Widerspruch für Ablehnung einer Mutter-Kind-Kur / Entwurf - lang!

Hallo Zusammen!

Anbei mal ein Entwurf für den Widerspruch der Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur.

Ich habe eine MKK beantragt, da ich seit der Krampfanfall nach der Geburt an physischen und psysischen Folgeschäden leide. Siehe auch VK - bzw. einige kennen mich ja schon.

Nun bekam ich als Ablehnung diesen klassischen Standardbrief der Krankenkasse nach einer echt kurzen Prüfungsdauer (innerhalb von 2 Wochen). Es sind nur ein Beispiel genannt - ambulant von stationär. Und sonst nur solche Textbausteine.
Keine genaue Begründung. Kein Gutachten des MDKs.
Auch gab es keinen persönlichen Untersuchungstermin beim Amtsarzt.

Bitte lest Euch mal den Entwurf durch. Ich arbeite dieses Wochenende dran. Ich will das Ding perfekt haben - damit ich endlich in Kur gehen kann.

DANKE!

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Hier ist der Entwurf:


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Widerspruch zur Ablehnung meines Antrages auf eine Mutter-Kind-Kur

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihren Standardbrief vom 12.06.2007 habe ich erhalten.

Gegen Ihre Entscheidung lege ich fristgerecht Widerspruch gem. §§ 78 ff. des Sozialgesetzbuches ein.

Desweiteren fordere ich Sie umgehend auf, mir das Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) schriftlich zukommen zu lassen.

Aus Ihrem Standardbrief geht nicht genau hervor, in welcher Form Sie meine Vorrausetzungen für eine Kur geprüft haben und welche Punkte meines Antrages auf eine Mutter-Kind-Kur nicht den Vorrausetzungen für eine stationäre Reha-Maßnahme entsprechen. Sie nennen lediglich ein Beispiel mit der Abkürzung „u.a.“ in Ihrem Textbaustein. Dieses Beispiel trifft allerdings in meinem Fall nicht zu. Dies werden Sie sicherlich bei einer genauen Prüfung meines Kurantrages feststellen. Auch ist dieses Kriterium gem. Gesundheitsreform 2007 seit dem 01.04.2007 für Mutter-Kind-Kuren nicht mehr zutreffend.

Ferner musste ich feststellen, dass die zeitliche Bearbeitung sehr schnell erfolgte, aber eine gründliche Prüfung zweifelhaft ist, da Sie unter anderem weder aussagekräftige Patientenakten eingesehen haben noch Kontakt mit den im Antrag genannten Fachärzten aufnahmen. Auch kam es im Rahmen Ihrer Prüfung zu keiner persönlichen Begegnung zwischen Patient und MDK.

Wie Sie bei einer genauen Durchsicht meiner Antragsunterlagen feststellen können, habe ich schon zahlreiche ärztliche verordnete Maßnahmen in Anspruch genommen. Darüber hinaus habe ich auch zahlreiche Maßnahmen in Eigeninitiative unternommen. Sicherlich können Sie nachvollziehen, dass man diesen Zeit- (Therapiezeiten, Wartezeiten, Sprechstunde beim Arzt, Fahrtzeiten, usw.) und Kostenaufwand (u.a. Zuzahlungen und komplette Bezahlung aus eigener Tasche – u.a. eine Stunde Dorntherapie kostet ca. 100 € - dies als Mutter in Elternzeit) sowie ständige Organisation der Kinderbetreuung für die Zeit der Termine nur macht, wenn man an den entsprechenden Beschwerden leidet.
Bitte nennen Sie mir (weitere) kassenpflichtige Behandlungen, die meinen Indikationen entsprechend und an meinem Wohnort durchführbar sind. Bitte beachten Sie in diesem Fall auch die Kontraindikationen bei von-Willebrand-Patienten sowie bei Patienten mit Neigung zu Medikamentenunverträglichkeitsreaktionen. Für eventuelle Rückfragen stehen Ihnen hierzu sicherlich die Gerinnungsspezialisten der Uniklinik Frankfurt am Main bzw. jedes Hämophilienzentrum zur Verfügung.

Aufgrund der Indikationen und familiären Situation käme für mich und meine Tochter evtl. als Kurklinik das Gesundheitszentrum „An der Höhle“ Eberstadt, Höhlenweg 8, 74722 Buchen im Odenwald in Frage. Die angebotenen Therapien entsprechen meinen Indikationen. Die Klinik bietet eine optimale Kinderbetreuung auch für Kleinkinder (bis zu 62 Stunden in der Woche) an. Die Klinik empfiehlt Familien mit Kleinkinder ausserhalb der Ferien (z.B. September) in Kur zu gehen. In der Klinik werden Patientinnen behandlet, die bei der GEK versichert sind. Ferner ist es empfehlenswert, dass für den Notfall, der hoffentlich nicht eintritt, ein Krankenhaus mit Hämophilienambulanz in erreichbarer Nähe ist, da Mutter und Tochter an einem mittelschweren von-Willebrand-Syndrom leiden.
Für weitere Vorschläge Ihrerseits, die genau diesen drei Punkten entspricht, bin ich dankbar.

Der Kurantrag liegt Ihnen vor. Sicherlich können Sie weitere Auskünfte von meinen behandelten Ärzten erhalten und auch Einsicht in die entsprechenden Patientenakten nehmen. Selbstverständlich können Sie mich zur weiteren Prüfung zu einem Termin beim MDK laden. Bitte schlagen Sie mir in diesem Fall einen Termin schriftlich vor und stimmen diesen dann mit mir (wegen einer evtl. benötigten Kinderbetreuung, evtl. anderen Arztterminen bzw. evtl. Schlafens- und Essenszeiten meiner Tochter) ab.

Mit freundlichen Grüßen


1

hallo,

sehr gut geschrieben, lass dich nicht unterkriegen. Sollte nochmal eine Ablehnung kommen, wieder Widerspruch einlegen.

Bei mir hat der MDK letztes Jahr auch abgelehnt und beim dritten mal als ich persönlich einen Brief geschrieben habe endlich zugestimmt.

Man muss hartnäckig sein, die meinen nämlich sie können alles Ablehnen#kratz. Und sehen selber nicht wie schlecht es einem wirklich geht. Man stellt ja nicht umsonst einen Antrag.

Drücke dir alle Daumen, dass es bald klappt.

Alles Liebe

Nicole mit Sharon fast 8 Jahre die dieses mal momentan alleine in
der Reha ist und das super meistert und Christoph zuhause

2

Hallo,
hast Du nicht neulich geschrieben, Du würdest nur einen Dreizeiler als Widerspruch schreiben?
Drück Dir trotzdem die Daumen, daß es mit Deiner Kur klappt.
Gruß sono

3

Tja - das mit dem Dreizeiler hat dann doch nicht so geklappt.
Ich mach mal so richtig meinen Mund auf - schließlich will ich die Kur ja. Und einen Widerpruch muß man ja begründen. Ich habe in dem Standardbrief des Ablehnungsschreibens genügend Punkte gefunden, die ich zerpflücken konnte.
Übrigens: Die Uniklinik (also meine Ärzte) wollen auch noch eine Stellungnahme an die GEK schicken.

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