Was habt ihr mit 30 in eurem Leben erreicht?, fragt unsere Userin. Oder was heißt überhaupt "etwas erreicht zu haben"? Lest hier kritische Stimmen und sehr persönliche Erfahrungen.
Ein Tipp vom urbia Team

Was habt ihr mit 30 erreicht?

Hallo ihr Lieben!

Ich werde bald 30 und irgendwie wäre ich gerne schon weiter im Leben.

Wir führen ein gutes Leben zu 4, können uns hier und da etwas leisten, haben einen Mittelklassewagen... allerdings noch aus Studium/Ausbildungszeiten/Jugendsünden ein Haufen an Raten abzuzahlen wo fast ein ganzes Gehalt bei drauf geht :(
Allerdings wohnen wir zur Miete und haben nicht wirklich Geld auf der hohen Kante... Unsere Gehälter reichen zum gut über die Runden kommen aber das wars dann auch...das macht einen irgendwie etwas unzufrieden.

Früher war es mir egal was andere in meinem Alter hatten... mittlerweile schaut man dann doch mal...

eine Freundin hat sich jetzt mit ihrem Partner ein total schickes Haus gebaut... ich gönne es ihr, die beiden haben die letzten Jahre so sparsam gelebt und sich nix gegönnt... da frage ich mich warum wir das nicht schaffen... versucht zu sparen haben wir schon oft... aber dann kommt immer wieder etwas...

Also in welchem Alter habt ihr was erreicht ( Eigenheim, super Job, tolles Auto....) ?? Oder wo ward ihr mit 30 ca.?

Natürlich sind meine beiden Kids wohl das größte was ich jemals erreicht habe und werde, aber irgendwie beschäftigt mich das jetzt doch...

Hallo,

was ich mit 30 erreicht habe? Ich bin nicht im Irrenhaus gelandet, habe noch beide Nieren, halte zwei Menschen im Haus, welche behaupten mein Mann und mein Kind zu sein, habe meine Schwiegereltern (noch) nicht ermordet, schaffe es meist pünktlich den Urlaub zu buchen und zu 90% eine trockene Zeitung morgens zu bekommen (der Briefkasten ist nicht ganz dicht), habe einen Job, einige Freunde, die mich für herrlich bekloppt halten und nicht ausgedacht sind.

Als erfolgreiche Leistung kann ich prahlen alle DREI Bücher von "50 Shades of Grey" gelesen zu haben. Seitdem habe ich erfolglos versucht meinen Mann zu verführen, indem ich ständig auf der Unterlippe kaue und in allen Rotschattierungen erröte. Ergebnis: zweimaliger Notarzteinsatz wegen Verdacht auf Schlaganfall und anaphylaktischen Schock. Und bei Amazon kann man keinen Helikopter bestellen.
Ach ja, und irgendwie haben wir auch ein Haus gebaut. Nur ging es bei den Sims schneller. Merke: Realitätssinn leidet bei Computerspielen.

LG
Manu

You made my Day! :)

Danke sehr schön formuliert :)

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Das ist doch eine ganze Menge :-)!

Mit 30 :-p?! Da saß ich frisch getrennt nach Langzeitbeziehung heulend mit 3 Kartons bei meiner Schwester, die mich lieberweise für ein paar Monate aufgenommen hat.

Kein Haus, keine Kinder, mäßig Kohle... Das hat mir ganz schön den Boden unter den Füßen weggezogen (obwohl wir im Guten auseinander gegangen sind)... Das war nicht einfach, gefühlt nochmal ganz von vorn anzufangen...

Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich danach eine sehr schwere, aber auch verrückte Zeit hatte, mich wohl sehr weiter entwickelt und eine Menge gelernt habe.

Inzwischen bin ich glücklich verheiratet mit Haus und Garten, Geld nicht im Überfluss aber mehr als ausreichend, dafür ungewollt kinderlos (inklusive dem ganzen traurigen dazu gehörigen Programm, aber mittlerweile geht es mir ganz gut damit).

Wie war das noch mit dem Ponyhof? :-p

Ich habe aufgehört, mit anderen zu vergleichen... Wichtig ist MEIN Leben und es ändert in meinem Leben nix, wie es bei anderen ist. Ich möchte nur aus meinem Leben das beste machen :-).

