HILFE Neurodermitis/Ekzem/ Suche Rat und Ärzte

Hallo.
Meine beiden Kinder scheinen eine Neurodermitis zu entwickeln. Der große (6Jahre) bisher nur an den Schienbeinen, seit 3 Tagen am ganzen Körper schorfig, kratzt, rot. Der kleine (2Jahre) nur im Gesicht, trockene Haut an den Ellbogen. Den Kinderärzten fällt nix besseres ein als Cortisonsalbe.:-[ Wenn ich nach einem Facharzt frage, können sie keinen empfehlen, und meinen nur, da hilft eh nix. Außer eincremen. Aber womit? #kratzEucerin brennt, Linola hilft nix. Ich kann mir doch nicht den Schrank mit tausend Produkten vollstellen, um nach 3 maliegen Awenden zu merken, es wird schlimmer, hilft nicht, oder die Kinder schreien,weil die Haut brennt. Wer hat Erfahrungen mit Neurodermitis? Wo gibt es noch Ärzte, die sich damit auskennen, und mich als Mutter mal anständig aufklären? Kann man in dem ALter schon Allergietests machen? Ist es sinnvoll einige Nahrungsmittel wegzulassen? Wenn ja welche? Gibt es Foren oder Internetseiten, wo sich betroffene Austauschen können?
Viele Fragen auf einmal, ich weiß, aber im Moment weiß ich echt nicht meher weiter.#heul
Bitte helft mer.

Danke Edgareule#danke


Hallo

hier ein paar Worte zumThema Neurodermitis.

1.) http://www.kortisonfrei.de/de/de/index.html

2.)Welche Symptome treten bei Neurodermitis auf?
Die Neurodermitis verändert sich im Laufe des Lebens:

Im Babyalter zeigt sich Neurodermitis als roter Ausschlag (Ekzem) auf den Wangen oder so genannter Milchschorf auf der Kopfhaut. Das Ekzem breitet sich auf dem Gesicht, dem Hals und zur Windelregion hin aus.

Im Babyalter ist auch die Rückseite der Arme und der Beine davon betroffen. Das Ekzem ist normalerweise trocken. Verschmutzt es sich mit Bakterien, kann es zu einer Infektion (Impetigenisierung) kommen. Die Folge: Das Ekzem sondert Flüssigkeit ab.

Ab einem Alter von ein bis zwei Jahren verändert sich das Erscheinungsbild. Das Ekzem tritt vorzugsweise in den Arm- und Kniebeugen sowie in den Hand- und Sprunggelenken auf. Auch am Hals ist das Ekzem vorhanden. Der Ausschlag kann sehr stark jucken. Durch wiederholtes Kratzen wird die Haut dicker.

3.)Wie wird Neurodermitis behandelt?

Eine tägliche Hautpflege mit rückfettenden Ölbädern, Cremes und Lotionen ist zugleich Therapie der trockenen Haut und beugt neuen Schüben der Krankheit vor. Sie muss daher auch im beschwerdefreien Zeitraum erfolgen. Wenn Sie unter Neurodermitis leiden, sind folgende Tipps nützlich:

Grundsätzlich gilt: Pflegen Sie Ihre Haut mit den Cremes mit denen Sie sich am meisten wohlfühlen. Probieren Sie ruhig mehrere Cremes aus und haben Sie immer eine Auswahl verschiedener Produkte zu Hause. Denn die Haut hat wechselnde Ansprüche. Im Sommer und in akuten Zuständen wünscht sie leichte, wasserhaltige Cremes. Im Winter und in ruhenden Phase möchte sie mit öl- und fetthaltigen Salben gepflegt werden. Mit so einer individuellen Hautpflege kann man Krankheitsschüben gut vorbeugen.

Im akuten Stadium helfen wirkstoffhaltige Cremes. Cremes mit Kortison unterdrücken die überschießende Immunreaktion und dämmen die Entzündung ein.

