Zoobesuch boykottieren?

Guten Abend ☘️

Heute haben mein Mann und ich uns über unserem letzten Zoobesuch unterhalten, wir waren vor einiger Zeit in Arnheim (NL) im burgers Zoo, vielleicht kennt den ja jemand hier, ist wirklich toll gemacht dort!

Aber was heißt schon toll, ich frage mich ob das ethisch wirklich vertretbar ist, dass man sich wie die Gaffer vor einem Gehege stellt und eingesperrte Tiere beobachtet? Egal wie, artgerecht ist es doch meistens nicht. Es erzeugt schon Unbehagen und ich denke, dass ich es besser mit mir vereinen könnte auf solche Besuche zu verzichten - oder übertreibe ich?

Was mich aber viel mehr beschäftigt ist der Umgang damit, mit den eigenen Kindern? Mein zweijähriger geht gerne in den Zoo, bei uns in der Gegend ist ein Naturzoo mit eher heimischen Tieren wie Kühe und Ziegen, aber eben auch eine Raubkatze in einem furchtbar kleinem Gehege🙄. Ist es sogar unfair dem eigenen Kind Besuche im Zoo nicht zu ermöglichen oder genau richtig?

Mich würde mal interessieren wie ihr dazu steht und ob ihr mit euren Kindern in den Zoo geht auch wenn ihr selbst nicht dahinter steht..

Lg 😊

Tatsächlich war ich mit meinen Kindern noch nie im Zoo. Mir gefällt es nicht, wie die Tiere da gehalten werden und da gibt es dann für mich auch nix zu gucken.

Wir haben in der Nähe eine Menge Tiere, wie Hühner, Kühe, Ziegen, Pferde etc bei denen die Haltung stimmt und definitiv besser ist als im Zoo. Da schauen wir gerne vorbei und die Kinder, gerade der kleinste, lieben es.

Die Lebensbedingungen heutzutage sind im Zoo wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Das Areal unseres Zoos ist riesig und die Tiere haben viel Platz. Dennoch ist dieser Platz begrenzt.

Tatsächlich dient der Zoo mittlerweile auch als Artenschutz einiger vom Aussterben bedrohten Tiere. Zudem sind die Tiere darin von natürlichen Feinden geschützt und erhalten jegliche medizinische Betreuung.

Es ist ein schwieriges Thema, weil es manchen Tieren weniger gut tut und es für manche sogar notwendig ist. Ich denke, man kann es mit dem Hintergrund auch seinen Kindern vermitteln. Es ist eben nicht alles schwarz oder weiß im Leben.

Der Platz, den Tiere in der Natur zur Verfügung haben, ist auch begrenzt. Dort gibt es keine Zäune, dafür aber Reviergrenzen. Problematisch ist die Haltung von Tieren, die sehr viel mehr Auslauf benötigen als ein Gehege, z.B. Eisbären.

Das stimmt auch. Aber gerade bei Eisbären habe ich gelesen, dass diese zwecks Artenschutz vom Zoo profitieren. Dabei geht es nicht darum, dass sie von Wilderern totgejagt werden, sondern dass ihr natürlicher Lebensraum durch den Klimawandel zerstört wird und sie in Freiheit verhungern.

weitere 14 Kommentare laden

Hey,
über das gleiche Thema habe ich mir in letzter Zeit ehrlich gesagt auch schon viele Gedanken gemacht. Seit einigen Monaten habe ich so einiges überdacht am Verhalten worüber sich wieder streiten lässt. Sei es auf Fleisch verzichten, Plastik, Klimaschutz etc. Wir haben hier mittlerweile versucht etwas zu ändern. Verzichten auf Fleisch und versuchen aktuell uns vegetarisch zu ernähren (ich hatte immer mehr ein schlechtes Gewissen und Gefühl den Tieren gegenüber wenn ich Fleisch gekauft und gegessen habe ) Wir kaufen viel mehr unverpacktes Obst und Gemüse und versuchen Plastik zu vermeiden. Versuchen eher Umweltfreundliches Waschmittel und co zu benutzen. Und da gabs eben auch die Zoo frage.

