Mahlzeiten eurer Kindheit

Hallo!
Meine Mutter hat uns heute ein Frühstück gemacht dass ich ewig nicht mehr gegessen habe. In meiner Kindheit war das etwas ganz besonderes, am liebsten von Oma zubereitet. Ich glaube als Kind schmeckte es mir besser #schwitz Aber es war ein tolles Gefühl das mal wieder zu essen und in alten Zeiten zu schwelgen.
Das ganze nennt sich "Milch Toast":Milch,Toast,Butter und Zimt & Zucker. Toast mit Butter bestreichen und Zimt & Zucker drauf streuen. Anschließend in kleine Stücke schneiden und in eine Schüssel damit. Die Milch erwärmen und dann über das Toast schütten #koch
Habt ihr auch solche Mahlzeiten? Gibt es vielleicht auch eine schöne Geschichte dazu?

Grüße

Die Gerichte von Oma können nur bei ihr so schmecken und kommen nie wieder....


.... denn darin steckt Gefühl, Verbundenheit, Erinnerung, Küchengeruch (eine spezielle Mischung aus Apfelkuchen im Ofen und Scheuermilch im Waschbecken), ein Teekesselpfeifen auf dem Gasherd, die Kittelschürze, in der immer ein Anisbonbon aus dem Kräuterladen vorrätig war und eine warme faltige Hand, die übers Haar streichelte, wenn dir der Eierkuchen mit Apfelmus und Zucker und Zimt den Mund verschmierte.

All diese Zutaten werden nie im nachgekochten Rezept landen....

#Omi4ever❤1915-1998

Ganz sicher nicht.
Aber vielleicht ganz viele liebe Erinnerungen an gemeinsame Mahlzeiten, mit Erzählungen und viel Lachen? Das wäre es doch auch wert, sag ich mal so. Und Omma im Himmel freut sich ganz bestimmt auf ihrer Wolke darüber #herzlich
Ich muss mal meine Maus fragen, ob ich ihr ein kleines Rezeptebuch schreiben soll.... oder einen Einleger in das Buch, das ich schon machte (Oma erzähl mal) Die Idee kam mir gerade so bei euren liebevollen Beiträgen.#herzlich
LG Moni

Sehr gute Idee! Ein kleines Vermächtnis sozusagen - wertvoller als jedes andere Erbe, wenn denn eins da. ❤️ Mit Anekdoten, Rezepten, Gefühlen, Erlebnissen ...

Habe auch vor eine allgemeine Familienbibel mit solchem auf die Beine zu stellen - die alten Geschichten geraten ja immer mehr in Vergessenheit (über Opas, Uromas, noch weiter hinten oder verzweigt) und die Leute, die sie noch kennen, gehen ja auch bald und sogar die haben manches nur erzählt bekommen.

Jetzt werde ich grad wieder richtig sentimental. ❤️

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Nach dem Tod meiner Mutter ist eigentlich jede ihrer gekochten Mahlzeiten eine Erinnerung geworden. Da sie nie die Rezepte aufgeschrieben hat (und ich nicht wirklich Interesse am Kochen hatte) ist das meiste unwiderruflich verloren. Und selbst das, was man nachkochen kann, schmeckt einfach anders.

Aber speziell aus der Kindheit: Kliebensuppe. Ein zäher Teig aus Mehl, Ei, Zucker und Wasser wird in Milch gekocht. Mega lecker. (Im Sommer wurde anstatt Milch Waser und Birnen oder Kirschen genommen).
Und eine Weihnachtserinnerung (die ich dank kleiner Notizen fast nachmachen kann): Mohnpielen. Mohn, Milch, gewürfelte alte Brötchen, Rosinen, Bittermandelaroma, Zucker. Wenn es lang genug steht, dann wird das eine richtig dicke Pampe. Gab es immer spät am Abend, quasi als Nachtmahl.
Rote Wellwurst mit Sauerkraut und Salzkartoffeln. Das ist nicht schwer, nur diese spezielle Wurst bekommt man hier sehr selten.
Die Gerichte sind sogar noch von meinen Omas, also aus der Ecke Schlesien und Pommern.