Seit 2002 sind zwei Cremes auf dem Markt, die das Immunsystem spezifischer beeinflussen: Tacrolimus und Pimecrolimus. Sie werden ebenfalls direkt auf die Haut aufgetragen. Pimecrolimus ist schwächer wirksam als Tacrolimus. Daher wird es für die leichten bis mittelschweren Formen der Neurodermitis empfohlen. Akute Ekzemschübe können verhindert werden, wenn eine Behandlung mit Pimecrolimus unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Symptome begonnen wird. Tacrolimus wird bei der mittelschweren bis schweren Form der Neurodermitis angewendet, wenn die Neorodermitis nicht auf herkömmliche Therapien anspricht. Bei diesen Stoffen sollte berücksichtigt werden, dass sie noch verhältnismäßig kurz auf dem Markt sind und deshalb die Risiken einer Langzeitanwendung noch nicht vollständig beurteilt werden können. Insbesondere wird beobachtet, ob sie das Krebsrisiko erhöhen.

Bei schweren, chronischen Formen, die auf keine konventionelle Therapie ansprechen, muss man zu stärkeren Maßnahmen greifen und systemisch behandeln. Der Calcineurin-Inhibitor Ciclosporin dämmt das überschießende Immunsystem wirkungsvoll ein. Da er jedoch geschluckt wird, wirkt er im ganzen Körper und kann daher weitreichendere Nebenwirkungen als Cremes und Salben haben. Die Nebenwirkungen von Ciclosporin sind abhängig von der Behandlungsdauer und der verwendeten Dosis. Bei der atopischen Dermatitis reicht im Regelfall eine Behandlungsdauer von sechs bis acht Wochen aus. Meist bessern sich die Symptome innerhalb von zwei Wochen. Dann wird Ciclosporin abgesetzt und mögliche Nebenwirkungen verschwinden wieder. Verschlechtert sich der Hautzustand wieder, wird es erneut verwendet.

Lassen Sie Ihre Allergien behandeln und vermeiden Sie Dinge, die erfahrungsgemäß das Ekzem verschlimmern.

Wenn beide Eltern zu Allergien oder Neurodermitis neigen, sollten Sie schon im Babyalter mit Ihrem Kind zu einem Facharzt (Allergologie) gehen und sich beraten lassen. Die Vermeidung gewisser Nahrungsmittel wie Eier oder Kuhmilch während der Still- und Kleinkindzeit kann das Allergierisiko des Kindes vermindern.

Patienten mit Neurodermitis sollten Kleidung aus Baumwolle tragen. Vermeiden Sie Wolle oder synthetische Stoffe in denen Sie schwitzen.

Beachten Sie bitte: Wenn das Ekzem Flüssigkeit absondert, dann sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Das gilt auch für den Fall, dass sich in dem Ekzem gelbe Bläschen bilden. Das Ekzem ist dann wahrscheinlich mit Bakterien infiziert und bedarf sofortiger Behandlung.

4.)Wie ist die Prognose?

Bei der Hälfte aller Babys verabschieden sich die Hauterscheinungen innerhalb der ersten zwei Jahre. Bei weiteren 20 Prozent der Kinder hören die Schübe mit der Pubertät auf.

Derzeit wird untersucht, ob die Mikrobiologische Therapie (Symbioselenkung) bei Kindern mit Neurodermitis hilfreich ist. Erste Daten zeigen, dass die Neurodermitis in der frühen Kindheit mit dieser Therapie erfolgreich behandelt werden kann.

Gruß

Hallo

Du hast ja von meiner Vorrednerin schon ganz viel erfahren.

Ich habe im letzten Stern TV mit Günther Jauch einen Bericht über eine neue Lichttherapie gesehen.

Geh doch mal auf die Internetseite schauen, dort findest du sicher noch mehr Info's darüber.

http://www.stern.de/tv/?nv=redir

Alles Gute für die Kids.

Liebe Grüsse
rumorosa & Krümel 15 SSW

Hallo,

Allergietest geht in dem Alter schon. Ich finde es komisch, daß sie jetzt auf einmal beide ND entwickeln. Hast Du irgendwas neues, worauf sie reagieren.??

