Nachbar hat Kind missbraucht

Hallo,

vor einigen Monaten verschwand unser Nachbar. Über Umwege haben wir erfahren, dass er in U-Haft sitzt. Die Wohnung wird scheinbar über seine Rente weiterfinanziert.

Heute klingelte ein fremder Mann bei mir. Er stellte sich vor, wollte wohl eigentlich zum Hausmeister konnte diesen aber nicht erreichen. Er sagte mir, er wolle wissen ob die Wohnung noch an besagten Nachbarn vermietet ist weil dieser seiner Tochter Schmerzensgeld zahlen müsse und die Miete seine Rente fast komplett auffrisst. Er erzählte dann, das besagter Nachbar seine Tochter missbraucht hat und deshalb auch verurteilt wurde (3 Jahre). Ausserdem wolle er eben alle warnen, da der Nachbar ja auch 2010 entlassen wird und dann wohl wieder hier einzieht. Er hatte das Gerichtsurteil, Schreiben von den Anwälten und auch Zeitungsausschnitte dabei, ich gehe also schon von der Wahrheit aus.

Ich möchte jetzt nicht in Panik ausbrechen aber ich grübel schon wie es jetzt weitergeht. Ich kann mit so einem Menschen nicht unter einem Dach leben, für mich kann man solche Taten nicht absitzen. Ich habe einen siebenjährigen Sohn, ich hätte ständig Angst um ihn. Was würdet ihr in so einer Situation tun?

Gruß
dudium

HUHU

na anscheinend interessiert er sich doch für Mädchen und nicht für Jungs.

Nein mal im Ernst. "Eigentlich" geht die Justiz ja davon aus, dass er resozialisiert ist wenn er aus dem Gefängnis wieder auf die Menschheit losgelassen wird...

... Ich würde aber wahrscheinlich umziehen #schein

GLG

Das ist Quatsch!
Heute hat hier der Prozess vor dem Landgericht gegen den Mann begonnen, der meinen Cousin missbraucht hat!

Und der missbraucht seit Jahren Jungs und Mädels! Ist dem scheiss egal! Und der Kerl ist schon 65 Jahre alt und spielt den netten Onkel von nebenan!

Hoffentlich kommt er die nächsten Jahre nicht auf freien Fuß!

"na anscheinend interessiert er sich doch für Mädchen und nicht für Jungs."

sag mal, hat Dir einer ins Gehirn geschissen??????

überleg mal, was DU da schreibst!

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Ganz ehrlich: ausziehen. Vorher aber noch einmal alle Dokumente zeigen lassen und evtl. auf Echtheit prüfen.

Hallo,

sprich doch einfach mal mit dem Vermieter. Ganz sachlich erstmal. Vielleicht ist ihm ähnliches zu Ohren gekommen und er versucht schon längst, den Kerl aus seinem Haus zu bekommen.

Andernfalls würde ich mir auch ne neue Bleibe suchen. Mir wäre das auch zu gefährlich. Solche Kerle sind zu oft rückfällig, habe gerade selbst nen Fall in der Verwandtschaft.

Hallo!
Ich würde auch den Vermieter darauf ansprechen, was dir zu Ohren gekommen ist und ob der Mieter nach dem Absitzen seiner Haftstrafe (3 Jahre finde ich dafür viel zu wenig), weiter die Wohnung bewohnen wird, kündigen kann er ihm ja so einfach nicht, wenn er weiter die Miete pünktlich zahlt. Wenn der Vermieter, trotz dieser Straftat, dem Mann weiter die Wohnung überlassen wird und keinen Grund hat, ihm zu kündigen, würde ich mich jetzt schon nach einem neuen Zuhause umsehen, denn mit so einem Menschen würde ich nicht in einem Haus wohnen wollen!
LG,
Steffi

dem kann ich mich nur anschließen.

Huhu

Oh, dass ist echt übel.
Nächstes Jahr ist ja schon 2010.
Es ist ganz klar, dass du dir große Sorgen machst. Ich würde auch nicht mit so einen Menschen unter einen Dach leben wollen.

