Heiraten - noch immer erstrebenswert?

Hallo zusammen,

Die Frage steht oben und ich stelle sie mir aus aktuellem Anlass.

Mein Mann und ich leben schon lange ohne Trauschein zusammen, ich bin Mitte 40, er 50.
Jetzg kam er aus heiterem Himmel mit einem Heiratsantrag um die Ecke und da ich nicht freudig ja gesagt habe, ist seitdem dicke Luft.

Er findet es komisch, dass ich zögere, dabei war meine Aussage , ich schon seit 25 Jahren vertrete durchaus mein Ernst, nämlich dass ich es überflüssig finde und dem Akt an sich nichts abgewinnen kann.
Was soll sich dadurch ändern, dass ich in einem Büro der Stadtverwaltung , mit ein paar Blumen und ein paar Stühlen drin, was dann " Trauzimmer" heißt , nach ein paar warmen Worten des Standesbeamten, irgendeinen Wisch unterschreiben, der dann besagt, dass ich seine Frau bin
Das bin ich doch seit 25 Jahren.
Wie mache ich ihm das klar, ohne ihn zu verletzen, dass ich wirklich nicht heiraten will.
Einfach weil es mir nichts gibt.
Oder soll ich es ihm zu liebe tun?
War es euch wichtig zu heiraten und wenn ja warum?
Und wenn ihr nicht verheiratet seid, würdet ihr gerne oder habt ihr das auch immer offen abgelehnt?

ich bin 28 und seit fast 2 jahren verheiratet. mir war das wichtig. eine hochzeit hebt eine beziehung noch mal in ernstere sphären. sich danach zu trennen ist nicht so einfach. man überlegt es sich einfach besser. außerdem wollte ich offizell sagen dürfen "mein mann" ^^ das ist wohl nur so ein romantischer aspekt. weniger romantisch sind die rechtlichen dinge. als ehepartner hat man zb anrecht auf hinterbliebenenrente, erbe usw. wenn man sich gemeinsam ein leben aufbaut/aufgebaut hat, finde ich das wichtig.
ehepartner dürfen auch zb im krankheitsfall sämtliche informationen erhalten und problemlos besuche abstatten. (war bei uns schon wichtig, weil mein sohn als frühchen kam. wären wir nicht verheiratet gewesen, hätte mein mann nix über seinen zustand erfahren während ich noch im op war!)

ich würde durchdrehen, wenn mein mann nen unfall hätte und im koma läge und ich nicht zu ihm dürfte! (meine persönliche horrorvostellung!)

klar, den "akt" der hochzeit kann man zelebrieren, muss man aber nicht. wir waren auch nur alleine beim standesamt ;-)
aber ja, ich finde heiraten wichtig, weil man dann offiziell eine familie ist und die daraus resultierenden rechtlichen vorteile genießt.

Wir haben drei Kinder zusammen und mein Mann und ich haben gemeinsames Sorgerecht.
Auch als die Kinder mal im KH waren , hatte er keine Probleme sein Kind zu sehen.
Die von dir beschriebenen Nachteile wenn man nicht verheiratet ist, haben wir so nie kennen gelernt und ich lag nach einer Herzklappen Op auch auf Intensiv und er durfte zu mir und bekam auch Auskunft .
Die Kinder erben eh, wrnn ein Elternteil stirbt.
Außerdem haben wir firch PatientenVerfügung, Vorsorgevollmacht und Testament eh allws schriftlich nieder gelegt.
In medizinischen Frage hat meine Schwester dss letzre Wort, genauso ich bei ihr,obwohl sud verheiratet ist. Ich hsbe die in der Vorsorgevollmacht als berechtigte Person eingesetzt.

Mein Geld braucht mein Mann nicht wenn ich sterbe, er hat selbst genug.
Das Haus gehört mir und würde auf die Kinder übergehen.
Eie gesagt ich bin 45 und habe keine der von dir beschriebenen Nachteile erlebt.
Das lässt sich alles notariell festlegen, wenn es einem wichtig ist. So haben wir alles was uns essentiell erschien, geregelt.

Von daher, es gibt keinen objektiven Grund der dafür spricht, es gibt nur den subjektiven Wunsch der Person , die die es für sich will oder als vorteilhaft beurteilt .
Ich sehe weder den Vorteil für mich, noch habe ich den Wunsch es zu tun.
All die Argumente die du dafür gebracht hast, sehe ich als unwichtig an.
Ich habe in 25 Jahren Partnerschaft noch keinen einzigen Nachteil gehabt weil ich nicht verheiratet war.

