Orthopädische Einlagen Kinder - zahlt Krankenkasse?

Hallo,

ich habe mal eine Frage.

Meine Große bekommt morgen ihre Einlagen für die Schuhe, da ihr li. Fuß immer ein wenig nach innen dreht.

Bezahlt die Krankenkasse diese Einlagen oder muss man zuzahlen?

Habe total vergessen den Arzt zu fragen.

Danke

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Hi...

Habe für meinen Sohn(12) jetzt vor kurzem auch Einlagen bekommen,,und die mussten wir NICHT bezahlen.

Lg Moni

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Vielen lieben Dank :-D

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Sollte die Krankenkasse zahlen!

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Hallo,

die Krankenkassen zahlen das "medizinisch Notwendige" und dazu zählen eigentlich auch Einlagen nach Maß.

Es gibt jedoch Sanitätshäuser, die einen "Wirtschaftlichkeitsaufschlag" verlangen. Weil die einfachen "Kasseneinlagen" nicht wirklich individuell nach Maß gefertigt werden, auch wenn auf dem Rezept "ein Paar Einlagen nach Maß" oder "Abdruck" steht, werden aus wirtschaftlichen Gründen (wollte nicht Geldgier sagen) viel zu oft diese einfachen Weichschaumeinlagen ausgegeben, die keine oder kaum Wirkung zeigen oder etwa bei Knickfüßen sogar kontraproduktiv sein können!

Beim psychomotorischen Innengang auf Grund von leichten Senkfüßen reichen solche einfachen Einlagen oft dann aus, wenn außen unter der Einlage ein lateraler Streifen angebracht wird, der das auf den Außenkanten stattfindene Abrollen "unbequem" macht. Wenn das Kind ansonsten keinen großartigen Wert auf die Schuhmode legt und den Eltern klar ist, dass solche einfachen Einlagen oft nur in Schuhe passen, die eine herausnehmbare Innensohle haben, dann ist das schon gut so.
Wenn die Einlagengröße richtig ausgewählt wird und der Lateralstreifen an der richtigen Stelle angebracht wird, vergeht der Innengang nach etwa vier Wochen bis 12 Monate (man kann aus der Ferne heraus keine präzise Zeit bestimmen).

Allerdings sollten auch die Übungen, die der Arzt bei der Untersuchung gezeigt haben sollte nicht vergessen werden und die Tragezeiten der Einlagen peinlich genau eingehalten und nicht unterschritten werden.

Für die meisten Kinder reicht ein paar Einlagen auf keinen Fall aus, denn der Wechsel von Schuh zu Schuh - etwa vom Straßenschuh in die Hausschuhe wird gerne vergessen. Insbesondere beim Sportunterricht ist es den meisten Einlagenträgern zu peinlich, die Einlagen aus den Straßenschuhen in die Sportschuhe zu legen (erinnern wir uns an die eigene Schulzeit...). Darum brauchen die meisten Kinder gleich drei oder im Sommer auch vier Paar Einlagen,- Problem für die meisten,- die Kassen zahlen nur ein Paar pro Quartal.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp:
Lasst Euch beim Abholen der Einlagen die Gipsfußmodelle aushädigen, die aus dem Trittschaum entstanden sind (entstehen sollten).

Schaut Euch für den Fall, dass das Kind Senkfüße hat den Schwammtuchfilm bei youtube an, der noch bis Montag (12.12.) online sein wird (danach muss er raus, weil zwei gut betuchte Sanitätshausbesitzer, die so wie die Mehrheit dem "System Weichschaumeinlagen" angehören, einen Gerichtsbeschluss erwirkt haben und mir 250.000,--€ Zwangsgeld drohen, wenn ich meine Webseiten nicht abändere und den Film lösche.... (Wer gegen den Strom schwimmt, muss einiges schlucken....).

Ich wünsche viel Erfolg!
Andreas Herr
(Fuß- und Beintherapeut für Kinder und Jugendliche)

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