ehemalige DDR

Mein Sohn (6.Klasse) hat im Deutschunterricht das Buch " die Flaschenpost" gelesen und nun sollen die Kinder ein Interview mit jemandem führen, der in der ehemaligen DDR gelebt hat und dort auch bis zur Wende geblieben ist. Es geht um Fragen,die das tägliche Leben betrafen ( Wie war es damals in der Schule, was hast du als besonders schön oder schlecht in Erinnerung, wo habt Ihr Urlaub gemacht, gibt es Dinge aus der ehemaligen DDR, die du vermisst,....?)
Leider kennen wir niemanden, den wir befragen könnten. Vielleicht hat ja einer von Euch Lust und Zeit, seine Fragen per PN zu beantworten.

Hallo,

ich bin ein Kind der DDR. Wenn Du magst, schick mir die Fragen per PN.

LG
Katty

Danke!

Melde mich wenn er später kommt.
Grüsse Julia

Es gab im TV eine sehr interessante, allerdings auch sehr lange, Dokumentation: Die Kinder von Golzow. Wurde in der DDR mit der Einschulung begonnen und begleitete die Kinder bis ins Erwachsenenalter.
Vielleicht findest Du ja die Doku im Internet. Die beantwortet alle Fragen und ich, als Erwachsener, fand sie sehr interessant.

Gruß Bernd

Danke! Danach werde ich mal suchen.

Schön war es als Kind.

Schulessen für 55 Pfennige, die Kriminalität war nahe 0, außer einigen Gastarbeitern aus Kuba und Vietnam gab es keine Ausländer, Urlaub hat man in FDGB-Einrichtungen an der Ostsee gemacht, es gab Ferienlager, es war irgendwie alles organisierter und zivilisierter..............

Zivilisiert...

#klatsch

"Schön war es als Kind."

außer einigen Gastarbeitern aus Kuba und Vietnam gab es keine Ausländer"

Ooooooh, wie schön.

Es war die Betrachtung aus Sicht eines 10-11 Jahre alten Kindes.

Da hat es einem an nichts gefehlt, zumindest hatte man das Gefühl. Jeder hatte die gleichen Klamotten an, alle hatten die gleichen Fahrräder und Spielzeuge.

"Da hat es einem an nichts gefehlt, zumindest hatte man das Gefühl. Jeder hatte die gleichen Klamotten an, alle hatten die gleichen Fahrräder und Spielzeuge."

Der Unterschied zur Kindheit eines 10jährigen in den 60er/70er Jahren im Westen der Republik ist da welcher?

Der Unterschied ist der, dass es keine Werbung und keine Markensachen gab.

Ganz wenige hatten Westverwandschaft und hatten da schonmal was außergewöhnliches. Ich kann mich gut daran erinnern, wie wir 10 Jungs nach dem Sportunterricht eine Dose Coca-Cola teilten, die einer mit hatte.

Ja ist ja gut.

Wir hatten halt gar keine Wahl, weil es nur das gab, was jeder hatte.

Auch hier im Osten hatten erwachsene mehr Freiheiten, wenn sie den entsprechenden Staatsorganen angehörten.

Oder aber, man konnte etwas bestimmtes besonders gut und hat sich damit nach Feierabend Westgeld verdient.................

Gut erklärt.

Ich kann es nicht so gut, aber genau dies meinte ich.

Lustig, ich war auch sechzehn als die Wende war und sehe das genauso wie du schreibst. Ich komme aus Karl-Marx-Stadt :-)
LG! Britta

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