Frage zum Verständnis

Wenn ein Familienmitglied stirbt. Wird dann der nächste bzw. der anwesende Angehörige gefragt ob es noch andere Verwandte gibt.
Bsp. der Mann verstirbt, wird dann seine Frau gefragt ob er noch Kinder hat.
Und wenn ja, was passiert wenn sie, wieder besseren Wissens, nein sagt?

Liebe Dank im Voraus


Euch allen ein schönes Wochenende

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Ja, wenn man nur den einen Angehörigen kennt im Spital - oder wo immer er/sie verstorben ist- dann wird nach weiteren Angehörigen gefragt. Der Notar muss es ja wissen, wegen der Erbschaft. Wenn jemand dann falsche Auskunft gibt und vielleicht dadurch mehr Erbe erhält, als ihm zusteht, kann das sehr wohl Konsequenzen nach sich ziehen.

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Das kommt auf die Situation und den Grund an.

Stirbt die Person zu Hause und die Sanitäter fragen wegen Entscheidungsvollmacht?
Stirbt die Person im Krankenhaus, dann werden meist Daten hinterlegt.
Schon bei der Aufnahme wird gefragt, wer erreicht werden soll. Ist die Person ansprechbar, kann sie es selbst sagen, wer es sein soll. Ist die Person nicht ansprechbar, wird die Person gefragt, die einliefert.

Bei der Testamentseröffnung wird dann anders geforscht.

Bei uns war es relativ klar. Beide Eltern schon in Pflege und gelegentliche Krankenhausaufenthalte. Da hatten wir die Fragen irgendwann automatisiert und antworteten entsprechend.
Untereinander haben wir uns informiert.

Da die Verwandtschaft groß ist, wäre es über Ecken sowieso durchgedrungen.

Testament war alles schon geregelt und zu informierende Personen hinterlegt.
Was ohne Testament passiert, weiß ich nicht.

Nur, dass es nicht ganz so einfach ist, bis man alle Unterlagen zusammen hat. Einige Stellen wollten Vollmachten, andere Vollmachten über den Tod hinaus, wieder andere brauchten den Erbschein oder was offizielleres. Nachlassverfahren musste abgeschlossen sein.

Wenn du größere Zweifel hast und tatsächlich Betrug in Erwägung ziehen würdest (wissentliches Verschweigen, weil man jemanden ausschließen will), dann würde ich bei einem Notar oder Anwalt für Erbrecht nachfragen.

Die Kosten für die Information wären es mir wert, als Jahre im Ungewissen zu sein. Lebt er/sie noch? NIcht mehr? Wurde ich informiert? Würde ich informiert werden?
Geht es der Person gut, bei der Person, die bereit wäre jemanden zu verschweigen?
usw.

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Ich bin nach gar nichts gefragt worden, nachdem mein Mann gestorben war.

Nachdem ich einen Erbschein beantragt habe, wurden meine volljährigen Kinder vom Amtsgericht angeschrieben, ob sie damit einverstanden sind.

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Danke für eure Erfahrungen. Mir hat es weiter geholfen. Die Frau meines verstorbenen Vaters (nicht meine Mutter) hat bei Nachfrage nichts angegeben. Ich habe nachgeforscht warum das Nachlassgericht sich nicht bei mir meldet. Ninja....die wussten nix von mir. Ich werde nun sehr genau überlegen was ich mit der Information mache.

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Wusste die Frau deines Vaters von dir?
Normalerweise informiert man doch Familienmitglieder über den Tod eines nahen Verwandten. Klingt nicht danach als hättest du regen Kontakt zu ihnen gehabt. Dennoch hast du die Möglichkeit das Erbe anzufechten.

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Ich hatte soviel Kontakt wie seine Frau zugelassen hat. Nein sie hat mich nicht informiert das hat mein Onkel (sein Bruder) gemacht.
Ich lebe 350km entfernt. Er war bilnd sie hat das Telefon versteckt das er mich nicht anrufen konnte. Sie hat Briefe weggeworfen bzw sie ihm nicht vorgelesen. Sie hat ihm verboten zu meiner Hochzeit zu kommen oder zum Schulanfang seiner Enkelin. Sie hat alles getan das meine Oma nicht zu ihm konnte. Es war also nicht gerade einfach Kontakt zu haben. So sehr wir es alle gewollt hätten. Sie hat ihn isoliert, sie wollte ihn für sich.

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