Krebsvorsorge durch Blutuntersuchung?

Ich hatte gestern eine kurze, heftige Diskussion mit meiner Schwägerin. Sie (44) geht schon seit Jahren nicht mehr zum Gynäkologen zur Krebsvorsorge! #schock Sie geht nur noch hin, wenn sie irgendwelche Beschwerden hat - die hatte sie aber bislang nie. Stattdessen lässt sie sich beim Hausarzt 1 x pro Jahr Blut abnehmen und ein Blutbild machen. Ihr Hausarzt hätte gesagt, daran könne man eine Krebserkrankung im Körper auch erkennen. #schock

Das ist doch Blödsinn, oder? #augen Vielleicht hat sie ihn ja damals irgendwie falsch verstanden - aber wozu gibt es denn sonst all diese Vorsorgeuntersuchungen beim Gyn, beim Hautarzt oder auch beim Urologen..... Ich habe ihr geraten, sich schleunigst mal - wenigstens beim Gynäkologen - untersuchen zu lassen. Gerade in ihrem Alter. Sie will aber nicht - sie geht da nicht so gern hin..... #augen

Tja, weiß hier jemand, ob man tatsächlich eine (beginnende) Krebserkrankung im Blutbild feststellen kann? #kratz (brauche noch mehr Argumente für die Fortsetzung der Diskussion, die bstimmt beim nächsten Treffen stattfinden wird.... #schein)

LG Sabine

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Hi

Du hast recht Es ist absoluter Blödsinn!
Es gibt zwar sogenannte Tumormarker im Blut, die einen Hinweis auf gewisse Krebserkrankungen geben aber nicht bei allen Krebserkrankungen. Könnt ich nachsehen weis sie nicht aus dem Kopf

Tumormarkersuche im Blut ist keine Untersuchung die beim normalen Blutbild mit untersucht wird, sondern nur wenn V.a. Krebs besteht.
hab mal gegoogelt schau da mal nach und druck es mal für deine Schwägerin aus http://www.krebsinformationsdienst.de/Fragen_und_Antworten/tumormarker.html
Gruss
Petra

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Hallo Sabine,
anscheinend hat da deine Schwägerin etwas falsch verstanden. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, die Vorsorgeuntersuchung hat mir das Leben gerettet. Ich hatte einen bösartigen Tumor im Gebärmutterhals. Leider einer der aggressivsten Sorte, die sich schnellstmöglichst eine Lymphbahn zum Streuen suchen. Nur durch die Vorsorgeuntersuchung wurde er noch rechtzeitig entdeckt, er hätte noch einen Millimeter zur nächsten Lymphbahn gehabt. Der Tumormarker ist eine relativ unsichere Blutuntersuchung, die nur gemacht wird, wenn schon mal ein Krebs da war. Das Ergebnis ist aber nicht 100 prozentig sicher. Bei Rauchern zum Beispiel, sehr oft verfälscht.
Ich hoffe du kannst deine Schwägerin von der Vorsorgeuntersuchung überzeugen. Bei mir ist es inzwischen 6 Jahre her und hätte ich damals die Untersuchung nicht gemacht, würde ich nicht mehr hier sitzen!

Liebe Grüße
Eni

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