Zufälliger Befund, Blutzucker bei 190

Hallöle,

Wegen eines Infektes wurde mir Blut abgenommen und festgestellt das mein Blutzucker bei 190 liegt. Der langzeitzucker ist wohl noch in der Norm und nun stellen sich Rätsel auf.

Am 26.10 muss ich zu einem Spezialisten für Hormone, Schilddrüse ...

Nun ja was soll ich sagen, seit Anfang des Jahres habe ich gemerkt dass etwas nicht mit mir stimmt. Ich habe öfters Tag an denen ich plötzlich Herzrasen, Unwohlsein bekomme, Schwindel, Bauchweh und ganz viel Müdigkeit.
Seit 2018 muss ich auch thyronajod 50 nehmen und rückblickend fing alles nach der Schwangerschaft 2015 an. Hatte auch fiese Wochenbettdepressionen von 6 Wochen die aber wie aus dem nichts weg gingen.

Nun sitze ich hier, muss noch 6 Wochen warten und natürlich macht man sich Gedanken.

Ich bin 30 und wiege auf 172 61 kg. Ernähre mich nicht immer gesund aber esse Gemüse Obst Vollkornbrot ... und mache bisschen Sport.
Gedanken über Diabetes Typ 1 plagen mich da dies nicht ganz ausgeschlossen sein kann aber müsste dann nicht der langzeitzucker auch zu hoch sein. Wie lebt man mit Diabetes, Schafft man es Iwan sich selbst zu spritzen obwohl man schon umkippt vom zu sehen, gehen die Symptome weg wenn man richtig eingestellt ist, hat man eine andere Lebenserwartung....ja all dies Geistert im Kopf herum auch wenn man versucht es nicht ständig zum Thema zu machen.

Danke fürs „zuhören“

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Meine beiden Eltern hatten beide Diabetes. Beides Zufallbefunde.
Anfangs ging es mit Tabletten (bei einem Elternteil). Beim anderen ziemlich bald spritzen. Beide konnten es ziemlich schnell und präzise.

Ob ich es könnte, weiß ich nicht.

Im Großen und Ganzen haben sie gut damit gelebt. Wir mussten nur etwas mehr planen. Ein Elternteil brauchte Langzeitinsulin und musste längere Zeit vor den Mahlzeiten spritzen. Das andere Elternteil durfte sich erst spritzen, wenn das Essen im Gasthaus vor der Nase stand. Auch das klappte gut. Ruhige Ecken fanden sich immer (kurz gefragt).

Bekannte haben es seit der Kindheit. In der Pubertät war es wohl am Schwierigsten. Danach wieder kontinuierlich. SIe müssen vor und nach dem Sport etwas mehr beachten, Essen und Insulin anpassen. Ausnahmen sind aber erlaubt. So lange es nicht ständig ist. Feiern sprechen sie z.B. mit dem behandelnden Facharzt ab. Wenn es nicht zuuu oft vorkommt, haben sie Ausweichregeln.

Gut eingestellt ist ein gutes Leben möglich.
Schlecht oder gar nicht eingstellt, ist es schwieriger.

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Guten Morgen,

vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Bericht. Weißt du zufällig ob der Langzeitzucker denn auch schlecht war? Der ist bei mir ja völlig i.O. weswegen mic das verwirrt -.-

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Gute Frage. Gemessen wurde der Langzeitzuckerwert immer vom Diabetologen.
Mal war dieser zu frieden (dann war ales gut eingestellt und die Ernährungshinweise insgesamt gut beachtet) und manchmal war er nicht/gar nicht zu frieden. Dann wurden das Messtagebuch angesehen, gefragt wie es mit der Ernährung klappt und versucht herauszufinden, woran es lag.

Je nachdem, was es war, musste dann die Medikation umgestellt werden (nur Dosierung oder anderes Präparat) oder bei der Ernährung näher hingesehen werden.

Ich meine: einzelne Spitzen (extremere Werte) haben noch nicht sooo viel ausgemacht beim Langzeitwert. Konnten aber zu Problemen/Symptomen führen. Kontinuierlich zu viel hat sich beim Langzeitwert schon ausgewirkt.
Das weiß ich aber nicht mehr sicher und würde ich mit einem Diabetologen besprechen.

