Vater hat hinter meinem Rücken Versicherung gekündigt!

Ich schicke mal voraus, dass ich zu meinen Eltern noch nie in gutes Verhältnis hatte.

Kurz vor ihrem (plötzlichen) Tod hat meine Mutter mir gesagt, es gäbe für mich eine Lebensversicherung, die im September 2008 zur Auszahlung käme. Als ich nach ihrem Tod meinem Vater half, ihre Unterlagen zu ordnen, habe ich die Police auch gesehen, mich aber nicht intensiv damit beschäftigt, weil ich damals andere Sorgen hatte.

Jetzt ist September 2008 vorbei und ich habe meinen Vater darauf angesprochen. Er hat sich so verhalten, als wisse er nichts von einer Versicherung. Ich habe ihm gesagt, ich hätte eine Police gesehen und er solle doch bitte nachschauen. Als nach mehreren Wochen nichts mehr von ihm kam, habe ich ihn anlässlich eines Familienkaffees erneut angesprochen und er hat sehr wütend geantwortet, da wäre nichts und er wisse auch nicht, wo er nachsehen solle. Ich hatte Sorge, er würde uns rausschmeißen, wenn ich weiter in ihn dringen würde und habe nichts mehr gesagt.

Ich bin aufgrund meiner Erfahrungen mit ihm sicher, dass er sehr wohl weiß was ich meine und dass er diese Versicherung hinter meinem Rücken aufgelöst hat und es nicht zugeben will. Juristisch ist das ja evtl. auch möglich: meine Eltern waren (glaube ich) Versicherungsnehmer und er hatte einen Erbschein.

Aber was ist mit der moralischen Seite? Ich finde, dass kann er ohne Not nicht machen!

Wie gehe ich damit um? Ich möchte das nicht auf sich beruhen lassen. Ich habe kein Vertrauen mehr zu ihm und will, dass er das weiß.

Was würdet ihr tun?

Wie kann ich evtl. doch noch versuchen, an "mein" Geld zu kommen? Denn schließlich hatte meine Mutter es mir zugedacht...

Hallo!
Was ich tun würde? Mir bewußt machen, daß nicht ICH es war, die das Geld in die Versicherung eingezahlt hat. Und auch wenn mir meine Mutter 100-mal das Geld zugedacht hätte, würde ich mich schämen, auf eine Lebensversicherung zu bestehen, in die ich nicht einen einzigen Cent eingezahlt habe.
Viele Grüße
Trollmama

Danke Trollmama für deine Antwort. Abgeschlossen hatte meine Mutter die Versicherung ohne Wissen meines Vaters. Es gab ein Testament auf Gegenseitigkeit und ich habe (natürlich!) nicht meinen Pflichtteil gefordert.

Aber ist es für dich nachvollziehbar, dass ich - unabhängig von der finanziellen Seite - von meinem Vater enttäuscht bin? Ich finde, er hätte es mir mitteilen müssen bzw. er müsste mir auf meine Frage nach der Versicherung eine ehrliche Antwort geben...

Sag mal, wie oft willst Du denn hier noch posten? :-[ Das Thema hast Du vor knapp 2 Wochen schon mal angeschnitten. Und zwar mit genau den selben Zeilen, wie jetzt.

Du hast Antworten bekommen. Sind die nicht so ausgefallen, wie Du es Dir erträumt hast? Oder warum kommst Du jetzt schon wieder mit dem gleichen Thema?

Nochmal, ich finde es ebenfalls ziemlich übel, dass man eine Lebensversicherung beanspruchen will, in die man nie selbst Geld eingezahlt hat. Aber wenn Du eben zu dieser Sorte Mensch gehörst, die das nicht die Bohne interessiert, dann setze Dich mit der Versicherung in Verbindung und frage da nach.

Notfalls gibts für Rechtsberatungsgespräche Rechtsanwälte, die man um Rat fragen kann #aha Aber ich kann schon verstehen, dass manche vor lauter Dollarzeichen vor den Augen die Möglichkeiten nicht mehr sehen #augen

In diesem Sinne schönes Leben noch

Ela (die es nicht fassen kann, wie man Geld für sich beansprucht, für dass man selbst nie 1 Cent gezahlt oder gearbeitet hat).#aerger

Nun, geh damit um, wie es Dir ist.... basta...

einerseits kein gutes Verhältnis zu den Eltern gehabt, andererseits nun auf Geld pochen???

