"Abitur auf der Gesamtschule ist wie eine Rolex aus der Türkei" ?

Hallo,

welche erfahrungen habt ihr mit den beiden Schulformen im Vergleich? Ich war auf dem Gymnasium während einige meiner Freunde auf der Gesamtschule waren, also hatten wir immer einen ganz guten Vergleich. Meine Schwester ist auch dort als Schülerin und der Nachbar meiner Eltern als Lehrer, deshalb kann ich einige Punkte auch von offizieller Seite bestätigen.

Und mir kam es tatsächlich so vor, dass man es auf der Gesamtschule ein gutes Abi viel leichter gemacht bekommt.

Zum Beispiel zählten immer die Noten mehr die besser waren (mündlich vs. schriftlich) bei uns streng 40% mündl. und 60% schriftl. Man könnte auf der Gesamt mit 5 + 5 + 5 schriftlich und 3 mündlich also noch eine 3- bekommen. Bei uns wärs ne 4 gewesen.

Ein weiteres Beispiel war in der Oberstufe während der Vorabi Klausuren, also den Klausuren, die schon einiges fürs Abi zählten aber noch nicht zentral gestellt wurden- Wir haben im Englisch Leistungskurs eine Interpretation geschrieben, die Gesamtschüler mussten einen Lückentext ausfüllen.

Auch mit den Kopfnoten war es ein ähnlicher Fall: Bei uns war die Standartnote (für Schüler, ohne positive oder negative Auffälligkeiten) eine drei. Auf der Gesamtschule, und das hat der Lehrer auch bestätigt, eine eins. Ergo sieht es auf dem Zeugnis der Gymnasiasten im Vergleich zu den Gesamtschülern so aus, als ob sie im Sozialverhalten um einiges schlechter sind, obwohl die Note das Gleiche ausdrücken soll.

Un obwohl es ja eigentlich das Zentralabi gibt, können Schüler natürlich durch solche Aktionen gepushed werden und ein gutes Abi bekommen ohne in den vergleichenden Zentralabiklausuren gut abzuschneiden.

Wir haben immer gesagt, Abitur auf der Gesamtschule ist wie eine Rolex aus der Türkei.

Habt ihr da auch Erfahrungen mit? Weiß jemand, wie ein Gesamtschul Abi im Personalwesen gehandhabt wird?

Viele liebe Grüße!

P.S. Generell finde ich die Schulform aufgrund ihrer Durchlässigkeit sehr gut vor allem die Möglichkeit der Ganztags- und Hausaufgabenbetreuung und auch, dass Sozialarbeiter und Schulpsychologen den Alltag erleichtern. Die Umsetzung, so wie ich sie erlebt habe finde ich allerdings ein bisschen seltsam.

Hallo!

Ich kann Dir nicht aus meiner Erfahrung heraus antworten. Aber ich studiere Bildungswissenschaft und unter anderem wurde die "Wertigkeit" der Abschlüsse thematisiert.
Es ist in Deutschland schon so, dass ein Abiturient vom Gymnasium von Personalverantwortlichen tendenziell bevorzugt ausgewählt wird im Vergleich zu Abiturienten von Gesamtschulen.

LG Silvia

Hallo!

Das ist ja interessant. Und wie ist es mit Abiturienten, die z.B. auf dem Fachgymnasium Wirtschaft oder Technik waren im Vergleich zum allgemeinbildenden Gymnasium? Gibt es da auch Unterschiede?

LG Petra

Hallo,

da kann ich berichten, dass Absolventen mit Wirtschaftabi nach dem Bachelor lieber für Trainees und Praktika genommen werden, da die Interessenlage und die Ausbildung sehr eindeutig ist.

Auch an FHs wirds gerne gesehen.

#winke

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Hallo,

ich hab es so kennengelernt: "Abi ist Abi" völlig egal, ob vom Gymnasium, Gesamtschule oder Abendgymnasium...
ABER: Abitur aus Süddeutschland ist mehr wert, als Abitur aus Norddeutschland !!!

LG

"ABER: Abitur aus Süddeutschland ist mehr wert, als Abitur aus Norddeutschland !!!"

