Waldorfschüler

Hallo zusammen,

jetzt bitte meine Frage nicht falsch verstehen, ich interessiert mich einfach und ich habe im Netzt keinerlei Angaben dazu gefunden:

Ich finde das Konzept der Waldorfschulen sehr interessant. Und die Abschlüsse sind ja vergleichbar/identisch mit den anderen Schulen. Klar.

Aber wie ist das später in Ausbildung, Studium und Berufsleben? Kommen Waldorfschüler dann mit den Standardausbildungen sofort klar? Beenden oder schmeißen überdurchschnittliche viele ihre Ausbildung? Die gleichen Fragen auch zum Studium? machen sie statistisch gesehen die gleichen Ausbildungen/Studiengänge? Gibt es deutliche Unterschiede im Berufsleben?

Ich will hier keine Vorurteile schüren, ich finde die Fragestellung einfach super interessant. Und ja, die gleichen Fragen kann man zu allen anderen Schulformen stellen, aber mir geht es gerade um die Waldorfschulen.

Deswegen vielen Dank für Antworten, die mir weiterhelfen!

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Das wird eine sehr, sehr interessante Diskussion...hat jemand Chips parat?#schein

Mona

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Oje, so habe ich das gar nicht gemeint. :-(

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Ist doch in Ordnung! Es wird einfach eine interessante Diskussion geben! Glaub ich jedenfalls!

Abgesehen davon eine absolut gute und berechtigte Frage, wie ich finde.

Mona

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Hallo,

die meisten kommen super klar wenige schmeißen ihre Ausbildung hin, liegt aber auch daran das die Eltern hinter ihren Kindern stehen und es den meisten der "waldorfeltern" nicht egal ist was das Kind den ganzen Tag macht und die meisten Eltern auch eher eine höhere Schulbildung haben. Denn sonst ist die Waldorfschule sehr teuer

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Ist das nicht ein großer Sprung zwischen Waldorfschule und z.B. Berufsschule? Die Art des Lernens ist doch plötzlich eine ganz andere.

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Es ist eine Veränderung, aber es ist nicht so das man an einer Waldorfschule kein lernen lernt

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http://thewaldorfs.waldorf.net/list.html

#coolaber Clausi fehlt
http://newsthunder.de/lifestyle/claus-scholz-waldorfschueler-mit-studium
hilft dir nicht weiter, aber ich konnts mir nicht verkneifen

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Hast Recht, hilft mir nicht weiter.

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Genau...schau Dir Clausi an, dann weißt Du bescheid....#rofl

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Hallo

ich kenne 5 ehemalige Waldorfschüler in den Zwanzigern.Alle haben problemlos studiert bzw. studieren noch.Vier beherrschen mindestens ein Musikinstrument.Eine wechselte ab der 11. Klasse auf ein staatliches Gymnasium ohne irgendwelche Probleme und studierte anschliessend Medizin.

Im Nachhinein bereue ich es zumindest meine Jüngste nicht dort eingeschult zu haben.

L.G.

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Danke!

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Hallo,

meine Schwägerin ist auf eine Waldorfschule gegangen.

Sie hat nach dem Abi eine Lehre gemacht und dann Biologie studiert.

GLG

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Hey, das ist eine interessante Frage.

Ich bin für eine große deutsche Firma tätig und dort unter Anderem für die Auswahl unserer Azubis zuständig.

Bewerbungen mit reinem Waldorfabschluss lagen mir noch nie vor, diese würde ich auch aussortieren.

Waldorfschüler mit Abitur oder Fachoberschulreife kommen bei mir allerdings sofort in die nächste Runde.

Nach meiner ganz persönlichen Erfahrung stammen viele dieser Schüler aus Elternhäusern, in denen ein hoher Bildungsanspruch herrscht. Die Schüler sind sehr interessiert, motiviert und bringen sich auf völlig andere Weise in die theoretischen und praktischen Ausbildungsteile mit ein.

