Gestieltes, extrauterines Myom - KS nötig?

Hallo!
Ich hoffe, meine Frage ist nicht zu weit ab von der Thematik dieses Experten-Forums.

Ich hatte 2006 eine Not-OP, bei der ein 10 cm großes, gestieltes extrauterines Myom entfernt worden ist. Im Anschluss hatte ich nie wieder Probleme mit Myomen und ich bin auch auf Anhieb und problemlos schwanger geworden.
2012 habe ich unser 1. Kind bekommen, leider per sekundären Kaiserschnitt nach Geburtsstillstand bei 7 cm Muttermund. Die Oberärzte wurden unter der Geburt sehr nervös und vermuteten, dass die Wehen nicht über die Narbe der Myom-OP hinweg kommen würden und sie Angst vor einer Uterusruptur hatten.

Nun erwarten wir im April unser 2. Kind und die Ärzte "schubsen" mich Richtung geplanten KS. Ich dagegen würde sehr gerne spontan entbinden! Da das Myom extrauterin lag, liegt bei mir ja im eigentlichen Sinne nur 1 KS vor, die Ärzte sprechen immer davon, dass ich ja schon 2 "Kaiserschnítte" gehabt hätte.. Ich habe mir den OP-Bericht der Myom-OP angefordert, der Uterus wurde nicht eröffnet und die Narbe ist maximal 2 cm lang. Zudem ist diese OP ja nun schon 8 Jahre her. Die beiden Schwangerschaften liegen zwar nicht allzu weit auseinander, aber laut meiner Frauenärtzin auch nicht in einem problematischen Abstand. Zudem sieht die Kaiserschnittnarbe im Ultraschall sehr gut aus. Beide Schwangerschaften verliefen bzw. verlaufen bislang völlig problemlos und unsere 1. Tochter war auch nicht übermäßig groß (3850 g, 54 cm, 35 cm KU), auch Nr. 2 ist bislang total im Rahmen.
Spricht bei diesen Befunden tatsächlich aufgrund der Myom-OP etwas gegen eine spontane Geburt?
Vielen Dank!

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du, egal was dir die Experten hier sagen, wenn du eine "normale" Geburt willst, dann musst du ein Krankenhaus, Geburtshaus u. ä. finden, die dazu bereit sind, dich dabei zu begleiten. Ich wünsche dir Glück und eine Geburt, so wie du dir es wünschst

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Hallo, Kathyy,
die Problematik bezüglich einer Operation eines gestillte Myoms, erschließt sich mir nicht ganz. Bei einer so kleinen Narbe kann man in der Tat nicht von einem 2. Kaiserschnitt reden. Und nach nunmehr 8 Jahren und einer überstandenen Schwangerschaft mit einem
3800g schweren Kind geht von der auch keine Gefahr aus.
Etwas anders ist die Situation nach dem echten Kaiserschnitt. Hier besteht in einem sehr geringen Masse die Gefahr einer Uterusruptur (Riss in der Gebärmutter), man geht von 1-2 % aus. Es ist also ein eher seltenes Ereignis, muss aber unter der Geburt beachtet werden.

Wenn die Plazenta (Mutterkuchen) nicht im Bereich dieser alten Kaiserschnitt-Narbe angesiedelt ist und das Kind nicht deutlich größer ist als das vorangehende, kann unter sorgfältiger Beobachtung eine Spontangeburt geplant werden.
Besprechen Sie das aber vorher mit den Kreißsaalärzten, die müssen dieses kleine Risiko
auch einzugehen bereit sein.
Viel Glück
Dr.D.Masson (Dr. v. Leffern ist noch nicht wieder von seiner Operation zurück).

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Bin wieder da!

Schließe mich den Erläuterungen von Dr. Masson voll an!!

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