Viele denken ja der Zoo sei eine Art Erhaltung der Arten, aber in Wahrheit sind die Tiere da auch nur eingesperrt, die meisten im Zoo geboren und haben nie das richtige Freie Leben gelebt. Elefanten auf Steinplatten, Affen hinter Glasscheiben in einem kleinen Haus. Wir waren mit unserem Sohn auch schon im Zoo, und ich muss ehrlich sagen ich hatte die ganze Zeit über ein absolut mieses Gefühl. Ständig schwirrte mir im Kopf herum das die Tiere dort nicht richtig gehalten werden, so viel Auslauf wie sie bräuchten haben sie nicht, der Stress durch die vielen lauten Menschen etc. Klar fand mein Sohn es toll diese Tiere mal zu sehen aber ich hab mich ständig gefragt ob es das ist was ich meinem Kind vermitteln will ? Das Menschen eben stärker sind und Tiere so leben ?

Denkt er nicht vielleicht irgendwann auch das es in ordnung sei ein Raubtier wie ein Löwe zu fangen und einzusperren nur damit wir Menschen es uns ansehen können.
Ich und auch mein Mann haben darüber schon ewig lange geredet und sind bisher bei dem Entschluss angekommen das wir erstmal keinen Zoo mehr besuchen werden. Ziegen und co haben finde ich auch das Recht auslauf zu haben und nicht hinter einem Zaun zu stehen. Ob das nun verwerflich ist meinem kind den Zoo besuch zu verbieten ? Ich weis es nicht, aber wenn er es nicht anders kennt wieso sollte es ihm fehlen ? Vielleicht sollte man wenn er älter ist (fast 3 ) erklären das solche Tiere eben woanders Leben und nicht hinter gitter gehören, wir Menschen wollen ja auch nicht hinter Scheiben angestarrt werden.
Wir versuchen so viel es geht aufs Feld zu gehen wo Pferde, Kühe und sowas sind und ihm eben diese zu zeigen, sind zwar keine tollen Löwen und Elefanten aber fühlt sich jedenfalls Momentan besser an.

Und die Pferde und Kühe auf dem Feld sind nicht eingezäunt? Das ist doch auch nicht wirklich anders.
Manche Zoos haben riesige Areale für die Tiere, da kann der Bauer nebenan nicht mithalten.
Und die Kühe stehen doch meistens im Stall. Es sei denn, der Bauer hat den Tieren Freilauf organisieren können. Hühner sind auch meistens eingezäunt. Anderes Geflügel doch auch.
Im Prinzip ist es doch nichts anderes, nur in einer anderen Größenordnung.

Lg

Ein sehr interessantes Thema. Ich selbst finde es auch nicht schön, wenn Tiere eingesperrt sind. ABER: Zoos erhalten auch so manche Art. Vor kurzem ist ja erst das Sumatra-Nashorn ausgestorben. Wenn wir alle ehrlich sind, hat da niemand von uns etwas dagegen getan. Aber Zoos züchten viele vom Aussterben bedrohte Tierarten. So gibt es schon einen gewissen Vorteil.
Ich war einmal vor Jahren in Dänemark in einem Zoo, da war ein unfassbar großes Gelände mit Holzzäunen eingefasst und alle 10m etwa gab es ein Fernglas. Dort irgendwo auf dem riesigen Gelände waren Zebras, Giraffen, Gnus usw. Das fand ich eine sehr schöne Haltung.
Für eine solche Haltung wiederum brauchen die Zoos Geld (und natürlich die Möglichkeit, was die Erweiterung des Geländes angeht) und somit Besucher.
Wie Du siehst, ich habe mir auch schon oft Gedanken gemacht und bin nicht wirklich zu einem guten Schluss gekommen. Ich besuche mit meinem Mann und meinem Sohn auch Zoos, wähle aber schon auch aus. Er soll aber auch andere Tiere mal gesehen haben, als die „normalen“ Haustiere, die kann er hier auf dem Land auch sehen. Und da finde ich wiederum einen Zoo allemal besser als einen Zirkus 😅
Schwieriges Thema...

