Zum ersten Mal Ritalin, wie?

Hallo,

mein großer Sohn (15J) soll ein Medikament bekommen (ähnlich Ritalin, nur ohne hydrochlorid hinten im Namen:methylphenidat).
Ich bin auch damit einverstanden, er (und die ganze Familie) hat einen langen Leidensweg hinter sich.

Aber es soll wohl keine stationäre Aufnahme erfolgen. Infotermin ist nächse Woche, aber ich wollte hier vorher schon mal nachfragen, wie das bei anderen so war.

Geht das ambulant?

Danke,

lady

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mein Sohn bekam das vor ein paar Jahren.
Das geht natürlich ambulant....man fängt mit einer kleinen Menge an und steigert dann langsam.

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Das Kind bestimmt sozusagen die Dosis die es braucht selbst. Man fängt in kleiner Dosierung an und das Kind bemerkt dann eine Veränderung, Besserung etc. wenn die richtige Dosis erreicht ist.

Dann kann man z.B. morgens eine Retard Kapsel nehmen die den Wirkstoff Schritt für Schritt in den Körper abgibt. Man sollte vor Beginn der Einnahme die Blutwerte testen und dies alle 6 Monate wiederholen um gerade die Leberwerte etc. im Auge zu behalten.

Wichtig ist auch die Ernährung darauf abzustimmen. Lebensmittel mit vielen Konservierungs- und Farbstoffen sollte man meiden, da diese Lebensmittel die Krankheit noch verstärken können. Auch Cola etc. sollte nicht getrunken werden, wegen Phosphor etc. und auf Energy Getränke muss wegen den enthaltenen Taurin ganz verzichtet werden, da es zusammen mit dem Medikament zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann.

Bei der Einnahme muss man beachten, dass die Einnahme von Zusatztabletten bis spätestens 13 Uhr sein muss, da dieser Wirkstoff sehr lange wirkt und es dann zu Schlafstörungen kommen kann. Gerade in der ersten Zeit schlafen die Kinder schlecht und haben auch so gut wie kein Hungergefühl mehr. Also morgens unbedingt erst frühstücken und dann das Medikament einnehmen.

Immer in den Ferien sollte mal eine Pause eingelegt werden. Die Krankenkasse zahlen die Behandlung bis zum 18 Lebensjahr. Sollte die Krankheit dann fortbestehen muss ein anderes Medikament gegeben werden.

Alles Gute!

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Danke für diese ausführliche Antwort.

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Hallo!

Bei uns lief es so dass wir die Voruntersuchungen stationär in der Klinik machen mussten.

Die Eindosierung (hier mit Medikinet) wurde zu Hause durchgeführt. Wir haben einen Medikamentenplan mit bekommen und das ganze wurde langsam eingeschlichen. Wir konnten die behandelnde Ärztin jederzeit kontaktieren wenn wir Fragen hatten, was ich sehr hilfreich fand.

Bisher klappt alles gut, wir sind im Off-Label- use unterwegs (mein Sohn ist noch nicht 6) war es kein Problem ihn darauf zu Hause einzustellen.

Ich wünsche euch alles Gute!

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