klar: ich würde bescheißen. und zwar ohne schlechtes Gewissen.

Gruß

Manavgat

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Hallo,

die Sache mit der Zweitadresse war hier jahrelang total üblich für alle Eltern aus dem umliegenden Dörfern die einen Platz hier in der Stadt brauchten, meist aus "arbeitstechnischen" Gründen.
Inzwischen sind hier zwei neue Kindergärten sammt Kita gebaut worden das hat die Lage sehr entspannt seit dem ich sowas soweit ich weiß nicht mehr nötig.

Ich bin normalerweise auch nicht fürs bescheißen aber in Deinem Fall wäre würd ich es machen.

lg dore

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Also ich habe mal Zahlen von unserer Gemeinde gelesen, wonach die Kindergartenbeiträge der Eltern ca. 10% der Kosten eines Kindergartenplatzes decken. D.h. 90% zahlt die Kommune. Und natürlich bevorzugen sie klar ihre Einwohner. Die zahlen ja letztlich auch direkt und indirekt die Steuern.

Wenn es schon schwer ist für Dich an der alten Adresse, einen Platz zu bekommen, meinst Du es wäre einfacher, wenn das ganze Umland auch noch seine Kinder da anmeldet?

Ich denke mal es gibt vielleicht eine offizielle Regelung. Bei uns zum beispiel ist es möglich, seine Kinder in städtischen Einrichtungen unterzubringen, wenn man nicht dort wohnt, man muß aber den doppelten Satz bezahlen. Wenn es so etwas auch gibt bei Euch, dann kannst Du es guten Gewissens machen. Ansonsten ist es Betrug und wenns rauskommt, wird sich die Gemeinde sicherlich bei Dir Schadenersatz holen, siehe oben (90%...)

LG

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Hallo!

Ganz klar: Schnauze halten, Kind in die Krabbelgruppe geben und schnellstmöglich einen adäquaten Ersatz in der neuen Gemeinde suchen.

Viel Glück!

LG, S. mit Mina (*27.03.2006)

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