Ich bin da immer etwas zwiegespalten... Generell wäre es natürlich schöner, die Tiere würden in der Wildnis leben.
Andererseits denke ich, dass 1. langfristig der Zoo der einzige sichere Ort für Tiere sein wird (außer in der Silvesternacht 😞), 2. der Zoo einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leistet und 3. empfinden es die im Zoo geborenen Tiere sicher gar nicht als Mangel, eingesperrt zu leben. Ihre Grundbedürfnisse werden ja durchaus gestillt, wenn auch nicht immer so, wie von der Natur vorgesehen (z.B. Fütterung statt Jagd).
Schlimmer finde ich da Tiershows - diese meide ich konsequent.

Man könnte den Gedanken ja durchaus weiterspinnen. Zum Beispiel finde ich es absolut nicht artgerecht, wenn Hunde und Katzen in der Wohnung gehalten werden (von Meerschweinchen, Schildkröten, Vögel & Co. ganz zu schweigen). Aber da macht sich auch keiner Gedanken, eine Katze dauerhaft einzusperren. Ich glaube nicht, dass es den Katzen o.a. Tieren schlecht geht, denn sie kennen es ja nicht anders und werden gepflegt.

So finde ich auch den Zoobesuch vertretbar und denke, dass sich da in den letzten Jahrzehnten viel getan hat bei der Haltung und Gehegegestaltung...

wo genau sollten denn hunde gehalten werden?

hunde lieben ja ihre familie und sind auch sehr anpassungsfähig.

Bei solchen Themen kommt sie wieder bestens zum Vorschein die Doppelmoral der heutigen Gesellschaft. Kühe, Schweine und Hühner können gern eingesperrt werden. Hauptsache die Endprodukte sind günstig. Und das heimische Aquarium wird ebenso gebilligt wie die Schildkröte im Kühlschrank und das Kaninchen auf dem Balkon. Von Hunden mit Pullovern und Katzen, die nie im Gras laufen dürfen ganz zu schweigen. Und wir reden hier von Millionen oder Milliarden Haus- und Nutztieren. Aber klar, wir fangen wieder an daran zu zweifeln, ob es dem Pinguin im Zoo gut genug geht, dessen Lebensraum wir aber sukzessive zerstören und der immerhin einigermaßen artgerecht gehalten wird...

weitere 3 Kommentare laden

Hallo
Darüber haben wir uns auch schon unterhalten. Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass wir Zoos nicht so toll finden. Selbst in den besser gemachten Zoos, bringt dieser Art des Artenschutzes ja eigentlich nur den Besuchern und den Zahlen etwas.
Wir gehen meist in einen kleinen Tierpark. Keine exotischen Tiere, aber es wird sich wirklich um Tiere gekümmert (es gibt zB. auch ältere gerettete Tiere) und Fehler werden eingesehen. Es gab dort zum Beispiel bis vor einigen Jahren Affen die mal übernommen wurden. Für sie wurde ein besseres Zuhause gesucht. Auch Pony reiten wurde abgeschafft. Das gab es an den Wochenenden immer für ein paar Stunden.

