Schwiegereltern, eigentlich Silopo

Hallo Ihr Lieben!
Sorry, dass ich euch jetzt zutexte, aber ich muss mal meine Wut los werden.
Mein Sohn (3 Jahre) ist zur Zeit extrem bockig und bekommt Wutanfälle, bei denen er tritt, beißt, schlägt usw. Ich kann damit recht gut umgehen, es hat sich gezeigt, dass er am ehsten wieder ruhig wird, wenn man in ganz in Ruhe lässt.
Am Sonntag war er bei meinen Schwiegereltern, da wollte er zum Mittagsschlaf keine Windel anziehen und bekam darauf hin wieder einen Wutanfall, bei dem er meine Schwimu getreten hat. Darauf hin wurden mein Schwiegervater und meine Schwiegermutter ziemlich böse und haben mit ihm geschimpft. Das schlimmste an der Sache ist, dass der Opa zu Jonah gesagt hat, er hätte ihn ja krank gemacht (an dem Tag hatte er es ziemlich am Kreislauf, er hat sogar vormittags während des Taufgottesdienstes meiner Tochter die Kirche verlassen, was ja schon der Hammer ist, und kurz darauf auch die Oma, aber das ist ne andre Geschichte) und er wolle ihn nicht mehr sehen. Er hat ihn dann tatsächlich nach dem Mittagsschlaf nicht beachtet. Das war am Sonntag. Gestern Abend habe ich Jonah im Bett gesagt, dass die Oma ihn heute vom KiGa abholt und mit heim nimmt. Darauf hin hat Jonah ganz traurig gefragt, ob er denn wirklich mit könne, der Opa wolle ihn doch nicht mehr sehen. Das hat mir das Herz gebrochen. Die Sache an sich ist ja schon schlimm genug, so was sagt man zu niemandem, erst recht nicht zu nem Kind. Heute sagte ich zur Oma, mein Schwiegervater solle bitte mir Jonah reden, dass er es nicht so gemeint hätte und ihn lieb hat. Darauf hin sagt sie, dass müsse er nicht, er wär den ganzen Tag schon gut gelaunt und würde die ganze Zeit nach Opa fragen, er hätte das bestimmt schon vergessen. Ich hab dann gesagt, dass ich das so will, und ich es wichtig fände. Nein, das mache sie nicht. Ich habe kein Wort mehr rausbekommen vor Wut. Was soll ich jetzt tun? Mein Mann blockt immer ab, wenn ich seine Eltern ins Gespräch bringe und würde das, glaub ich, nie bei den beiden ansprechen. Wenn sie nicht mit meinen Sohn reden, will ich nicht, dass er noch mal hin fährt, solange bis das geklärt ist. Das Gespräch gestern Abend mit Jonah hat mir gezeigt, dass ihm das sehr wohl was ausmacht und er darüber traurig ist, er liebt seinen Opa doch über alles.

Ist jetzt leider ziemlich lang geworden und ich habe viel durcheinander geschrieben, aber es hat mir gut getan, das ganze von Seele zu schreiben.
Also, nochmal sorrry fürs #bla #bla

LG Katrin

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Hallo,

wie wäre es denn wenn der Kurze sich mal bei Oma
entschuldigt ?
Bring dem Kleinen bei das es so auch nicht geht.
Sorry, aber statt in Ruhe zu lassen, solltest mal langsam anfangen zu erziehen.
Ist ja der Hammer schlechthin das so ein Mini einfach nach der Verwandtschaft tritt.

Opas und Ommas sagen in solchen Momenten halt auch mal im Affekt etwas, was nicht so gemeint war.
Vielleicht auch nicht ohne Grund #kratz denn so wie es aussieht unternimmst du ja in solchen Situationen nicht gerade viel.....

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Hallo, Katrin,
sorry, aber DEIN Sohn hat sich bockig und gemein gegenüber dem Opa benommen, aber der Opa soll sich entschuldigen? Du solltest Deinem Kleinen beibringen, dass man nicht tritt und schlägt - Trotzphase hin oder her. Und wenn doch, dann muss er damit rechnen, dass ihn Oma/Opa mal eine Weile nicht sehen wollen.

Meine Schwiegereltern wollten meine Tochter auch mal einige Zeit nicht bei sich haben, weil sie mit ihrer aufmüpfigen und frechen Art nicht klargekommen sind. Anne war traurig, klar, aber sie war selbst schuld. Da kann ich doch nicht verlangen, dass die Schwiegeltern klein beigeben? Was hätte das für einen Erziehungserfolg?

LG
Linda

3

Hallo Katrin,

klar war die Reaktion deines Schwiegervaters so nicht ganz ok aber ich bin auch der Meinung das dein Sohn sich zu entschuldigen hat. Sicher ist der Opa dann auch dazu bereit ihm zu sagen, das er ihn trotzdem lieb hat.

