Symptome bei Angststörung - im Winter verstärkt?

An alle Mitmenschen die auch an Angststörung und Panikattacken leiden

Geht es euch auch so - dass sich Eure Symptome gegen Monat November verstärken bzw. häufigen oder sogar neue dazukommen?

Panikattacken habe ich seit einem Jahr nur noch sehr selten, aber dafür gemeiner Schwindel, mit totaler Beklommenheit, Mundtrockenheit, Magenschmerzen und Brechreiz .... Immer wieder mal, kann ich stundenlang nicht zum Schlaf finden, weil ich kaum bin ich am Einschlafen einen brutalen Schlag ins Herz kriege und dann das Gefühle habe, dass ich nicht mehr geatmet habe #schock ... das ist sehr schlimm und manchmal versuche ich mich dann wachzuhalten, um nicht wieder dasselbe zu erleben #zitter ... aber das habe ich erst, seit neuestem.

Ich habe festgestellt, dass ich diese Symptome viel weniger habe im FrÜhling/Sommer, alles wird immer schlimmer gegen November. Vielleicht liegt es an dem mangelnden Tages-/Sonnenlicht, die Kälte ....

Was meint ihr? Kennt ihr sowas auch? Ich würde mich über ein paar Antworten freuen.

Sehr lieber Gruss von der Maya #blume

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Hallo Maya,
da kann ich dir nur absolut zustimmen, bei mir sind die angstsymptome auch von november bis märz wesentlich schlimmer als im Rest vom Jahr.

auch die probleme mit dem schlafen kenne ich leider nur zu gut :-(. habe auch schon nächtelang wachgelegen im ständigen kampf gegen die panik. manchmal schaffe ich es gar nicht das licht auszumachen, weil dann sofort eine neue attacke kommt.

leider hab ich jetzt auch keinen rat was du dagegen machen kannst, ausser es auszuhalten und dir immer wieder zu sagen, das es nur die Angst ist und dir nix passieren kann.

ich drück dir die daumen, damit du dich bald besser fühlst.

LG Sonja

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Hallo Sonja

Danke sehr für deine offene Antwort.

Ich habe das Gefühl, jeden Winter heckt "meine" Störung wieder etwas neues aus.

Letzten Winter war es besonders schlimmt. Ich hatte so schlimmen Schwindel, dass ich manchmal nicht mehr wusste wo ich bin noch wohin ich wollte - bin dann manchmal einfach auf einer Kreuzung mit meinem Fahrrad stehen geblieben. Völlig verloren.

Dann hat mir eine Psychaterin irgendsoein Antidepressiva verschrieben - das war dann die endgültige Fahrt in die Hölle. Ich hatte noch nie Depressionen. Danke den Medis wollte ich nicht einmal mehr aufstehen.

Ich habe sie dann in Eigenregie (pssst niemandem sagen:-p) klammheimlich schnellstens wieder abgesetzt. Nun habe ich zwar meine Angststörung nach wie vor, aber DAS bevorzuge ich um Längen, als noch einmal dieser ZUstand mit den Medis.

Ja - manchmal ist es nicht einfach mit der Störung. Ich habe die Angst mittlerweile als einen Teil von mir angenommen. Ich sage mir immer, vielleicht bewahrt sie mich vor schlimmeren Dingen.... aber es gibt schon die Momente wie jetzt gerade wo es ständig dunkel ist fast, wenn mein Kleiner schläft und ich alleine in der Küche sitze, wo ich oft sehr erschöpft bin von den ganzen Schwindelattacken, Beklommenheitsgefühlen, Herzklopfen, Schluckhemmungen tagsüber (ich habe diese Symptome vor allem tagsüber) und mir dann mal ein paar Tränen runterkullern ... aber es gibt so viele Leute, die wirklich schlimme Krankheiten haben..... da will ich mal nix sagen.

Fühl dich #liebdrueck Lieber Gruss Maya

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Hallo,

möglich ist das.

Wie sieht Dein Vitamin-D-Spiegel aus?

Die regelmäßige Einnahme hat mir sehr geholfen, wobei ich immer am unteren Level bin, weil ich an einer Schilddrüsenunterfunktion leide.

Deine Schilddrüse wurde schon durchgecheckt?

GLG

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Hallo und danke sehr für deine Antwort.

Nein - ich habe meine Schilddrüse noch nie durchchecken lassen (muss das sowieso zuerst einmal auf französisch übersetzen "Schilddrüsenunterfunktion" #hicks)....

Wenn es natürlich eines solches physische Grund für meine jahrelange Angststörung geben sollte und man es dadurch ohne Psychomedis heilen könnte, würde das für mich schon an ein Wunder grenzen.... muss ich beim Arzt ansprechen.

#blume danke und einen schönen Tag wünscht dir die Maya

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Eine eventuell depressive Komponente könnte dafür verantwortlich sein. Winterdepressionen sind nicht selten und sind begründet im fallenden Serotoninspiegel aufgrund mangelnder Sonneneinstrahlung etc. Du könntest wenn es dir nicht zu teuer ist denn die Kassen zahlen das nicht, mal versuchen beim Psychiater vor die künstliche Höhensonne zu gehen. Da setzt du dich in einem bestimmten Abstand vor eine spezielle Lampe und guckst in bestimmten Abständen rein. Dies kann saisonal bedingte depressive Beschwerden lindern.

Gruß
#winke

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Danke sehr für deine Antwort.

Ja an die berühmte Höhensonne habe ich Auch schon gedacht. Das war ja früher als ich noch in meinem Heimatland - der Schweiz - wohnte, relativ schnell zu bekommen.

Seit 9 Jahren wohne ich nun in der sogenannten Lichterstadt Paris - aber die meinen da ganz bestimmt nicht die Höhensonne.

Ich muss vielleicht öfters wieder mal "nach Hause" zu meiner Mutter fahren und auf den nächsten Berg kraxeln .... bis das Nebelmeer verschwindet und man an mitten im Schnee auf der Berghöhe unter blauestem Himmel und herrlichster Sonne sitzt ... bei dem Anblick vergisst man ohnehin seine ganzen Probleme #verliebt , hach....

Ich wünsche dir einen schönen Tag. Liebe Grüsse von der Maya #winke

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Hallo,

du bekommst nicht mehr genug UV-Licht.

Probiers mit Vitamin-D-Tabletten und gehe so oft du kannst vor die Tür.

LG