LG

Ich habe zeitweise empfunden wie du und fand Zoos entsetzlich, weil die Tiere dort eingesperrt sind. Mein Mann hat mich dann mal darauf hingewiesen, dass viele dieser Tiere in freier Wildbahn ein sehr hartes und gefährliches Leben führen. So doof es klingt, bin ich einfach nicht darauf gekommen. Eisbären können aufgrund Nahrungsknappheit jämmerlich verhungern. Löwen trifft das gleiche Schicksal, wenn sie bspw. verletzt sind. In einer Doku habe ich mal einen männlichen Elefanten verhungern sehen. Er war einfach zu alt, um von Wasserloch zu Wasserloch zu wandern und auf dem Weg dahin Nahrung zu sich zu nehmen. Es war zum Heulen.
Andere Tiere dienen als Beute für Fleischfresser; dass Zebrafohlen oder lahmende Gnus ein gefährliches Leben führen, liegt daher auf der Hand.
Trotzdem finde ich es noch immer schlimm, wie bspw. Vögel in Zoos gehalten werden. Einen Steinadler einzusperren, dafür gibt es meiner Meinung nach keine Rechtfertigung. Generell gehört alles, was nicht gefährdet ist, auch nicht in den Zoo. Denn solche Tiere kann ich meinen Kindern auch im Fernsehen zeigen, sie müssen nicht gefährdete Tiere nicht im eingesperrten Zustand betrachten können.
Insofern gehe ich mit gemischten Gefühlen in den Zoo. Es gibt viele Tiere, denen ein äußerst hartes Leben in der Natur erspart bleibt, wobei man als Mensch gar nicht wissen kann, wie sich das eingesperrte Tier fühlt. Vielleicht wäre ein Tiger (das ist eines von den Tieren, deren Zoo-Population seit Jahrzehnten die in der Wildnis übertrifft) lieber 6 Monate in Freiheit, um sich dann von irgendeinem A***loch erschießen zu lassen, als 16 Jahre im Zoo. Aber es gibt auch andere, die ich lieber in die Freiheit entlassen würde.

Im Grunde sind es doch die lieben und tollen Menschen weswegen die Tiere erst ,,geschützt,, werden müssen und kaum in der Wildnis überleben. Würde diese schreckliche Rasse zu der wir leider gehören nicht ständig Tiere schlachten, aus Spaß Jagen, Ausstellen und quälen dann würden die Tiere ihr Leben normal weiter führen können. Die meisten Tiere werden gefangen damit sie im Zoo ausgestellt werden können. Bestes Beispiel Fische. Die meisten Fische wie Clownfische und co werden in ihrem gewohnten Umfeld extra gefangen für die Zoos und Tierparks. Bei der Überfahrt und dem ganzen Stress sterben schon die meisten Tiere nur um dann hinterher durch den Stress eventuelle Krankheiten in einem kleinen Glaskasten angegafft zu werden. Die werden nicht im Zoo gezüchtet oder wegen der Artenhaltung dort gehalten sondern um damit ganz klar Geld zu verdienen.
Ein Zoo ist eben auch nur ein Unternehmen was mit den Tieren Geld machen will, ist leider nun mal so. Es hat nichts mit Artenschutz zu tun wenn Tiere hinter Gittern gehalten werden und ihr natürlicher Instinkt unterdrückt wird. Ein Löwe ist es gewohnt zu jagen und nicht ein Stück Fleisch irgendwo hin gehängt zu bekommen. Hast du mal gesehen wie Tiere im Käfig hektisch auf und ab laufen ? Gerade Tiger und Löwen ? Das bedeutet das sie stress empfinden und stress haben. Jeder der einen Zoo besucht unterstützt das ganze einfach noch.

Nur mal so einige Fakten
https://www.peta.de/Zooirrtuemer

Und jetzt noch ein Link über Impfschäden...

weitere 3 Kommentare laden

Ich geh 1mal im Jahr bis meine Kinder 5 oder 6 sind, weil wir uns keinen Safari oder Dschungel Urlaub leisten können und ich meinen Kindern ermöglichen will, die Tiere in echt zu sehen. Ich erkläre ihnen aber klar was ich davon halte, und warum wir keine Jahreskarte buchen.

