magenkrebs

hallo,
ein sehr guter bekannter von mir hat die schreckliche diagnose bekommen..magenkrebs#heul.nun wird sein magen herraus genommen.
nun meine frage.(.es ist wirklich echt schrecklich hier nach zu fragen.wer davon betroffen ist /war,oder jemand kennt?(ist mir echt peinlich)wie kann man den ohne magen leben und wie funktioniert dann das essen?ich kann mir das ja nicht vorstellen.er tut mir so unentlich leid.ich trau mich auch nicht ihn darauf anzusprechen.
ich würde mich über eine aufklärung freuen.oder wißt ihr einen link darüber?
dankeschön im vorraus liebe grüße ostseemaus

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Da wird glaube ich eine Darmschlinge hochgezogen, die dann die Funktion des Magens übernimmt. Leider produziert Diese ja keine Magensäure. Mein Opa hat auch den Magen zu 2/3 entfernt bekommen, hat danach wieder 15 Kg zugenommen. Und ganz normal gegessen. Leider hatte er schon Metastasen und ist verstorben. Hätte er keine Metastasen gehabt ( Krebs ist sehr spät erkannt wurden), würde er jetzt vermutlich noch leben. Er hat auch Chemo abgelehnt.

Ich wünsche Deinem Bekannten alles Gute und viel Kraft.#pro

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danke für deine antwort.

gruß ostseemaus

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Hallo,


mein Schwager hatte auch Magenkrebs. Bei ihm wurde der Magen komplett entfernt. Es wurde ein "Ersatzmagen" aus seinem Darm gebildet. Leider ist er mit seinen doch recht jungen Jahren (41) täglich auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen. Er kann auch nicht alles essen und ist recht dünn geworden. Auch die Folgen dieser Krankheit sind nicht spurlos an ihm vorbeigegangen, langer Krankenhausaufenthalt, Verlust des Arbeitsplatzes (nicht durch Krankheit, sondern Rationalisierung des Betriebes).
Leider ist die Prognose für seine gesundheitliche Zukunft sehr schlecht, da der Magenkrebs schon weit vorangeschritten war.

Leider ist die Kommunikation mit ihm schlecht, da er viel "jammert. Ist ja auch nicht zu verdenken. Ein offenes Gespräch ist sehr schwer. Ich bin allerdings der Meinung das man mit dem Tabuthema Krebs offen umgehen soll, auch in Gesprächen.

Alles Gute

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danke bert für deine antwort.tut mir auch echt leid für deinen schwager.auch bei euch ALLES GUTE.

gruß ostseemaus

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Hallo,

zu medizinischen Details kann ich leider nicht viel sagen,
aber ich habe eine Nachbarin aus Kindertagen, der vor
ca. 30 Jahren der Magen wegen Magenkrebs komplett
entfernt wurde.

Sie hat danach sehr viel abgenommen und kann nur essen wie ein Spatz, aber sie hat eine tolle positive Einstellung und macht z.T. sogar Witze darüber, wenn ihre Augen mal wieder grösser waren als ihr (nicht vorhandener) Magen.

Man hatte ihr damals vor 30 Jahren nur noch "ein paar Jahre" gegeben, und sie lebt immer noch und ist jetzt fast 90 Jahre alt!

Es mag sein, dass es ein Einzelfall ist, aber vielleicht ist so ein positiver Bericht ja auch mal aufbauend.

LG Ally

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Hi
Bitte schreib mich doch mal über meine VK an........Habe meinen Papa nach 2 Jahren Kampf wegen Magenkrebs im März diesen Jahres verloren. Wenn du mehr wissen willst, berichte ich dir gern.............
Liebe Grüße
Mel

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Hallo Ostseemaus,

ich habe meine Oma an Magenkrebs verloren. Bei ihr Bestand auch nur ne Überlebenchance, wenn sie ihn komplett rausnehmen läßt.
Erst wollte sie nicht, aber alle Ärzte versprachen uns gute Prognosen. Als alle Voruntersuchungen abgschlossen waren, ging es los, erstaunlicher Weise klappte alles super gut. Sie lag nur 4 Tage auf der Intensiv, saß am 2.Tag schon mal neben dem Bett und jeden Tag, innerhalb von 5 Tagen kam ein Schlauh weg. Am dritten Tag ging es schon langsam mit essen los und am 9.Tag hätten wir nach Hause gedurft. Alle waren wir begeistert, wie toll es geklappt hat, batten nur drum, erst am 10.Tag zu gehen, weil dann gleich die Nähte rauskamen und die Abschlußbefunde.
Das wars dann, am 10.Tag erfuhren wir, das alle Lymphknoten befallen waren und das dadurch noch Metasthasen im Bauchraum sind. Natürlich hat auch meine Oma 30kg abgenommen aber das essen klappte soweit ganz gut. Man darf nur nix blähendes essen. Also Zwiebeln, Kohl....auch frisches Brot und einige Sachen waren ungünstig, da bekommt man eine Liste mit!

Achja, der Darm wird, wie schon beschrieben umgebaut, höher gezogen und als Säckchen umgewandelt. Er dient zum auffangen der Nahrung, ist halt kleiner und daher muß man eher viele kleine Mahlzeiten (mind.6) am Tag essen.

Es kommt wie bei jedem Krebs, auf die Einstufung drauf an, ob Metasthasen da sind und die Lymphen befallen sind. Auch wie stark Dein Freund ist. Wie alt ist er denn???

Ich hatte damals, bevor meine Oma operiert wurde, viele positive Berichte im Internet gefunden. Wie gesagt, man kann auch ohne Magen weiter leben und auch fast alles essen und trinken. An die Sachen, die man nicht soll, gewöhnt man sich bestimmt schnell.

Bei uns ging es leider nicht gut aus und sie war sehr hart und hat tapfer gekämpft. Zuvor hatte sie keine Symthome, ihr fing es manchmal an, etwas stärker in der Magengegend zu ziehen. Sie hatte auch schon etwas Gewicht verloren, was man aber nicht negativ war genommen hatte. Weil das ziehen nicht weg ging, habe ich sie zu einer Magenspieglung überredet, dachte eher an eine Gastritis. Tja, fassen konnten wir es alle nicht.

Liebe Grüße und wenn Du fragen hast, kannst Du gerne schreiben....., sei für ihn einfach da und reden (auch darüber) kann einfach befreiend sein. Er muß sich ja damit auseinnder setzen und auch Entscheidungen treffen, was für ihn am Besten ist, was die Ärzte empfehlen, was die Untersuchungen aufschlüsseln, wie die Prognosen sind...., da tuts gut, Freunde zu haben, die da sind!!!!

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