Das ist das erstaunliche, man kann sich 1 zu 1 an das Rezept halten, alles probieren (selber Laden, selbe Produkte, bei Vollmond gewisse Zutaten sammeln usw.) - es WIRD NIE SO schmecken, wie von der Person ;)

Und natürlich ist es immer das Beste! Da kommt nichts ran :).

Vielleicht hat ja jemand Tipps, wie man es doch noch SO hinbekommt ... auf was man noch achten muss? Bei manchem wirklich alles probiert und es hat trotzdem nicht gepasst (Zutaten, Koch/Backzeit ...) - das Händchen desjenigen ist es wahrscheinlich. Aber vielleicht gibt es ja hier Kochprofis, die wissen warum das gleiche Rezept anders schmecken kann ..?!

Ein oft entscheidender Faktor ist Zeit. Gut Ding will Weile haben. Ich krieg manche Sachen nicht wie mein Mann hin, weil er die Sachen im Zweifelsfall auch 4 Stunden schmoren lässt und ich diese Geduld nicht habe, schon gar nicht im Alltag. Damit meine ich so simple Sachen, wie die Zwiebeln nicht nur glasig werden lassen, sondern warten bis sie anfangen zu karamelisieren. Das kann große Unterschiede machen.
Ein anderer Faktor könnte gerade bei Verstorbenen sein, dass man in seinem Kopf ein unerreichbares Bild dieses Gericht zusammengeschneidert hat.

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Oh das trifft bei mir einen Nerv.....meine Oma (bei der ich quasi gross geworden bin) starb Anfang diesen Jahres mit fast 90 Jahren. Leider war sie dement, so das ich nicht mal mehr grob irgendwelche Rezepte erfragen konnte. Sie wusste es einfach nicht mehr. Dabei hat sie im "Pflichtjahr" 1945 kochen gelernt und dann über 50 Jahre für uns alle gekocht. Seufz.

Ihr Kartoffelbrei war legendär. Dazu "Stippe" mit Gehacktem und Tomaten.
Im Sommer kalte Kirschsuppe, mit Sago und riesigen weichen Hefeklössen. Das selbe gabs auch mit Apfel und Holunder, dann aber warm.

Eintöpfe. Aus Möhren oder Kohlrüben. Oder Wirsing. Mit kleinen Hackfleischklössen.

Meine Mama liebte besonders ihre Buletten. Die machte sie mit Ketchup.

Frikassee. Oder Saurer Hering mit Pellkartoffeln. Zum Nachtisch Weinspeise mit Eischnee.

Ach, mir fallen so viele Sachen ein. Wie gern würde ich in Omas Küchse sitzen und nochmal ihr Essen genießen. Das gehört zu meinen liebsten Erinnerungen, aus Kindheit und Jugend.

Meine Mama, ihre Tochter, konnte nicht kochen. Meine Oma hat es nicht weiter gegeben, warum auch immer. Aber ich würde 5 Jahre meines Lebens dafür geben, wenn ich heute, so wie früher am Wochenende, zu meiner Mama fahren könnte und mit ihr in der Wohnküche Kaffee trinken. Meine Mama starb 2011 an Krebs, mit gerade 50 Jahren. Immer wenn ich an ihrer alten Wohnung vorbei fahre wünsche ich mir das.

Arme Ritter mit Nescafé :)
Keine richtige Geschichte dazu, aber das Gefühl ist unbezahlbar.

Leider kochte meine Mutter viel zu süß und zu fett, sodass ich von klein auf zu dick "gezüchtet" wurde und ein lebenslanger Kampf begann. Das Zeug will ich alles nicht mehr.
Aber, ein- bis zweimal im Monat war ich samstags bei meiner Oma zum Mittagessen und ich wünschte mir immer dasselbe: knusprige Bratwürste, Kartoffelpüree mit einem Butterpfützchen drauf und grünen Salat. Legendär waren auch ihr Mohnstrudel und ihr Quarkstrudel, beide mit saftigen Rosinen in der Füllung.#koch

Für meine Kinder war bis ins Erwachsenenalter ein Lieblingsfrühstück neben dem obligatorischen Nutellabrot: 2 Scheiben Hefezopf, eingeweicht in warmer Milch, dick bestreut mit Zucker:-) Ich glaube, das würde ihnen heute noch schmecken.
LG Moni

Griesbrei von Oma....#verliebt ..... wenn ich den selbst koche, schmeckt der nie so.