Hallo,

Ich gebe dir völlig recht.
Ich finde Zoos fürchterlich und habe nun auch ein Baby und frage mich, ob ich ihr die Tiere "vorenthalten" sollte oder irgendwann mit ihr dahin gehe.
Wir wohnen in der Nähe von Hannover, es gab auch mal ein Skandal bzgl deren Elefanten Haltung. Dann haben die Eisbären, Nilpferd und Tiger. Grausam. Ich denke ich werde dort nicht mit ihr hingehen.
Aber da hört es auch nicht auf, die haben es sicherlich 100mal besser als die Tiere die auf unseren Tellern landen. Ich esse kein Fleisch aus Massentierhaltung, zudem gibt es von dem "guten" Fleisch auch nur selten. Wir sollten hiervor auch nicht die Augen verschließen. Aber ich schweife ab 😅😅

Wir haben in der Gegend noch ein Freilandgehege, mit Tieren eher Richtung Esel etc.
Tatsächlich sieht man dort nicht immer die Tiere, sondern eben nur wenn man Glück hat, weil die Gehege eben riiiesig sind. Das wäre meine Alternative für einen Besuch sowie die Bauernhöfe von denen wir unser Fleisch oft holen, artgerechte Haltung mit Respekt den Tieren gegenüber. Ich möchte meinem Kind da später auch nichts vorgaukeln.

Alles Gute weiterhin und immerhin Hut ab dass du dir Gedanken machst 😊👍

Ach und, es gibt auch schöne Parks hier in Deutschland. Bspw hat Vier Pfoten ein Bärengehe wo gerettete Bären leben die vorher in unschöne Gefangenschaft waren (China etc, Gallenbären uvm).
Da tut man mit seinem Besuch was Gutes 😉

Ich finde nicht, dass es etwas mit "vorenthalten" zu tun hat, wenn man seinem Kind die Tiere nicht live zeigt.
Es gibt doch Bücher, Filme usw.


Ich habe zum Beispiel noch nie einen blauwal gesehen in echt oder Delfin oder Büffel oder grizzly Bären oder... Und trotzdem schränkt mich das jetzt in meinem Alltag nicht ein und trotzdem würde ich die Tiere erkennen, wenn sie vor mir stünden.

Es gibt vieles, was man nicht erleben wird. Ich finde, das ist normal und nicht schlimm, eigentlich sogar wichtig, um sich nicht für den Nabel der Welt zu halten.
Ich finde es aber toll, dass wir durch Bücher usw dennoch einiges erfahren und sehen können.

weitere 6 Kommentare laden

Ich selbst gehe aus moralischen Gründen nicht mit meinem Kind in den Zoo. Wenn Opa/Oma oder der Vater gehen wollen, dann "verbiete" ich das natürlich nicht.

Wenn mein Kind mit mir darüber reden mag, kann ich auch durchaus kritisch-kindgerecht ihm meine Meinung kundtun. An sich will ich ihm die Erlebnisse eines zoobesuchs nicht madig machen.

Ich gehe sehr gerne mit meinen wissbegierigen und tierlieben Kindern in den Zoo.

Die Zoos, die ich kenne, haben tolle Gehege und gute Zuchtprogramme, etliche wildern auch wieder aus und haben Aufklärungskampagnen zum Thema Artenschutz.

Zoo/Tierpark ja. Zirkus nein.

wir gehen nicht in den zoo, geschweige denn in den zirkus.. . unsere kinder wissen von klein auf warum.

Man sollte bei all dem aber auch nicht vergessen, dass manche Tierarten ohne Zoo ausgestorben waren. Zoos tragen zum Fortbestand mancher Arten bei und auch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Diese Tierarten von denen du redest leben nur in Zoos weiter. Richtig?