Nur im Alltag zeigt sich davon nix... Bin nach BW gezogen und regelmäßig entsetzt, welches Wissen (grade Allegmeinbildung) in BW nicht vorhanden ist. Unsere Azubis können nichtmal nen einfachen Dreisatz und von Kopfrechnen sprechen wir mal garnicht....
Nach meinem Gefühl haben hier auch deutl. mehr Leute Abitur - liegts an der Luft #kratz

Hallo

ich selber habe keine Erfahrungen gemacht, wir haben keine Gesamtschulen - allerdings bin ich schon lange hier im Forum und es wird - wenn die Möglichkeit besteht, immer zum Gym geraten und nur im "Notfall" zur Gesamtschule.

Dass das Abi in Süd-D mehr wert ist, habe ich auch schon gelesen. Allerdings ist es auch schon von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Wir wohnen an der Grenze zu Rheinland-Pfalz und dort wird ein Gym Abschluß schlechter gewertet als bei uns.

lg bambolina

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Guten Morgen!
Ich habe vor vielen, vielen Jahren mein Abitur auf einer Gesamtschule gemacht ;-). Damals gab es noch kein Zentralabitur. Ich würde jetzt nicht generell behaupten, dass das Abitur auf der Gesamtschule einfacher zu bekommen ist. Es kommt immer auf die Schule an. Einige Gymnasien in meiner Umgebung haben es den dortigen Schülern schon einfacher gemacht. Ich war in einem der ersten Jahrgänge in denen gerade eine Gesamtschule aus einem Gymnasium entstanden ist. Die Lehrer waren zum großen Teil noch die selben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man am Lernstoff groß etwas geändert hat. Ich habe meine Schulzeit genossen und fand die Schulform damals optimal.

Heute kann ich sagen, dass ich meine Kinder ungern auf eine Gesamtschule in unserer Umgebung geben würde, da es keine Hauptschulen mehr gibt. D.h. die Schüler, die vor einigen Jahren noch eine Hauptschule hätten besuchen müssen, nun auf eine Gesamtschule gehen. Dementsprechend wurde der Unterricht wohl angepasst.

Aber wie schon geschrieben, man kann nicht generell sagen, dass einem das Abi auf einer Gesamtschule nachgeworfen wird. Und mal ganz davon abgesehen, interessiert es nach der Ausbildung oder dem Studium niemanden mehr, wo man sein Abi gemacht hat.

Und die Schüler, die immer abfällig von einer Gesamtschule gesprochen, waren nur neidisch darauf, dass wir samstags nicht zur Schule mussten :-D

LG
Katinka

Ich musste samstags auch nicht zur Schule :-p

Damals (;-)) mussten die Schüler vom Gymnasium noch samstags zur Schule. Da hast du wohl Glück gehabt :-D

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Hallo,

>Wir haben immer gesagt, Abitur auf der Gesamtschule ist wie eine Rolex aus der Türkei.<<

Mit dem Unterschied, dass die Rolex aus der Türkei ne Fälschung ist, das Abitur der Gesamtschule aber echt.

Mag sein, dass die Privatwirtschaft Unterschiede macht nach der Herkunft des Abitur wenn das Kind später studieren möchte, is das Schnuppe, das zählt nur der Notendurchschnitt. Aber auch in der Privatwirtschaft ist ein gutes Abitur immer noch mehr Wert als ein schlechtes.

LG Jupp

hallo,

bei uns war das auch so! alle die vom gymnasium wegen schlechter noten auf die gesamtschule gewechselt haben, hatten danach super noten und haben ein spitzenabi gemacht.
damals hieß es aber noch, dass die unis sich die studenten aussuchen können und dann abiturienten von gymnasien bevorzugen.
keine ahnung, ob das stimmt--ich habe mich für einen beruf entschieden, wo nur geschaut wurde, ob ich überhaupt abi habe. ich hätte mir also den stress auf dem gym sparen können ;-)
was ich aber schon öfter mitbekommen habe, dass es ein starkes niveaugefälle bei den bundesländern gibt.

lg schnabel

Weisst du wie man in RLP idiotensicher abitur bekommt?

