Ärger mit der Krankenkasse - Kinderreha

Hallo zusammen,

nachdem ich kürzlich hier gepostet habe http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=10&tid=3258143&pid=20648623, habe ich mich heute versucht um einen Antrag zu bemühen und muss hier mal meinen Frust loswerden :-).

Ich rief erstmal die Rentenversicherung an und bat Sie um einen Antrag für die Kinderreha meines fünfjährigen Sohnes (er leidet unter allergischem Asthma mit all seinen Nebenwirkungen -> Nase, Augen Juckreiz ... und musste mehrere Monate täglich cortison inhallieren und Fenistil bzw. Ceterizin nehmen. Und es wird jedes Jahr schlimmer). Die schimpfte über die Krankenkasse, denn schließlch sei diese ja in unserem Fall dafür zuständig. Die Rentenversicherung kümmere sich eigentlich nur um Erwachsenenrehas, um eine Eingliederung in die Erwerbstätigkeit des Patienten wieder zu erlangen. Die besseren Kliniken für Kinder haben daher die Krankenkassen. Leuchtet mir soweit auch ein.

Also rief ich bei der TK an und bat um den Antrag. Der "nette" Sachbearbeiter fragte mich, ob wir bereits alle Maßnahmen am Wohnort ausgeschöpft haben. Ja, soviel ich weiß tun wir alles, damit es meinem Sohn besser geht. Seit gestern wird er desensibilisiert, obwohl dies laut meiner Ärztin eigentlich erst ab sechs empfohlen wird. Die Kinderärztin sieht aber auch die Notwendigkeit in unserem Fall. Er fragte mich ,was ein Facharzt dazu sagt. Ich war mit meinem Sohn nur einmal wegen eines Lungenfunktionstests beim Pneumologen, der Rest lief Gott sei Dank (so dachte ich jedenfalls bis heute) über die Kinderärztin, quasi alles aus einer Hand. Sie hat die Blut- und Pricktests gemacht und desensibilisiert ihn auch. Sie hat aber nichtmal einen Doktortitel (was mir bisher total egal war, sie ist m.E. nach kompetent und kann gut mit meinem Sohn umgehen). Jedenfalls sagte ich, ich könne auch gerne nochmal zum Peumologen, hätte nur bitte gerne schonmal den Antrag zugeschickt. "Nein, den schicke ich Ihnen nicht, denn Sie haben scheinbar noch nicht alle Maßnahmen am Wohnort ausgeschöpft", so wörtlich der Sachbearbeiter der TK. Eine Rehamaßnahme sei die teuerste Maßnahme und wird nur beantragt, wenn nichts anderes mehr geht (ich hätte dem Typen gerne mal ein paar Bilder meines Sohnes geschickt, insbesondere während der Pollenflugmonate...).

Ich habe mich unglaublich über diese arrogante Art geärgert, zumal ich keine Beweillgung sondern lediglich den Antrag wollte.

Ich habe dann mit der Caritas und der AWO telefoniert und um Tipps und Unterstützung gebeten. Die waren auch wirklch alle sehr hilfsbereit, kennen sich da nur auch nicht wirklich aus, denn Sie kümmern sich ausschließlich um die Beratung bei Mutter-Kind-Kuren.

Ich werde in der kommenden Woche mit unserer Kinderärztin sprechen und ihr die Situation schildern (die Reha war ihre Empfehlung, allerdings hat sie scheinbar keine Ahnung, was das Antragsverfahren anbetrifft).

Ist es denn richtig, dass nur Fachärzte mit Titel Pneumologe eine Reha verschreiben dürfen? Momentan geht es meinem Sohn ganz gut, die heißen Monate sind von Februar bis Mitte Juni. Daher ist es irgendwie lächerlich mein Kind nun dort vorzustellen, zumal ich ihm wiederholte Allergietests usw. gerne ersparen würde.

Hat da jemand Erfahrungen und kann mir Tipps geben?