#winke

Danke für Deine Antwort :-)
Ja ich denke man hält sich zu sehr an den Dingen auf die man nicht hat, statt zu sehen was man hat... vielleicht mache ich mir da auch etwas zu viel Druck...
Würden wir jetzt aktuell ein Eigenheim kaufen könnten wir vermutlich direkt Privatinsolvenz mit anmelden... mit etwas Glück sind alle Verbindlichkeiten in 6 Jahren abbezahlt:( das liebe Geld;)

Dass Du ungewollt kinderlos bist tut mir wirklich sehr leid. Aber ich denke du hast verstanden, dass das Leben weiter geht, zumindest klingt Deine Schreibweise sehr abgeklärt...

Ich wünsche Dir alles Gute!!!

Danke Dir für Deine lieben Worte :-) Abgeklärt... Ich weiß nicht #hicks Ja, das Leben geht weiter und es nutzt ja auch alles nichts. Bis zu meinem Stand heute war es allerdings ein harter, tränenreicher Weg...
Nun will ich umso mehr mein Leben genießen und alles mitnehmen, was geht :-).

Eigene vier Wände sind was Tolles, aber es muss eben realisierbar sein. Wenn dann im Eigenheim kein Cent übrig ist, ist das auch nicht das Gelbe vom Ei.

Und das könnt Ihr theoretisch auch in einigen Jahren noch verwirklichen :-).

Dir und Deiner Familie auch alles Gute #klee#winke

Huhu,

Mit 24 habe ich mir eine Doppelhaushälfte gekauft, da mein Arbeitgeber mich ohne Studium intern fortgebildet hat und ich ein tolles Gehalt hatte.

Mein jetziger Mann war da noch im Studium.
Mit 26 und 28 kamen die Kinder, die Hochzeit mit 29.
Mittlerweile haben wir zwei Autos, ein Größeres Haus und einen Wohnwagen.

Im Freundeskreis haben alle ein Eigenheim, wir wohnen hier wohl günstiger;-)

Ich bin zufrieden, aber auch nur, wenn ich nicht vergleiche, denn höher und weiter geht immer.

Die einen fahren 4 Mal im Jahr in den Urlaub, die anderen kaufen sich einen Thermomix und der nächste fährt den neuen T-Bulli von VW......
Vorsichtshalber haben wir ein Glücklos gekauft, vielleicht werden wir mit ner Millionen auf dem Konto noch glücklicher#gruebel

Hört sich, wie mein Vater ( Anwalt) sagen würde nach " einem glatten Lebenslauf" an :) toll was du schon alles erreicht hast!

Mein Mann hält das Geld zusammen#hicks
In allen 'erfolgreichen' Familien gibt es einen, der finanziell auf die Bremse drückt. Würde ich mit mit meiner Freundin tauschen und hätte ihren Mann würde es so aussehen:
Ich und ihr Mann würden kurzzeitig in einer Villa wohnen, würden zwei fette Autos fahren, hätten nur Markenkleidung, wären regelmäßig auf Konzerten und im Urlaub....und wären Alkoholiker#rofl und letztendlich in der Insolvenz.....
Mein Mann und meine Freundin, würden in einer kleinen Wohnung leben, ein altes Auto fahren, praktische Kleidung besitzen und wären Stinkreich!

Nicht die Einnahmen bestimmen über dein Vermögen, sondern deine Ausgaben.
oder doch Lotto spielen....

Huhu,

Ich werde im September 30 und bekomme in dem Monat wohl das schönste geburtstagsgeschenk, ein Baby :)

Erreicht ist hier so die Frage...

Ich habe seit mittlerweile 10 Jahren einen Job (mit dazugehöriger Ausbildung) den ich liebe und mache jetzt in meiner freien Zeit (habe ein beschäftigungsverbot ) ein Studium.

Mein Freund und ich sind sehr kurz zusammen und erwarten daher recht unerwartet unser kleines Wunder, aber ich bin guter Dinge ;)

Ein Auto habe ich (mittelklasse).

Wir wohnen zur Miete.