Kurze Geschichte... da geht bei einem Menschen das Geld flöten, welches die Grosseltern für dessen Studium gedacht hatten, da die Eltern selber nichts hatten.... nun, die Mutter versprach, das Geld auszuzahlen, aber nix geschah... der Mensch studierte nicht, da er es selber nicht packte... aber mit der Mutter hat der Mensch immer noch Kontakt..

wäre das Verhältnis zwischen Mensch und Eltern nicht so gut gewesen, wäre das Geld kein Grund, Randale zu machen, da Mensch das Geld nie selber erwirtschaftet hat.

Noch Fragen???
Dann geh zum Anwalt.. oder brech den Kontakt mit dem Vater, wenn DU es für nötig hältst.

Es war schon immer so, es bleibt immer so.... bei Geld werden alle zu Hyänen, auch wenn sie nie was für DIESES Geld selber taten..

Gruss
Mone

"einerseits kein gutes Verhältnis zu den Eltern gehabt, andererseits nun auf Geld pochen???"

Na, ich weiss ja nicht, wie Dein Verhaeltnis zu Deinen Eltern ist, aber ich kann Dir sagen, dass mein Verhaeltnis zu meiner Mutter sehr, sehr schlecht ist (beziehungsweise nicht mehr vorhanden)...

Aus dieser Perspektive wuerde ich Dich fragen, warum Du das so schreibst? Meiner Auffassung nach ist die Antwort: Gerade!!!

Wenn meine Mutter mal den Loeffel abgibt, werde ich meinen Pflichtteil (denn mehr bekomme ich sowieso nicht) als Schmerzensgeld betrachten. Das habe ich dann zwar nicht "erwirtschaftet" (was fuer eine gestoerte Einstellung dahinter steckt, dass einem nichts zusteht, wenn man es nicht selbst erwirtschaftet hat, ist ein Thema fuer sich dann stuende einem kleinen Kind gar nichts zu), aber dennoch mehr als verdient...

Einfach mal ein bischen objektiver nachdenken in Zukunft und die rosarote Familienbrille absetzen...

rosarote Brille?????
schmunzel, da liegst bei mir total falsch... denn ich hab garantiert KEIN gutes Elternhaus genossen... was meine damaligen Erziehungsberechtigten angeht.

Und ja, meine Mutter kassierte das Geld meines Opa´s... ist halt so... ich verbuchte es auf dem Konto Lebenserfahrung, denn sie versprach es ihm, damit er nix schriftlich macht und gut. Ich verbuchte es als Lebenserfahrung, da meine Stiefschwester ebenso bereits vorzeitig bekam und ich nicht...
Soll ich deswegen zum Anwalt??? Nee Du, auch wenn mein Opa sich im Grab umdreht, aber es gibt NICHTS schriftlich, somit ist es wie es ist.

Solange unsere Kinder zu ihnen wollen, ok... wollen sie es irgendwann nicht mehr... ist es auch ok... ganz einfach..

Gruss
Mone (die mit dem Erbe "reich" wäre, so aber nicht danke sagen muss)


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Also im Gegensatz zu den meisten anderen biste ganz sicher nicht geldgeil. Sonst hättest bei der Durchsicht der Unterlagen schon drauf gepocht. Ich denke deine Mutter hatte sie für dich gedacht, dann hätte sie auch gewollt das sie bekommst oder nicht das dein Vater vorlügt das sie nicht existiert oder sich das Geld einsteckt.
Ich würde mich mal über einen Versicherungsvertreter vo euch schlau machen was damit ist oder direkt bei der Versicherung anrufen wie es damit gelagert ist, wer nun begünstigt ist. Wenn dein Vater sich diese Versicherung ungerechtfertigt angeeignet hat geh den anwaltlichen Weg. Sofern er dir nicht die Wahrheit sagt und ehrlich ist würde dir leider keine andere Wahl bleiben.
Ela

Ich sehe das anders.

Und die Antworten verstehe ich auch nicht.

Ich erinnere mich an einige Threads in denen Eltern fragten ob es in Ordnung sei, sich ein paar hundert Euro vom (von ihnen, den Eltern) Ersparten der Kinder auszuborgen.
Es gab Wellen der Entrüstung hier! Die Eltern wurden als unmoralisch, raffgierig und unmöglich dargestellt.