Oder Salat..... richtig schwimmend in irgendeiner wässrigen Sauce . Keine Ahnung wie das Dressing geht, ich würde es gerne wissen.

Oder Kartoffeln geschichtet mit Wasserspatzen (ähnlich wie Spätzle)......mit Apfelmus.

Auch eine sehr schöne Erinnerung....... wenn Oma keine Zeit hatte zum kochen, gab es frische Brötchen mit Butter und einen riesen Topf selbst gekochtem Kakao. Die Brötchen wurden dann getunkt. Boah, ich habe es geliebt.

Schönes Thema ist es auf jeden Fall - Hunger (!!) habe ich jetzt dadurch...

...und paar Ideen aufgeschnappt als auch Erinnerungen an manches sind wieder gekommen :)

Morgens deftig ??! Ist glaub' noch zu früh ... ;)

Rheinische Linsensuppe mit Wuerstchen drin. Schaffe ich mittlerweile ganz passabel nachzukochen.

Meine Mutter hat auch Schnitzel irgendwie ganz eigen zubereitet, so dass das immer einfach lecker war. So ein stinknormales Gericht wie Schnitzel, Kartoffeln, Blumenkohl, Sauce Hollondaise. Mjam.

Meine Oma hat eine unglaublich leckere Salatsauce gemacht, mit Sahne, Zitrone und Dill. Krieg ich nur manchmal hin.
Ausserdem hat sie immer, wenn wir zu Besuch kamen einen extrem geilen Zimtkuchen gebacken. Irgendwie ein Hefeteig, ausgerollt, Butter und Zimt drauf, dann gefaltet und wieder ausgerollt und das ein paar Mal wiederholt... Irgendwie so. Total lecker matschigsaftiger Kuchen.
Ausserdem ihre eingelegten Kirschen aus der Vorratskammer, ihr selbstgekochter Gelee.

Bei meiner Oma gab es immer Weinsuppe mit Ei Haube. Irgendwie wa es immer schön auf der Tenne zu sitzen und mit der ganzen Familie die Suppe als Vorspeise zu genießen.
Außerdem konnte meine Oma noch richtige Hefeklöse mit Pflaumen gemacht. Ich habe auch welche gemacht. Also Topf mit Haube und Tuch. Leider habe ich nicht beachtet das ich einen Gasherd habe, Das Tuch fing Feuer.
Mein ander Oma hat immer Koteletts gebraten. Irgendwie waren die Koteletts richtig lecker. Sie worden auf eine alten Herd mit Feuer gebraten.

Hi,
Gsd lebt meine Mutter noch, aber den Bohnensalat und den Pfannkuchenteig für die Rhabarber Pfannkuchen, muss sie machen.

Normaler Teig, bekam ich auch nicht hin, es fehlte der Fondor. Jetzt habe ich Fondor von Maggi und auch die Nudeln mit Ei überbacken, schmecken wie von Muttern.

Mehlköße, Hefeklöße, der weltbeste Nudelsalat mit selbstgemachter Mayonnaise, Windbeutel mit Erdbeeren Buttercreme, nicht mastig, sondern leicht und lecker.

Meine Schwester probiert sich an den Windbeutel, die Hefeklöße bekomme ich hin, aber den Bohnensalat wollen wir beide von ihr.

Gruß Claudia

Hallo,

den Kartoffelsalat meiner Mutter....meiner schmeckt nicht annähernd so lecker wie ihrer :(. Den muss sie heute noch machen wenn wir alle zusammen grillen. Selbst meine Kinder und Enkel lieben ihn.
Und "Mehlbüddel", (wird auch "großer Hans" genannt) es ist ein gekochter "Rosinenkuchen" mit durchw. Speck drin und einer roten Fruchtsoße, Stachelbeere mögen wir nämlich nicht und normal gehört die mit dazu. Und Buttermilchsuppe mit Mehlklösschen und Mettwurst dazu. Alles alte Gerichte aus Dithmarschen (SH) und die kann keiner so gut kochen wie unsere Omi.
Schei... jetzt habe ich Hunger!