Ich hätte gerne schon das Studium hinter mir, ein kleines Häuschen und ein bisschen weniger Ängste, dafür mehr Selbstbewusstsein und Gelassenheit :D

Aber ich bin zufrieden mit dem was ich habe und freue mich auf die Zukunft.

Du siehst, jeder hat sein Päckchen zu tragen...

Wünsche dir alles Gute!

Also in meinem Bekanntenkreis haben die wenigsten ein Eigenheim und das ist doch auch vollkommen ok. Viele verschulden sich bis über beide Ohren bis ans Lebensende, nur weil sie meinen, dass ein Eigenheim ein "Muss" ist und etwas darüber aussagt, wie weit man es im Leben gebracht hat. Das tut es aber nicht!

Mein Ziel war es mit 30 einen Mann und Kinder zu haben. Ich war nie scharf auf Karriere und wusste bis vor 2 Jahren auch nie so richtig, was ich beruflich machen möchte und was mich in der Beziehung glücklich machen würde.

Warum bist du nicht mit dem glücklich, was du hast? Viele schaffen es nicht mal einen passenden Partner zu finden und über Jahre zusammen zu bleiben, geschweige denn Kinder zu bekommen...wozu brauchst du denn so zwingend ein Eigenheim? Die wenigsten von deinen Freunden mit Eigenheim werden sich nebenher noch andere Dinge leisten können. Sie arbeiten halt nur für das Haus. Jeder setzt seine Prioritäten anders, aber für mich wäre es nichts.

Glg

>>>wozu brauchst du denn so zwingend ein Eigenheim? Die wenigsten von deinen Freunden mit Eigenheim werden sich nebenher noch andere Dinge leisten können. Sie arbeiten halt nur für das Haus.<<<

Dieses Klein- oder Schlechtreden von Leistungen/Lebensstil anderer, nur um sich selbst besser zu fühlen, finde ich total kleingeistig.

Du hast Recht, dass man mit dem glücklich sein sollte, was man bisher geschafft hat... nur irgendwie sehe ich mein Umfeld und Irgendwie haben die meisten in meinem Alter in den letzten 2-3 Jahren einen recht großen Sprung hingelegt ( Eigenheim, Ferienhaus, usw.) und da fehlt dann wohl etwas das eigene Selbstbewusstsein um zu sagen, mir reicht was ich habe...

Wir gehen mit Geld recht verschwenderisch um, von daher ist mir das Risiko einer Finanzierung auch zu hoch , zumal mein Job nicht wirklich sicher ist...

Danke auch für Deine Antwort :)

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Worauf ich wirklich stolz bin ist meine Ehe/Familie. Wir haben uns ende August 2001 kennengelernt und am 7. Dezember 2001 geheiratet. Ich war gerade mal 19 Jahre alt.

Jeder meinte das hält eh nicht lang. Von allen Seiten blöde Sprüche. Tja was soll ich sagen, 16 Jahre verheiratet und 3 tolle Kinder.

Alles andere ist für mich nebensächlich. Wohnen zwar in einem Haus aber zur Miete. Eigenheim wollen wir nicht. Wer weiß was noch alles so kommt.

Lg

Erst heute rief mich eine liebe ehemalige Kollegin an....sie besitzt zwei Häuser, ihr Mann auch noch eines, beide fahren auch grosse Autos, wie ich nie eines hatte. Sie können sich Reisen leisten in Länder, die ich erst auf der Karte suchen muss#schwitz Kinder haben gute Ausbildungen- perfekt....perfekt? Gestern erhielt ihr Mann beim Prüfenlassen einer "Warze" die Diagnose schwarzer Hautkrebs..... Da verschieben sich die Prioritäten schlagartig.
Merkst Du was? Es gibt den Spruch "unter jedem Dach ein Ach".
Schiele nicht nach den Karrieren und Erfolgen anderer sondern sei glücklich über das, was Du hast. Selbst wenn Du ein Haus hast, wird es immer jemanden geben, der ein noch schöneres Haus, ein noch grösseres Auto hat usw. usw.
Ich selber hatte mit 30 schon eine kurze aber schlimme Ehe hinter mir; hatte zwei Kinder, aber auch wieder einen lieben Partner. Dazu noch Schulden aus meiner ersten Ehe, herrlich. Aber dafür wenigstens einen sicheren Job....naja und Autos werden eh überbewertet, da reichte auch immer ein nichtexklusives#cool Gottseidank bin ich ein Mensch, dem Neid sehr fremd ist, dafür bin ich recht dankbar. LG Moni