Tiere die (ganz oder zumindest gebietsweise) in freier Wildbahn ausgestorben waren und dank Zucht- und Auswilderungsprojekten wieder stabil sind oder auf dem Weg sind sich zu stabilisieren:
Przewalski-Pferd
Steinbock (vor 100 Jahren galt er in der Schweiz als ausgestorben und wurde wieder angesiedelt)
Luchse
Wildkatze
Fischadler
Bart- und Gänsegeier
Wanderfalken
Bieber
Uhu in einigen Gebieten Deutschlands
für Wisent und Waldrapp haben akuell die Programme gestartet
...

Wir gehen nicht in Zoos.
Ich finde sie ganz grausam.

Ich dachte auch, es wird schwierig mit Kindern. Aber nein. Meine Kinder wissen, dass ich sehr tierlieb bin und sind es selbst auch. Und sie wissen, dass Wildtiere in die Wildnis gehören.
Ganz einfach.

Ich habe mal vor vielen Jahren ein Praktikum im Zoo in Halle gemacht bei den Raubkatzen. Ich hätte jeden Tag bei dem Anblick heulen können! So wenig Platz für so mächtige Tiere. Nur, damit Menschen sie begaffen können.

Und wenn eine Tierart ausstirbt, weil der Mensch den Lebensraum zerstört, dann ist es so.
Das gefangene Tier wird nicht denken "cool, zum Glück sind wir nicht ausgestorben". Das ist dem Tier nämlich egal.


Zoos gibt es, weil Menschen meinen, ihnen steht alles zu.
Also auch das Sehen von Tieren, die eigentlich ganz woanders leben.

Viele wollen und wollen und wollen und sehen nur sich dabei.

Egoismus ist gut und wichtig, Solang man anderen nicht schadet.

Also nein, meine Kinder und ich gehen nicht in Zoos.
Wir haben unseren Minizoo zu Hause und freuen uns, Tieren ein schöneres Zuhause bieten zu können, als sie es vor uns hatten.

Ihr haltet Tiere, habt damit den Bonus dass Eure Kinder Bezug dazu haben. Dazu hat aber nicht jeder die Möglichkeit. Dass sie aus schlechter Haltung kommen und bei Euch besser leben als vorher ist Eure Rechtfertigung, aber das können viele Zoos über zumindest einige ihrer Tiere genauso sagen! Die ganzen beschlagnahmten exotischen Tiere vom Zoll landen letztenendes in Zoos, viele Bären in Zoos kommen aus schlechter Haltung. Loro Parque auf Teneriffa hat m.W. fast NUR "gerettete" Tiere. Und auch die Aufzucht von Jungen gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoir von Tieren und ist Teil einer artgerechten Haltung.

Parks, in denen ausschließlich Tiere leben, die gerettet wurden, wären okay.
Das ist hier aber ja wohl nicht mit Zoo gemeint.


Und ja, meine Kinder haben das Glück mit Tieren aufzuwachsen,weil ich uns die Möglichkeit gebe. Mit wenig Geld im Kleinen Tierschutz, jetzt mit mehr Geld im etwas Größeren.
Heißt halt weniger Platz für uns, weniger Geld, weniger Urlaub, mehr Arbeit und jetzt bei der Haussuche bei weitem höhere Ansprüche.

Aber da liegen eben meine Prioritäten und ich weiß, dass die meisten Tiere eben doch als etwas sehen, was deutlich unter uns steht. Und damit kann man dann auch Zoos und Massentierhaltung und alles andere rechtfertigen.

weitere 25 Kommentare laden

Heißt ihr macht Euch Gedanken weil die Kühe,Schweine und Hühner eingesperrt sind und dies teilweise unter sehr schlechten Bedingungen...
Ja?
Kein Fleisch mehr und keine Eier?
Ist dies ethisch für Dich vertretbar?
Der Zoo wäre für mich das kleinere Problem...