Man gehe mti realschulabschluss in die erzieherausbildung und macht für 4 monate den englichkurs mit. schafft man den mit ach und krach mit 4,4 hat man ein Abitur.
Hat man 4,5 oder schlechter wird man mündlich geprüft oder nochmal schriftlich, solange bis man ne 4,4 bekommt.

Also ist es unmöglich KEIN Abitur zu bekommen *lach*
Und das ist dann ein generell gültiges abi was zum studieren an der Uni berechtigt#rofl#rofl

Tja Abi ist wirklich weniger Wert wie ne türkische Rolex aber die Arbeitgeber sehn doch nicht ob das abi mit 4 monaten englich auf babyniveau gemacht wurde ODER über 12 jahre hinweg leistungskurse und latein.

Im endeffekt werden sogar leute mit dem englischabi geholt weil die

1. gleichzeitig ne abgeschlossene Berufsausbildung haben
2. berufserfahrung haben

Die Gymnasaisten dageben waren den Lebtag nicht arbeiten und müssen mit Abi in der Tasche erstmal ne Ausbildung suchen und machen, die anderen haben beides gleichzeitig in der Tasche.

Tja wers noch übers Gymmi macht is selber schuld#rofl

Was meinst du warum sonst bei uns in der Klasse so viele Kerle sind? weil die Kinder so lieben und erzieher werden wollen? Ne, die machen die Sozialassistens von 2 Jahren und sind wech vom Fenster auf der nächten UNI!

Hallo,

also wenn ich richtig informiert bin, ist man mit einem Realschulabschluss höchstes berechtigt, sich in Fachhochschulen einzuschreiben.

Was machen denn die Leute, die das abitur auf diesem Wege gemacht haben damit?

Nichts für ungut, aber ich denke nicht das 4 Monate Englischkurs auch nur annährend das Abitur ersetzten- in keinem Bereich.

Und welche Arbeitgeber stellen Leute mit diesem Bildungsweg ein??

VLG

http://www.studienrichtung.de/studium/studium-ohne-abitur-in-rheinland-pfalz.php

Meinst du das?

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Ich habe kein Abitur gemacht. Dafür weiß ich, wie man "Standard" schreibt, beherrsche die Interpunktion und kann vernünftige Sätze bilden. ;-)

Du siehst also - ein Abi hat überhaupt keine Bedeutung.

Würde ich Personal suchen, könnte dein Abitur noch so gut sein. Ich würde dich aufgrund deines Schreibstils nicht einstellen. #schein

Sorry, an urbia angepasstes iPhone geschreibsel. und ich muss zugeben, privat schreibe ich eigentlich alles klein und baue die sätze so wie sie mir grad durch den kopf schießen. im vergleich zu einigen anderen sachen find ich das was ich schreibe allerdings noch sehr human.

um meinen schreibstil brauchst du dich sonst allerdings nicht zu sorgen, ich hatte 14pkte im deutsch lk und eine 1,0 in meinen ba arbeit, bei der einer der prüfer ein prof. dr. der sprachwissenschaft war.

Und gott sei dank wirst du ohne abi auch nie in eine position kommen, in der du mich einstellen könntest.

Und übrigens: rechtschreibung kann man lernen, was kannst du, was andere nicht können, hm?

Glaubst du wirklich, die meisten die hier im umgangssprachlichen Stil schreiben, würden diesen auch bei einer Bewerbung einsetzen?

Meine Güte....#rofl

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Hi,

also ich seh es so: Der Uni an welcher studieren will ist es wurscht, wo du dein Abi her hast. Es zählt einzig und allein der Abidurchschnitt.
Später zählt bei der Stellungssuche das Studium, da ist das Abi nicht mehr so interessant für die potentiellen Chefs.

LG

Klar, aber wenn jemand auf dem Gymnasium bei gleicher Leistung auf der Gesamtschule einen viel besseren Schnitt hat, kommt es indirekt ja schon darauf an, auf welcher Schula man war. Vor allem in NC Fächern.

Stimmt.
So gesehen wäre die Gesamtschule sogar von Vorteil
#rofl

Meiner Meinung nach kann man das gar nicht pauschalisieren.

Wir hatten selbst in der selben Stufen extreme Unterschiede. Der eine Mathelehrer hat die Noten verschenkt, der andere einen sehr hohen Anspruch.
Die Noten sahen entsprechend aus.