Dein Kleiner testet seine Grenzen aus und da solltest du bzw. die Verwandtschaft auch Grenzen geben. Bei meiner Nichte hat diese Phase nicht sehr lange gedauert nachdem Sie die logischen Konsequenzen für ihr Verhalten ziehen musste. Nur Wutanfälle zu ignorieren bringt da nicht wirklich was.

LG

Judith

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Du hast Recht, sowas sagt man nicht zu einem kleinen Kind, aber dein Sohn muss auch lernen sich zu entschuldigen und das man die Oma tritt das geht einfach nicht.

Du musst ihm beibringen das er sich für sowas zu entschuldigen hat bzw. das er sowas nicht darf.
Dein Schwiegervater sollte trotzdem deinem Sohn sagen das er es nciht so gemeint hat.
Was das mit der Kirche angeht, sei mir nicht böse aber du kannst auf deinen Schwiegervater nicht sauer sein wenn er den Taufgottesdienst verlässt wenn es ihm nicht gut geht.
Ich habe auch oft Kreislaufprobleme und da kann ich ihn schon verstehen das er geht wenn er sich nicht wohlfühlt und das du deshalb sauer bist ist kindisch.

Was ist denn wichtiger... die Gesundheit eines Menschen oder ein Taufgottesdienst?
Ich hoffe das du antwortest die Gesundheit.

Gruss Carrie

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Hallo Katrin,

ich finde, dass hier von meinen Vorschreiberinnen Dinge vermengt werden, die nichts miteinander zu tun haben.

Ich gehe mal davon aus, dass DU Dein Kind ausreichend erziehst. Auch das Kinder während eines Trotzanfalls treten, ist ja nun nicht ungewöhnlich. Nachher wirst Du ja mit Deinem Sohn sicher besprechen, dass das falsch ist und ihn nicht weiterbringt.

Was Dein Schwiegervater aber gemacht hat, halte ich persönlich für seelisch und emotional grausam. Ein Kind einem derart schrecklichen Druck auszusetzen, ist indiskutabel. Wer würde denn seinen Partner der Schuld an den eigenen Kreislaufbeschwerden bezichtigen, wenn diese nachweislich andere Gründe haben? Klare Antwort: Niemand, dem auch nur annähernd etwas an seinem Partner liegt. Und warum nicht? Aus Liebe und Respekt. Genau dies sollten wir aber auch unseren (Enkel-)Kindern entgegen bringen. Kinder brauchen Sicherheit. Sie benötigen die tiefe Überzeugung, dass sich Ihre Lieben nicht von Ihnen abwenden werden, egal wie schwierig sie sind. Man muss Kindern immer zugewandt bleiben, Liebesentzug - und nichts anderes ist Nichtbeachtung - verletzt und verängstigt ein Kind. Kinder lernen erst sich zu kontrollieren, Kinder lernen erst, dass ihr Verhalten Auswirkungen auf andere hat. Kinder müssen in sich sicher sein können, dass sie bei einem Fehlverhalten nicht gleich weg- und ausgestoßen werden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich würde auf ein klärendes Gespräch zwischen dem Opa und dem Enkel beharren. Der Opa kann dem Kleinen ja sagen,wie er sich gefühlt und warum er sich zu solchen Aussagen und solchem Handeln hat, hinreissen lassen. Genau das soll Dein Sohn ja auchfür sein Leben lernen: Wie man sich miteinander auseinandersetzt. Hier wäre eine gute Gelegenheit für den Opa, es ihm vorzuleben.

LG,
die Landmaus

7

Hallo,

Kinder die treten sind nicht ungewöhnlich?
Ich würde eher unerzogen sagen.
Denn normal ist so was garantiert nicht!#kratz

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Hi!

Wenn Deine VK aktuell und vollständig ist,dann hast Du noch keine Kinder? Oder hast Du besonders ruhige oder pflegeleichte Kinder und projezierst das jetzt auch auf alle anderen? Das die auch so sein müssen?

Kleine Kinder ( im Trotzalter) reagieren einfach, sie können sich noch nicht so ausdrücken wie Erwachsene und reagieren mitunter auch agressiv, weil sie sich in Worten noch nicht so ausdrücken können. Einige schreien, einige treten, die nächsten hauen oder beissen. Alles normal in dem Alter, gerade wenn die Kleinen in einem Trotzanfall sind. dann bekommen sie meist nämlich gar nicht mehr mit, was um sie herum passiert. Aufgabe der Erwachsenen, vor allem der Erziehungsberechtigten. ist es dann, den Kindern andere Wege aufzuzeigen mit ihren Agressionen umzugehen oder ihren Frust rauszulassen und ihnen zu zeigen, dass es mit hauen treten und Co nicht geht. Aber das ist eine Arbeit, die mit einmal ermahnen nicht getan ist, sondern sich auch über einen längeren Zeitpunkt hinziehen kann.

Ja, Kinder die in der Trotzphase treten sind nicht ungewöhnlich und es hat auch nicht immer unbedingt etwas mit unerzogen zu tun, denn die Erziehung kann zu dem Zeitpunkt ja gerade im Gang sein.