Schön ist, wenn man all das nicht hat und sich zusätzlich noch eine lebensbedrohliche bzw. ernsthafte Krankheit dazugesellt. Tja, gelitten, wa? :/

Nee, ernsthaft. Das Leben besteht nicht nur aus Medien und Materiellem...

Also ein Eigenheim war mir immer wichtig. Mit 25 habe ich mir als Single ein Haus gekauft. Mittlerweile, unter 30 aber verheiratet, ein Kind und zusätzlich zum Wohnhaus 3 vermietete Wohnungen. Das ganze momentan mit nur einem Handwerkergehalt.

hallo,

ich habe mir gerade 30 meinen mann kennengelernt.

haben dann nach 6 monaten angefangen bauen, 2014 geheiratet und 2016 nach einem harten weg endlich unser wunschkind bekommen.

mit 30 war ich nebenbei auch bereits selbständig und hatte einen gut bezahlten vollzeitjob.

mit 30 hab ich meinen vw tiguan bekommen.

und jetzt mit mitte 30 hat sich nicht viel verändert.

ich bin super glücklich, dass wir endlich eltern sind. denn nur das zählt und ist wichtig.

mehr geht immer, aber braucht man zum glücklich sein nicht...

alles liebe!

Hallo,

Mit 30 habe ich nochmal ne Ausbildung gemacht, zu meinem heutigen Beruf als Altenpfleger.
Musste 3 Jahre lang mit gut 800 Euro hinkommen weil die liebe ARGE mir wegen des Alters und Ihrer Meinung nach fehlenden Rentabilität, die Unterstützung verweigerte.

Zuvor war ich 4 Jahre Zeitarbeiter für 7,38 Euro die Stunde und bin durch 14 Firmen gejagt worden, immer mit der Hoffnung auf Übernahme.

Urlaub hatte ich außerhalb Deutschlands zu dem Zeitpunkt schon über 10 Jahre nicht mehr gemacht.

ABER:

Ich habe schon früh im Leben gelernt begnügsam zu sein.
Hat man halt zum Bsp. Urlaub auf Balkonien gemacht usw.

Sich mit anderen zu vergleichen ist nie besonders gut.
Nur leider sind die Ansprüche der heutigen Zeit sehr Groß bei vielen.

Zudem muss man sich fragen was es denn heißt wenn man sagt:
"Ich habe viel oder wenig erreicht."
Das ist sehr relativ.

Liebe Grüße

Andy

Hallo
Es gibt doch noch so viel mehr im Leben als Geld & Besitz!
Auch von mir eine kleine Anmerkung zum Thema Eigenheim: das sieht je nach Wohngegend einfach komplett anders aus! Ich habe eine Bekannte, die hat ein geniales Haus gekauft für einen Preis... dafür bekommst du hier wo wir wohnen eine kleine Wohnung für #schmoll
Und wegen deiner Freundin, auch in einer "billigen" Gegend wird da noch mehr dahinter stecken. Zumindest wenn ich von normalen Jobs ausgehe ist es mit 2 Jahren sparen für einen Neubau+Grundstück nicht getan.

Liebe Grüße #blume

was ich erreicht habe?

dass ich mich und mein Kind selbst versorgen kann
dass ich mit Schwierigkeiten (irgendwie) klar komme
dass ich auch ohne Beziehung ein Leben habe

früher wollte ich immer erst Ausbildung, dann Heiraten, dann Kinder

tja, Kind kam in Ausbildung und geheiratet habe ich nie. Ob ich es jetzt noch mal machen würde? keine Ahung, kommt darauf an wer mir begegnet #schein

den Häusle-Bau-Boom habe ich bei meinem Vater damals erlebt und seinen Freunden
auch die Ehen die daran zerbrochen sind.
Manche hatten nie Urlaub
andere haben sich vor lauter Arbeiten auseinander gelebt, blieben aber der "Schulden" des Hauses wegen zusammen (war ja der gemeinsame Traum)
andere verloren das Haus wieder