Ich höre immer wieder von Fachlehrern, dass sie die Selbständigkeit und das Sozialverhalten von Waldorfschülern aufs höchste loben.
Abgesehen davon spricht es auch für Intelligenz und ein hohes Maß an Fleiss wenn diese Schüler das Abitur erreichen.
Sie müssen Unmengen nachholen.

Ich habe sie gerne "im Bewerber-Stapel" :-)

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Danke für deine "Fachantwort"! :-)

Heißt allerdings, dass nur sehr intelligente Waldorfschüler das Abitur erreichen können und solcheaussozial schwachen Elternhäusern keine Chance haben.

Warum sortierst du die "nur Waldorfabschlüsse" aus? Frage ich aus Interesse, nicht als Vorwurf!

LG

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Hallo,

ich will jetzt meine Schwägerin nicht kritisieren, intelligent mag sie sein, aber besonders fleissig ist sie nie gewesen.

Und sie hat auch nicht Unmengen nachholen müssen, um das Abitur zu schaffen.

GLG

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Ich unterrichte an einer weiterführenden Schule Jugendliche und junge Erwachsene.

Und ich muss bisher feststellen: die ehemaligen Waldorfschüler...gehören zu den Jahrgangsbesten!

Sie sind kooperativ, tolerant, vielfältig gebildet und interessiert, lernen eigenmotiviert...es ist wirklich eine Freude, mit ihnen zu arbeiten.

Dennoch sind sie nicht als Streber verschrien, die anderen, von denen wirklich zahlreiche nicht so sind, respektieren sie...es ist wirklich erstaunlich.

Sie entsprechen so gar nicht den Klischees, die man so im Kopf hat...weltfremd, nicht belastbar, tanzen unentwegt ihren Namen...#verliebt.

Ich stehe den Theorien von Rudolf Steiner mehr als kritisch gegenüber, und wie die Waldorfschulen mit ihren Mitarbeitern umgehen...da sträuben sich mir nach wie vor die Haare (habe einige Waldorf-Lehrer kennengelernt).

Aber wenn ich mir meine Schüler so ansehe...das pädagogische Konzept scheint aufzugehen.

lg

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Ach, noch eine kleine Besserwisserei am Rande...weißt du, warum die Schulen Waldorfschulen heißen?

Ich meine, der Mann, der das pädagogische und sonstige Konzept/philosophisches Theoriegebäude entwickelt hat, hieß doch Rudolf Steiner...

Lösung: Er konzipierte das Schulkonzept im Auftrag des Chefs der WALDORF-ASTORIA-Zigarettenfabrik! Der wollte eine Schule für die Kinder seiner Arbeiter! #aha

So verweist der Name dieser Schulform heute immer noch auf die Zigarettenindustrie!

Ist doch schräg irgendwie...

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Ja, dass habe ich schon mal gehört. :-)

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Ich wusste das noch nicht. Vielen Dank für das Schließen dieser Bildungslücke!

Every day is a schoolday...

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Die Waldorfschulen beiten zwar meist auch eigene Abschlüse, aber inaller Regel werden die meisten Schüler auch noch einen externen Schulabschluß machen, d.h. dann an einer staatlichen schule die Prüfung zum Realschulabschluß oder Fachabi oder Abi ablegen.

Ich kenne einige Schüler und ehemalige Schüler aus unterschiedlichen reformpädagogischen Schulen (neben Waldorf und Jena -Plan vor allem Montessori Schüler)

Ich kann keine expliziten Unterschiede feststellen, die sich nun an der besuchten Schulform festmachen könnten- auch im vergleich zu gleichaltirgen Regelschülern nicht (was mich persönlich ehrlich gesagt etwas verwundert hat- auch wenn meine Erfahrungen natürlich nicht repräsentativ sind:)

Ich kenne auch (vor allem Erwachsene), die als Schüler irgendwann ein mal eine solche Schule wieder verlassen haben- auch hier waren die Gründe unterschiedlich und ich kenne keinen, der die erfahrung dort bereut hätte, auch wenn irgendwann mal im leben die entscheidung dann doch da war, eine andere schule zu wählen.

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