Vater hat Lungen-Fibrose

Hallo,

mein Vater hat seit einigen Monaten akute Atembeschwerden. Er hat sich natürlich gleich in ärztliche Behandlung begeben. Letzte Woche war er im KH und dort hat man den Verdacht geäußert das er eine Fibrose hat. Er nutzt zur Zeit 60% seines Lungenvolumens. Alle Anzeichen sprechen leider für diese Diagnose. Bis dato hat man noch keinen Auslöser gefunden, was die Therapie nicht einfacher macht. Ende des Monats muss er wieder ins KH. Dort wird dann eine Probe vom Lungengewebe genommen. Wir hoffen, dass dieser Eingriff neue Erkenntnisse bringt.

Da diese Krankheit tötlich enden wird, bitte ich alle um sehr viel Rücksicht.

Wer hat Erfahrungen mit dieser Krankheit?

Ich danke für eure Antworten.

cassidy

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Mein Vater wurde das Gleiche anfang des Jahres diagnistiziert.
Ich weiß auch nicht wie ich damit umgehen soll, wenn du Ursache nicht gefunden wird, was bei meinem Vater und auch meistens so ist, sind die Prognosen leider sehr schlecht.

Aber man muss anders denken, nicht daran denken das er sterben wird, das werden wir alle irgendwann, sondern das er jetzt noch da ist und egal wie lange das Leben noch dauern wird, es ist zu Wertvoll als darüber zu Trauern das es evtl schon bald wieder schlechter wird mit der Gesundheit.

Mein Vater erfreut sich über das was er noch hat und auch wenn die Prognosen der Statistiken schlecht sind, so gab es doch jetzt einen Hoffnungsschimmer, da laut Röntgenbild sich in den letzten 8 Monaten nichts sichtbares verschlechtert hat, spricht also für einen eher schleichenden Prozess. Denoch hat er sich auf die Spenderliste schreiben lassen (59 Jahre ist er). Blöderweise ist auch so ne Spenderlunge nicht ewig haltbar, im Durchschnitt lebt man damit ca 10-15 Jahre, tendenz aber steigend bei moderner Medizin. Dann halten spendenlungen leider nicht mehr.

Aber in 10-15 Jahren kann man so viel erreichen, daran muss man denken.

Versuch auch du pos zu denken und deinen Vater an dem zu motivieren was er noch hat. Es gibt Menschen die sind seit 20 Jahren in Behandlung und noch aktiv, wenn auch eingeschränkt. Es kann also auch eine "gute" Entwicklung, also schleichende verschlechterung geben, wo man noch lange was vom Leben haben wird.

Alles Gute#klee

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Hallo,

ich danke dir für deine Antwort. Es ist gut zu hören, dass es nicht gleich das Ende bedeutet. Ich weiß, dass er nicht gleich morgen sterben wird, aber dennoch: der Gedanke, dass es doch früher als gedacht sein kann, macht das Leben nicht gerade einfach. Ich versuche "positiv" zu denken.

Vor drei Monaten ist mein Vater beim Arzt gewesen und letzte Woche war er im Kh. In diesen drei Monaten hat es keine Verschlechterung gegeben. Toi, toi, toi!

Ende des Monats wird er wieder in Kh gehen, damit eine Gewebeprobe entnommen werden kann. Ich hoffe, dass wir dann endlich Ergebnisse kriegen.

Wie oft geht dein Vater zum Arzt? Bekommt er Medikamente? Brauch er schon Sauerstoff? Macht er sonst irgendwas? Ich hoffe, ich trete dir und deinem Vater nicht zu nahe, wenn ich diese Fragen stelle. Du kannst mir gerne über meine VK schreiben.

Vielen lieben Dank und deinem Vater weiterhin alles Gute!

Liebe Grüße,

Cassidy

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