in meiner Generation Mitte 30 ist es unterschiedlich
manche haben ein Eigenheim (mit Schulden)
andere haben es wieder verkauft, schauen, dass sie das finanziell geregelt bekommen und brauchen Geld für die Scheidungskosten
einige wollten unbedingt ein Eigenheim, haben sich eines gekauft (auf dem Land, wegen der Preise), sind aber wieder in die Kleinstadt zur Miete gezogen. Das Haus war groß, viel Arbeit und das, was das Haus weniger gekostet hat, musste in zwei Autos und viele Wege investiert werden. Ein Haus in der Kleinstadt ist fast nicht bezahlbar - oder wenn doch, Leben auf der Baustelle.

andere leben in wilder Ehe zusammen und sind glücklich

würde man von außen drauf schauen, werden oft die beneidet, die am meisten haben
schaut man genauer hin, sind es oft die, die am meisten an sich zweifeln. Die Angst haben usw.
und die die belächelt werden - alleinerziehend, (bewusst kleines Auto) etc. sind die, die mit sich zufrieden sind, gut über die Runden kommen und für sich selbst glücklich sind.

nicht pauschal
eher von der Tendenz her.

ich für mich habe erreicht, dass ich nicht schaue, was andere haben
sondern mit dem lebe, was ich habe, was ich mir erarbeiten kann, mir Hilfe suche, wenn ich sie brauche und dennoch einiges alleine wuppe
erreicht habe ich, dass ich einen Job habe, der mir finanziell reicht und ich dennoch Zeit für mein Kind habe.
Klar, könnte ich einen "besseren" haben. Müsste dazu zwei Stunden Fahrt in Kauf nehmen, zusätzlich zur Betreuung noch Tagesmutter, hätte höhere Fahrtkosten. Für die Rente wäre das finanziell besser. Aber netto hätte ich ungefähr gleich viel wie Teilzeit (abzüglich aller Zusatzkosten), würde mein Kind nur noch zum Schlafen sehen und würde gesundheitlich die Rente nicht mehr erreichen.
Sprüche gibt es immer wieder. Andere leisten sich Autos, Haus, jedes Jahr ein Handy oder was auch immer. Ich leiste mir Gesundheit und dass ich nicht so viel Urlaub brauche, da ich das ganze Jahr über eine Portion Freizeit übrig habe.

Erreichen ist relativ
für manche ist es was materielles
für andere was emotionales

schwierig finde ich es dann, wenn man es nicht für sich selbst macht
sondern aus einem Zwang heraus
einem - die anderen haben ...
oder "bin ich weniger wert, weil ich (noch) nicht ..."

zum einen ist zu betrachten, wie der Start ins Leben war (manche bauen sich aus dem "nichts" so viel auf, was mehr erreichen ist, als jemand der schon von vornherein sehr viel hatte) ... eine hart erarbeitete 4 ist manchmal mehr erreicht als eine leichtverdiente 1. ;-)

dann ist noch zu sehen, wie das Leben weiterlief
schicksalsschläge, änderungen, Krankheiten, Trennungen (auch die der eltern) usw.

und letztlich was bleibt
mein Vater sagte mal, es kommt nicht nur darauf an, was man sich aufbaut, sondern auch darauf, ob man es halten kann.

und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es einem selbst das wert ist

Mit 30 hatte ich einen guten Job und wohnte seit 1 Jahr im eigenen Haus und war schwanger.

Aber ich würde diese materiellen Dinge nicht als glücklich machend bezeichnen.

Der Job war gut bezahlt aber das wars auch schon. ...interessant war er nicht, befriedigt hat mich nicht was ich tat.
Ein eigenes Haus war mir nie wichtig, Geld auch nicht. ...das Haus gehörte damals ja noch der Bank und nicht mir.
Heute lebe ich wieder zur Miete , besitze kein Auto mehr, ganz bewusst, und das Haus von damals ist verkauft worden.
Dafür bin ich beruflich aber weiter gekommen in dem Sinne dass ich es mur leiste, nur noch die Projekte zu machen die mir Spaß machen. .das empfinde ich als Luxus und sehr befreiend.
Haus, Auto, u.a....warum ist dir das so wichtig?