LG

Du hast das Sauerfleisch Deiner Mutter vergessen #koch#koch#koch in das kann ich mich reinlegen (und mir wird nicht so schlecht wie von zuviel Hollandaise #rofl#rofl)
LG

Stimmt, aber das Sauerfleisch bekomme ich auch so hin, da braucht man ja keinerlei weitere Zutaten... und die Hollandaise hast du dir selber auf den Teller gelöffelt....... Das war deine Schuld dass dir davo schlecht wurde, ehrlich!

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Als ich schwanger war, bin ich wieder in meine Heimat gezogen. Deshalb gibt es nun alle Gerichte aus meiner Kindheit in jedem Wirtshaus hier. Außer Krautwickel. Krautwickel scheint irgendwie out zu sein #rofl

Mit Krautwickeln kann man mich jagen - gab es irgendwann mal nur bei uns zu Hause, wenn ich weg war :) Habe also meine Abneigung wahrscheinlich zu deutlich gemacht ... ich schieb's mal auf Teenie halt ... aber auch heute komme ich da nicht ran.

Manchmal ist es ungeschickt wenn Personen denken, man mag Sachen noch so sehr, wie man sie als Kind mochte. Dann stehen auf einmal absurde Sachen auf dem Tisch, die man seit mind. 20 Jahren nicht mehr angerührt hat - aber sehr nett gemeint!! Nur ist man da manchmal selbst in der Zwickmühle "wenn's einem nicht mehr soo schmeckt wie zu Kindheitstagen"...

Da hilft nur selber machen;-) sind ja nicht so schwer. (Könnte ich auch mal wieder......)
LG

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Hallo,

tolle Umfrage :-)

Meine Oma war eine lausige Köchin. Nicht mal ihr Pudding hat geschmeckt, aber das wusste sie und konnte sehr gut damit leben.

Die Gerichte meiner Kindheit hat alle meine Mutter gekocht. Da sie selbst Gemüse angebaut hat und das Geld oft knapp war, gab es immer saisonale und preiswerte Gerichte. Ich mochte immer Steckrüben besonders gerne oder Wirsing.
Mittlerweile ist meine Mutter älter, kocht aber immer noch jeden Tag. Nur hat sich ihr Geschmack verändert und die Gerichte damit auch. Trotzdem mag ich es, wenn sie kocht. Wenn sie zum Beispielt Gemüse putzt, dann schneidet sie mir immer etwas ab und gibt es mir zum Naschen. Meine Oma hat immer vorab eine gekochte Kartoffel mit Butter von ihr bekommen.

Viele Grüße,
lilavogel

Wenn sie zum Beispielt Gemüse putzt, dann schneidet sie mir immer etwas ab und gibt es mir zum Naschen

Das mach ich bei meiner Enkelin auch #rofl
LG

Ein Tipp für alle, die alte Rezepte suchen: Vieles gibt es in Büchern mittlerweile. Googelt mal nach den Stichwörtern z.B. Arme-Leute-Essen oder auch Bauernhofrezepte. Früher gab es eine Fernsehserie "was die Großmutter noch wusste" davon gibts Rezeptbücher. "Kochen mit Martina und Moritz" greift auch oft alte Schmankerl auf. Das muss man eben mit dem regionalen Zusatz suchen. Gibt ja auch altbayerische Rezepte usw. Also man findet schon noch einiges, auch bei chefkoch.......u.ä. LG Moni

Hallo,

das ist ein toller Hinweis.
Mir fallen jetzt auch noch passend dazu die handgeschriebenen Landfrauenkochbücher aus dem Münsterland ein - ist bei uns um die Ecke. Da wurden handschriftliche Rezepte zu einem Buch gebunden. https://www.landfrauen-lette.de/

Sicher gibt es auch noch andere Regionen mit ähnlichen Rezeptsammlungen.

Viele Grüße,
lilavogel

Bei mir gab es als Kind oft Schokoladenpudding mit gehackten Haselnüssen - liebe ich heute noch wie damals #verliebt.