----- hätte mein mann nix über seinen zustand erfahren während ich noch im op war!)

ich würde durchdrehen, wenn mein mann nen unfall hätte und im koma läge und ich nicht zu ihm dürfte! (meine persönliche horrorvostellung!)---

Kein Mensch in einer Klinik fragt nach dem Trauschein wenn sowas passiert. Jeder Vater bekommt Auskunft und darf auch sein Kind sehen

Es ist auch nicht illegal jemanden zu besuchen, der im Koma liegt und niemand verlangt da eine Heiratsurkunde.

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Hallo
Ich persönlich finde das eine ernsthafte Beziehung keine Stück Papier benötigt um "ernst" zu sein. Heiraten ist für mich ehrlich gesagt Formsache die vielleicht den ein oder anderen Vorteil mit sich bringt aber an der Beziehung ändert es für mich rein garnichts.

LG

Wir sind viel unterwegs...haben in vielen Laendern gelebt und da ist es oft als Verheiratete einfacher das entsprechende Visum zu bekommen etc

Hallo, wir sind auch schon sehr lange zusammen... irgendwann Sagte er ganz romantisch "sag mal willst du eigentlich heiraten?" Ich " nicht wenn es nicht unbedingt sein muss..." er "oh gut, sehe ich genauso..." und damit war das Thema bei uns vom Tisch.????

Wir sehen es wie du, wir brauchen nichts schriftliches um zueinander zu gehören... und romantisch bin ich eh nicht sehr was das betrifft...

Ausserdem kann man auch so alles schriftlich Regeln...
Lg

Weißt du... Wenn es dir doch egal ist oder du dem nix abgewinnen kannst.... Vielleicht kann man auch schlicht und ergreifend aus Liebe heiraten.

Ihr seid seit 25 Jahren zusammen..... Sehr wahrscheinlich dass ihr es für immer bleibt?!

Ein "Ja" kann auch einfach nur ein großer liebesbeweiß sein :)
Ich bin glücklich geheiratet zu haben und ich finde es fühlt sich anders als als die Jahre davor. Es ist ein besonderes Band was noch schützend über uns liegt.

Andererseits.... Wenn er weiß dass du immer schön so denkst sollte er es akzeptieren.

Mona

Hallo
Vielleicht möchte "dein Mann " nun auch offiziell und rechtmäßig anerkannt DEIN MANN sein.

Er liebt dich, du liebst ihn. ..das zusammenleben klappt schon lange. ..

Es hat sich mittlerweile so eingebürgert, das man in vielen Gebieten seinen Lebenspartner als " seinen Mann /seine Frau" bezeichnet, und es mag sich ja auch so anfühlen.

Doch für sehr viele Menschen fühlt es sich dann eben nicht so richtig an.

Dein Lebenspartner/Mann möchte dich nach all den Jahren heiraten. Ich finde es schön und an seiner Stelle wäre ich auch verletzt, wenn ich eine Absage bekäme. Denn es erweckt den Eindruck, dass man sich nicht offiziell binden will, oder sich ein Hintertürchen offen halten will.

LG hoeppy

Wir haben drei Kinder zusammen, da gibt es kein Hintertürchen.

Ein Kind verbindet mehr als eine Unterschrift.

Mein Mann und ich leben eine offene Beziehung.

Es gibt weder für ihn nich für mich nur den einen Partner.
Ich habe in meinem Leben auch noch andere Männer, die ich liebe und mut denen ich gerne zusammen bin.
Auch mein Mann hat noch andere Frauen in seinem Leben, er ist zur Zeit mit zwei von denen verreist.

Ich verbringe mein Wochenende auch mit einem anderen Mann, den ich nicht weniger liebe als den Vater meiner Kinder.
Mein Mann hat dadurch dass ich drei Kinder von ihm habe, rinen Sonderstatus.

Er war der einzige Mann, von dem ich Kinder wollte.
Alle anderen wären dafür nicht in Frage gekommen.

Mein Lebrnsstil und Heirat passt nicht.

Na das sind ja neue Details, die vorher nicht genannt wurden.

Dann sag ihm das so. Wenn jeder von euch noch andere liebt. ..
Dann siehst du, ob es sich wieder gibt, ist ob er immer noch eine Frau richtig zur Frau will.

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Ich bin 27 und seit 5,5 Jahren verheiratet,
Was du aus einer Hochzeit machst, ist dir überlassen. Wir haben auf einem Schloss im süßen Turmzimmer geheiratet. Auch nur standesamtlich bis jetzt. Das war traumhaft schön!
Für uns beide war es ein absoluter Liebesbeweis. Kinder ohne Ehe wäre für uns niemals in Frage gekommen. Es rundet unsere Familie ab. :-)

Alles Gute

Ich bin 20 Jahre älter als du und wir haben drei Kinder zusammen.
Für mich gehört Heiraten wrder zu einer Partnerschaft noch ist ws Grundlage dafür eine Familie zu gründen.