Ich denke, das Zentralabitur war eine gute Idee.

Hm, keine Ahnug, die wird es wahrscheinlich schon Unterschiede geben, aber einen Lückentest bei den 6 Stündigen Vorklausuren kann ich mir nicht vorstellen. Unterschiede gibt es ja auch schon zwischen den Bundesländern, obwohl das mit dem Zentralabitur ja nun etwas angeglichener sein dürfte. Was uns früher immer aufgefallen war, dass die Kinder, die aus den neuen Bundesländer kamen, in fast allen Fächer Einser hatten und sich hier erstmal mit viel schlechteren Noten zufrieden geben mussten.

Der Übergang von Grundschule zum Gymnasium ist ja auch noch von Bundesland zu Bundesland verschieden, in Bayern (dem hochgelobten Abitur) liegt er viel höher als beispielsweise Hessen.

Im Europavergeich lässt sich sagen, dass das Abitur in Deutschland durch das 3 Gliedrige Schulsystem viel schwerer zu erreichen ist.

" Gesamt mit 5 + 5 + 5 schriftlich "

offensichtlich gibt es auch unter Gymnasien grosse Unterschiede: bei uns gaebe es ganz klar eine 5....

Ich arbeite in einem der größten Unternehmen in Deutschland und kann mit Sicherheit sagen, dass hier Hilfsarbeiter ohne Abschlüsse bis hin zum Top Management alles vorhanden ist! Viele Mitarbeiter mit Realschulabschluss haben ihr Abitur oder die Fachhochschulreife nachgeholt und anschließend studiert. Hierzu gibt es im Unternehmen viele Möglichkeiten. Der Weg nach oben steht jedem offen und später fragt kein Mensch mehr, an welcher Schule das Abitur gemacht wurde. Wichtig ist das Engagement einer Person.

Mein Ex (Bayern) hatte ein Ing. Diplom mit 1,0 an der TH in München erreicht.

Sein Werdegang:
Hauptschule
Lehre als Heizungsbauer
Mittlere Reife
Abitur
TH München
Dipl. Ing.

Ich will damit sagen, dass jeder - wenn er will - seinen Weg gehen kann.
Und wenn jemand seine Berufung als Schreiner oder Kleptner hat - dann ist das super! Denn diese Leute werden auch gebraucht.

Hallo,

ich denke, dass man das nicht so verallgemeinern kann. Ich habe während meiner Schulzeit das Gymnasium gewechselt. Bezüglich des Leistungsanspruches hatte ich das erste halbe Jahr auf der neuen Schule schon zu rudern, es war absolut nicht vergleichbar. Trotz allem fand ich die Bedingungen, Möglichkeiten und Angebote um einiges besser und habe den erhöhten Leistungsdruck in Kauf genommen.

Allerdings wurde bei der Ausbildung der Abschluss anders "bewertet", zumindest im Gespräch, beim Studienplatz war das egal...
Meine Schwester hat ihr Abi auf Umwegen bekommen, Probleme hatte sie keine, da sie an der FH studiert hat. Vorher hatte sie bereits einen Berufsabschluss.

Abschluss ist Abschluss, da irgendwelche Wertigkeiten aufzustellen finde ich nicht in Ordnung..(Musik-Leistungskurs ist auch kein Zuckerschlecken:-p)
Mit dem "Konzept" Gesamtschule habe ich keine Erfahrung, aber wenn Gymnasien schon so unterschiedlich angelegt sind#kratz

Grüße!
Claudia

Also ich denke schon, dass ein Abi auf dem Gymnasium schwieriger ist als das Abi auf einer Gesamtschule, obwohl die Abiprüfung an sich (zumindest hier in NRW) gleich ist.
Ich selbst war auf der Realschule und bin nach der 10. auf ein Gymnasium gewechselt, habe dort mein Abitur gemacht, ein paar andere stattdessen auf die Gesamtschule. Dadurch hatte ich den Vergleich, da ich immer ungefähr gleich war (zwischen 1,8 und 2,2) mit den anderen. Naja, die, die auf die Gesamt gegangen sind, haben dort ihr Abi mit 1,8 bis 2,xy bestanden, ich dagegen bin im Schnitt eine Note runter gegangen, mein Abi lag auf dem Gymnasium bei 3,xy und das, obwohl ich immer genauso gut war wie die anderen. Die haben mir auch bestätigt, dass der Unterricht auf der Gesamtschule nicht so schwer war, dadurch hatten sie super Vornoten für die eigentliche Abiprüfung, während meine Vornoten nicht alle im 2,0-Bereich lagen. Denke da liegt der Knackpunkt.
Nichtsdestotrotz zählen aber auch immer noch die Soft Skills usw. genug, als dass man das Abi in Bezug auf den Job pauschalisieren könnte, die Fleißigen kommen nach vorne ;-)