Ich gehe gerne in Zoos, auch ohne Kinder.

hallo ,
also ich kann das absolut nicht nachvollziehen.
da macht man sich Gedanken über die "armen Zootiere" in wirklich schön gestalteten großen Arealen......und andererseits hält man dann zu Hause einen Vogel in einem kleinen Käfig , ein einzelnes Meerschwein oder Kaninchen in einem 1m großen Käfig.
auch Fische im Aquarium sind minimalistisch eingesperrt.
Hunde werden in Mäntelchen gequetscht oder berühren mit ihren Füßen selten den Boden weil sie immer getragen werden , Reptilien im Glaskasten gehalten usw.

das ist Quälerei !!!#hund#katze#hasi#klatsch

ich habe letztes Jahr 2 Meerschweinchen bei mir aufgenommen , die stammten aus einer Veganerfamilie ( !!!) und lebten in einem 80cm großen Käfig ohne Versteckmöglichkeit im Kinderzimmer von 2 kleinen Kindern .
keine Tiere essen....aber quälen#kratz

da sollte man ansetzen #nanana

#winke

Irgendwo muss man anfangen mit Gedanken machen :)

Unsere Tiere stammen auch alle aus schlechter Haltung. (Kaninchen zb einzeln in einem 1m Käfig mit trockenfutter)

Dürfen hier 20mal so viel Platz, frischfutter und einen Partner haben.

Immer noch nicht ideal, wenn man sieht, wie gern sie rennen. Aber eben doch besser als vorher.


Ich hoffe, dass immer mehr endlich merken, dass Tiere auch Angst, Schmerz, Pein, Langeweile usw spüren und nachdenken und handeln.
Deshalb finde ich es gut, wenn man Zoos hinterfragt. Denn, ja, irgendwo muss man anfangen.

hallo mommelchen00

ich finde es für Kinder aber auch gut und lehrreich , Tiere mal in "echt" zu sehen. es bleiben sonst für sie Bilderbuchfiguren oder Stofftiere.

absolut ok ist es , dass Zirkustiere abgeschafft wurden , das war wirklich Qualhaltung!
aber die Zoos sind heute sehr bemüht , so artgerecht wie möglich unterzubringen#pro

ich habe auch momentan 28 Meerschweinchen , die leben freilaufend auf 10qm Balkon mit vielen Häuschen und 2 3stöckigen Ställen wo sie hoch+runterflitzen.

meiner Meinung sollte man im Kleinen anfangen ,Qualzuchten verbieten (Mops u.ä.)
und auch in der "Fleischproduktion " auf bessere Umstände achten.

#winke

weitere 2 Kommentare laden

Ich mochte als Kind schon keine Zoos und noch schlimmer Zirkus. Mit meinem Sohn waren wir einmal im Zoo, hat ihm aber nicht gefallen und nie im Zirkus. Ich möchte solche Einrichtungen nicht unterstützen da ich die meisten von ihnen als Tierquälerei empfinde.

LG
Visilo

ich muss sagen bei Deinem Beitrag juckt es mich ein bissiges "gut das ihr vegan lebt" zu schreiben, aber ich glaube mich zu erinnern dass ihr es wirklich tut also in dem Zusammenhang wenn ich richtig liege #pro

Natürlich ist es ethisch hoch fragwürdig. Aber jegliche Tierhaltung ist mit Einsperren und angaffen von außen verbunden. Der Hamster im Kinderzimmer oder das Pferd in der Box sind da noch milde Beispiele.

Denke doch mal an die Millionen Nutztiere, die auf engstem Raum gehalten werden, nie Tageslicht sehen und vor ihrem Tot noch tagelang LKW Touren ohne Futter und Wasser überstehen müssen.

Das finde ich alles viel schlimmer. Da sollte man ansetzen.

Solange ihr keine Veganer seid, könnt ihr auch in den Zoo gehen und müsst euch an der Stelle nicht künstlich als Gutmenschen aufspielen.

Ich gehe ein bis zweimal im Jahr in den Zoo und war auch einmal mit den Kids im Zirkus Krone.