Das hat so gar nichts miteinander zu tun für mich.
Daher ist es schon wichtig dass der Partner did gleiche Einstellung hat.
Mir ist nie auch nur ansatzweise in den Sinn gekommen zu heiraten, warum soll ich es jetzt nach 25 Jahren noch tun?
Ich bin schon auf vielen Hochzeiten gewesen, keine davon hat mir gefallen.
Von meinen Freunden sind alle mittlerweile wieder geschieden. Ebenso fast alle innerhalb der Familie.

Meine Eltern waren auch nie verheiratet, was vor 40 Jahrem sicher nochmal was anderes war.
Da Monogamie für mich auch nie in Frage kam und ich auch nicht an lebenslange Partnerschaften glaube, wäre es doch sehr inkonsequent zu heiraten.

Das ist ja völlig in Ordnung, wenn du das ganz anders siehst. Du fragtest ja, wie wir es sehen. Wie ich dann hinterher gelesen habe, lebt ihr eh ein ganz anderes Lebensmodell. in dem Fall würde ich das Ganze vermutlich auch anders bewerten. Immerhin hat dein Mann für dich einen Sonderstatus durch die Kinder und ihr liebt noch einvernehmlich andere Menschen. Eine Ehe bedeutet für mich persönlich, dass man einen Menschen über alles liebt und es keinen anderen neben ihm gibt.

Ich kenne sowohl Paare, die seit Jahrzehnten verheiratet sind oder aber auch welche, die wir ihr, ohne Trauschein eine tolle Partnerschaft haben. Manche sind auch geschieden. Man weiß ja nie, was das Leben bringt. Eine Ehe ist nicht zwingend. Nur für meinen Mann und mich eben ganz wichtig. :-) Natürlich hast du recht und ich bin jünger. Ob ich in 20 Jahren noch verheiratet bin oder nicht, wird die Zeit zeigen. Aber ich hoffe es doch sehr! :-)

Ich würde an deiner Stelle auch einfach noch mal mit deinem Mann reden und ihm das genauso erklären.

Liebe Grüße

hallo!

ich würde in deiner situation nicht heiraten.

die ehe beinhaltet für mich einen treueschwur und den würdest du ja schonmal nicht leisten. er ebenso wenig, weshalb ich seinen wunsch schon etwas sonderbar finde. aber wer weiß, was wirklich dahinter steckt. vielleicht hat er ja einen guten grund, weshalb er plötzlich heiraten möchte #kratz

die übrigen argumente, die einst für eine ehe gesprochen haben, sind heute doch weitestgehend ausgeräumt und daher sehe ich keine notwendigkeit.

ich für meinen teil habe aus liebe geheiratet und, weil ich mich einzig meinem partner tief verbunden fühle und das auch ausdrücken wollte. nebenbei kamen ein paar berufliche faktoren zum tragen, aber die tun hier nichts zur sache ;-)

ihr seid ein paar und das nun schon seit so langer zeit und das wird ein trauschein nun auch nicht positiv oder negativ beeinflussen, nehme ich an.

liebe grüße
hopsi

Hallo,

eine ganz schön intime Frage und keine der Antworten hier wird dir weiterhelfen, denn du bist du und nicht eine andere Frau.

Mein Mann und ich waren schon lange zusammen bevor wir geheiratet haben. Wir haben in den Jahren vor der Hochzeit öfter mal darüber gesprochen, aber irgendwie gab es nie den Moment, wo es sich für beide richtig und passend angefühlt hat. Und als der Moment dann kam, haben wir es gemacht.

Für mich hat sich nichts geändert, weder von den Gefühlen her noch vom Namen, denn ich habe meinen Nachnamen behalten und mein Mann seinen auch. Wir tragen auch keine Eheringe im Alltag oder feiern Hochzeitstage.
Für meinen Mann hat sich schon etwas geändert: Er ist irgendwie mehr in meiner Familie angekommen und fühlt sich zugehöriger, was mich überrascht hat. Ich wusste vorher nicht, dass er die Hochzeit "braucht" und es für ihn weit mehr war als das Unterschreiben eines Zettels. Schon allein deshalb würde ich ihn wieder heiraten, auch wenn ich es für mich nicht bräuchte.

Viele Grüße,
lilavogel

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