LG, Jassi

Hallo,

ich hatte früher den direkten Vergleich. Mein erster Freund und ich haben uns vor dem Abi kennengelernt, beide gleich alt, beide Mathe-LK, er Gesamtschule, ich Gymnasium.

Ich hatte - zumindest was den naturwissenschaftlichen Teil des Abi angeht -nicht das Gefühl, dass da Unterschiede sind. Die Aufgaben waren annähernd gleich schwer.

Ich habe dann Abi in den Fächern Deutsch und Mathe (LK) sowie Englisch und Philosophie gemacht (GK) und ärger mich seitdem, dass NICHTS, aber auch echt NICHTS davon für mein späteres Leben sinnvoll war.

Gymnasium bereitet echt nur auf die Uni vor.

Ich habe aber dann eine Ausbildung zur Dipl-Verwaltungswirtin gemacht und eine FH besucht. Alle anderen hatten "nur" Fachabi, kannten aber genaustens alle Zusammenhänge der Volkswirtschaft und wussten, wie doppelte Buchführung geht. Ich musste mir das alles mühsam erarbeiten und dachte immer, dass eine Berufsschule viel sinnvoller für mich gewesen wäre. Stattdessen hab ich Goethe und Lessing interpretiert ;-)

Ich denke, grade heutzutage sollten die Gymasien auch mehr die Schüler fördern, die evtl nicht studieren möchten. Aber vielleicht ist es heute ja auch anders als vor 10 Jahren, wer weiß.

LG
Yanis

Ich war auf dem Gymnasium und weiß jetzt auch, wie doppelte Buchführung geht.

Wer auf der Schweiz die Matura nicht schafft, geht zuerst auf eine einfachere Schule und wer's immer noch nicht hinkriegt, macht halt in Deutschland Abitur. So sah das damals bei uns aus.

Ich habe ganz intelligente Freunde, tolles Abitur und ich finde das Deutschland eine gute Bildung mitgibt - auf gymnasialen Vergleich und was Lehren angeht, kenne mich sonst wenig aus.

Hi

ich habe an einer Gesamtschule Abi gemacht und hatte die gleichen Bücher und Unterrichtsstoff wie meine Cousine die auf einem Gymnasium war. Nun studieren wir dasselbe...wo ist der Unterschied???

Ich meine, es gibt ja auch welche die nur mit Fachabi studieren gehen...soll man die dann abschieben oder was?
Abi ist Abi!

lg

Nöö, wieso denn abschieben? Darum geht es ja gar nicht!

Es ging darum, dass in dem konkreten Fall den ich miterlebt habe, es auf der konkreten Gesamtschule von der ich gesprochen habe, das Abitur im Vergleich zu der Schule, die ich selbst besucht habe, sehr viel leichter war ein gutes abitur zu bekommen.

Also ist Abi in dem Fall nicht gleich Abi, weil unterschiedliche Leistungen dahinter stehen, für die trotzdem das gleiche Zertifikat gegeben wurde.

Dadurch kann ein Gesamtschüler (der konkret erwähnten Gesamtschule, nicht jeder Gesamtschüler) natürlich auch mit weniger Leistung die gleichen Studiengänge besuchen wie jemand der auf meinem Gymnasium sein Abi gemacht hat.

Natürlich ist der Lehrplan der gleiche, wenn allerdings die Benotung anders ausfällt, finde ich das ein Stück weit unfair.

Stell dir vor, du bekommst weniger Gehalt für einen Job, als eine Kollegin, obwohl ihr die gleichen Voraussetzungen habt.

Wäre doof, oder?

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