Kein Empfinden mehr für meine Mutter

und keine Lust mehr anzurufen oder gar zu besuchen.

Es ist so, dass mein Vater der Tyrann ist und war, meine Mutter keine Kraft und keinen Mut gegen ihn aufbringen konnte und meine Meinung jetzt auch nicht wollte.
Er hat uns geschlagen, sie ist nicht dazwischen, manchmal auch: Warum musstet ihr da auch machen?!
Er hat uns viele schwere Arbeiteten gegeben, Sie hat uns kaum geholfen.
Meine vier anderen Geschwister haben guten Kontakt zu den Eltern-bis jetzt, sie wohnten auch noch ganz lange in der Nähe.
Schwester Nr. 1 kapselt sich, seit dem Umzug in eine andere Stadt, aber auch immer mehr ab.
Mein Bruder hat immer wieder Wut auf Sie und natürlich Streit, der aber imer schnell endet, weil Kinder (auch wenn Sie erwachsen sind) eben immer schnell verzeihen.
Schwester Nr. 2 ist wie mein Vater und daher doof wie eine Hupe und verträgt sich mit den Eltern, obwohl ihr nie was gutes getan wurde. Jetzt wohnt sie in Österreich, hat ihre zwei Kinder bei den jeweiligen Vätern gelassen und freut sich auf die Heimatbesuche aller 3 Monate und ist glücklich-muss ja jeder selbst wissen.
Schwester Nr. 3 wohnt noch zu Hause, da erst 13 jahre alt und findet ihr Leben, mal abgesehen von Schule, glaube ich ganz gut.

Ich bin mit 15 Jahren ausgezogen und freiwillig ins Heim, weil sich meine Eltern
1. nicht um uns gekümmert haben (die sind in eine andere Stadt gezogen und haben mich mit Bruder und Schwester Nr. 3 alleine gelassen und uns 6 Monate später nachgeholt. Währenddessen waren wir auf uns allein gestellt mit Geld was sie einmal wöchentlich brachten). Da war ich 12 Jahre. Wurde ausserdem noch auf den Weg zur Schule vergewaltigt und alles was meine Mutter sagte, war: Erzähle es nicht der Oma! Dann waren Sie wieder weg.
2. Mein Vater mir ständig Steine in den Weg geschmissen hat bzgl. der Schule. Er wollte mich kurz vor, bzw. während der Prüfungen raus nehmen und in eine andere Schule stecken.

Seither habe ich immer weniger Kontakt, mit meinem Vater rede ich mittlerweile nicht mehr, ohne das es noch irgendein schlüsselerlebnis gab. Aber ich denke das vorgefallene reicht ja auch.
Zu meiner Mutter hatte ich anfangs noch ganz guten Kontakt, der über die Jahre hinweg immer mehr abgenommen hat.
Ich war im Mai zu besuch. Seither habe ich keine Lust auch nur anzurufen. Es war eigentlich ein schönes Wochenende mit ihr und meinen Geschwistern. Es gab wieder kein schlüsselerlebnis, aber ich empfinde nichts für Sie. Ich weiss gar nicht was ich noch mit ihr reden soll. Es kommt mir vor, wie verlorene Zeit.
Das ich so denke, stimmt mich traurig und nachdenklich.
Aber über meinen Schatten sprinegen? Wozu?

Zu meinen Geschwistern habe ich, ausser zu Schwester Nr. 2, einen guten bis sehr guten Draht.
Sie denken ähnlich oder genauso, sind aber nicht so rigoros wie ich.

Ich überlege, den Kontakt zur Mutter ganz abzubrechen. Wird mir das später mal leid tun? Soll ich es so laufen lassen? Ist das Fass nicht schon längst voll? Muss es erst überlaufen?

Gruss Diana

1

Heute ist ja wohl "Muttertag".

Dir geht es doch ganz gut. Lass die Kiste so laufen und fertig. Du willst nix von ihr - sie will nix von Dir. Warum den Stress reinbringen und kein Wort mehr miteinander reden, bringt für meine Begriffe nix.

Klar ist das traurig. Du scheinst mir allerdings nur über die Tatsache ansich traurig zu sein, nicht wegen der Person Deiner Mutter.

Freu Dich, daß Du mit dem Großteil Deiner Geschwister klar kommst. Ist ja auch Familie.

Gott zum Gruße
Irmi

2

Hy Diana

Wenn Du keine grossen gefühle hast, dann braucht du die auch nicht vorzuspielen...

Aber ab und zu kein Kaffee zusammen, sowie Geburtstag/weihnachtsfeiertage ... würde ich schon kontakt halten.

Auch wenn es nur sogenanter "smalltalk" ist, aber nicht das es DIR leid tut, wenn Sie nicht mehr ist.....

Liebe Grüsse
Anja

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