Nun hat diese Mutter angekündigt, dass die Tochter eine Lebensversicherung hat. Und der Vater hat diese verschleudert.
Ich finde es nicht in Ordnung. Zwar würde ich gar nichts machen, aber enttäuscht wäre ich.
Vor allem wegen der Reaktion der Vaters.

Hätte dieser mit seiner Tochter offen und ehrlich geredet und ihr erklärt warum er dies getan hat, wäre die Situation jetzt wohl auch eine andere.

Ich wäre von meinen Eltern enttäuscht.
Nicht wegen dem Geld. Wegen der ganzen Aktion.


Hallo valentina,

*lach* ja, die Antworten hier sind immer klasse!!!

Hier sagen sie:"Schäm Dich, Deine Eltern haben von Ihrem Geld gespart, sie können damit machen was sie wollen"

Im umgekehrten Fall sagen sie: "Schäm Dich, du hast für Dein Kind gespart"


Das kannst du mit fast jedem Thema hier machen...

Ich bin Deiner Meinung...Ich wäre enttäuscht, wenn es ohne ankündigung/Absprache erfolgt wäre.

Sanne

Hallo

Bei uns sieht es ähnlich aus. Als mein Schwiegervater starb, gab es für meinen Mann gar nichts.
Und den Sparvertrag----auf den Namen unseren Sohnes------hat sie mittlerweile leergeräumt.
Wir machen nichts.
Unser Sohn hat von kleinauf gelernt, dass er von seiner Oma nichts zu erwarten hat ------und wir sind der Meinung, dass es Geld ist, das wir nicht erwirtschaftet haben.
Soll sie mit glücklich werden.


Lieben Gruß
Eva

Grundguetiger! Manche Leute haben ja ne verdrehte Moral!

Ich verstehe den Grossteil meiner Vorredner auch nicht. Natuerlich ist das zum Kotzen, was Dein Vater da macht. Deine Eltern haben ZUSAMMEN (im gegenseitigen Vertrauen, dass der jeweils Ueberbleibende das in diesem Sinne weiterverfolgt) eine Versicherung fuer ihr Kind abgeschlossen. Und nun zieht er das ab. Ich meine, wenn sie das gewusst haette, haette Deine Mutter das Geld vielleicht auch lieber fuer andere Dinge verwendet. Nein, sie hat es gespart, fuer Dich. Nun reisst er es sich unter den Nagel. Das ist mehr als unfair Deiner Mutter gegenueber.

Der Raffzahn hier, liebe Moralapostel, ist uebrigens der Vater, nicht die Tochter.

Meine Mutter ist genauso. Sie beschiss genauso, als meine Eltern sich (endlich!!!) trennten... Das Gericht befasst sich jetzt eingehender mit ihr... :-D

Nein, poch auf Dein Recht! Ruf die Versicherung an, klaer das ab. Zwing Deinen Vater Dir zu antworten.

Liebe Gruesse,

Annie

steht meines wissen nicht der oder die Erbin im Todes- oder im Kündigungfall derjenige darauf?

ich würde ihn auch zur rede stellen, deine ma hat es für dich gemacht und nicht für dein Vater.

also ist es DEINS !

würde auch sagen Rechtsanwalt.

ich lege doch auch nicht was für meine Kinder an, um es ihnen bei irgendeiner Sache es wieder wegzunehmen, so was beklopptes.


see you und ich wünsche dir viel erfolg!

Das hast du schon vor Tagen mal gepostet.

Wenn nur deine Mutter die Versicherung abgeschlossen hat, dann war die Summe bei ihrem Tod sofort fällig.

Wenn es deine Eltern waren, dann haben Deine Eltern die Beiträge gezahlt und dein Vater konnte dann auch kündigen.

Moralisch sehe ich es so, daß 75% der Versicherungssumme erbmäßig (bzw. 50% gehören eh ihm, 50% der Erbmasse ja auch) deinem Vater sowieso gehören. Solange ein Elternteil lebt, würde ich nie an die Erbmasse wollen - moralisch und persönlich gesehen!

Ich finde es auch übel das du so auf das Geld pochst. Und wenn deine Mutter hinter dem Rücken deines Vaters eine Versicherung abgeschlossen hat und gewollt hätte das du diese auf jeden Fall bekommst, hätte Sie dir ja wohl den Versicherungsschein vorab gegeben oder es im Testament vermerkt (denk ich zumindest).

Genauso find ich das grass das du betonst das Erbe nicht angefochten zu haben.

