Die Großeltern wissen alles besser - was tun?

Hallo Ihr Lieben,

ich habe folgendes Problem: Sowohl meine Mutter als auch meine Schwiegereltern wissen alles besser. Wenn unser Junge weint, sollen wir ihn einfach schreien lassen, statt zu stillen (wg. fester Zeiten und so) oder noch schlimmer: ihn nur rumzutragen und zu schaukeln. Das Tragetuch ist ungesund, Stillgruppen doch etwas fragwürdig und da der Lütte ziehmlich groß ist (5600 g, 61 cm), werde ich ständig gefragt, wann ich endlich zufüttere. Ich hab schon hundertmal erklärt, dass ich die ersten 6 Monate voll stille und JA, ICH HABE GENUG MILCH. :-[ (Bei dem Wonneproppen eigentlich nicht zu übersehen! :-p)

Irgendwie komme ich nicht voran. Bei meiner Mutter bin ich soweit, dass sie sich in meiner Gegenwart etwas zurückhält. Bekomme aber trotzdem mit, dass sie denkt, wir verwöhnen den Kleinen zu sehr.
Bei meiner SchwieMu nützt alles nichts. Denn immerhin sind wir ja auch nicht emotional und geistig total verkümmert. Kann also nicht falsch gewesen sein, uns im Kinderwagen 4 Stunden rauszustellen und dann erst nach uns zu sehen, wenn die Zeit für die Flasche ran ist. Usw. und so fort #bla

Was macht Ihr so? Habe schon überlegt, ihnen ein Buch über moderne Erziehungsmethoden zu schenken, weiß aber nicht welches und ob das hilft. #kratz

Ich brauche Hilfe, sonst werde ich noch wahnsinnig!!! #schock

LG
Mimmelit und Krischan (6 Wo)

1

Hallo Mimmelit,

am besten hat mir geholfen:
Nicht aufregen, sie wissen es nicht besser und es wird noch lange so weitergehen.
Als nächsten dann ein offenes Gespräch, ich habe damals klar gestellt, das wir unser Kinder so erziehen wie wir es für Richtig halten und einfach keine Ratschläge wünschen, außer wir Fragen danach.
Dann Notfalls der Rückzug. Das habe ich bei meiner Schwiegermutter gemacht. Nach 6 Wochen hat sie eingelenkt und wir kommen seit dem einigermaßen klar. Sie äußert weniger Ratschläge und ich überhöre sie wenn sie welche äußert.

Ansonsten hör auf deinen Instinkt, du machst schon alles Richtig. Stillen und Tragetücher sind hervorragend. Und im ersten Jahr kann man nicht verwöhnen.

Viel Spaß noch mit Krischan (der Name gefällt mir sehr gut, könnte es noch auf die Liste schaffen)
Lg
elisha ET+1, die gerade das Telefon ausgestellt hat

2

setz alle an einen tisch und red klartext.IHR erzieht euer kind und wir leben nicht mehr im damals.sicher war nicht alles schlecht,aber viele erkenntnisse haben sich erneuert.und du machst das schon richtig so.

wenn sie nicht mitziehen,würde ich mich an deiner stelle ein wenig(oder auch ein wenig mehr)zurückziehen.unter dem streß leidet sonst auch der kleine und das wollen sicher die verwandten auch nicht.

alles gute und mach weiter so!

3

Hallo,

sowas kann nerven! wenn bei uns mal einer was sagte ( was selten vorkam ) habe ich eigentlich immer gelacht und gesagt daß heute eben alles ander ist als früher und ich es so mache wie ich es meine. Man könnte sich auch auf Kinderarzt, Hebamme, Stillberaterin etc berufen wenn man unsicher ist!Manchmal nützt sowas.
Wenn einer meinte ich würde meinen Sohn verwöhne weil ich ihn getragen habe und ihn gleich hochnahm wenn er weinte habe ich nur lachend entgegnet daß mein Kleiner ja zum Verwöhnen da sei und ich das gerne mache!
Einfach mal etwas in`s lächerliche ziehen.....LG Z.

4

Also sowas kann echt nerven wobei ich sagen muss das ich davon ziemlich gut verschont geblieben bin. Ich würde es wie die anderen machen, entweder drüber lachen oder sagen heute isses eben anders als damals und ihr werdet euch trotz der Meinung der anderen eh nicht ändern und es weiter so machen. Sie mögen sich also bitte ihre Ratschläge in dieser Art sparen. WEnn sies kapieren OK wenn nicht steh nächstes Mal einfach auf und geh. Sonst geh ne Weile auch wirklich nicht mehr hin. Wrüde ich auch machen. Wobei mein Kleiner jetzt schon bald 2.5 Jahre alt ist.
ELa

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#schein Hallo,

auf Durchzug schalten!