Du siehst ja, wie solche Menschen auch noch vor der Öffentlichkeit geschützt werden!!!
Vergewaltiger haben doch einen Freifahrtsschein!
Viele werden doch wegen Fehler der Justiz entlassen und man kann nichts dagegen machen.
Oder werden als "geheilt" eingestuft, obwohl sie kurz danach wieder tätig werden.
Aber wehe man bescheisst den Staat, da sehen die Strafen ganz anders aus... echt traurig...

Zum Glück hat dich der fremde Mann gewarnt. Wegen den Gerichtsurteil kann man ihn auch glauben.

Ich würde langsam nach einer anderen Wohnung ausschau halten.

LG sani und liah

Hallo Dudium,

uaaaaah, wir stecken hier gerade im Umzug und ich sehe, dass wir in derselben Stadt leben!
Schreib' mir doch bitte mal, um welchen Stadteil es sich handelt (aber über VK am besten).

Ist das ein Mehrfamilienhaus????

LG
Claudia

Sorry, genau so fängt für mich das aufhetzen an.
Sie weiß nichts genaues, sodern ''verlässt'' sich auf Schriftstücke die ein wildfremder Mann bei sich hat. Wobei ich mich auch noch frage, wie jemand an Urteilsabschriften bzw. andere im Normalfall für Fremde nicht zugängliche Schriftstücke kommt.

er hat gesagt, es war seine tochter ... sprich, er ist der vater. klar hat er dann auch das urteil!

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Hallo,

ich kann verstehen, dass Du Angst hast. Die hätte ich auch.

Auf der anderen Seite glaube ich nicht, dass es viel Sinn macht, aus diesem Grund wegzuziehen. Wenn Du umziehst, kennst Du Deine neuen Nachbarn auch nicht. Kannst nie sicher sein, wer in die Nähe Deines Kindes kommt. Aufpassen und Augen und Ohren offenhalten muss man immer. Und vor allem den Kindern beibringen, wie sie sich (nicht nur fremden) Menschen zu verhalten haben, damit sie sich nicht in Gefahr bringen. Denn nicht immer ist es der böse Nachbar, von dem man weiß, dass er schon Kinder missbraucht hat.

Wir hatten einen Fall in der Familie, da war es der "liebe" Nachbar, der nach über 10 Jahren engen nachbarschaftlichen/freundschaftlichen Kontaktes ein Kind missbrauchte.

Immerhin kennst Du in Deinem Fall die "Gefahr".

Aber zu Deiner eigenen Beruhigung würde ich mich auch mit dem Vermieter in Verbindung setzen, ob der Mann überhaupt zurückkommt. Vielleicht habt Ihr Glück und er taucht nicht wieder auf.

Ich drück Euch die Daumen!

LG, Cinderella

Nach all den Hetztiraden und Schreien nach Selbstjustiz und wasweißichnochalles, endlich mal ein sachlicher, vernünftiger Beitrag. Danke dafür :-)

ich sehe das nicht als hetztiraden an, was die leute hier so schreiben. hast du kinder ? was würdest du machen ?

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Hallo,

ich kann das mulmige Gefühl gut verstehen. Ich weiß nicht, was ich an Deiner Stelle täte. Im Grunde weiß man ja selten, wer da so neben einem wohnt. Aber jetzt, wo Du Bescheid weißt, kannst Du die Sache ja nicht einfach ausblenden. Ich glaube, ich würde tatäschlich umziehen, schon alleine, weil ich meinem Kind nicht zumuten wollen würde, ihm dieses Misstrauen gegen einen Nachbarn mitzugeben.

Aber so gruselig diese Geschichte auch ist: Die allermeisten Missbrauchsfälle finden im sozialen Nahbereich statt. Die beste Vorbeugung ist daher, die Kinder selbstbewusst zu machen, von Anfang an zu akzeptieren, wenn sie mal von jemanden keine Nähe wollen (auch wenn es die dann gekränkte Oma ist), kindgerecht das Thema zu besprechen und Vertrauen zu vermitteln. Ein viel größeres Problem als der verurteilte Triebtäter aus der Nachbarschaft sind wegschauende Mütter, die den Missbrauch durch Väter oder nahe Angehörige nicht sehen wollen.

Viele Grüße
I.

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