Beides ist wohl zu beachten. Einzelne Extremwerte können durchaus zum Krankenhausaufenthalt führen.
Beides ist wohl wichtig zur richtigen Einstellung.

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Hallo,

ich würde mir so ein Gerät besorgen und Teststreifen, kann man bei den Herstellern kostenlos bestellen und mal selber messen. Die Werte lassen sich über eine Software auf den PC übertragen und ergeben dann eine Kurve. Dann auch mal messen, wenn Dir schlecht ist, ob es wirklich daran liegt.

Werte von 190 und höher sind kein Drama und so schnell fällt man da nicht um, gefährlich sind Unterzuckerungen, wie sie beim TYP 1 vorkommen. Da hilft dann Traubenzucker ...die Spritze ist das letzte Mittel der Wahl!

VG

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Bei einem akuten Infekt kann der Blutzucker auch erhöht sein, ohne dass man direkt Diabetiker ist.

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Hallo,

ich vermute eher mal, dass Du ggf. einen Typ-2-Diabetes hast oder zumindest eine Vorstufe, was bei dem Gewicht nicht ungewöhnlich ist.

Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes wird diese Form zunächst mal durch Lebensstiländerungen behandelt. Bei Dir ist eine Gewichtsabnahme zwingend erforderlich!!! Wenn Du dies alleine nicht schaffst, solltest Du Dich an einen Ernährungsberater wenden.
Am gesündesten ist übrigens die traditionelle Mittelmeerkost. Auf Fast Food, Fertiggerichte, Softdrinks, Süßigkeiten solltest Du möglichst verzichten.

Ein derart hohes Übergewicht begünstigt nicht nur Diabetes sondern auch Krebserkrankungen, Fettleber und Demenz etc.. Auch auf die Gelenke und die Lebenserwartung wirkt es sich negativ aus.
Tägliche, ausreichende Bewegung in der Natur ist ebenfalls erforderlich. Du mußt über die Bewegung mehr Kalorien verbrauchen, als Du über die Ernährung aufnimmst. Nur dann kannst Du dauerhaft abnehmen.

Zudem kannst Du möglicherweise schon mal von einer ca. 3-monatigen Kur mit dem Spurenelement Zink (z. B. Unizink 50, rezeptfrei aus der Apotheke) profitieren, denn Diabetiker haben häufig einen Zinkmangel. Zink ist zudem wichtig für den Hormonstoffwechsel (u. a. auch für die Schilddrüsenhormone und Insulin). Studien zeigen, dass es auch antidepressive Eigenschaften besitzt.

Du solltest selbst Verantwortung für Deinen Körper übernehmen und diese nicht nur auf die Ärzte abwälzen, allein schon wegen Deines Kindes.

Ich wünsche Dir dabei viel Geduld und gute Besserung!!!

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Hallöchen,

also 61 Kg auf 172 cm sind definitiv kein extremes Übergwicht. Ich bin ziemlich schlank.

Liebe Grüße

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Eine Behandlung mit Cortison kann den Wert auch hochtreiben.

Viele Grüße

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Wichtig ist zu wissen ob du vorher was gegessen hast oder erbrochen hast

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nein beides nicht. War nüchtern zur blutentnahme und habe nur wasser getrunken und das nicht mal viel

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Bei dem nüchternwert würde ich ganz ehrlich nicht bis zum 26.10 warten.

Hol dir ein Gerät aus der Apotheke und mess deine Werte die nächsten Tage, einmal morgens im bett. dann 1 Stunden nachdem Frühstück, eine vor dem Mittag und abendessen und 1 Stunde danach.

Ist es wirklich immer so hoch im Diabteszentrum anrunfe und schlidern. Geht es noch höher und dein Arzt macht nichts ruf ruhig in der Klinik an und frag nach

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Hallo, mach dich nicht verrückt. Es gibt in Deutschland 7 Millionen Menschen mit Diabetes. Vielleicht war dein Blutzucker nur einmal erhöht. Hast du schon einmal einen Glukosetoleranz Test gemacht?
Sprizen ist mit einem Pen ganz einfach.

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