Das mit dem Salbenvorrat bei ND ist normal, das muß halt jeder ausprobieren, weil jede Haut unterschiedlich reagiert. Cortison wirklich nur, wenns ganz rot und entzündet ist.
Sonst cremen, cremen, cremen um die Haut geschmeidig zu halten, und so die Schübe zu verzögern.
Lebensmittel würde ich momentan vorm Test nicht weglassen. Und habe gerade einen Bericht über ND und Sojamilch gesehen.(hatten wir dummerweise unserer Maus auch gegeben). Kann mehr schaden wie helfen, weil viele Kinder darauf reagieren.

Alles Liebe

Einige schwören ja auf Sheabutter, aber die unraffinerierte muß es sein nennt sich Karitee. Der Geruch ist allerdings gewöhnungsbedürftig, stinkt etwas nach angegammelten sauren Gurken.
Gibts bei E-Bay. Wenn mein Kind das hätte, würde ich es erst damit versuchen.
Die Hautärzte selber testen auch viel aus, weil Salbe bei jedem anders wirkt. Was dem einen hilft, kann sich beim andern verschlimmern.
Zumindest schadet Sheabutter nicht.
U.Grube

Hallo,
ich, 39, leide seit vielen Jahren an Neuro im Gesicht. Bei mir sind die Schübe vor allem durch Stress und Allergien bedingt, die oft der ständige Begleiter von Neurodermitikern sind. Bei mir hat sich sogar Asthma draus entwickelt, denn man hat durch diese Hautkrankheit eine sehr starke Neigung dazu.
Deshalb solltest du unbedingt einen Allergologen und Hautarzt in Kombination aufsuchen. Bei einer gezielten Behandlung ab dem Kindesalter kann man nämlich sehr viele Spätfolgen vermeiden oder wenigstens herauszögern.
Erschwerend hat sich bei mir auch noch eine Allergie gegen Wollwachs herausgestellt, das in fast allen Salbengrundlagen enthalten ist.
Kortison kommt bei mir nur in Frage, wenn das Ekzem entzündet ist und sich die Haut absolut weigert, Fett aufzunehmen um Feuchtigkeit in der Haut zu binden.
Mit Cremes mußt du wirklich herumexperimentieren.
Mein Allergologe hatte mir seinerzeit einen großen Haufen Pröbchen mitgegeben, damit ich für mich selbst herausfinden kann, was für mich am vertäglichsten ist.
Vielleicht fragst du bei einem Arztbesuch auch mal nach Proben oder schreibst die Hersteller unverbindlich an. Habe ich auch gemacht und noch mal ein paar Sachen zum Probieren bekommen.
Ich persönlich nehme seit Jahren Asche Basis Fettsalbe, da sie als einzige Fettsalbe kein Wollwachs enthält.
Heilen kann man diese Krankheit nicht, da sie in fast allen Fällen angeboren ist, aber man kann mit der Zeit lernen, sehr gut damit umzugehen.
Übrigens hilft Sonnenlicht, oder im Winter ersatzweise gelegentliches Solarium wahre Wunder.
Beim Hautarzt kann man übrigens auch Bestrahlungen machen lassen die mit einerm sehr viel geringeren UV-Anteil dosiert sind.
Noch ein kleiner Tip zum Probieren:
Als Kind hatte ich auch immer sehr starken Juckreiz. Mir hat da sehr gut Mirfulan-Salbe geholfen, die neben Lebertran (Vitamin A) auch Zink enthält, was die Haut beruhigt. Leider kann ich die auch nicht mehr nehmen, da sie ebenfalls Wollwachs enthält, aber einen Versuch wäre es wert.
Also, ab zum Hautarzt/Allergologen und Pröbchen sammeln! Wird ne harte Zeit, aber irgendwann findest du das richtige für deine Kinder heraus, und dann wird es wesentlich angenehmer.

*daumendrüx*
hexenküche

mein sohn ( 5monate) hatte es sehr schlimm aber wir haben jetzt eine wundersalbe gefunden-alles weg innerhalb von 3 tagen und er hatte es schlimm tip: i-net adresse. www.lavolte.eu die creme heißt: shea naturcreme soft .da musste auf der seite links oben das erste drücken da erscheint sie schon.die ist natur ohne zusatzstoffe.und ohne kordison gibts auch in der apotheke

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