LG Lina

Also ehrlich gesagt kann ich die Krankenkasse verstehen.
Ein Facharzt ist bei sowas sicherlich besser als ein Kinderarzt die haben ja ganz andere Erfahrungen.

Warum lässt Du Dich ins Bockshorn jagen?

Ruf noch einmal da an und verlang bei der Hotline, man soll Dir einen Antrag zusenden. Wird das verweigert, dann schreibst Du an den Vorstand und beschwerst Dich.

Ich finde das merkwürdig, ich bin auch bei der TKK, bin chronisch krank und habe immer nur kompetente Leute an der Strippe. Vielleicht war die schlecht drauf?

Gruß

Manavgat

Hallo Manavgat,

ja, das wundert mich auch, denn ich habe bisher auch nur gute Erfahrungen mit der Kasse gemacht. Aber wahrscheinlich hatte ich tatsächlich einfach nur Pech mit dem Mitarbeiter in Darmstadt (da sitzt das Servicezentrum für Reha und Kuren). Werde es morgen nochmal versuchen und hartnäckig bleiben :-).

VG Lina

kurze frage, was erwartest du dir von einer kinderreha bei diesem krankheitsbild????

Atemschulungen, Umgang mit Luftnot, Stärkung des Immunsystems und ein heilendes Klima für ein schwer allergisches Kind (in allen Frühblühern höchste Ausprägung und Gräserallergie) mit Asthma. Zumindest für ein paar Wochen der Quälerei. Und im besten Falle hat er danach so viele Abwehrkräfte, dass es ihm hier auch besser geht und er zumindest regelmäßig in den Kindergarten bzw. die Schule gehen kann.

außer eine kurzfristige klimaveränderung sind das alles dinge die du auch vor ort machen kannst, hat die KK leider absolut recht. und auch wenn dein kinderarzt kompetent ist (was schon für med. laien schwer beurteilbar ist), ersetzt das keine fachärzte.

und auch beim klimawechsel werden 3-4 wochen nicht die welt sein.

ich kenne das spiel ebenfalls. mein sohn ist jetzt 3 geworden und er hat fast 2 jahre davon dauerhaft cortison inhaliert usw. alle 2 wochen obstuktive infekte usw. (meine kinderärztin ist pneumologin, von daher hat sich der fachrazt erledigt bei uns.)

wie gesagt, schulungen, umgang mit diesen dingen,etc. dafür braucht man keine reha.
wenn du eine luftveränderung willst, fahrt an die see (irgendwo wo reizklima ist) und macht dort ein paar wochen urlaub als famile. den rest vor ort.

vg

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Hallo,

lass dich bloß nicht abwimmeln.

Als ich damals eine Mu-Ki-Kur beantragt habe, wurde die 2mal (mit Widerspruch über die Awo) abgelehnt mit den Worten, ich hätte nicht alle Möglichkeiten am Wohnort ausgeschöpft.
Selbst die Bearbeiterin der Awo wußte nicht was das mit der Ablehnung sollte.

Ich hatte Burn Out, Wirbelsäulenerkrankungen, ect, meine Tochter chron. Bronchitis ect.

Als ich das meiner Kinderärztin mitteilte, war sie empört und meinte, dann beantragen wir eine Reha.
Das ging auch ganz schnell und 1/4 Jahr später fuhr ich mit meiner Tochter zur Reha.
Das war das Beste was uns passieren konnte. Weil wir beide uns gut erholt haben und wieder stabiler wurden.

LG und alles Gute

gluecksbaerchen

Hallo,

herzlichen Dank für Deinen mich aufmunternden Beitrag. Das tut hut!

Für Euch auch alles Gute!

LG Lina

Dein Kinderarzt soll Muster 60 ausfüllen, das wird an die KK geschickt, dann bekommt man den Rehaantragbogen. Er muß das Formular mit Diagnosen usw ausfüllen, das alles am Wohnort gemacht wurde usw.
Allerdings sind Fremdbefunde äußerst wichtig beim durchbekommen einer Reha.

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