Herzstillstand,Reanimation,Hirnschwellung

ein bester Freund hatte Montag vor einer Woche im Schlaf einen plötzlichen Herzstillstand. Seine Frau war Gott sei Dank gerade wach und hat sofort mit der Herzmassage begonnen bis der Notarzt da war. Sie mußten elf mal schocken bis er da war.Kam dann sofort auf die Intensiv, künstliches Koma und Runterkühlen.Nach vier Tagen hat er wieder selbständig geatmet,das Koma wurde beendet und der Körper "funktioniert ".Seit gestern lassen sie ihn aufwachen.Er öffnet die Augen aber schau auf einen Punkt,dann wieder auf einen anderen.Er zwinkert immer mal wieder,ansonsten reagiert er nicht.Kann das normal sein dass er bei geöffneten Augen noch so weggetreten ist?
Hat irgendjemand hier einen ähnlichen Fall erlebt und kann uns Hoffnung machen dass er bald aufwacht und die Schäden vielleicht nicht so groß sind wie befürchtet?

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Hoffen sollte man immer. Ich drück euch jedenfalls die Daumen 🍀🍀🍀 mehr kann ich leider nicht sagen.🌹

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Bis man nach dem künstlichen Koma wieder richtig "wach" ist, kam es dauern. Meine Mutter war zwar länger im Koma, aber das Aufwachen hat sich bei ihr über Wochen gezogen.

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Bitte denkt daran, dass der Patient zwar weggetreten wirkt, aber eigentlich alles mitbekommt! Wirklich alles! Er kann nur nicht drauf reagieren.

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Das kann sein, muss aber nicht. Meine Mutter hat weder an die Zeit im künstlichen Koma noch an die Aufwachphase irgendwelche Erinnerungen.

Trotzdem würde ich immer darauf achten, was in der Gegenwart des Patienten gesagt wird (und habe aus diesem Grund meine Schwester damals vor der Tür den Kopf ziemlich gewaschen).

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Absolut korrekt!! Man bekommt vielleicht nicht 24/7 alles mit, aber auch im Koma hat man "Lichtblicke" und in der Aufwachphase kann man vielleicht nicht sofort die Augen öffnen, aber hören kann man da trotzdem sehr gut!

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Er ist im Moment in einem Zustand, wo alles offen ist. Er braucht Zeit, viel Zeit, alles kann, nichts muss......aber bitte nicht an seinem Bett über ihn reden - sondern MIT ihm.Erzählt ihm was - aber vermeidet Sprüche wie "das wird schon wieder" oder ähnliche Hilflosigkeiten. Ihr müsst alle Geduld haben, sein Körper ist noch weit davon entfernt, "normal" zu reagieren.LG Moni

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Kann man im MRT/CT nichts sehen? Da sind Hirnschäden i.d.R. erkennbar.
Ansonsten kann es durchaus sein, dass das Aufwachen seine Zeit braucht. Im TV muss ich immer schmunzeln, wenn die Schauspieler nach wochenlangem Koma einfach aus dem Bett hüpfen.

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Sie sagen dass durch den Sauerstoffmangel sicher was abgestorben ist.Aber was und wie Viel sagen sie nicht,das ginge erst nach dem Aufwachen.

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Aufwachphasen können sehr lange dauern wie andere hier schon geschrieben hatten.
Bei einer anschließenden Reha kann man viele verlorene dinge wieder erleren.
Die Hoffnung stirbt zu letzt.
Einen ähnlichen Fall musste ich selber erleben.
Viel durch eine Enzephalitis ins Koma. Musste nach dem erwachen wieder von null anfangen. Dauererte vier Jahre bis ich wieder voll Arbeiten könnte.
Die Defizite die ich noch habe, damit muss und kann ich leben, hatte ja viel schlimmer kommen können.
Alles Gute und nicht die Flinte ins Korn werfen

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