Das ist der einfachste Weg. Lass sie reden, aber sag nix drauf und mach DU DEIN Ding weiter. Du wirst schon wissen, wie was wo du warum tust.

Anfangs habe ich auch immer erklärt, wieso weshalb warum und dies und das so und so mache und nicht so, aber auf die Diskussionen hatte ich dann keine Lust mehr. Denn ständig kam dann die Antwort: "naja, wir haben das früher so gemacht ... und wie du siehst, sind ja alle so groß geworden und leben heute noch ..." #augen ... :-) ...

Gruß,
Bianca

Lass sie #bla #bla #bla und du mach auf #cool und anstatt #kratz :-[ #heul

6

Hallo!

Irgendwie ist es doch bei vielen Gleich. Unser Kleiner kommt Ende nächstes Jahr (da ist er 2 1/4) in die Kinderkrippe weil ich da wieder halbtags arbeiten gehe. In den Augen meiner SchwiMu der völlig falsche weg. In ihren Augen sind die Kleinen da nicht gut aufgehoben um ihn wird sich keiner richtig kümmern. Momentan arbeite ich 2 vormittage die Woche, da ist der Kleine bei meiner Mutter (sie kann sich ihre Arbeit glücklicherweise einteilen). Das passt SchwiMu auch nicht. Ich sollte lieber bei meinem Kind sein (das wir das Geld auch gut brauchen und ich gerne in meinem Job drin bleiben möchte, will sie net hören). Allerdings würde ich ihn zu ihr geben (sie ist ganztags berufstätig) könnte ich ruhig arbeiten gehen. Hm, versteht einer die Logik?
Naja, mein Mann hat sie sich dann ma zur Brust genommen. Sie muss akzeptieren das wir unser Kind erziehen wie wir uns das vorstellen und wenn wir einen Rat brauchen sollten fragen wir nach und wollen nicht ständig Weisheiten aufgetragen bekommen. Naja, sie murrt zwar immer noch, aber es wird langsam besser.

Viele Grüße

Steffi + Luis (15 Monate)

7

Hallo Mimmelit!

Bei mir ist das ganze jetzt 2 bzw. 3 Jahre her.

Sowohl meine Eltern als auch meine Schwiegereltern waren ständig darauf bedacht mir zu erzählen, wie es früher war und dass sie ja damals alle eine Babywaage gehabt hätten usw. usw.

Meine Kinder sind gesund und "groß", der Erfolg gibt mir also Recht. Wir haben unsere Kinder immer selber versorgt und getragen und mit Liebe verwöhnt, sehr zum Leidwesen meiner Schwiegermutter, die nie verstanden hat, wieso wir unsere Töchter nicht direkt nach der Geburt bei ihr abgegeben haben, damit sie endlich ihre langersehnte Tochter haben kann (ist übertrieben, aber bei unserer Großen hat sie sich teilweise wirklich aufgeführt, als wäre sie ihre Tochter).

Ich war erst mit meiner Kleinen in der Stillgruppe und ich hätte es auch schon ein Jahr eher machen sollen, denn die Atmosphäre dort war super und der Austausch mit anderen Mamas hat mir geholfen, 6 Monate voll zu stillen und bis zum 10. Monat weiter zu machen, so dass sie noch nie eine Babyflasche bekommen hat.
Sie war schon seit Geburt an sehr zierlich und hat langsam aber stetig jede Woche 100 g zugenommen und dann braucht man wirklich starke Nerven, wenn der gesamte Familienkreis nörgelt, das Kind bekäme zu wenig Nahrung.

Bücher über Erziehung nützen gar nix, die Leute wissen doch gar nichts über euer Kind (Argument, das ich gehört hab).

Das einzige, zu dem ich dir raten kann, ist, dir immer wieder vor Augen zu halten, dass du es bist, die deinen Sohn Tag für Tag betreut, die weiß, was jede Regung und Tonlage bedeutet und die dafür Sorge zu tragen hat, dass es ihm gut geht. Du und Dein Mann, ihr habt die Verantwortung und was ihr entscheidet kann ja nicht so falsch sein, denn immerhin kennt ihr euer Kind am besten.
Ihr seid eigenständige Menschen und euer Sohn auch, das heißt ja, dass nicht das, was euch "gut" getan hat (oder einfach nur nicht geschadet hat), für euern Sohn auch gelten muss.

Handelt einfach nach euerm Gedenken und lasst die anderen reden.
Ihr macht das schon richtig.

Und in ein paar Monaten sieht alles auch wieder anders aus. Dann hast du irgendwann abgestillt und die Hormonumstellung ist abgeschlossen, dann sieht man (frau) die Dinge auch wieder etwas lockerer. Bei mir war es jedenfalls so, nachdem die Stillzeit wieder vorüber war, konnte ich viel lockerer reagieren und einfach über solche Sticheleien weghören oder einen Witz draus machen...

