Kann man sich medizinisches Cannabis bei regelmäßiger Migräne verschreiben lassen??

Hallo,

ich habe eine für mich eher ungewöhnliche Frage und hoffe, dass ich nicht auf Unverständnis stoße.

Seit Jahren bin ich ein Migräne Patient und vor allem die letzte Zeit sind die Schmerzen wieder schlimmer geworden. Ich kann alle paar Tage damit rechnen und muss mich in mein dunkles Zimmer verkriechen. Das nagt sehr an mir und lässt mich langsam über Alternativen nachdenken. Meine Medikamente helfen nicht besonders gut und sind nebenbei richtige Chemie-Bomben (eigentlich bin ich eher überzeugt von Naturmedizin) #klee

Ich habe mitbekommen, dass das Gesetz für Cannabis als Medizin in den letzten Monaten gelockert wurde. Anscheinend soll das jetzt ja leichter zu erhalten sein. Ich bin wirklich am überlegen es auszuprobieren. Hat jemand Erfahrungen damit? Gibt es Nachteile?

Ich bin verzweifelt und hoffe, dass ihr ein paar Ratschläge habt. :-(

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Ich kenne mich mit Migräne nicht aus. Allerdings glaube ich nicht, dass cannabis es verschlimmern würde. Ich würde es ausprobieren.

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Ich habe 3-5 mal
Migräne die Woche. Auch schon mal 3
Monate am Stück. Ich kenne die Hölle!

Antiepileptika und Betablocker helfen mir leider nicht.

Ich habe letztens meinen Neurologen gefragt, der dadrauf spezialisiert ist und der meinte das mit dem Cannabis sähe schlecht aus. Botox würde eher genehmigt werden. Im Juni geht es dahingehend weiter.

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Hi!

Du klingst echt nicht nach einem Migränepatienten! Meine Patienten mit einer cranio-mandibulären Dysfunktion (frag deinen Zahnarzt/Kieferorthopäden), und die Leute mit Spannungskopfschmerzen beklagen in der Regel deine Symptome und deren Häufigkeit. Dagegen können Antiepileptika und Betablocker auch niemals was ausrichten, sondern nur die erfahrenen Hände eines geschulten Physiotherapeuten und/oder Osteopathen.

LG, Ute

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Beim Zahnarzt wurde ich durchgecheckt. Alles prima.

Jemand der selber keine Migräne hat, kann da kein Wort mitsprechen. Spannungskopfschmerzen kenne ich auch gut - ist ein himmelweiter Unterschied.

Triptane wirken nur bei Migräne. Und die wirken. Von daher wird es eine sein.

Osteopath (hab zwei ausprobiert) haben es nur noch schlimmer gemacht. Die Wochen in denen ich das ausprobiert habe waren die Hölle... Und Krankengymnastik (in den vielen Jahren 5 ausprobiert) hat nichts bewirkt.

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Hallo

ich habe seit 20 Jahren Migräne.
Hast du denn wirklich alles versucht?
Akupunktur, Aufenthalt in einer Migräneklinik?Empfehlungen der Schmerzklinik in Kiel?Betablocker?

Mir helfen Treptane, die ich allerdings nur noch knapp 4 Jahre nehmen kann/soll.Für ältere Personen erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen enorm.
Bis dahin experimentiere ich mit Naturpflanzlichen Mitteln zur Profi laxe.
Derzeit nehme ich (3mal täglich )Mutterkraut und konnte damit die Anfallshäufigkeit- und stärke auf ein-bis zweimal im Monat senken.Manchmal hilft jetzt auch nur eine IBU 400.Nur gegen manche Wetterlagen bin ich machtlos, so wie heute.
Dank Treptanen muss ich nicht im abgedunkelten Zimmer liegen und kann relativ normal leben, sogar eine kurze Sporteinheit war heute drin.
Soweit mir bekannt ist, könnte dir ein Arzt Cannabis verschreiben. Das aus der Apotheke soll sehr teuer sein und deshalb ungern verschrieben werden.Mir war nicht bekannt, dass Cannabis Migräne-Kopfschmerzen lindert.
Ich habe mal etwas von einem Cluster Patienten gelesen, der sich sogar selbst angezeigt haben soll, um es letztendlich auf dem Klageweg legal zu erhalten.