Hört Ihr jetzt mal auf, dauernd über Essen zu reden?! Wo bekomme ich jetzt die Haselnüsse her? Und Pudding ist keiner da und ich will nicht raus.. also denkt auch mal an Eure Mitmenschen! (Nehme mich und meinen Zeigefinger grad a bisl hoch und habe tatsächlich grad unsägliches Verlangen nach DEM Pudding - wenn ich jetzt wegen Dir noch raus muss, mari snow... wie könnt Ihr nur (verzweifelt) ...

Choco nuss tut's fast auch (beinah wieder glücklich) - aber so ein waschechter Pudding mit Haselnüssen ... das wär's jetzt natürlich scho...

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Dampfnudeln..mit Obst und Vanillesauce.

Die geschmacklich 1:1 hinzukriegen war aber nicht sooo schwer, weil's ja nur gebacken und nicht wirklich gewürzt wird.

Meine Kinder lieben das Essen!

Hi,

An Kerwe hat immer meine Oma Kartoffelknöpp gemacht und auch wenn die von meiner Mutter gut schmecken, an die von meiner Oma kommen sie nicht ran.

Leider habe ich nie dran gedacht zu fragen, wie sie die macht 😔.
Mit 22 glaubt man irgendwie immer, die Oma lebt doch noch lange und dann ist einen Tag später doch alles vorbei.

Ihr Pudding war auch immer viiiel besser 😉.

Aber es liegt oft einfach dran, wenn es jemand anders macht, es schmeckt dann neu und etwas anders.

Beim Grillfest vom Verein hat mein Schwiegervater den Schafskäse eingelegt. Er würzt da schon und legt auch frische Tomaten und Peperoni drauf.

Die Tochter eines Vereinskollegen saß mit ihrer Mutter bei uns am Tisch. Und die Mutter fragt sie wie es schmeckt und sie, typisch Kind halt, haut einfach raus:
Total lecker: lass dir das Rezept geben Mama, ist viel besser als deiner 😂😂.

Von der Großtante meines Mannes habe ich mir die beliebtesten Kuchenrezepte geben lassen, damit die nicht verloren gehen.

☕️☕️🥛🍀🚬🚬🎼
Guten Morgen miteinander,

Trinke meine Cappus ☕️ (Eigentlich Kaffees) und sinniere über den Zusammenhang zwischen gelben Fingern und selbst gedrehten Zigaretten - hatte ich vorher noch nie. Oder liegt es an der Handyhaltung, weil ich so viel bei schreibe?! Leidensberichte erwünscht ;)

Nacht war gut, zum Essen gibt es wahrscheinlich nichts großartiges: Herbstrollen vielleicht?

Freue mich, dass Montag ist und man losstarten kann. Hab bisl was zu tun und bin die letzten beiden Tage bei urbia hängen geblieben. Morgens nur gucken und auf einmal ist der ganze Tag weg. Wie ist das bei Euch?

Schönen Wochenstart (wir üben hier nur) 🍀👍🚬☕️😊
Moi (ohne Wunder jeglicher Art)

Meine Mutter hat gerne zum Frühstück solche Aufläufe gemacht weil's schnell ging und sie während des Backend uns fertig machen konnte.

Milchreis (einfach Milch, Zucker, Milchreis in ne Auflaufform und im Backofen garen. Oft Schnitt sie noch apfelstücke drauf und je nach Saison war mal n andere Obst drauf)
Milchbrötchenauflauf (alte Brötchen in dicke Scheiben schneiden, kurz in Milch tunken, und gefettete Form Schichten und jede Schicht mit Butter, Zucker und Zimt bestreuen)
Und sonst gab's ganz oft Grießbrei mit nem Stück Butter Zimt und Zucker.

Meine Kinder frühstücken das auch immer wieder gerne.