Bist du wirklich so klat??

Ich hab ein sehr gutes Verhältniss zu meinen Eltern und wenn diese mal nimmer sind dann bleibt nimmer viel übrig da wir schon 10 Kinder sind. Aber das wäre mir auch egal da ich meinen Eltern im Herzen trage und mir auch ein kleines Andenken an sie reichen würde. Fotos, evtl ein kleines Schmuckstück oder auch nichts. Denn meine Eltern kann nichts auf der Welt ersetzen.

Ich hoffe das wenn du Kinder hast , diese nicht auch nur auf deine evtl. Hinterlassenschaften spekulieren.

bonbon die deine Ansichten überhaupt nicht verstehen kann.

Hallo,

vielleicht benötigte dein Vater das Geld ganz einfach für die Beerdigung.

Ich meine, wäre das Geld wirklich für dich bestimmt gewesen, hätte deine Mutter dich ja auch als Begünstigte angeben können.Anscheinend hat sie das aber nicht getan, sonst hättest du das Geld ja.


So einfach ist das.

Yvonne

Wenn Du bei dieser Police als Begünstigter eingetragen wärst, hättest Du schon längst von der Versicherung ein Schreiben bekommen.
Wenn Dein Name nicht erscheint, kannst Du gar nix machen. Da nützt Dir auch der beste Anwalt nix.

Danke für all die vielen Antworten hier! Ich bin froh, dass wenigstens ein paar mich verstehen können. Irgendwie ist es auch schwer, wenn man unsere Geschichte nicht kennt und jemand, der sowas wie ich nicht erlebt hat, kann sich da unmöglich einfühlen. War naiv von mir, das zu glauben.

Als meine Mutter starb und es ein Eheleute-Testament auf Gegenseitigkeit gab, habe ich nicht im Traum daran gedacht, meinen Pflichtteil zu beanspruchen. Das zu meiner Raffgier.

Die - übrigens kleine - Lebensversicherung war Teil meiner finanziellen Planung, u.a. für die Studien meiner beiden ältesten Kinder. Auch das war offensichtlich naiv. Aber auch das zu meiner Raffgier.

Mein Vater hat mehr Rente als mein Mann und ich zusammen verdienen und wohnt in einer abgezahlten Immobilie. Seine Rente teilt er zurzeit mit einer Freundin, die auf Grund seiner Unterstützung ihre studierende Enkelin großzügig unterstützen kann. Dazu sage ich nichts zu ihm. Dies zu meiner Raffgier.

Mich schmerzt unendlich, dass meine Mutter dieses Geld für mich gedacht hatte und dass mein Vater es ohne etwas dazu zu sagen aufgelöst hat. Es ist sein Recht, ja, aber gibt es nicht auch eine moralische Seite? Und warum gibt er es nicht einfach zu, wenn ich ihn danach frage?

Ich habe mich übrigens als Tochter niemals grob fehlverhalten oder etwas getan, das sein Verhalten verständlich sein lassen würde.

Das ich poste zeigt doch, dass ich mir sehr viele Gedanken darüber mache und auch selbstkritisch bin. Sonst würde ich ohne Skrupel den Kontakt zu ihm abbrechen oder zu einem Anwalt gehen.

>Mich schmerzt unendlich, dass meine Mutter dieses Geld für mich gedacht hatte<

Wie ich vorhin schon schrieb, wenn deine Mutter die Lebensversicherung wirklich für dich gedachte hatte, hätte sie dich als Begünstigte einsetzen können/müssen.

Yvonne

Da ich ja die Police gesehen habe, weiß ich, dass ich die Begünstigte war. Ich habe allerdings nicht darauf geachtet, wer Versicherungsnehmer war.

Wäre meine Mutter Versicherungsnehmerin gewesen, hätte die Versicherung doch nach ihrem Tod an mich auszahlen müssen. Da dort meine Adresse und auch mein Ehename nicht bekannt war, habe ich nie was von der Versicherung gehört. Haben die sich an meinen Vater gewandt? Er hatte einen Erbschein.

Ich fürchte aber fast, dass mein Vater selbst Versicherungsnehmer war. Vor 30 Jahren war meine Mutter nicht berufstätig, hatte kein eigenes Einkommen und war null emanzipiert. Ich schätze, sie hat gedacht, er verdient das Geld, dann muss die Versicherung auf seinen Namen lauten.

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