Ach so: mein Handy ist ein 4 Jahre altes Galaxy S 3, Fernseher hab ich nicht, schaue über Laptop, was schon 10 Jahre alt ist.
Ich bin eher für reparieren als neu kaufen.
Meine Kinder sind 14 und knapp 13 und haben beide alte ausrangierte Handys.
Wir machen Urlaub mit dem Wohnwagen und sind zufrieden.

Ich hab mir da noch nie Gedanken drüber gemacht ob andere mehr haben oder sich leisten können. ...ich bin da mein eigener Maßstab.

Hi,
du rückst für meinen Geschmack das Materielle zu sehr in den Mittelpunkt. Ein Eigenheim als Geldanlage und Altersvorsorge anzustreben ist natürlich vernünftig, aber wenn man das mit 30 noch nicht erreicht hat, ist man deshalb doch nicht gescheitert.

Mit 30 war ich übrigens noch lange nicht so weit so spießig zu leben, das passierte mit 40.#schein

vlg tina

An meinem 30. Geburtstag war mein 2. Sohn grade mal 3 Monate alt. Wir hatte ein Jahr zuvor unser eigenes Haus bezogen, allerdings noch ein Menge Renovierarbeit vor uns.
Unser Auto war zu dem Zeitpunkt 5 Jahre alt (wir haben den immer noch ;-))
Das Studium hatte ich 7 Jahre zuvor abgeschlossen, danach habe ich 4 Jahre in meinem Beruf gearbeitet und bin in Elternzeit gegangen. Geheiratet habe ich 5 Jahre vorher.

Allerdings sollte das vollkommene Glück nur noch ca. 5 Jahre halten, dann passierte die Katastrophe.

Also ist es im Endeffekt völlig wurscht, wo man mit 30 steht...

Ich meine man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass jeder Deutsche heutzutage noch den klassischen Weg "Familie, Haus, Auto, Urlaub, erfüllender Job, guter Verdienst" gehen kann.
Die Nachkriegsjahre sind vorbei, die meisten gut bezahlten Jobs besetzt, einfache Jobs wegrationalisiert.
Früher konnte mein Papa unsere 6-köpfige Familie mit einem Facharbeiterlohn gut übers Jahr bringen. Meine Mutter konnte ihr Leben lang Hausfrau sein. Bis auf Urlaub hat es an nichts gefehlt, auch nicht am eigenen 2-Familien-Haus.

Heutzutage kann ich als junge Erwachsene nur davon träumen. Habe zwar als erste in der Familie Abitur (1.9) gemacht und studiert (nicht zu Ende), aber das bringt mir bei der Fülle an Konkurrenz auch nichts.
Sei froh, dass du nicht wie ich temporär von ALG II abhängig bist.

Vielleicht schaffe ich es bis dahin eine Pflanze in der Wohnung am Leben zu erhalten!

Ich bin noch nicht 30 Jahre alt, werde bis dahin aber weder ein Eigenheim haben, wahrscheinlich weiterhin meinen Kleinwagen fahren, den ich mir 2014 gekauft habe, einen Ehemann/eine Ehefrau sicher auch nicht, ein Kind höchstens als Unfall...

...eh, ist es schon zu früh um 'ne Flasche Wein aufzumachen? #heul

Bin zwar schon einen Zacken älter (39) aber ich denke mal zurück soweit mein Gedächtnis reicht...
Mit 30 hatte ich einen tollen Mann, zwei Kinder, einen Hund, einen Mittelklassewagen und wohnte mietfrei (alle Kosten des Hauses, sprich Versicherung, Reparaturen, Strom , Wasser, Heizung etc zahlen wir bis heute) in einem Haus meiner Schwiegereltern. Ich war Vollzeitmami und mein Mann hatte einen recht guten Job. Einmal im Jahr flogen wir in den Süden.... Also soweit normales Klischeeleben.