Ansonsten gibt es noch etliche weitere rezepte die sie noch von ihrer Oma und Mutter hat und ich immer wieder gerne nachkoche. Wir hier lieben eh die klassische schlesische Küche und Eßgewohnheiten 😉

Hallo,

eigentlich gar nichts "Besonderes", aber für mich war es immer etwas "Besonderes" - eben, WEIL es immer total lecker geschmeckt hat #koch#mampf#verliebt - und zwar Reisbrei mit Zimt und Zucker und Himbeersirup. Gab es ab und an "sogar" als "richtiges"/komplettes Mittagessen und nicht "nur" als Nachtisch.

Aber ganz ehrlich, so lecker das auch ist - heute würde ich das (für mich) nicht als Hauptmahlzeit zubereiten, sondern tatsächlich "nur" als Nachtisch.


Gruß

Ja heute kocht kaum einer so wie unsere Eltern damals. Dafür leben wir viel zu gesund 🙈 vielleicht auch zu gesund....

Und wenn man den eigenen Kindern das gönnen möchte was damals als normal galt dann darf man sich rechtfertigen oder wird als Mutter hingestellt das Grad Körperverletzung begangen hat 😅

Ich bin glaub ich eine der seltenen Muttis die ihren Kindern das zu essen gibt was ich als Kind zu essen bekommen hat. Es gibt ab und an sogar Cornflakes zum Frühstück beim 1-jährigen Kind 🙈

Genau - so wird es sein.

Auch wenn es - wie bei uns auch - ab und an "ungesunde"(?) Dinge gab, gab es doch trotz alledem viel Obst und Gemüse bei uns. Denn darauf - also auf eine gesunde Ernährung - haben meine Eltern auch großen Wert gelegt. Was ich auch sehr richtig und wichtig finde. Nur wird das mit der gesunden Ernährung heutzutage oftmals viel zu sehr übertrieben. Denn man stirbt NICHT, wenn man MAL(!) auch "ungesunde" Dinge isst.

<<Es gibt ab und an sogar Cornflakes zum Frühstück beim 1-jährigen Kind.>>
Na und?! Auch davon stirbt das Kind nicht, wenn es ansonsten auch gesunde Dinge; wie Obst und Gemüse; bekommt. Wie gesagt, man kann auch alles total übertreiben...

Und es war ja auch nicht so, dass es bei uns früher jede Woche Reisbrei mit Zimt und Zucker und Himbeersirup gab. Und wie gestern bereits geschrieben, würde ich für mich selbst dies eher als Nachtisch machen und essen anstelle einer Hauptmahlzeit. Auch wenn es damals total lecker war (und es immer noch ist), aber heute bevorzuge ich lieber etwas Herzhaftes und Pikantes als Hauptmahlzeit.

Hallo #winke
Ein toller Thread, wenn auch für hormongeladene Schwangere nicht einfach, bei all den Erinnerungen, die da hoch kommen geht sofort das Wasserwerk los...
Meine Großmutter väterlicherseits hat viele tolle Sachen gemacht, die es so nur bei ihr gab (also in der Familie): braune Hacksauce zu Nudeln, ihre wunderbaren Pfannkuchen die fast schon ein Omelett waren und unübertroffen geschmeckt haben. Ihr Püree aus Kartoffeln und Kohlrabi (ich habe keine Ahnung, wie man das passende Dialektwort schreibt!), ihr warmer Kartoffelsalat, der in späteren Jahren immer etwas Biss hatte, weil Opa die Eierschalen nicht mehr so gesehen hat... Und ihre legendären gefüllten Klöße, kindskopfgroß, mit einem riesen Topf Füllung extra, um die sich immer gestritten wurde.
Wenn ich dort geschlafen habe roch morgens um 9 oft schon die Wohnung nach dem späteren Mittagessen und ich bin später extra immer lange im Bett geblieben, um die Geräusche und Gerüche zu genießen... Das war immer das schönste!
Mein Papa hat einen Teil der Rezepte und versucht sich eifrig daran, aber es ist wirklich nicht einfach. Oma hat nie exakte Mengen aufgeschrieben ;-)

Liebe Grüße

Kohlräble, Riijba, Gmijs - so vielleicht? :)

Toller thread, tolle Geschichten.

