Gekämpft und trotzdem alleine

Hallo ihr lieben,

einige haben vielleicht meinen Beitrag vom März diesen Jahres gelesen.

Ich hole noch mal kurz aus.

Ich bin im Juli 2018 wieder mit meinem Mann zusammen gezogen. Alles lief top. Sogar besser als vorher. Wir haben viel gemeinsam unternommen. Das hatten wir vor der Trennung nicht. Da hat jeder sein eigenes Ding gemacht. Dann berichtete er mir, dass er mit unsere Bekannten in der Kiste war und die nun schwanger sei. Ich warf ihn raus. Aber er kam auf Knien zurück und bat mich ihm zu verzeihen. Er wäre ein Idiot gewesen, aber er würde mich über alles lieben und wüßte auch wo er hingehört. Denn ich wäre die Frau die er liebt. Auch mit der Konsequenz, dass er das Kind nur alle 14 Tage sehen könnte. Hatte er unserer Bekannten gesagt, dass es keine Chance für die beiden geben würde. Ich sagte ihm, dass er sich erstmal beweisen muss. Er kann mir ja viel erzählen. Aber er legte sich richtig ins Zeug. Wir unternahmen weiterhin einiges und als wir im September an unserem Jahrestag essen waren, meinte er noch zu mir.. Auf weitere viele gemeinsame Jahre! Das war am 7.9.19. Sein Sohn wurde am 11.9.19 geboren. Wir haben es aber erst am 26.9.19 vom Jugendamt erfahren. Daraufhin haben wir einen Vaterschaftstest machen lassen. Tja, was soll ich sagen.... Er ist der Vater. Und nun war das Gefühlschaos perfekt. Ich habe von Anfang an zu ihm gestanden, dass wir die Situation irgendwie meistern werden. Jeder Anfang ist schwer. Aber als es dann zum ersten Treffen kam, fing er an sich zurück zu ziehen. Vor dem ersten Treffen, schrieb er und sagte mir sehr oft, dass er mich liebt. Zeigte mir das auch. Aber danach kam die kalte Schulter. Das es für mich keine einfache Situation ist, war ja klar. Aber ich habe mein bestes gegeben. Habe die Bilder von dem kleinen aufgehangen und habe Interesse gezeigt. Habe ihm sogar erlaubt, 2 bis 3 mal die Woche zum kleinen zu fahren. Ich wollte ihm da keine Steine in den Weg legen. Aber er hatte sich das alles einfacher vorgestellt. Denn einige in unserem Bekanntenkreis zahlen den Unterhalt und interessieren sich nicht wirklich für ihre Kinder. Finde ich persönlich auch nicht gut. Man sollte schon dazu stehen. Tja, und dann meinte er, wenn er zu Hause ist hat er Bauchschmerzen und wenn er beim kleinen ist nicht. Er hat eine leere in sich wenn es um die Liebe zwischen uns geht. (auf einmal) und ein kribbeln bei ihr im Bauch. Er hat sich am 30.11. nach mehrtägigen Gesprächen die von meiner Seite aus kamen getrennt. Mit den Worten... Er wäre erstmal vorbei. Fuhr zum kleinen. Und ließ über seinen Vater mitteilen, daß er dort bleibt und Sonntag paar Klamotten holt und er erstmal da bleiben möchte um den Kopf frei zu bekommen. Bin aber nicht blöd. Ich kann mir schon denken was da abgeht. ... Letztes Wochenende (7.12.) wollte er zum reden kommen. Da ich aber die meiste Zeit nur geheult habe, ist nicht wirklich geredet worden. Aus trösten wurde gefummel und geknutsche. Man merkte einfach, daß da noch was ist. Aber er gerade durch die neue Situation nicht klar kommt. Denn er lag in meinen Armen bzw auf meiner Brust und klammerte sich an mich um meinte, er will mir nicht immer weh tun. Er blieb auch über Nacht. Es lief aber nicht mehr. Nur fest im Arm halten als wir im Bett lagen. Sonntags ging er nachmittags noch mit dem Hund. Als er wieder kam, packte er ein paar Klamotten und meinte es wäre besser so. Meine vorherige Angst hatte sich bestätigt. Mir war klar, daß es seine Gefühle auf den Kopf stellen würde, wenn der kleine da ist. Aber ich hätte nach allem was er vorher gesagt und auch gezeigt hat, nicht damit gerechnet das sowas Eintritt. Er sagte noch zu seinen Eltern, er hätte aus seinen Fehlern gelernt und es würde ihm nicht nochmal passieren. Aber er hätte den Bockmist gebaut und müßte jetzt auch dafür gerade stehen.

Sorry für die überlänge.

LG Iris

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