LG

curlysue

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Hallo,

ich finde es ist wichtig, dass ein Kind-aber auch ein Erwachsener- lernt, sich zu entschuldigen.

Meine große Tochter bockt auch manchmal. Sie tritt und haut aber nicht dabei. Würde sie das machen, dann würde ich sie nicht in Ruhe lassen sondern sie müsste in ihr Zimmer gehen.
Sie bockt anders-indem sie schreit.

Manchmal rufe ich dann dagegen, doch sie überhört das dann logischerweise. Dann muss sie in ihr Zimmer. Nach wenigen Minuten kommt sie dann raus-nimmt mich in den Arm und sagt dass es ihr leid tut.
Das finde ich sehr wichtig.
Ich nehme sie dann in den Arm und sage ihr dass ich das nicht in Ordnung fand, dass ich sie aber trotzdem lieb habe.

Auch wenn sie einem anderen Kind weh tut-sie entschuldigt sich.

Meine Kinder müssen nicht perfekt sein. Doch einige Dinge müssen sie können:

Bitte sagen, Danke sagen, sich entschuldigen, höflich sein, hilfsbereit sein, nicht in der Öffendlichkeit ausrasten (einkauf, etc.)



LG Mona

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Hallo Katrin!

Also meine Meinung ist, dass sich beide entschuldigen sollten. Dein Sohn muss lernen anders mit Frust und Agressionen umzugehen und Dein Schwiva sollte sich in solchen Kommentaren kl. Kindern gegenüber auch etwas mehr zusammenreissen.

Wenn mein Sohn gebockt hat (und auch jetzt noch bockt) und dabei gegen andere tritt oder haut, dann nehme ich ihn aus dem Geschehen und er kann sich woanders austoben. Anschl. sage ich ihm klipp und klar, dass es nicht ok war, was er gemacht hat und er muss sich auch entschuldigen, wenn er gegen andere angegangen ist.

Es ist ok, wenn Oma und Opa in solch einer Situation schimpfen, aber dem Jungen einzureden, er wäre an Opas Gesundheitszustand schuld, finde ich daneben und darum sollte er auch mit seinem Enkel reden.

Was das Verlassen des Taufgottesdienst betrifft, weiß ich nicht, was so schlimm daran war. Mir ist lieber jemand, dem es nicht gut geht verläßt rechtzeitig die Taufe als dass er dann neben dem Taufbecken in Ohnmacht fällt etc. Und damit die ganze Feier erst recht sprengt. Abgesehen davon, dass auch ich finde, die Gesundheit geht vor.


LG

curlysue

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Du kannst doch niemanden zwingen, etwas zu erzählen, was die nicht erzählen mögen.

Stattdessen hast DU zu akzeptieren, daß die Schwiegereltern halt eine andere Generation sind. Vielleicht gehen die nicht immer mit Worten richtig um, aber sie zeigen Konsequenz. Es war ja auch nicht toll, dass euer Kleiner nach der Oma tritt.

Die Beziehung zwischen deinem Sohn und den Grosseltern wird schon ok sein.

Ich finde deine Reaktion eher etwas komisch. Da geht es dem Schwiegervater nicht gut, so daß er die Kirche verlassen muss. Schwiegermutter geht auch, um wahrscheinlich nach ihm zu sehen. Da kannst du doch nicht beleidigt sein!!

Ich bin mal in der Kirche ohnmächtig geworden - glaub mir, der Marmorboden ist schon ziemlich hart.

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Also ich kann meine Vorschreiberinnen nicht verstehen! Ich finde es total daneben einem Kind die Schuld dafür zu geben, daß man krank ist.

DAS GEHT GAR NICHT!!!!!!

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Hallo,

die meisten, die geantwortet haben, haben dazu geschrieben, dass die Aussage des Opas auch nicht in Ordnung war.

Doch es geht auch darum, dass das Kind schon drei Jahre alt ist.
Da ist es langsam mal Zeit zu erziehen und nicht einfach nur zuschauen wenn das Kind austickt.

Man muss die Kinder auf das Leben vorbereiten und dazu gehört auch, dass man ihnen beibringt was ok ist und was nicht.
Ich lasse mein Kind nicht in Ruhe wenn es mir weh tut sondern mein Kind wird dafür konsequent bestraft.
Ich schreie nicht und ich schlage mein Kind nicht. Aber ich erziehe es so dass man es auch auf andere Menschen loslassen kann.
Ich möchte nicht immer eine tickende Zeitbombe dabei haben, die niemand mehr bei sich haben will weil es kein benehmen hat.

Der Opa hat vielleicht so reagiert weil es ihm nicht gut geht. Zudem ist es eine andere Generation. Bedenke mal, wie diese Generation früher aufgewachsen ist.
Und einen alten Baum verpflanzt man nicht mehr. Diese Generation hat ihren Standpunkt-da kann man schlecht daran rütteln.

LG Mona