Mir fällt auf, dass viele Eurer genannten Essen es heute wahrscheinlich nicht mehr auf viele Familientische schaffen würden, weil sie nicht "korrekt" sind, zu viel Zucker, zu viel tierische Fette etc... Wie schade, dabei finde ich es auch so wichtig, dass solche Familientraditionen weiterleben. Muss ja nicht jeden Tag sein.

Meine Großeltern kamen aus Böhmen, deshalb gehörten bei uns alle möglichen Arten von Mehl- und Süßspeisen dazu. Wenn ich einen Hefeteig in der Küche am gehen habe, drehe ich von dem Duft auch fast durch...😋 Und ich stelle fest: Je mehr ich übe und je öfter ich mich an Buchteln mit Vanillesoße etc. versuche, desto besser gelingen sie mir und desto näher komme ich an Omas Version dran! Also, gebt nicht auf, versucht es weiter!

Ahhhh Buchteln#pro

Mein Vater stammt aus Süd Mähren und wir sind mit dieser Küche aufgewachsen.Meine Mutter hat diesem Essen den Vorrang gegeben.Strudel, Marillenknödel, Vanillekipferl und auch das Deftige.
Mein Böhmischer Kirschkuchen kommt auch sehr gut an.:-)

Das finde ich sehr schade. Wir waren durch die alte gute schwere und ungesunde Küche nie dick oder so. Wir haben auch nur 3 Mahlzeiten am Tag gehabt und diese Küche sättigt gut 5 Stunden am Stück. Heutzutage haben die Kinder nach spätestens 3 Stunden wieder Hunger und essen generell 5 Mahlzeiten am Tag... ob das auf Dauer gesünder ist so oft zu essen anstatt einmal anständig ist die Frage 😶

Aber über gesunde Ernährung lässt sicj streiten und sogar unsere Wissenschaftler kennen keinen allgemeinen richtwert. Vor allem wenn man über unsere Grenzen hinaus schaut wird sehr offensichtlich was welches Land als gesund und ungesund erachtet. Sogar von den gesundheitsorganisationen.

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Hallo

meine Mama hat uns, wenn wir krank waren, immer warme Schokoladen oder Vanillepuddingsuppe gekocht. Und es gab Butterbrot mit Butter und Zucker. Aber eben nur wenn wir krank waren!

Ansonsten habe ich geliebt von ihr die Erbsensuppe, in der Schweinepfötchen, -öhrchen und -Schwänzchen mit gekocht wurden. Ich habe sooo gern die knorpeligen Öhrchen gefuttert. Heute gibt es das kaum mehr noch, wenn man das kaufen möchte, muss man es vorbestellen...

Rinderrouladen mache ich genauso wie sie - meine Tochter meinte mal zu mir, es kann niemand so leckere Rouladen machen wie ich. Selbst im Restaurant schmecken sie nicht so lecker.

Sauerbraten, meine Mama ist im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen und eben auch mit "richtigem" Sauerbraten, nämlich aus Pferdefleisch. Das habe ich bis heute beibehalten und mein Mann liebt den... Er lernte das erst durch meine Kocherei kennen

Reibeplätzchen (Kartoffelpuffer) esse ich grundsätzlich nur mit Zucker. Selbst mit Apfelmus mag ich sie nicht...

Bei meiner Oma väterlicherseits gab es, als ich klein war, immer zum Abendessen einen "Brief". Das war ein zusammengeklapptes Brot mit Hausmacherleberwurst vom Bauern nebenan...
Und ich habe sofort den Geruch ihrer Küche in der Nase wenn ich daran denke - es roch immer nach einer Mischung aus Zimt, Pfeffer, Piment und Holzofen... Sie kochte nämlich noch auf einem alten holzbefeuerten Emailleofen.
Und erst die Weihnachtsgans aus dem Ofen...herrlich

LG

An solche besonderen Mahlzeiten kann ich mich eigentlich nicht erinnern. Sicherlich gab es bei uns so etwas nicht. Aber ich finde es auf jeden Fall interessant, an welche sich die anderen so erinnern können :)

Das nannte sich Mehlsuppe und war sowas wie ganz dünner Griesbrei. Meine Uroma aus Schlesien hat das immer gemacht... oder auch Zuckerbrot :-) Einfach Brot mit Butter und Zucker drauf ... *lecker*

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