SchwieMama ins KH??

Ob ich hier richtig bin - ich weiß es nicht...
was ich weiss ist, dass ich nicht mehr schlafen kann, weil ich mir so Sorgen um den Gesundheitszustand meiner Schwiegermama mache! Ich versuche, mich kurz zu fassen...

Meine SchwieMa kämpft seit Jahren gegen eine Krebserkrankung! Angefangen mit Brustkrebs, dann „geheilt“ dann nach ein paar Jahren volle Wucht zurück- Metastasen jetzt in Knochen und Organen :-(((
Sie bekommt Chemo bis an ihr Lebensende meinte ihr Onkologe. ( Mittlerweile 3 verschiedene Chemos über ein Jahr)
Sie kann mittlerweile kaum mehr laufen und !!
NICHTS mehr essen! Sie sagt sie will ja aber sie habe keine Appetit und sie würge es, wenn sie was essen müsste. Momentan hat sie Durchfall und ihr Gewicht beträgt nur noch 40 Kilo! Ich habe mit ihr gesprochen aber sie will klipp und klar nicht unter gar keinen Umständen ins Krankenhaus!

Ich kann nicht mehr zuschauen aber gefühlt sind mir die Hände gebunden- ich komm nicht an sie ran!
Was würdet ihr tun - ich liebe sie sehr ❤️

1

Hallo,
Es tut mir sehr leid für dich und deine Schwiegermutter.
Wenn deine Schwiegermutter sich so entscheidet, musst du es aus meiner Sicht akzeptieren, so schwer es dir fällt.
Such dir für euch als Familie eine gute Begleitung z. B. von einem ambulanten Hospiz Dienst und nutzt die verbleibende Zeit.
Lebensqualität geht vor Quantität, so schwer es ist.
Alles Gute

2

Danke für Deine lieben Worte!

3

Oh nein das hört sich nicht gut an. Ich würde auch schauen welche Hospiz Möglichkeiten es gibt. Bei meiner Oma hatten wir auch einen ambulanten Hospiz Dienst inkl. Schmerzmittelpumpe für ihre letzten Tage und wir konnten ihr so den Wunsch erfüllen zu Hause sterben zu dürfen. Evt hat das Krankenhaus dazu weitere Infos. Zumindest bei uns war war es ein Projekt der nächsten Uniklinik (ist aber auch schon fast 10 Jahre her).

Alles Gute für euch!

4

Ich würde das tun, was ich bei meiner MUtter gemacht habe: Ihre Wünsche und Vorstellungen respektieren und sie dabei unterstützen!

Lieben bedeutet auch loslassen können, sorg dafür das sie keine Schmerzen hat udn das sie etwas Flüssigkeitszufuhr bekommt.....ansonsten die Dame in Ruhe lassen. Also sie nicht zu etwas drängen, was sie nicht möchte, nur weil du leidest.

5

Hallo Du ...

... ich kann sehr gut nachempfinden was du gerade fühlst.

Meine Mutter hat nach 4.5 Jahren letzten Herbst den Kampf gegen den Krebs verloren.

Bei ihr sah es auch länger gut aus und wir hatten eine schöne Zeit miteinander.

Dann kam der Krebs im Dezember 2019 zurück und mit der Diagnose hat sie aufgegeben, lehnte eine weitere Chemo ab.
Im Jahr 2020 konnte man zusehen wie sie immer weniger wurde, man hatte das Gefühl der Krebs frisst sie auf.
Sie hatte viel mit Erbrechen und Übelkeit zu kämpfen, so dass sie schlussendlich kaum noch etwas gegessen hat.
Am Ende mit den Kräften wurde sie mit der Zeit ein Vollpflegefall, von uns zu Hause gepflegt, von uns zu Hause in den Tod begleitet.

Lange Zeit hatte ich auch das Bedürfnis alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit sie weiterkämpft. Irgendwann habe ich begriffen, dass es besser für sie ist, wenn sie gehen darf.
So schwierig es auch ist, lieben heisst auch loslassen.

Sie fehlt mir sehr, aber ich weiss, wie viel Schlimmes ihr in den vergangenen 5 Monaten erspart geblieben ist und das versöhnt mich dann wieder.

LG

6

Für Außenstehende ist das immer sehr sehr schwierig, vor allem wenn es dann auch noch um Themen wie Trinken und Nahrung geht... Gesunder Menschenverstand möchte einfach nicht akzeptieren, dass es ohne geht.

Ich kann dir auch nur ans Herz legen eine ambulante Palliativversorgung einzuschalten.
Es ist schwierig, aber du solltest die Wünsche deiner Schwiegermutter akzeptieren.
Ihr solltet auch darauf achten, dass sie keine Schmerzen hat und gegen den Durchfall kann man auch was machen.

Alles Gute euch.

Top Diskussionen anzeigen