Liebe Grüße

Danny0903

8

Ich kenne das nur zu gut. Bei mir sind es aber nicht nur Mutter und Schwiegermutter, sondern auch meine Oma und rest der Familie. Denken immer sie wissen alles besser. Das Thema Essen ist in unserer Familie so groß wie in keiner anderen glaube ich. Ich persönlich finde nicht das ein Kind alles aufessen muss. Aber die sehen das anders. Jeden Tag gibts Diskusionen. ICh lebe über meiner Mutter was das alles etwas schwieriger macht. Aber es ist besser geworden, hoffe ich nur das es beim nächsten nicht wieder von vorne anfängt!


Sabrina+Annika-Sophie(3)+#schwanger morgen 8.Woche

9

Hallo Mimmelit!

Deine Situation ist mir bestens bekannt! Meine Mama, seit letztem Sommer nun zum ersten Mal OMA (sie hasst diesen Begriff, fühlt sich noch zu jung dafür, aber man muss den Tatsachen ja ins Auge sehen!;-) ) ist genau so drauf!
Ich bin Kinderkrankenschwester von Beruf und habe nie gedacht, dass mich Oma-Geschwätz so verunsichern kann #bla , aber kürzlich war es bei mir dann auch so weit. Da die Oma ständig behauptet hat, mein Kind sei zu dünn und würde zu wenig essen ( wohlgemerkt: Nur bei IHR isst das Kind nicht, muss daran liegen, dass die Oma sich auch null an die Absprachen hält, die die Mama gerne eingehalten wüsste! :-[ ), war ich erst super zornig!:-[:-[ Es folgte ein hitziges Wortgefecht, in dem mir gewaltig der Kragen geplatzt ist. Die Oma meinte, wenn der Kinderarzt meiner Geschwister nicht im Urlaub wäre, wär sie schon längst dort vorstellig gewesen mit dem Kleinen! Ende vom Lied war, dass ich mir mein Kind geschnappt habe, schreiend und heulend auf dem Absatz kehrt gemacht habe #heul und mich im Auto auf die Heimfahrt gemacht habe. Langer Rede: Ich war direkt danach zum Notdienst (!) bei MEINEM Kinderarzt, der mich nicht nur zweifelnd angeschaut hat #kratz, sondern mir den Tipp gegeben hat, mich von den Ratschlägen und Weisheiten der Oma fern zu halten. Meinem Kind gehts prima, und zum 'Beweis' für die Oma hat er mir freundlicherweise die aktuelle Perzentile ausgedruckt, sprich die 'Normkurve', dass mein Kind auch wirklich und an messbaren Daten festmachbar wächst und gedeiht! #danke
Der nächste Besuch bei der Oma wurde dann mit dem 'Beweismittel' eingeleitet, und es folgte ein langes Gespräch, in dem die Oma doch tatsächlich gefragt hat, was ich denn so anstelle, um meinem ehemaligen Stillkind was zu trinken einzuflössen oder was er wann bei mir isst. #freu Schlussendlich ist es so, dass das Kleine sich bei der Omi, die es als Tageskind hat, wenn ich arbeiten muss #schmoll, eingelebt hat und die Ernährung nur noch selten Thema ist. Allerdings habe ich den, wie ich denke, immer noch berechtigten Verdacht, dass sie trotzdem tut was sie will und das Kleine in eine Richtung verzieht, die mir nicht passt. Aber mal sehen, was die Zeit so bringt.
Erziehungsratgeber, fürchte ich, hätten bei mir bzw. der Oma nicht wirklich geholfen, da sie sich sowieso nicht gross reinreden lässt #augen ( Standardargument: Ich habe meine Kinder weit vor Deiner Zeit erfolgreich grossgezogen! #gaehn ). Ich hatte mal einen netten Bericht über die mangelnde Kommunikation zwischen Oma und Mama in einer Zeitung entdeckt und es auch geschafft, ihn ihr vorzulegen. Denke aber, sie hat ihn nicht gelesen...:-( Nun ja...
Um nochmal auf Dein Problem zurückzukommen:
Alle bisherigen Erfahrungen haben mich gelehrt, dass niemand sein Kind besser kennt als Du selber und Dein Partner! Du hast Deine eigene Methode, Dein Kind zu erziehen, und 'kluge Ratschläge' wirst Du wohl hören, bis Dein Kind 30 ist ;-) Nur nicht verunsichern lassen ( und im Zweifel gibts ja immer noch den Kinderarzt, :-))
Was mir übrigens auch geholfen hat, waren liebe Kommentare von Freundinnen und Arbeitskolleginnen, die mich in Krisensituationen immer wieder bestätigt und besänftigt haben.
Dir und Deinem Krümelchen in jedem Falle alles Gute und eine schöne Babyzeit!!! #liebdrueck
Daroni mit Zwergel ( 15 Monate )

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