Dann starb meine Mama mit nur 51 Jahren und ich dachte die Welt geht unter, ihr folgte kurz danach meine liebe Omi. Unser Leben stand dann irgendwie Kopf. Ich hatte plötzlich Angst etwas zu verpassen.... Unsere Ehe litt darunter. Aber wir haben wieder zueinander gefunden. Mit 32 kam unser Nesthäkchen zur Welt. Alles war wieder "normal".

Als ich 34 Jahre alt war bekam mein Mann die Diagnose "Bauchspeicheldrüsenkrebs". Anfangs hatten wir Hoffnung, da "frühzeitig" erkannt. Ich habe alle Hebel in Bewegung gesetzt um die besten Ärzte zu finden usw. Wir wurden eines besseren belehrt, bei diesem Krebs gibt es kaum ein frühzeitig genug. Mein Mann hatte noch 1,5 Jahre zu Leben, was bei dieser Erkrankung an ein Wunder grenzt. Aber es waren die schlimmsten meines Lebens, durch Medikamente war er nicht mehr der Mann und Papa den wir kannten, die Kinder litten entsetzlich. Dann kamen noch finanzielle Sorgen dazu, ich war ja seid Jahren nur noch Mama. Und pendelte nun zwischen Klinik und zu Hause. ErstcKrankengeld, dann Berufsunfähigkeitsrente, das ist ziemlich heftig finanziell. Als mein Mann dann Anfang 2013 verstarb musste ich erstmal einen Job finden. Habe mich dann langsam hochgearbeitet.

Seid Ende 2013 habe ich einen neuen Partner, die Kinder lieben ihn und er die Kinder. Wir basteln aktuell an einem gemeinsamen Wunder. Aber meine Erfahrung sagt mir das ich niemals wieder finanziell abhängig sein möchte. Egal was kommt, ICH möchte meine Kinder und mich ernähren können, denn Vater Staat zahlt zwar eine Witwen und Waisenrente, aber die ist zum Leben definitiv zu wenig. Also werde ich auch mit Baby eine gewisse Stundenzahl arbeiten gehen.

Wir wohnen immer noch in dem oben erwähnten Haus, es gehört zwar nicht uns, aber es ist das zuhause meiner Kinder. Wir hatten überlegt etwas eigenes zu kaufen, aber für was? Das würde uns finanziell für 20 Jahre sehr einschränken. Das Geld investieren ich lieber in die Kinder und unsere Freizeit. Denn das Leben kann schneller zu Ende sein als uns allen lieb ist.

Ich wollte jetzt keinen hier zutexten, aber vielleicht ein wenig zeigen das es eben nicht nur um Besitztümer geht, sonst einfach um Glück und das Leben an sich!!

Ich weiß nicht mal, was ein Mittelklassewagen ist#rofl#rofl#rofl

Was soll ich denn sagen :-p

Mein Wagen wird im Dezember 20#schock#ole

Hallo
Oh Mann... Ich bin im Januar 30 geworden. Schwimme nicht im Geld, besitze kein Eigenheim, keine Kinder,lebe mein Leben nicht so wie es mir passt sondern nach wie vor hauptsächlich nach meinen Familienmitgliedern,... Auf einen vermeintlichen Fortschritt folgt wenig später wieder ein Rückschlag.

Aber, ich bin gesund. In einer Beziehung mit dem tollsten Menschen der Welt (der mich mit meinem familiären Hintergrund niemals hängen gelassen hat), habe tolle Freunde,... und schaffe es immer irgendwie weiter zu machen.

Es könnte schlimmer sein.

GLG

Ich bin noch 2 Tage 30 :)

Erreicht habe ich
-eine wundervolle kleine Tochter mit einem tollen Mann
- ein bisschen die Welt bereist. USA, Indien, Thailand, Singapur, Tunesien, Australien, europäisches Ausland auch viel
- Master Abschluss und abgeschlossene Ausbildung.
- nach einigen Umwegen nun einen casual Job, den ich sehr mag, der meiner Ausbildung entspricht und mich fordert.

Hauskauf/bauen ist zwar ein Thema, allerdings nicht bevor wir uns nicht entschieden haben, wo wir eigentlich in den nächsten 20 Jahren leben wollen. Das ist nämlich etwas, das wir nicht erreicht haben - so richtig Wurzeln schlagen irgendwo.