L.G.

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Triptane sind da, um einen Anfall zu stoppen. Man darf aber "nur" 10 im Monat nehmen. Die reichen mir definitiv nicht.

Cannabis soll wie Betablocker/Antiepileptika vorbeugend eingenommen werden. Täglich. Um Anfälle zu verhindern, verkünden, abzumildern.
Mir helfen keine Betablocker/Antiepileptika. Im Gegenteil! Und es ist nur noch mehr Chemie. Daher kann ich den Cannabis-Gedanken vollkommen versteh . "Gesünder" ist es sicher. Nur den Ärzten zu teuer.

Ich habe es auch versucht beim Arzt - und werde es nochmal versuchen. Die Chancen sind aber gleich Null.

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Täglich vorbeugend kiffen??
Das wäre mir zu heftig.Zur Anfallsbehandlung würde ich es probieren, aber prophylaktisch?
Da müsste ich schon Cluster -Patient sein
.Ich kenne einen und das ist wirklich kein Leben.

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Hallo,

ich hab jetzt nicht alle Antworten gelesen. Aber nein, ich denke nicht, dass du Cannabis auf Rezept verschrieben bekommen würdest. Es gibt 2 Fertigarzneimittel, die sind beide nicht für Migräne, sondern für MS und Chemotherapie-bedingtes Erbrechen zugelassen. Dann gibt es die Möglichkeit für einen Arzt, Cannabis-Blüten, einen Cannabis-Extrakt oder einen Inhaltsstoff als Reinstoff zu verschreiben (die beiden letzteren müssen in einer Rezeptur weiter verarbeitet werden). Diese dürfen nur bei schwerstkranken Patienten verschrieben werden, bei denen sonst keine Therapieoption besteht und bei denen sich ein gewisser Therapieerfolg vermuten lässt.

Das ganze läuft unter dem Betäubungsmittelgesetz, was starke Kontrollen oder aufwendige Dokumentation verlangt. In deinem Fall halte ich Cannabis aber auch nicht für sinnvoll. Hast du mit deinem Neurologen ausgiebig gesprochen? Es gibt verschiedenste Optionen bei starker Migräne.
Und auch Cannabis ist ganz und gar nicht ohne Nebenwirkungen behaftet, nur weil es pflanzlich ist...ohne Nebenwirkung, keine Wirkung. Zumindest nicht in der Schulmedizin (wozu die Pflanzentherapie nun mal auch zählt)

Viele Grüße,
Tomate

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Bist du richtig ausdiagnostiziert worden? Die meisten Leute, die meinen sie hätten Migräne, haben gar keine. Eher sind orthopädische oder kieferorthopädische Gründe vorliegend. Das wäre erstmal wichtiger zu wissen.

LG, Ute

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Liebe tinchenbienchen74 ,

ich kann mir gut vorstellen, dass es deine Lebensqualität beeinflusst. Migräne kann fies sein, ich sehe das in meiner Familie auch des Öfteren. Man ist sehr eingeschränkt und kann die Tage nur zählen bis es wieder losgeht.

Hanf ist ein sehr alte Arzneipflanze und hat meiner Meinung nach ihren Ruf nicht verdient. Wenn man medizinisches Cannabis richtig einnimmt (Dosierung und Co.) dann kann vor allem das Cannabinoid CBD das Leben als "Patienten" lebenswerter machen. ABER: Medizinisches Cannabis wirkt bei jedem Patienten anders, sodass es keine Garantie für die Symptom-Linderung gibt.

Falls dich der Zusammenhang Migräne + Cannabis als Medizin interessiert: https://www.leafly.de/cannabiswissen/migraene/

Ich würde einfach mal zu einem Arzt gehen, der sich damit auskennt. Dabei brauchst du natürlich etwas Glück, dass du einen Arzt findest, der sich den Thema öffnet. Schildere ihm dein Leiden und lass dich beraten (auch wegen z.B. Autofahren, Nebenwirkungen und Co.). Auch eine Zweitmeinung schadet nie.

