PCO, KiWu und Utrogest... Einfach mal seine Gedanken loswerden

"Es dauert bis sich der Zyklus einpendelt!" So ähnlich lautete die Aussage meiner FÄ und auch von Freundinnen. Also gut, dann warten wir einfach. Nach einem halben Jahr hatte sich nichts reguliert. Mönchspfeffer musste her, half absolut gar nichts. Im August letzten Jahres meinte meine FÄ dann, dass wir jetzt mit Clomifen "nachhelfen". Nach dem zweiten Versuch dann die Ernüchterung: "Clomifen schlägt bei Ihnen nicht an. Es deutet alles auf PCO hin." Wumm!!! Wie ein Schlag ins Gesicht. Ich musste erst mal meine Gedanken sortieren, wollte über eine Überweisung an die KiWu erst mal nachdenken. Man muss so eine Information erst mal sacken lassen.
Kurz vorher haben uns mein Bruder und seine Frau erzählt, dass sie ein Kind erwarten. Pille abgesetzt und drei Monate später schwanger. Wieder so ein Stich! Man lächelt brav und freut sich natürlich für die beiden (Bitte nicht falsch verstehen! Ich freue mich wirklich, aber eigentlich wäre ich in dem Moment am liebsten aufgestanden, rausgerannt und hätte erst mal geheult!). An Weihnachten dann die nächste Nachricht: Die andere Schwägerin und zwei Cousinen sind ebenfalls schwanger...
An Neujahr dann Skifahren, super Wetter, tolle Bedingungen und der Kopf war so frei, wie schon lange nicht mehr. Und dann kommt man heim, wünscht seiner Familie noch ein neues Jahr und das erste was man hört: "Ach übrigens, die J. kriegt ein Kind. Ihr Cousine übrigens auch." (Beides ehemalige Nachbarinnen!) Die gute Stimmung ist dahin.
Im Februar haben wir uns dann dazu entschieden zur KiWu zu gehen. Bekam einen Termin am 27.3. Die Zeit bis dahin war ewig. Aber die Entscheidung sich Hilfe zu holen, hat einen ersten Druck genommen. Plötzlich drehte sich in meinem Kopf nicht alles um Kinder, Zyklus und ES. Ich war einfach mal total gelöst. Am 27.3. sind wir dann in die KiWu gegangen. Mein Mann hatte vorher schon ein Spermiogramm gemacht, alles im grünen Bereich. Ich war am 27.3. bei Zyklustag 35 und habe damit gerechnet, dass ich demnächst mal wieder meine Tage bekommen würde. Meine Zyklen liegen im Moment zwischen 35 und 45 Tagen. In der KiWu wurde also besprochen, wie wir weiter vorgehen wollen: Stimulieren, ES dann auslösen und alles schön überwachen. Hörte sich gut an! Langsam anfangen. Und dann noch ein US, um zu schauen, wo ich gerade "stehe". Ich meinte dann schon, dass meine Tage bestimmt im Anmarsch sind. Die FÄ der KiWu war plötzlich freudig überrascht und meinte, dass rechts ein sehr guter Follikel zu sehen sei. Sie geht von einem Spontanzyklus aus und würde jetzt über Ostern erst mal abwarten, ob er nicht von alleine springt. Anonsten könne sie nach Ostern immer noch nachhelfen. Also wieder heimgefahren. Ich und ein Spontanzyklus mit ES? Die letzten Monate hatte ich nie einen ES. Wir sollten auch an Ostern uns nicht zurückhalten, was wir auch nicht getan haben. Eine Woche später bin ich wieder hin und habe damit gerechnet, dass sie mir sagt, der ES war noch nicht und sie kitzelt jetzt noch ein wenig. Sie meinte dann: "Oh, der ES könnte schon stattgefunden haben." Also wieder Blut abgenommen und heim. Ich war davon überzeugt, dass es kein ES war, sondern sich einfach alles wieder abbaut. Einen Tag später dann die Nachricht, dass ich um Ostern wirklich einen ES hatte. Habe dann einen Tag später mit Utrogest 200mg angefangen. Jetzt heißt es warten... Und das macht mich verrückt. Ich glaube nicht, dass es geklappt hat. Beim ersten Mal klappt es ja schließlich nie. Trotzdem mach es mich wahnsinnig, diese Warterei! Muss noch mindestens eine Woche warten, dann soll ich testen und mich wieder in der KiWu melden.
So, ziemlich lange alles, aber ich musste es einfach mal loswerden.
Morgen sind die Ferien wieder vorbei und die Arbeit hat mich wieder. Hoffentlich lenkt es mich ein wenig ab und lässt mich nicht die ganze Zeit grübeln und rechnen.

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