Meine Mama kann nicht mit Geld umgehen

Hallo ihr Lieben,

ich hab da ein Problem mit meiner Mama.

Sie ist seit ca. 4 Jahren arbeitslos und bekommt jetzt Hartz 4.

Als wir noch zuhause wohnten, lebte sie im Luxus. Hatte ein Gehalt von ca. 1500€, Unterhalt von mir ca. 600€ und kindergeld und musste weder miete, noch strom zahlen. Nur telefon und ihr Auto ... Da hätte man ja mal was für schlechte zeiten zurücklegen können ... hat sie leider net :-(

Jetzt bekommt sie Hartz 4 (347€), hat den kleinen Nebenjob, von dem ihr ca. 100€ bleiben und zahlt 420€ Miete, davon muss sie natürlich 120€ selbst bezahlen, weil nur 300€ warm bezahlt werden vom Amt.

Ihr bleiben also 327€ ... und am 15. hat sie nixmehr ... garnimehr ... ich versteh sowas net #kratz

Sie kauft sich Sachen, die sie sich eigentlich garnet leisten könnte.

Und zu wem kommt sie dann mitte des Monats? Zu mir natürlich :-(

Es ios ja net so, dass ich ihr net gerne was gebe, aber bei uns wirds dann am ende des monats auch knapp, weil ich ihr dauernd was leihen muss.

Mittlerweile sinds knapp 300€, das mag für manche Leute wenig sein, für uns is das viel Geld ... und es wird natürlich immer mehr und mehr und sie kanns net zurückzahlen.

Ich hab aber auch ein schlechtes gewissen wenn ich ihr nix gebe.

Was soll ich tun? Langsam kann ich mir "das nimmer leisten".

LG Mimi

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Liebe mimi,
Ich kenne deine Situation.Auch wenn meine Ma Geld verdient und GENUG!!
Einkommen hat, auch keine miete zu zahlen hat, da abbezahltes Eigenheim,so kommt sie auch spätestens am 15.eines Monats zu mir und möchte sich etwas leihen.

Sie gibt am 1. immer das Geld mit vollen Händen aus, da wird geshoppt als gäbe es kein Morgen und der Kühlschrank ist permanent halbleer.
Leider gebietet auch mein Vater ihr keinen Einhalt, habe darüber schon mit ihm geredet, er sagt gar nix mehr.
Mir tut das immer sehr leid, aber was soll ich machen??

Ich gebe ihr mittlerweile nichts mehr, da ich es auch nicht wieder bekomme oder dem Geld wochen bis monatelang hinterher laufen muß.Das ist jedes Mal Theater.

Für mich ist es dann immer sehr unangenehm nach MEINEM Geld zu fragen.
Deswegen geb ich nichts mehr.Sie fragt hin und wieder immer mal, aber ich versuche wirklich hart zu bleiben, fällt mir oft sehr schwer.
Aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.Gut, helfen konnte ich dir jetzt nicht, aber du siehst, es geht dir nicht alleine so!
LG,joyce246 eine Leidensgenossin

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Schenk Deiner Mama ein Buch übers Geldeinteilen und gib ihr kein Bargeld. Ich würde da echt nur mit ihr zu Aldi gehen und die nötigsten Lebensmittel kaufen.

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Hallo, Mimi,
ich weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber bei uns gibt es in jedem Städtchen die "Tafel". Da kann man zweimal in der Woche Lebensmittel abholen. Damit fällt schon ein großer Posten weg und es wäre eine große Entlastung für Deine Mama.
Wenn es das bei Euch nicht gibt, würde ich ihr klipp und klar sagen, dass Du ihr kein Geld mehr geben kannst. Setz Dich mit ihr hin und mach einen Küchenplan mit einem Budget von etwa 40 Euro. Damit müßte sie hinkommen. Kleider gibt es beim Kleidermarkt des BRK. Es ist klar, dass es nicht einfach ist, aber in so einem Fall muss man einfach seinen Stolz überwinden und den Tatsachen ins Auge sehen.
Solange sie auf Deine Hilfe rechnen kann, wird sich aber wohl nichts ändern.
LG
Linda

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Ich habe auch so eine Mutter. Sie geht zwar arbeiten, ist aber regelmäßig am 10. schon pleite. Dabei hat sie 1000 Euro netto und muss nur Nebenkosten, Strom, Bus zahlen. Ich leihe ihr nichts. Wenn sie nichts mehr im Kühlschrank hätte, würde ich ihr lediglich Lebensmittel geben. Meine Mutter hat einen Kredit, kauft bei Warenhäusern "auf Pump", kaut Kosmetika ausschließlich in der Apotheke und nur teure Klamotten.

Ich finde, man darf das nicht unterstützen. Wenn deine Mutter das nächste Mal kommt, gib ihr Lebensmittel oder biete ihr an, mit ihr zum Supermarkt zu fahren. Indem du ihr Geld gibts, hilfst du ihr nicht, sondern unterstützt sie in ihrem Verhalten nur.

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Sie wird es nicht lernen, so lange Du einspringst.

Gruß

Manavgat

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