Wir leben ziemlich im Jetzt. Hat vor und Nachteile. Ich finde, wir sind gerade in einem tollen Alter um Dinge zu unternehmen, auch mit Kind, und dafür auch Geld auszugeben (Stichwort Urlaub), gerade wenn das noch so gut geht wenn das Kind noch nicht in der Schule ist. Auch vor meiner Tochter sind wir relativ viel gereist. Das ist mir wichtiger, als mit Anfang 30 ein Haus zu bauen. Mir widerstrebt es, mich an einen Ort so zu binden. Vielleicht kommt das in ein paar Jahren...

Achso, alle erwähnen irgendwie ihr Auto. 2001er gebrauchter Honda, der nicht viel verbraucht und mich von A nach B bringt.

Guten Morgen!

Mit 30 hatte ich unzähligen Menschen graue Haare beschert ;-)

Bis dahin habe ich meinen Job als Bürovorstand geschmissen, habe mein Abitur nachgeholt, bin in meinem vermeintlichen Traumjob gestartet, nur um festzustellen, dass er es nicht ist. Folglich habe ich mit 30 den Zettel mit den Worten "verbeamtung auf Lebzeit" zerknüllt und war so glücklich wie niemals zuvor.

Ebenfalls mit 30 war ich seit 5 Jahren mit dem tollsten Mann auf Erden verheiratet und hatte meine Familienplanung abgeschlossen (eigentlich #rofl)

Eigenheim? Nö. Mietwohnung, aus der wir unter Umständen bald ausziehen müssen.

Laut urbia sind wir offiziell arme Säcke, die sich entgegen aller Gerüchte all das leisten, was sie brauchen und wichtig für uns ist. Unsere inzwischen drei Kinder sind und bleiben das wichtigste, weshalb sich an unserer finanziellen Situation auch vorerst nichts ändern wird. Also wird die 35 nicht hoffnungsvoller ;-)

Nachdem das soehnchen und ich im Dezember fast bei der Geburt drauf gegangen wären, kann man mich mit Geld nicht locken. Manchmal braucht es wohl ein Aha-erlebnis, um seine Prioritäten wieder zu sortieren.....

Liebe Grüße
Hopsi

Meine 30 sind schon 20 Jahre er aber ich schreibe trotzdem mal, ich fühle mich ja noch wie 31;-)

Mit 30 hatte ich eine abgeschlossene Berufsausbildung, einen Beruf als Neueinsteiger diesen müsste ich nach Feierabend lernen, Umschulung gab es noch nicht das noch zu DDR Zeiten war, nach der Wende habe ich in Elternzeit mehrere Schulungen gemacht so das ich Abschlüsse habe um im Alter also jetzt davon zu profitieren.Mit 30 war ich verheiratet wir hatten zwei Kinder 5 und 1 Jahr und wohnten sind gerade ins fertige Haus gezogen. Mein Mann war Alleinverdiener und ich habe angefangen Ehrenamtlich meinen Hobby nachzugehen.Unsere Autos waren wie immer Gebraucht, Alt aber bezahlt.Das stand damals an meinen als Aufkleber noch von einem Vorgänger dran.
Mit 30 hatten wir absolut keinen Pfennig auf der Kannte da wir,mein Mann und ich ziemlich gleich Geburtstag haben sind wir zu unseren Geburtstag ins Haus gezogen.Und die letzten Pfennige haben wir noch für die Geburtstags und Einweihungsfeier zusammengekratzt.
Meinen Mann und ich habe ich schon mit 14 kennen gelernt und mit 16 kamen wir zusammen und da war klar wir wollen eine Haus und dafür haben wir noch Kinderlos geschuftet wie die Stiere und jeder 2-3 Jobs gemacht um uns später daraus auszuruhen. Hat auch geklappt mit 30 waren wir pleite aber das Haus war bezahlt und komplett fertig es ging ja dann auch wieder aufwärts.Zum 31. Geburtstag war wieder etwas Geld auf dem Konto.

Hallo,
als ich 30 wurde, habe ich mir mein erstes Auto gekauft.

Ein Suzuki Wagon R für 2000€ #verliebt.
Gruß

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