Du hast ja schon einige Tipps hier im Forum erhalten.

Gute Besserung und alles Gute!

Liebe Grüße

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meine Bekannte ist in letzter Zeit ihre häufige, heftige Migräne, und der sie viele viele Jahre gelitten hat, fast vollständig losgeworden.

Und das ging über viele Versuche auf verschiedenen Ebenen:
- psychotherapeutische Beratung für familiäre Belastungen
- Änderung im Beruf (Reduktion des Arbeitsumfangs, Selbständigkeit)
- Entgiftung
- Immunsystem fit machen
- Osteopathie
- Sport

Der Durchbruch war wohl dann über Osteopathie und bestimmten Übungen für den Nacken.

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Hiho, ganz ehrlich? Wohnst du in der Nähe von Holland? Dann würde ich dir raten den nächsten Koffeeshop zu besuchen und dir dort was zu besorgen. Ich kann mir vorstellen das es auf jeden Fall hilft. Ich glaube auf Rezept bekommst du es noch nicht.
Cannabis ist in jedem Fall gesünder als die ganzen Tabletten usw.

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Man bekommt in Holland nicht einfach mal so Cannabis.. Die Coffeeshops dürfen einen Touristen mehr was verkaufen.. Nur wenn du da wohnst... *Neues Gesetz*

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Das stimmt so nicht, es kommt auf die Region an. Wir wohnen direkt an der Grenze und können auch noch im Shop kaufen, wenn man denn möchte :)

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Hallo..
Ich bin auch Migräne Patientin.. Bei mir läuft die Migräne wie folgt ab: " Anfangs leichter stechender Schmerz im linken Auge, nach knapp 20 min. fühlt es sich an, als würde man mit einem Messer im Auge rum stechen und weitere 3 min. später werde ich Blind auf dem linken Auge.. Dies dauert zwischen 1 Std. und 10 Std. dazu kommen heftige Kopfschmerzen, Übelkeit, Lichtempflindlichkeit, Geräuschempflindlichkeit, und seit neustem Schüttelfrost (so heftig das ich wie ein klumpen zusammen gekauert da liege und alle Muskeln total angespannt sind, nach knapp 30 min. ist der Schüttelfrost weg). Ich habe auch schon verschiedene Medikamente (Formigran etc.) ausprobiert nichts hilft.. Ich muss regelrecht warten bis alles rum ist.. Um Cannabis zu erhalten, muss alles schriftlich beim Arzt dokumentiert werden, es muss feststehen, dass kein Medikament hilft (so wie es bei mir der Fall ist), auch war ich schon 2 mal auf Reha wegen meiner Migräne doch keine Besserung. Ich habe durch die Migräne sogar schon 40% (Behinderung, Verschlechterungsantrag wird auch noch gestellt), Zur Zeit bin ich bei einer Physiotherapeutin da ich mit dem Rücken auch noch Probleme habe ( diese Rückenprobleme haben nichts mit meiner Migräne zu tun, denn die Migräne hatte ich davor schon). Ob man wirklich Migräne hat, kann man nur sagen, wenn man bei allen Ärzten war und auch alle Tests sowie MRT gemacht worden ist. Und man es somit schriftlich von einem Neurologen hat, auch Hilft es ein Schmerztagebuch zu führen mit der Schmerzintensität und der Medikation (welche Medikamente, wieviel und wann) sowie habe ich auch eine Schmerzskala von 1 bis 10 dabei stehen, so kann man es selbst sehr gut kontrollieren und es auch dem Arzt vorzeigen (aber bitte ehrlich sein, nicht irgendwas hin schreiben). Ist das alles erledigt und der behandelte Arzt sieht, oh da muss was gemacht werden, wie z.B. Cannabis dann bekommt man es verschrieben. Aber so einfach mal zwischen Tür und Angel bekommt man kein Cannabis verschrieben, man muss wirklich erst alles ausschöpfen. Vielleicht hilft bei dir eine Reha, und weitere Untersuchungen wie MRT etc.

Lg #winke

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