Ethische Bedenken sind nicht unberechtigt und es wird vielen Tieren Unrecht getan.
Dennoch setze ich mich darüber hinweg.

Ich hoffe du lebst vegan oder kaufst zumindest alles was ihr habt aus artgerechter Haltung?

Ich sehe diese Gedanken als verlogen an.
Wenn es um die Lederschuhe unbekannter Herkunft geht oder man schnell mal nen Hunger zwischendurch an der Wurstbude stillt hat man komischerweise nicht solche Anfälle. Zumindest nicht so viele wie ein solcher Thread hier erwarten liese.

Nein, wir gehen in den Zoo. Ich esse schließlich auch Fleisch.
Tiere werden zu verschiedenen Zwecken gehalten und im Vergleich zu selbst den meisten Bio-Tieren haben es Zootiere in den allermeisten Zoos gut!
Kinder brauchen Bezug zu Tieren, zu Umwelt. Viele Kinder verlieren immer mehr den Bezug zu Tieren. Mein Sohn wurde im ländlichen Kindergarten ausgelacht weil er beim Thema "woher kommt die Milch" erzählte dass auch Schafe und Ziegen Milch geben die man trinken und verwerten kann. Und wer keinen Bezug hat hat auch wenig Bereitschaft etwas für den Erhalt zu tun, denn Umweltschutz bedeutet meistens Verzicht auf etwas und man verzichtet wenn man ehrlich ist nicht auf etwas wenn man zu dem für das es gut ist keinen Bezug findet.
Ich war als Kind nach jedem Zoobesuch aufgerüttelt. Gefährdete Tierarten, Umweltzerstörung waren Themen die mir nach einem Zoobesuch immer sehr bewusst waren. Für mich waren Sielmann und Grzimek Helden denen ich nacheifern wollte in ihrem Einsatz zum Erhalt der Tiere und der Lebensräme. Ich sehe Zootiere eben genauso wie die die wir Essen in gewisser Weise als Mittel zum Zweck. Und das nicht nur zu dem Zweck dass ich ein leckeres Steak habe sondern dem Zweck dass sich hoffentlich eine ganze neue Generation darüber bewusst wird was wir (noch) haben und dass es schützenswert ist. Das direkte Sehen der Tiere bewirkt finde ich viel mehr Bewusstsein, weckt Gefühle für diese Tiere, als ein Zebra in einem Bilderbuch zu sehen.

Wir gehen viel in den Zoo, wir haben eine Dauerkarte, und nutzen die Besuche um unserem Kind bewusst zu machen dass die Welt ein großes ganzes ist das schützenswert ist.

Toll geschrieben!

Es gibt viele Tiere, die haben im Zoo eigentlich schon ein sorgenfreies Leben, denke ich.
Ob sie "begafft" werden...naja, ob die das jetzt so wahrlich groß interessiert. Ich weiss es nicht. Es sind Tiere, keine Menschen. Man sollte unsere (menschlichen) Gefühle mit deren Gefühe nicht in ein Topf schmeißen.

Ich denke in freier Wildbahn, müssen sie täglich um ihr eigenes Leben kämpfen, sich noch dazu Nahrung selbst suchen, was auch nicht immer machbar ist. Das finde ich jetzt auch nicht so traumhaft.

Es ist natürlich ein Unterschied, wenn ein Löwe im Tierpark europäischen Standarts sein eigenes Areal mit dazugehörigen Artgenossen hat (wenn auch nicht groß, wie in freier Wildbahn), wie, als wenn er in Bulgarien oder sonstwo den ganzen Tag im kleinen Käfig liegen muss.

Ich sehe es nicht all zu kritisch.

Das Przewalski-Pferd, also das Urpferd war ausgestorben und konnte wieder nachgezüchtet und ausgewildert werden. Es gibt wieder viele Herden.

Top Diskussionen anzeigen